Zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft: Die Universität Hamburg auf dem Weg zur Gleichstellung
11. Februar 2026, von Stabsstelle Chancengerechtigkeit

Foto: UHH/Esfandiari
Der Internationale Tag von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft der UN, der jährlich am 11. Februar begangen wird, ist eine wichtige Gelegenheit, um die fortschreitenden Bemühungen um Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in akademischen Berufsfeldern zu würdigen und weiter voranzutreiben. Während der Frauenanteil bei Studierenden bundesweit heute bei 53 % liegt, ist der Anteil an Professorinnen mit nur 30 % weiter stark ausbaufähig. Die Universität Hamburg setzt seit Jahrzehnten auf eine nachhaltige Entwicklung in diesem Bereich und weist dabei beeindruckende Fortschritte auf.
Ein bedeutender Meilenstein ist der steigende Frauenanteil bei den Professor:innen. Seit den 1990er-Jahren hat sich dieser Anteil an der UHH fast verfünffacht: Während damals lediglich 5,5 % der Professuren von Frauen besetzt waren, liegt dieser Wert heute bei 35,8 %. Damit übertrifft die Universität Hamburg den deutschlandweiten Durchschnitt von 30 % deutlich. Bereits vor 20 Jahren, im Jahr 2003, lag der Anteil der weiblichen Professor:innen erstmals bei über 20 %, genauer gesagt bei 23 %. Im Jahr 2016 konnte die Hochschule knapp 30 % Frauen in den Professorenstellen verzeichnen. Dieser Trend zeigt, dass sich die Gleichstellung in der Hochschullandschaft zunehmend fest etabliert.
Auch bei den Studierenden ist die Entwicklung bemerkenswert. Seit den 1970er-Jahren wächst der Anteil weiblicher Studierender an der UHH kontinuierlich an. 1999 überholten erstmals mehr Frauen als Männer die Anzahl der Studierenden, der Anteil lag damals bei 50,4 %. Im Jahr 2016 erreichte die Universität einen Anteil von 55,5 % weiblicher Studierender. Heute sind es 57,7 %, was die starke Präsenz von Frauen im Hochschulbereich unterstreicht. Im bundesweiten Vergleich liegt die Universität Hamburg mit ihrem Anteil von über 57 % deutlich über dem Durchschnitt von 53 %.
Diese positiven Entwicklungen sind ein Beweis für die erfolgreichen Strategien der Universität Hamburg im Bereich Frauenförderung und Chancengerechtigkeit. Dennoch bleibt die kontinuierliche Arbeit an der Gleichstellung aller Geschlechter eine zentrale Aufgabe, um Barrieren abzubauen und noch mehr Frauen und Mädchen für Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Dies ist keine alleinige Frage von Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch die soziale Herkunft, Migrationserfahrung oder Beeinträchtigung spielen bei den Zugangschancen eine beträchtliche Rolle.
Der Internationale Tag von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft erinnert daran, wie wichtig vielfältige Perspektiven für Innovation und Fortschritt sind und fordert dazu auf, diesen Weg auch zukünftig engagiert weiterzugehen.

