Universität Hamburg erneut mit „audit familiengerechte Hochschule“ ausgezeichnet
29. Juni 2026, von Familienbüro

Foto: Jens Schicke / berufundfamilie Service GmbH
Feierliche Übergabe des Zertifikats am 18. Juni 2026 in Berlin / Sechste Zertifizierung in Folge
Die Universität Hamburg hat das Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ erneut erhalten. Es ist bereits die sechste Auszeichnung der Hochschule: Das langjährige, konsequente Vereinbarkeitsengagement wird mit dem Zertifikat mit Prädikat gewürdigt. „Die erneute Zertifizierung mit Prädikat ist ein bedeutender Meilenstein, den wir gemeinsam feiern. Sie ist für uns als Stabsstelle Chancengerechtigkeit und die gesamte Universität aber auch ein Auftrag, weiterhin aktiv an der kontinuierlichen Verbesserung der Arbeits- und Studienbedingungen für Familien an der Universität Hamburg zu arbeiten, dem wir auch in der finanziell herausfordernden Situation der Universität entsprechen müssen.“ sagt Dr. Angelika Paschke-Kratzin, Gleichstellungsbeauftragte der Universität und Leiterin der Stabsstelle Chancengerechtigkeit.
Den Rahmen für die offizielle Übergabe bildete die 28. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie Service GmbH in Berlin. Das audit-Verfahren wird als strategisches Managementinstrument unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Karin Prien angeboten. Die Schirmherrin dankte in einem digitalen Grußwort allen Zertifizierten für ihr Engagement. Die Auszeichnung wurde von berufundfamilie-Geschäftsführer Oliver Schmitz gemeinsam mit weiteren Vertreter:innen der Initiative übergeben.
Die Universität Hamburg trägt das Zertifikat bereits seit 2010. Seit 2020 besitzt sie zudem ein Dauerzertifikat. In den weiteren Auditierungsphasen erfolgt alle drei Jahre eine Qualitätssicherung im Dialogverfahren mit Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen der Hochschule. So wird sichergestellt, dass die Angebote weiterhin wirksam sind, zu den Rahmenbedingungen passen, und auf veränderte Bedürfnisse reagiert.
Vereinbarkeit als Teil einer gelebten Hochschulkultur
Die Auszeichnung mit Prädikat steht dafür, dass Vereinbarkeit an der UHH nicht als Einzelmaßnahme, sondern als vereinbarkeitsorientierte Hochschulkultur verstanden und weiterentwickelt wird. Dazu gehören verlässliche Regelungen, transparente Unterstützung sowie Angebote, die bedarfs- und zielgruppengerecht ausgebaut werden - und die unterschiedlichen Lebens- und Betreuungssituationen der Universitätsangehörigen systematisch in den Blick nehmen. „Wir freuen uns sehr über die erneute Bestätigung unseres gemeinsamen nachhaltigen Engagements für Familienfreundlichkeit an unserer Universität. Diese Auszeichnung zeigt, dass die Universität Hamburg eine attraktive Arbeitgeberin und Studienstätte ist, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium - auch in finanziell herausfordernden Zeiten - aktiv fördert. Unsere universitätsinternen und hochschulübergreifenden Akteur:innen und Netzwerke begleiten die Weiterentwicklung der Familienfreundlichkeit - auch an den Schnittstellen zu Gleichstellung, Diversität und sozialer Nachhaltigkeit. Es sollte weiterhin sorgfältig und im engen Austausch mit den Stakeholdern geprüft werden, wie bestehende positive Regelungen und Angebote zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie auch in einem finanziell engeren Rahmen möglichst aufrechterhalten werden können.“ sagt Carolin Steinat, Koordinatorin des Auditverfahrens und gemeinsam mit Svenja Saure als Referentin zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für alle Uniangehörigen zum Thema Vereinbarkeit im Familienbüro/Stabsstelle Chancengerechtigkeit.
Handlungsprogramm für die nächsten drei Jahre beschlossen
Im Rahmen der Dialogtage führte der externe Auditor intensive Gespräche mit verschiedenen Gruppen aus zentralen und dezentralen Einrichtungen der Universität - darunter Stakeholder in Führungspositionen sowie im operativen Bereich. Diskutiert wurden unter anderem die Bedarfe und aktuellen Herausforderungen im Austausch mit der GBK (Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten) und der AGV-Runde (Abteilungs-, Geschäfts- und Verwaltungsleitungen der Fakultäten). Auf dieser Basis wurde ein Handlungsprogramm für die kommenden drei Jahre erarbeitet und vom Präsidium unterzeichnet. Folgende Schwerpunkte stehen im Fokus: die Stärkung der Vereinbarkeit im Kontext von Führung und Zusammenarbeit; weitere gezielte Unterstützung der Studierenden mit familiären Verpflichtungen (u. a. Sensibilisierung für Pflegebedarfe); Erhalt und Ausbau familienfreundlicher Infrastruktur und Kinderbetreuung und der Berücksichtigung von Eltern-Kind-Zimmern bei Neu- und Umbauten.
Die erneute Auszeichnung knüpft an die EDI-Strategie (Equity, Diversity and Inclusion) der Universität Hamburg an. Grundlage bilden die Prinzipien Access, Belonging und Community (ABC): chancensensibler Zugang, Zugehörigkeit und eine inklusive Gemeinschaft - damit Universitätsangehörige mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und -entwürfen die Hochschule als unterstützenden Ort erleben können.
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