Bernhard Nocht, der Organisator der deutschen Kolonialmedizin: Perspektiven auf Nocht als Arzt, Gesundheitsmanager und Teilhaber einer kolonialen Generation - Vortrag und Diskussion
Der Vortrag basiert auf einer 2025 in Buchform veröffentlichten historischen Studie (Wallstein-Verlag). Diese beschreibt Bernhard Nocht (1857-1945) als erfolgreichen Gesundheitsmanager, dessen Leben erhebliche wissenschaftliche Leistungen aufweist, der den Kolonialismus als rassistisches Unrechtssystem aber auch beförderte. In dieser Ambivalenz stehe Nocht exemplarisch für eine spezifisch „koloniale Generation.“ Strategisch geschickt machte er sich und sein Tropeninstitut unentbehrlich für die Ausbildung kolonialer Ärzte und etablierte wissenschaftliche Netzwerke. Weitere Informationen
Referent:in: Dr. Markus Hedrich, Globalgeschichte, Universität Hamburg
Zielgruppe: Studierende, Lehrende, Forschende, TVP-Beschäftigte, öffentlich
Datum und Zeit: Mittwoch, 10. Juni 2026, 11.15-12.45 Uhr
Ort: online via Zoom
(Zoom-Link: https://uni-goettingen.zoom-x.de/j/67887661605?pwd=1H2RySlrDio9WqM0X7FPngtTptL2Lb.1, Meeting-ID: 678 8766 1605
Kenncode: 237342)
Veranstalter:in: Diese Lunch Lecture ist Teil einer Veranstaltungsreihe (https://shortlink.uk/1sVnS) und wird organisiert von "Collective Responsibility. Rassismus(kritik) an Hochschulen" in Kooperation mit der Stabsstelle Chancengerechtigkeit, der Gleichstellung der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, dem Zentrum Antidiskriminierung sowie den Exzellenzclustern CLICCS und UWA.
Für alle analogen und digitalen Veranstaltungen gelten die Netiquette der Universität Hamburg sowie der nachfolgende Code of Conduct des Projekts:
Wir verstehen Kolonialismus als ein System der Ausbeutung, Gewalt und Ungleichheit, das von Rassismus durchdrungen ist, der ihn hervorbringt und verstärkt. Die Kolonialgeschichte und ihre Aufarbeitung ist im kritisch-reflexiven Sinne die Aufarbeitung einer „gemeinsamen Geschichte“, einer gespaltenen Geschichte, die in ihrer globalen Verflechtung und ihren Kontinuitäten analysiert und verstanden werden muss.
Daher können wir keine offenen oder unterschwelligen rassistischen, antisemitischen, sexistischen, diskriminierenden und/oder kolonialrevisionistischen Äußerungen tolerieren, weder bei analogen noch bei digitalen Veranstaltungen und Diskussionen.
Keine Anmeldung nötig