9. April 2026, von Online-Dienste
Am 9.04. war die erste Sitzung des Akademischen Senats der neuen Wahlperiode 2026-28.
Sibille und Uwe hatten ihren Einstand im AS und haben mit Antje die Interessen des TVBP vertreten. Auf der Tagesordnung standen neben den üblichen TOPs einer ersten Sitzung (Verabschiedung Geschäftsordnung, Wahlen Ausschüsse) auch das Thema Hochschulfinanzierung.
Die Geschäftsordnung wird auf Vorschlag von Antje noch einmal kritisch angeschaut, da neben der mangelnden geschlechtergerechten Sprache auch eine digitale Teilnahme an den Sitzungen bisher nicht explizit festgeschrieben ist. Auch wenn der Präsident dies zusichert, ist uns daran gelegen, den Kolleg*innen diese unkomplizierte Teilnahme an den Sitzungen auch langfristig zu ermöglichen. Zudem hat Antje darauf aufmerksam gemacht, dass die großen Themen der UHH, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, in der Governancestruktur bisher nicht alle Mitgliedsgruppen einbindet, was über den Einsatz von Ausschüssen zu dem Thema möglich wäre.
Unter dem Berichtspunkt Fragen und Mitteilungen haben wir weiter deutlich gemacht, dass das Thema Elternzeit und Pflegezeit unter den derzeitigen Bedingungen der nicht-Vertretung nicht im Sinne einer familiengerechten Hochschule sein kann. Auch der ständige Zuwachs an Arbeitsthemen, die z.B. in den Studienbüros zur Überlast führt, wurde kritisch hinterfragt. Es ist schwer nachvollziehbar, dass in der aktuellen Situation die Internationalisierung durch einen Studierendengewinn aus dem Ausland forciert werden soll, wenn die Betreuung dieser Personen gar nicht gesichert werden kann oder zu Lasten unserer Kolleg*innen umgesetzt wird. Die darauf gegebene Antwort aus dem Präsidium, dass mit dem Strukturprozess angestoßen wird, zu schauen, welche Maßnahmen ergriffen und Arbeitsfelder weiterverfolgt werden oder eben auch nicht, ist nachvollziehbar. In unseren Augen läuft der Prozess allerdings asynchron zu den jetzigen Problemen ab. Die Lehrplanungen müssen fertig gestellt werden, bevor vermeintliche Entscheidungen zu Änderungen an Studiengängen und dem Lehrportfolio getroffen werden und greifen. Wir sind hier gerne weiter im Austausch mit euch und dem Präsidium, um die Probleme nicht überwiegen zu lassen.
Um die Perspektive und Handlungsmöglichkeiten des Präsidiums zur aktuellen Situation der Baustelle Campus Schlüterstraße/ Altes Fernmeldeamt zu kennen, haben wir auch hier nachgehakt. Leider sind hier sowohl UHH als auch Behörde die Hände gebunden. Es wird sich zeigen, ob Entschädigungszahlungen gefordert werden können. Welche Auswirkungen dies auf geplante Umzüge hat, ist noch nicht abzusehen.
Zum Thema Hochschulfinanzierung hat der Präsident einen Krisen- und Zeitplan bis 2032 vorgestellt. Großes Ziel ist es schnelle und langfristige Maßnahmen zu erarbeiten, die eine finanzielle Entlastungen herbeiführen können und gleichzeitig für die UHH vertretbar sind. Auch mit der Behörde wird stetig weiterverhandelt. In Zuge dessen werden fünf Taskforces unter den VPs, CDO und CSO aufgeteilt, die zu Themen wie Personalstruktur, Liegenschaften und Studienkapazitäten zeitnah die Problem- und Finanzlage eruieren, um dann Änderungsvorschläge zu erarbeiten. Das Präsidium möchte auf transparente Kommunikation setzen, wobei wir daran erinnert haben, dass dies auch bis auf alle Ebenen in den Fakultäten und Einheiten (zu euch!) herunter diffundieren muss und nicht auf Ebene der Dekanate hängen bleiben darf.
Zusammenfassung: Sibille Schulte-Barendorf, Antje Newig, Uwe Lübbermann