„Die Aufmerksamkeit während der Pandemie war wie ein Tsunami“
3. Dezember 2025, von Newsroom-Redaktion
Früh stand für Prof. Dr. Marylyn Addo fest, dass ihr Weg in die Medizin führen würde. Wie sie schließlich zur Infektiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf fand und weshalb ihr Lebensmotto „work hard, play hard“ sie schon durch das Studium trug, erzählt sie im Gespräch mit Universitätspräsident Prof. Dr. Hauke Heekeren.
Aufgewachsen ist Marylyn Addo in Troisdorf, sie studierte Humanmedizin in Bonn, Straßburg und Lausanne und ging schließlich rund 14 Jahre in die USA – unter anderem an die Harvard University in Boston. Dort schloss sie ihre fachärztliche Ausbildung ab, wurde Mutter und fand ihren Weg zwischen Klinikalltag, Forschung und einem intensiven Wissenschaftsbetrieb.
„Man soll die Party verlassen, wenn es am schönsten ist“ – so erinnert sie sich heute an die Entscheidung, 2013 gemeinsam mit ihrem Partner und ihren Kindern nach Deutschland zurückzukehren. Seitdem arbeitet sie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) an der Schnittstelle von Forschung und medizinischer Versorgung.
Ihre Zeit am UKE war geprägt von Gesundheitskrisen wie der Ebola-Epidemie und der Corona-Pandemie. In diesen herausfordernden Jahren, sagt sie, sei ein gut funktionierendes privates und berufliches Netzwerk entscheidend gewesen. Zugleich lernte sie, wie wichtig wissenschaftliche Aufklärung ist – auch dann, „wenn die Aufmerksamkeit sich wie ein Tsunami“ anfühlt. Addo gilt heute als eine der führenden Expertinnen für neu auftretende Infektionskrankheiten und Impfstoffentwicklung in Deutschland und wurde für ihre Arbeit unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Der Podcast „Campus-Legenden“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert.

