Entrepreneurship meets Health InnovationVon der Großforschungsanlage zum offenen Innovationswissen

Foto: UHH/Grudda
Die Themenwoche „Entrepreneurship meets Health Innovation“ vernetzte internationale Forschende, Infrastruktur- und Praxispartner, um Innovationsbarrieren zu analysieren. Ergebnisse flossen in ein offenes HOOU-Micro-Modul ein, das Entrepreneurship-Kompetenzen für Forschung stärkt.
Großforschungsanlagen wie das European XFEL oder das CSSB stehen für internationale Spitzenforschung. Doch zwischen exzellenter wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlich wirksamer Innovation liegt oft eine Lücke: fehlende Transferkompetenzen, Unsicherheiten im Umgang mit Entrepreneurship und unklare Wege in Richtung Anwendung. Die impact-orientierte Themenwoche „Entrepreneurship meets Health Innovation at Large-Scale Facilities“ griff genau diese Herausforderung auf. Im Innovationsumfeld der Universität Hamburg kamen internationale Forschende, Vertreter:innen großer Forschungsinfrastrukturen, Industriepartner sowie Transfer- und Wissenschaftskommunikationsakteure zusammen, um reale Innovationsbarrieren zu analysieren und konkrete Kompetenzbedarfe zu identifizieren.
Im Zentrum stand nicht die abstrakte Diskussion über „mehr Impact“, sondern die gemeinsame Arbeit an Fallstudien und in ko-kreativen Workshops. Forschende brachten eigene Erfahrungen ein, diskutierten Hürden in regulatorischen, organisatorischen und kulturellen Kontexten und entwickelten gemeinsam Ansätze, wie Entrepreneurship-Kompetenzen frühzeitig in wissenschaftliche Karrierewege integriert werden können. Die Ergebnisse flossen unmittelbar in die Konzeption des offenen HOOU-Micro-Moduls „Entrepreneurship 101 for Researchers“ ein. Aus einer intensiven Themenwoche entstand damit ein dauerhaft zugängliches, digitales Weiterbildungsangebot. Über die Hamburg Open Online University wird das Modul offen bereitgestellt und kann von Forschenden, Studierenden und Innovationsakteur:innen unabhängig von Institution oder Standort genutzt werden.
Die Wirkung liegt somit einerseits in der Veranstaltung selbst, die Teilnehmende befähigte, Transfer- und Entrepreneurship-Kompetenzen fundierter und systematischer in die wissenschaftliche Qualifizierung ihrer Zielgruppen einzubinden. Gleichzeitig entstand offenes, digitales Bildungsangebot, das Innovationswissen niedrigschwellig zugänglich macht und den Anspruch auf Impact-Orientierung mit konkreten Lernangeboten unterlegt.
Transferprojekt
- Projektleitung: Felix Poschinger M.A.(felix.poschinger"AT"uni-hamburg.de) (Abteilung Internationales, Universität Hamburg)
- Projektbeteiligte: internationale Forschende, Vertreter:innen großer Forschungsinfrastrukturen, Industriepartner:innen sowie Transfer- und Wissenschaftskommunikationsakteu:innen