„Gesellschaftliche Nebenzwecke“? Diversity Management und Gleichstellung an Hochschulen in Zeiten des Backlash
Letztes Jahr hat die Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften) Gleichstellung als „gesellschaftlichen Nebenzweck“ bezeichnet. In dem Diskussionspapier wird kritisiert, die „Umsetzung gesellschaftlicher Werte“ innerhalb der Wissenschaften würde zu einer Bürokratisierung führen. Mit ihren Vorschlägen für eine Entbürokratisierung delegitimieren sie zugleich Gleichstellungs- und Vielfaltspolitiken und treten für deren Abbau ein. Diversity Management und Gleichstellung waren von jeher Angriffen ausgesetzt, auch an Hochschulen. Im Vortrag frage ich, was an den aktuellen Backlash-Diskursen an Hochschulen neu ist, bringe Ergebnisse aus einer Befragung von Gleichstellungsbeauftragten an deutschen Hochschulen mit und analysiere die politische Lage in einigen Bundesländern. Mit Ihnen gemeinsam möchte ich diskutieren, was wir gegen den Backlash an Hochschulen tun können.
Referent:in und Veranstalter:in: Dr. Wiebke Frieß, Zentrum für Weiterbildung
Zielgruppe: Studierende, Lehrende, Forschende, TVP-Beschäftigte, öffentlich
Datum und Zeit: Montag, 08.06.2026, 14.00-15.00 Uhr
Ort: digital via zoom (https://uni-hamburg.zoom.us/j/67561781901?pwd=bgNFe30mHwKbTgZKXDCoJ0Bj4dx3st.1, Meeting-ID: 675 6178 1901, Kenncode: 87704110)