Kalmare als neue Ressource in der Nordsee-Fischerei
Wann: Mi, 24.06.2026, 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Wo: Universität Hamburg, digital – Zoom
Dr. Daniel Oesterwind, Thünen-Institut für Ostseefischerei, Warnemünde
Öffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Schutz und nachhaltige Nutzung unserer Meere und Küstenregionen
Aktuelle Ergebnisse aus der Forschungsmission sustainMare der Deutschen Allianz Meeresforschung
Seegräser gelten als wichtige natürliche Kohlenstoffspeicher und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Zusammen mit Mangroven und Salzwiesen zählen sie zu den wichtigsten "Blue Carbon"-Ökosystemen. Diese Küstenökosysteme speichern trotz ihrer vergleichsweisen geringen räumlichen Ausbreitung ca. ein Drittel des im Meer festgesetzten organischen Kohlenstoffs. Die Seegraswiesen an der deutschen Nordseeküste sind jedoch den besonderen Bedingungen des Wattenmeeres ausgesetzt: Neben der Saisonalität der Pflanzen beeinflussen die starken hydrodynamischen Kräfte sowie die dynamische Umlagerung der Sedimente im Wattenmeer die Fähigkeit der Seegräser, Kohlenstoff effektiv und dauerhaft zu binden.
Unsere Studien zeigen, dass Seegraswiesen im Wattenmeer deutlich weniger Kohlenstoff im Sediment speichern als viele andere Seegrasökosysteme weltweit. Wie groß dieser Betrag es am Ende tatsächlich ist, hängt von den Umweltbedingungen und der Kontinuität des Seegrasbewuchses ab. Gleichzeitig kann Seegras zur Kohlenstoffspeicherung in benachbarten Ökosystemen beitragen: Ein Teil der im Hebst abgeworfenen Seegrasblätter wird in angrenzende Salzwiesen transportiert und dort im Sediment eingebaut.
mittwochs 18:00 – 19:00 Uhr, digital – Zoom
Koordination: Prof. Dr. Corinna Schrum, Theoretische Ozeanographie, Universität Hamburg / Helmholtz-Zentrum Hereon, Geesthacht