Universität Hamburg bleibt exzellent„Lasst uns diesen Moment genießen“
12. März 2026, von Christina Krätzig
Die Universität Hamburg hat Grund zu feiern: Sie wird ihren Titel als Exzellenzuniversität für weitere sieben Jahre behalten. Dies verkündete der Wissenschaftsrat in einer Pressekonferenz, die direkt in das gut besuchte Audimax der Universität übertragen wurde.
Es sind nur wenige Worte, die im Audimax eine Welle der Begeisterung losbrechen lassen: Der Wissenschaftsrat hat sich entschieden, alle zehn deutschen Universitäten und Universitätsverbünde weiter zu fördern, die derzeit den Titel Exzellenzuniversität tragen und im vergangenen Jahr mindestens zwei Exzellenzcluster einwerben konnten. Das bedeutet für die Exzellenzuniversität Hamburg: Sie gehört weiter zu den forschungsstärksten Universitäten Deutschlands und hat ihren Titel mindestens bis zum Jahr 2032 verteidigt.
„Ich habe fest damit gerechnet, dass es klappt, aber ich finde es trotzdem aufregend. Lasst uns diesen Moment genießen“, freute sich Universitätspräsident Prof. Dr. Hauke Heekeren, der sich im Anschluss bei allen Forschenden und Mitarbeitenden der Uni für das Engagement und die Leidenschaft bedankte, mit der sie zu dieser Auszeichnung beigetragen haben.
Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, gratulierte per Videobotschaft: „In der Sitzung der Kommission, an der ich gemeinsam mit der Wissenschaftssenatorin teilgenommen habe, habe ich wahrgenommen, dass Sie die internationalen Expertinnen und Experten nicht nur Ihre wissenschaftliche Ambition vermittelt haben, sondern auch ein klares Signal für akademische Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung. Sie haben die UHH erneuert und auf einen guten Kurs gebracht. Das Ziel ist Wissenschaft und Forschung auf exzellentem Niveau.“
Maryam Blumenthal, Senatorin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG), nahm an der Feier im Audimax persönlich teil. Sie hob in ihrer Rede hervor, dass die Universität im Wettbewerb etwas gezeigt habe, das besonders wichtig sei: ihre Erneuerungsfähigkeit. Mit den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit habe sie ein sehr besonderes Profil entwickelt. „Die Exzellenz gründet auf den enormen Willen, den Sie haben – aber Sie machen auch deutlich, dass das kein Selbstzweck ist. Wenn ich an der Universität zu Besuch bin, habe ich nie das Gefühl, dass es um einen Titel geht. Es geht um Veränderungen in der Gesellschaft. Der Wunsch, wirklich etwas zu bewegen, ist überall zu spüren.“
Blumenthal nahm auch die etwas ernsteren Töne auf, die Universitätspräsident Hauke Heekeren zuvor in seiner Rede angeschlagen hatte, indem er auf die schwierigen Rahmenbedingungen hingewiesen hatte, unter der die Universität derzeit arbeitet. „Die Wissenschaft steht finanziell unter Druck. Die Begutachtung hat gezeigt, was diese Uni leisten kann. Doch Exzellenz auf Dauer braucht langfristige Verlässlichkeit. Dieser Erfolg verpflichtet uns, aber auch die Politik“, hatte er betont.
Blumenthal sagte daraufhin: „Wir nehmen die aktuelle Situation ernst. Aus ihr ergibt sich ein Auftrag für die Stadt und auch für die Politik. Als Senatorin werde ich alles dafür tun, diesem Auftrag gerecht zu werden und meinen Teil beizutragen.“




