ExzellenzstrategieHamburg stellt Fahrplan und Ziele der Exzellenzcluster vor
7. April 2026, von Newsroom-Redaktion

Foto: UHH/Esfandiari
Von der Klimaforschung über Quantenphysik bis hin zur Manuskript- und Materialforschung: Im bundesweiten Wettbewerb der Exzellenzstrategie war Hamburg mit gleich fünf Exzellenzcluster erfolgreich. In den kommenden sieben Jahre erhalten sie rund 266,4 Millionen Euro vom Bund. Für das Jahr 2026 stellt der Hamburger Senat zur Finanzierung zusätzlich 16,7 Millionen Euro bereit, wie in einer Landespressekonferenz bekanntgegeben wurde.
Gemeinsam stellten Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Hauke Heekeren, sowie Prof. Dr. Andreas Timm-Giel, Präsident der Technischen Universität Hamburg, die Planungen für die fünf erfolgreichen Exzellenzcluster vor. CLICCS, CUI, Quantum Universe, UWA und BlueMat werden von 2026 bis 2032 gefördert – und stehen für den großen Erfolg der Metropolregion im bundesweiten Wettbewerb der Exzellenzstrategie.
Die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ist eines der größten deutschen Förderprogramme für die Spitzenforschung in Deutschland. Bis 2025 standen jährlich 533 Millionen Euro zur Verfügung, ab 2026 werden es jährlich sogar 687 Millionen Euro sein. Davon trägt der Bund 75 Prozent und die Länder 25 Prozent. Mit den Mitteln fördern Bund und Länder interdisziplinäre Forschungsverbünde auf Spitzenniveau, sogenannte Exzellenzcluster, und zeichnen besonders erfolgreiche Universitäten mit dem Titel der „Exzellenzuniversität“ aus.
Bereits 2018 wurden vier Cluster der Universität Hamburg von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Förderlinie ausgewählt. Alle Verbünde wurden 2025 für eine weitere Förderphase verlängert. Im selben Jahr war die Technische Universität Hamburg mit dem Vorhaben „BlueMat“ – an dem auch Forschende der UHH beteiligt sind – erfolgreich. Die Universität Hamburg erhielt zudem 2019 den Exzellenztitel und darf sich seitdem als einzige Hochschule im Norden Exzellenzuniversität nennen. Im März 2026 wurde sie erneut mit dem Titel ausgezeichnet.
„Exzellenzcluster machen echten Fortschritt möglich“
Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Wie prägt Schrift unsere Welt? Wie entwickeln wir Materialien von morgen? Was können wir aus den kleinsten Teilchen über unseren Kosmos und aus Schriftartefakten über unsere Geschichte lernen? Und wie lösen wir die Herausforderungen rund ums Klima? Hamburgs Exzellenzcluster zeigen, wie Wissenschaft die Zukunft gestalten kann: Sie finden Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit – und machen echten Fortschritt möglich. Diese Arbeit ist nicht abstrakt – sie verändert ganz konkret, wie wir morgen leben werden. Gerade in politisch und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist das ein starkes Signal: Hamburg geht voran. Wir investieren in Wissen, in Innovation und in die Zukunft – und entwickeln unseren Exzellenzstandort konsequent weiter.“
Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „Vier Exzellenzcluster auf Weltniveau und 266 Millionen Euro für Hamburger Spitzenforschung: Das ist ein herausragendes Ergebnis für die Universität Hamburg und für den Wissenschaftsstandort Hamburg. Diesen Erfolg haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erarbeitet, die in den Clustern Außergewöhnliches leisten. Exzellenz braucht eine verlässliche Grundlage, und wir arbeiten gemeinsam mit der Stadt daran, diese zu sichern."
Prof. Dr. Andreas Timm-Giel, Präsident der Technischen Universität Hamburg: „Mit BlueMat setzt die TUHH ein starkes Zeichen für Spitzenforschung made in Hamburg. Das ehrgeizige Ziel: Materialien zu entwickeln, die im Zusammenspiel mit Wasser – der allgegenwärtigen Ressource des Planeten – neuartige Funktionalitäten entfalten. Die Forschung innerhalb dieses Exzellenzclusters markiert einen Meilenstein. Sie zeigt, wie wir echte Innovationen für Menschen und Umwelt entwickeln. Damit steht BlueMat in besonderem Maße in Einklang mit der Mission der TUHH: Engineering to Face Climate Change.“

