SpitzenforschungDoppelter Erfolg für die Uni Hamburg beim Norddeutschen Wissenschaftspreis
4. September 2026, von Newsroom-Redaktion

Foto: UHH/Denstorf
Alle zwei Jahre wird der Norddeutsche Wissenschaftspreis für Spitzenleistungen im Rahmen herausragender länderübergreifender Forschungskooperationen verliehen. Dieses Jahr im Bereich der Lebenswissenschaften. Ausgezeichnet wurden auch zwei Projekte mit Beteiligung der Universität Hamburg.
Das Projekt „Disrupt, Evade, Exploit: Genexpression und Manipulation der Wirtsantwort bei DNA-Virusinfektionen“ (DEEP-DV) erforscht Mechanismen bei DNA-Virusinfektionen, die chronische Erkrankungen begünstigen können. Gemeinsam mit Institutionen in Braunschweig und Hannover sind die Universität Hamburg (Federführung, Prof. Dr. Nicole Fischer), das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Leibniz-Institut für Virologie in Hamburg und das Centre of Structural Systems Biology in Hamburg beteiligt. Die Jury hob die interdisziplinäre Herangehensweise und die exzellente Förderung der Early Career Forschenden hervor. Sie betonte zudem, dass diese Forschung weltweit nur unter den spezifischen Bedingungen der beteiligten Standorte möglich und von weltweiter Relevanz ist.
Das neue Kooperationsvorhaben „Der Magnetsinn von Zugvögeln: Von Quantenzuständen zur biologischen Funktion“ untersucht mithilfe modernster Strukturbiologie, wie Zugvögel das Erdmagnetfeld wahrnehmen. Hierbei kooperieren Wissenschaftler:innen aus zwei Exzellenzclustern (Hamburg: „CUI: Advanced Imaging of Matter“) unterschiedlicher Bundesländer miteinander. Beteiligt sind die Universität Hamburg (Federführung, Prof. Dr. Dr. Henry N. Chapman), die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, das Deutsche Elektronensynchroton (DESY) in Hamburg und das European XFEL in Hamburg. Die Jury bewertete das Projekt mit Blick auf die genutzte Infrastruktur als international einmalige Leistung.
Hintergrund zum Norddeutschen Wissenschaftspreis
Der Norddeutsche Wissenschaftspreis 2026 wird von der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz (NWMK) vergeben, um herausragende länderübergreifende Forschungskooperationen zu würdigen, die wissenschaftliche Spitzenleistungen erbringen, die wissenschaftlichen Netzwerke in Norddeutschland stärken und deren Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit fördern. Der Preis wird seit 2012 alle zwei Jahre mit wechselnder fachlicher Ausrichtung vergeben. Für 2026 liegt der Schwerpunkt auf den Lebenswissenschaften. Insgesamt gingen 35 Bewerbungen ein. Die Jury besteht aus renommierten Wissenschaftler:innen mit interdisziplinärer Expertise.

