Veranstaltungen des Zentrum Antidiskriminierung
Inhalt
Aktuelle Veranstaltungen
14.10.2026 bis 27.01.2027. Ringvorlesung: Rassismus(-kritik) in der Wissenschaft. Perspektiven für Lehre, Forschung und Verwaltung
Rassismus(-kritik) in der Wissenschaft
Perspektiven für Lehre, Forschung und Verwaltung
Die Forschung zu Rassismus fristet an deutschen Universitäten bisher ein Nischendasein. Wie der Bericht "Zwischen Prekarität und Institutionalisierung. Eine Bestandsaufnahme der Rassismusforschung in Deutschland (2015–2025)" des Wissensnetzwerks Rassismusforschung (WinRa) konstatiert, welcher die Forschung zu Rassismus(kritik) an deutschen Hochschulen resümiert, gibt es bundesweit nur drei Professuren mit expliziter Denomination für Rassismusforschung. Darüber hinaus existieren keine eigenständigen Studiengänge zu Rassismuskritik und in den Fachdisziplinen fehlen systematisch verankerte curriculare Modelle. Monieren lassen sich weiterhin eine fehlende Institutionelle Verankerung von Rassismuskritik und mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen.
Diese Ringvorlesung hat zum übergeordneten Ziel, anhand von zentralen Themen in die Rassismuskritik einzuführen, Einsichten der Rassismusforschung zu vermitteln, macht- und rassismuskritische Perspektiven sichtbar zu machen und für bestimmte virulente aktuelle rassialisierende Diskurse zu sensibilisieren. Darüber hinaus soll sie Impulse für den Ausbau und die Intensivierung von rassismuskritischer Forschung und Lehre liefern. Die Ringvorlesung richtet sich an Studierende, Lehrende und Beschäftigte sowie die interessierte Hamburger Öffentlichkeit.
Die Ringvorlesung wird organisiert von der Projektgruppe "Collective Responsibility. Rassismus(-kritik) an Hochschulen" mit freundlicher Unterstützung des Zentrums Antidiskriminierung, der Gleichstellung der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Hamburg und der Stabsstelle Chancengerechtigkeit der Universität Hamburg.
Die Ringvorlesung wird aus Mitteln des Gleichstellungsfonds der Universität Hamburg finanziert.
mittwochs 18:15 – 19:45 Uhr, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal H
Das Programm der Ringvorlesung findet sich hier: https://www.zfw.uni-hamburg.de/oeffentliche-vortraege/wintersemester/01-rassismuskritik-wissenschaft.html
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen oder
Unklarheiten melden Sie sich gerne unter: diversity@uni-hamburg.de.
13.10.2026: Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Hamburger Hochschulen: Das Recht auf Beratung und Unterstützung stärken – Wege der Verweisberatung für Betroffene antisemitischer Gewalt an Hochschulen in Hamburg
Für: Mitarbeitende aus Beratungseinrichtungen und Anlaufstellen der Uni Hamburg, TUHH, HFBK, HFMT, Bucerius Law School und HAW Hamburg
Wann: Dienstag, 13.10.2026, 10:00 – 15:00 Uhr | Wo: Uni Hamburg, Mittelweg 177 | Kostenlos | Anmeldung bis Di., 29.09. erforderlich | max. 20 Teilnehmende
In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 haben sich antisemitische Erzählungen, Codes und Symbole sowie weitere explizite Bedrohungen und Übergriffe zunehmend auch im Hochschulalltag etabliert. In vielen Institutionen fehlt jedoch oftmals Wissen um die historisch gewachsenen Auswirkungen und aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus. Stattdessen prägen häufig radikalisierte antisemitische Debatten sowie unbewusste Normen die Denk, Gefühls- und Handlungsmuster, die sich ebenfalls auf die Institutionskultur und ihre Strukturen auswirken.
Um betroffene Studierende und Mitarbeitende bestmöglich zu unterstützen, ist es das Erkennen von Antisemitismus in seinen verschiedenen und sich überschneidenden Erscheinungsformen sowie ausgehend aus allen politischen Milieus von zentraler Bedeutung. Nicht zuletzt bedarf es eine spezifische, opferschutzstärkende Zusammenarbeit mit Fachstellen der Betroffenenberatung, um wirksame Unterstützung und angemessene Interventionsmöglichkeiten sicherzustellen.
Diese praxisorientierte Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende aus Beratungseinrichtungen und Anlaufstellen der Uni Hamburg, HFBK, Bucerius Law School und HAW Hamburg, die ihre Kompetenzen im Umgang mit antisemitischen Vorfällen erweitern möchten. Gemeinsam werden Wege zu Stärkung des Schutzes und der Rechte von Betroffenen, Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Verdachtsfällen und konkrete Schritte der Verweisberatung aufgezeigt.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis Dienstag, 29.09.2026 über folgendes Formular vorab erforderlich: Anmeldeformular.
21.10.2026: Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Hamburger Hochschulen: Jüdisches Leben heute – im Gespräch mit Autorin Dana Vowinckel
Für: Studierende der TUHH, HFBK, HfMT, HAW und Uni Hamburg sowie der Bucerius Law School
Wann: Mittwoch, 21.10.2026, 17:30 – 18:30 Uhr | Wo: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38 | Kostenlos | Anmeldung bis Di., 06.10. erforderlich | max. 20 Teilnehmende
In der Schule sprechen wir über das Leben von Juden*Jüdinnen in Deutschland während der NS-Zeit und über den Holocaust. Wir besuchen Gedenkstätten, erinnern an die während der Shoah ermordeten jüdischen Menschen und putzen am 9. November Stolpersteine. Und dennoch haben die wenigsten nicht-jüdischen Personen von uns eine Idee davon, wie jüdisches Leben heute aussieht und was es heute bedeutet, jüdisch zu sein. Viele kennen kaum jüdische Personen aus ihrem Umfeld oder wissen, wie sich Antisemitismus aktuell auf das Leben jüdischer Menschen auswirkt.
Die Autorin Dana Vowinckel schreibt und spricht über jüdisches Leben heute und behandelt Fragen von Zugehörigkeit, Verbundenheit, Identität und dem Spannungsfeld zwischen verschiedenen Ideen davon, was es bedeutet, jüdisch zu sein. In ihrem aktuellen und für den deutschen Buchpreis nominierten Roman „Anton und Alma“ tut sie dies vor der Folie einer Liebesgeschichte, die Kontinente umspannt, und ihr Debut-Roman „Gewässer im Ziplock“ verhandelt die Themen im Kontext komplexer Eltern-Kind-Beziehungen.
Gemeinsam mit Dana Vowinckel und dem Literaturhaus Hamburg möchten wir im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus jüdische Identitäten und Realitäten sichtbarer machen und laden alle Studierenden der HFBK, HfMT, HAW und Uni Hamburg sowie der Bucerius Law School zu einem persönlichen Gespräch mit der Autorin ein - über jüdisches Leben, jüdische Identität(en) und Möglichkeiten für authentische Solidarität und Verbundenheit.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis Dienstag, 06.10.2026 über folgendes Formular vorab erforderlich: Anmeldeformular.
Das Gespräch findet im Vorfeld von Dana Vowinckels Lesung von "Anton und Alma" im Literaturhaus Hamburg statt. Alle Teilnehmenden sind herzlich willkommen im Anschluss an der Lesung teilzunehmen. Für interessierte Studierende ist bis Ende September ein begrenztes Ticketkontingent geblockt. Für einen Ticketkauf über das Kontingent, schickt bitte mit Verweis auf das Gespräch eine E-Mail an tickets@literaturhaus-hamburg.de. Tickets für die Lesung kosten für Studierende 10€. Darüber hinaus sind Tickets im allgemeinen online Vorverkauf vom Literaturhaus Hamburg (zzgl. 2,00€ Servicegebühr) erhältlich. Da die Plätze begrenzt sind, wird der Ticketerwerb vorab empfohlen.
Infos zur Barrierefreiheit des Literaturhaus Hamburg finden Sie hier: Barrierefreiheit - Literaturhaus Hamburg
05.11.2026: Antimuslimischen Rassismus erkennen- und handeln
Diskriminierung passiert – auch an Hochschulen. Manchmal deutlich, manchmal eher beiläufig, aber nie folgenlos. Antimuslimischer Rassismus stellt eine spezifische Form der Diskriminierung dar, die auch im Hochschulkontext eine Rolle spielt – sei es in Lehr- und Prüfungssituationen, in Beratungsgesprächen oder im alltäglichen Miteinander. Diese Fortbildung richtet sich an Lehrende der Universität Hamburg und bietet die Möglichkeit, sich fundiert mit den Erscheinungsformen, Hintergründen und Auswirkungen von antimuslimischen Rassismus auseinanderzusetzen. Ziel ist es, mehr Handlungssicherheit im Umgang mit entsprechenden Situationen zu gewinnen und die eigene Lehre diskriminierungssensibel weiterzuentwickeln.
Dozentin/ Seminarleitung: Dr. Noha Abdel-Hady ist Antidiskriminierungstrainerin, Coachin für Empowerment & Führungskräfteentwicklung. Trainerin für Anti-Rassismus und Diversity-Management, sowie Universitätsdozentin für diskriminierungssensible Hochschuldidaktik und Bildungspraxis.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung vom Zentrum Antidiskriminierung, der Stabsstelle Chancengerchtigkeit und dem Beratungszentrum Gesundheit und Zusammenarbeit.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt, bei Rückfragen oder speziellen Anliegen bitte an das ZAD wenden.
Anmeldung hier auf der Seite unter "Anmeldung zu den Veranstaltungen".
Anmeldung zu den Veranstaltungen
- Zeitpunkt: am05.11.2026von10:00bis – 16:00 Uhr
Fortbildung Antimuslimischen Rassismus erkennen und handeln
Vergangene Veranstaltungen
23.06.2026: Networking meeting for employees with experience of racism
Networking meeting for employees with experience of racism
23 June 2026, 13 – 17 Uhr at MIN-Forum
This networking meeting addresses employees who have experienced racism, including subtle or overt racist stereotyping, or due to their presumed or actual ethnic origins, religion, skin color, or language.
The workshop, led by Tsepo Bollwinkel, is an opportunity for exchange and a shared assessment of personally experienced discrimination. It will also provide an opportunity to reflect upon institutional routines that are racist in effect, regardless of anyone’s personal intentions. Last but not least, we will consider resources and supportive strategies at the various levels of University life.
The event is organized by the University’s Antidiscrimination Center (ZAD), the Equity Unit, and the Equal Opportunities Team of the MIN Faculty. It will take place in English. For questions or special concerns, please contact the ZAD
About Tsepo Bollwinkel
Tsepo Bollwinkel Keele thinks, researches, writes, and speaks about social and Earth justice from a postcolonial and queer perspective. Their main focus is on questions of race, class, and gender. For nearly 30 years, they have specialized in empowerment work.
Please register here.
https://www.min.uni-hamburg.de/en/ueber-die-fakultaet/gleichstellung/diversity/rassismuserfahrungen-vernetzungstreffen.html
18.06.2026 : Im Dialog bleiben und Zuhören bei politisch und emotional aufgeladenen Themen
Ein wirksames Mittel gegen die Polarisierung der Gesellschaft aber auch im universitären Seminar ist ein Dialog, der verbindet. Zuhören und Sprechen. Wie können wir uns wirklich zuhören und die anderen Perspektiven nachvollziehen – auch bei konfliktbeladenen Themen. Wie können wir in emotionalen und polarisierenden Themen respektvoll bleiben?
In diesem Workshop tauschen wir uns zu diesen Fragen aus, nehmen Erfahrungen von Kolleg:innen mit ebenso wie ein paar methodischen Formate mit.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Beratungszentrum Gesundheit und Zusammenarbeit (BGZ) und der Stabsstelle Chancengerechtigkeit (Stab C) statt.
Anmeldung:
https://www.kus.uni-hamburg.de/themen/gesundheit-familie-soziales-gleichstellung/anmeldung-dialog-politisch-emotional-2026
Kontakt:
Beratungszentrum für Gesundheit und Zusammenarbeit
Sonja Nielbock
Tel: +49 40 23952-9780
04.06.2026: Antisemitismus erkennen- und handeln
Der Begriff Antisemitismus bezeichnet verschiedene Erscheinungsformen der Judenfeindschaft wie Antijudaismus, sekundären Antisemitismus und israelbezogenen Antisemitismus. Im Seminar werden die verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus, ihre Ausdrucksformen und Funktionen thematisiert und Reaktionsweisen auf antisemitische Vorfälle diskutiert. Die Fortbildung richtet sich an Lehrende und zeigt, wie Israelfeindschaft und Antisemitismus sich gegenseitig bedingen, wie sich Codes und Slogans entschlüsseln lassen und wie Dozent:innen präventiv oder intervenierend aktiv werden können.
Dozent / Seminarleitung: Dr. Olaf Kistenmacher ist seit 20 Jahren in der politischen Bildung gegen Antisemitismus aktiv. Zuletzt erschien von ihm zum Thema der Sammelbandbeitrag: "Aber Israel macht doch das Gleiche …" Zum pädagogischen Umgang mit Israelhass und israelbezogenem Antisemitismus, in: Bildungsarbeit gegen Antisemitismus.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung vom Zentrum Antidiskriminierung, der Stabsstelle Chancengerchtigkeit und dem Beratungszentrum Gesundheit und Zusammenarbeit.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt, bei Rückfragen oder speziellen Anliegen bitte an das ZAD wenden.
Sommersemester 2026 Collective Responsibility. Rassismus(kritik) an Hochschulen
In der Debatte um Diversität im Hochschulkontext ist Rassismus(kritik) ein zentrales
Handlungsfeld. Das Studiendekanat der Fakultät für Geisteswissenschaften hat im März 2021
in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Fakultät sowie der Stabsstelle
Chancengerechtigkeit das Projekt „Collective Responsibility. Rassismus(kritik) an
Hochschulen“ gestartet. Es greift dieses gesellschaftlich hochaktuelle Thema auf und lädt
Interessierte aller Statusgruppen der Fakultät zur Mitgestaltung ein. Durch unterschiedliche
Veranstaltungsformate soll ein Raum für die Auseinandersetzung mit institutionellem und
strukturellem Rassismus an Hochschulen geschaffen werden. Ziel ist es, die historisch
gewachsene Ausgangssituation der Universität Hamburg kritisch zu reflektieren und
Maßnahmen zu erarbeiten, um den konstruktiven Umgang mit Diversität sowie die
Bekämpfung rassistischer Diskriminierung zu fördern.
Das Programm für das Sommersemester 2026 findet sich hier: https://www.uni-hamburg.de/chancengerechtigkeit/diversity/round-table-collective-responsibility.html
Die Veranstaltungen sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Fragen oder
Unklarheiten melden Sie sich gerne unter: diversity@uni-hamburg.de. Das Programm im
SoSe 2026 dient als Vorbereitung einer transdisziplinären Ringvorlesung im WiSe 26/27.
Februar - April 2026 Fortbildung "Diskriminierungskritische Erst- und Verweisberatung
Diskriminierung erkennen und handeln – Sensibilisierung und Entwicklung von Handlungskompetenz in Bezug auf Erscheinungsformen, Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten bei Diskriminierung
Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen begegnet uns Diskriminierung auch im Hochschulkontext – auf verschiedenen Ebenen, in unterschiedlichen Formen und oft unsichtbar. Gleichzeitig wächst das gesellschaftliche Bewusstsein dafür, was unter Diskriminierung verstanden wird und welcher Handlungsbedarf sich daraus ergibt. Diese positive Entwicklung geht für Akteur:innen im institutionellen Handeln jedoch auch mit Herausforderungen einher.
Die Workshopreihe lud dazu ein, für das eigene Praxisfeld einen Begriff von Diskriminierung zu entwickeln, Auswirkungen auf Betroffene einzuschätzen und rechtliche Grundlagen kennenzulernen. Das zentrale Anliegen der Reihe war die Vermittlung der Handlungsanforderungen und die Reflektion der eigenen Handlungsmöglichkeiten.
Zielgruppe: Besonders angesprochen waren Personen, die im Hochschulalltag als erste Anlaufstelle fungieren und dadurch mit Fragen oder Fällen von Diskriminierung konfrontiert sein können. Für sie bot die Reihe einen geschützten Rahmen zur Reflexion und Weiterentwicklung.
Der Workshop umfasste mehrere Module, die aufeinander aufbauten und verschiedene Themenbereiche abdeckten. Dabei wurde mit einem vielfältigen Methodenmix gearbeitet, um eine interaktive und abwechslungsreiche Lernumgebung zu schaffen.
Modul 1: 06.02.2026, 10 – 13 Uhr, N0065_N0067
Modul 2: 27.03.2026, 10 – 13 Uhr, N0065_N0067
Modul 3: 24.04.2026, 10 – 13 Uhr, N0065_N0067
Die Workshopreihe war als aufeinander aufbauendes Modul konzipiert; eine Anmeldung war daher nur bei Teilnahme an allen Terminen möglich.
Dozentin/Seminarleitung: Birte Weiß ist Kulturwissenschaftlerin, Erwachsenenpädagogin und systemische Beraterin und Supervisorin. Seit 2005 fokussiert sie in ihrer Arbeit die Themen Diversität und Antidiskriminierung sowohl in der Beratung und Supervision als auch in der Fort- und Weiterbildung. Sie leitet das Antidiskriminierungsbüro Hamburg und ist freiberuflich u.a. für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und den Antidiskriminierungsverband Deutschland tätig.
Anmeldefrist: 16. Januar 2026
21.04.2026: Sexualisierte Gewalt und Trauma als Folge mögliche Faktoren im Beratungsprozess
Gleichstellungsakteur:innen, Personalräte, Studienbüros und weitere Einrichtungen der UHH sind wichtige Anlauf- und Erstberatungsstellen für Studierende und Mitarbeitende. Viele Anliegen können von den Beratenden gut bearbeitet werden. Doch manche Anliegen sind besonders herausfordernd – insbesondere solche, die mit Erfahrungen von Sexismus, sexualisierter Gewalt oder Trauma verbunden sind.
Häufig werden diese Themen entweder explizit genannt oder subtil – manchmal unbewusst – in Beratungssituationen sichtbar. Solche Erfahrungen können belastend sein und sowohl bei den Ratsuchenden als auch bei den Beratenden Unsicherheit oder Hilflosigkeit auslösen.
In dieser Fortbildung gehen wir auf grundlegende Konzepte zu sexualisierter Gewalt und Trauma ein und entwickeln Kompetenzen für einen professionellen, sensiblen Umgang mit diesen Themen in der Beratung. Ziel ist es, Beratende zu stärken, um auch in schwierigen Situationen sicher, empathisch und hilfreich unterstützen zu können.
Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an Beschäftigte der Universität Hamburg, die in der Beratung tätig sind. Dies können sowohl Mitarbeitende aus den Studien-, der psychologischen Beratung, der Gleichstellung oder dem Personalwesen sein.
Referent: Helge Jannink ist Diplompsychologe, Psychologischer Psychotherapeut (DGPT) und Gruppenanalytiker (D3G) in eigener Praxis sowie Dozent für Psychotherapie (APH/BIG) und Sexualpädagogik (gsp). Er arbeitet seit bald 20 Jahren freiberuflich für verschiedene Träger mit dem Schwerpunkt sexueller und geschlechtlicher Bildung für diverse Zielgruppen und begleitet Institutionen bei der Entwicklung von sexualpädagogischen sowie Schutzkonzepten sowie als Supervisor.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung vom Zentrum Antidiskriminierung und der Stabsstelle Chancengerchtigkeit.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt, bei Rückfragen oder speziellen Anliegen bitte an das zentrum Antidiskriminierung wenden.
09.12.2025: Im Dialog bleiben und Zuhören bei politisch und emotional aufgeladenen Themen
Ein wirksames Mittel gegen die Polarisierung der Gesellschaft aber auch im universitären Seminar ist ein Dialog, der verbindet. Zuhören und Sprechen. Wie können wir uns wirklich zuhören und die anderen Perspektiven nachvollziehen – auch bei konfliktbeladenen Themen. Wie können wir in emotionalen und polarisierten Themen respektvoll bleiben?
In diesem Workshop tauschen wir uns zu diesen Fragen aus, nehmen Erfahrungen von Kolleg:innen mit ebenso wie ein paar methodischen Formate mit.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Beratungszentrum Gesundheit und Zusammenarbeit (BGZ) und der Stabsstelle Chancengerechtigkeit (Stab C) statt.
Anmeldung unter:
Kontakt:
Beratungszentrum für Gesundheit und Zusammenarbeit
Sonja Nielbock
Tel: +49 40 42838-9780
13.11.2025: Vernetzungstreffen für Mitarbeiter*innen mit Rassismuserfahrungen
15 – 18 Uhr, Mittelweg 177, Raum: N0065_N0067
Das Zentrum Antidiskriminierung (ZAD) und die Stabsstelle Chancengerechtigkeit möchten mit dieser Veranstaltung Mitarbeiter*innen mit Diskriminierungserfahrungen auf Grund subtiler oder offener rassistischer Zuschreibungen, der tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft, der Religion, Hautfarbe oder Sprache, einen Raum des Austausches und der Vernetzung bieten. Wie es die Beratungspraxis im Zentrum Antidiskriminierung nahelegt, scheinen von Rassismus betroffene Mitarbeitende und Wissenschaftler*innen, bei allen Unterschieden ihrer Forschungsbereiche und Themengebiete, bestimmte Herausforderungen zu teilen, die sich aus spezifischen Erfahrungen mit Ausgrenzungsmechanismen ergeben. Dieser Workshop soll, begleitet von Annita Kalpaka, einen Raum schaffen, in dem ein erster Austausch und eine gemeinsame Einordnung selbsterlebter, diskriminierender Situationen stattfinden können. Dabei geht es auch darum über institutionelle Routinen zu reflektieren, die oft unabhängig von den Intentionen der Beteiligten rassistische Effekte erzeugen. Nicht zuletzt soll über Ressourcen und stärkende Strategien auf den verschiedenen Ebenen des Uni-Alltags nachgedacht werden.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt, Dolmetschungen können leider nicht realisiert werden.
Dozentin / Seminarleitung: Annita Kalpaka war bis 2022 Professorin für Soziale Arbeit, mit langjähriger Praxis in der Antidiskriminierungsarbeit, der politischen Bildung, der Migrations- und Rassismusforschung sowie im migrantischen Feminismus. Aktuell ist sie in der Projektleitung des digitalen Archivs „ver/sammeln antirassistischer Kämpfe“.
14.07.2025: Antimuslimischen Rassismus erkennen – und handeln
Diskriminierung passiert – auch an Hochschulen. Manchmal deutlich, manchmal eher beiläufig, aber nie folgenlos. Antimuslimischer Rassismus stellt eine spezifische Form der Diskriminierung dar, die auch im Hochschulkontext eine Rolle spielt – sei es in Lehr- und Prüfungssituationen, in Beratungsgesprächen oder im alltäglichen Miteinander. Diese Fortbildung richtete sich an Lehrende der Universität Hamburg und bot die Möglichkeit, sich fundiert mit den Erscheinungsformen, Hintergründen und Auswirkungen von antimuslimischen Rassismus auseinanderzusetzen. Ziel war es, mehr Handlungssicherheit im Umgang mit entsprechenden Situationen zu gewinnen und die eigene Lehre diskriminierungssensibel weiterzuentwickeln.
Dozentin/ Seminarleitung: Dr. Noha Abdel-Hady ist Antidiskriminierungstrainerin, Coachin für Empowerment & Führungskräfteentwicklung. Trainerin für Anti-Rassismus und Diversity-Management, sowie Universitätsdozentin für diskriminierungssensible Hochschuldidaktik und Bildungspraxis.
07.07.2025: Erscheinungsformen des Antisemitismus erkennen – und handeln
Der Begriff Antisemitismus bezeichnet verschiedene Erscheinungsformen der Judenfeindschaft wie Antijudaismus, sekundären Antisemitismus und israelbezogenen Antisemitismus. Im Seminar wurden die verschiedenen Erscheinungsformen des Antisemitismus, ihre Ausdrucksformen und Funktionen thematisiert und Reaktionsweisen auf antisemitische Vorfälle diskutiert. Die Fortbildung richtete sich an Lehrende und hat gezeigt, wie Israelfeindschaft und Antisemitismus sich gegenseitig bedingen, wie sich Codes und Slogans entschlüsseln lassen und wie Dozent:innen präventiv oder intervenierend aktiv werden können.
Dozent / Seminarleitung: Dr. Olaf Kistenmacher ist seit 20 Jahren in der politischen Bildung gegen Antisemitismus aktiv. Zuletzt erschien von ihm zum Thema der Sammelbandbeitrag: "Aber Israel macht doch das Gleiche …" Zum pädagogischen Umgang mit Israelhass und israelbezogenem Antisemitismus, in: Bildungsarbeit gegen Antisemitismus