Black History Month 2026
1. Februar 2026, von Stabsstelle Chancengerechtigkeit

Foto: UHH/pixabay
Im Februar wird weltweit der Black History Month gefeiert, um die Geschichte, Kultur und Errungenschaften [1]Schwarzer Menschen zu würdigen und das Bewusstsein für Rassismus und Diskriminierung zu schärfen. Der Black History Month geht auf die Initiative des afroamerikanischen Historikers Carter J. Woodson zurück. Bereits 1915 widmete er in den USA Ausstellungen und ein wissenschaftliches Journal der Darstellung afroamerikanischer Geschichte und begründete mit anderen 1926 die Negro History Week. Im Jahre 1976 wurde der Zeitraum ausgeweitet und aus einer Woche der Black History Month. Der Monat soll nicht nur an die historischen Kämpfe und Errungenschaften Schwarzer Menschen erinnern, sondern auch den Blick auf gegenwärtige Beiträge Schwarzer Menschen richten. Er bietet eine Plattform für Bildung, Austausch und Solidarität, um gesellschaftliche Vielfalt und Inklusion zu fördern.
In Deutschland wurde der Black History Month, angestoßen von der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD), erstmalig 1990 gefeiert und Wissen vermittelt, beispielsweise zur Bürgerrechtsbewegung oder zum Apartheidsregime in Südafrika. In Hamburg wurde der BHM seit 1996 begangen. Seitdem wird er hier jährlich mit zahlreichen Veranstaltungen wie Lesungen, Filmvorführungen, Workshops, Konzerten und Partys zelebriert.
Insbesondere im Hochschulkontext kann der Black History Month als Anlass dienen, sich mit Schwarzer Geschichte auseinanderzusetzen. Beispielsweise mit der Biographie von Anton Wilhelm Amo (geboren wahrscheinlich um 1700 in Westafrika und vermutlich 1784 im heutigen Ghana gestorben). Amo gilt als erster afrodeutscher Akademiker. Amo kam als Kind an den Hof der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel und begann 1727 in Halle ein Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften. Seine Schrift De iure Maurorum in Europa von 1729 war eine Analyse und Kritik der rechtlosen Stellung Schwarzer Menschen. Seine 1734 verteidigte philosophische Dissertation befasste sich mit dem Leib-Seele-Problem. Amo unterrichtete später an den Universitäten Wittenberg, Halle und Jena, bevor er 1746 nach Westafrika zurückkehrte. Im August 2025 wurde im Berliner Bezirk Mitte eine Straße nach Anton Wilhelm Amo umbenannt.
In den jährlich stattfindenden Diversity-Tagen an der Universität Hamburg, die dieses Jahr im Juni 2026 stattfinden, gibt es immer wieder auch Angebote zu Schwarzer Geschichte. Halten Sie gerne Ausschau nach entsprechenden Veranstaltungen im Programm der Diversity-Tage (https://www.uni-hamburg.de/chancengerechtigkeit/diversity/diversity-tag.html). Mitarbeitende, Studierende oder Wissenschaftler:innen der UHH können zudem im Rahmen der Diversity-Tage selbst Veranstaltungen anbieten, wenn diese im Kontext von Diversität stehen. Füllen Sie dafür das Anmeldeformular aus, welches Sie auf der Seite der Diversity-Tage finden, oder kontaktieren Sie diversity"AT"uni-hamburg.de.
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[1] Der Begriff Schwarz wird hier großgeschrieben, um zu markieren, dass es nicht um die Hautfarbe geht, sondern es sich bei Schwarz um eine politische Selbstbezeichnung von Menschen afrikanischer und afrodiasporischer Herkunft handelt, die von Anti-Schwarzem Rassismus betroffen sind. Vgl. hierzu auch den entsprechenden Eintrag bei den Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM): https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/schwarze-menschen-schwarzer/

