Botanischer Garten HamburgSpatenstich in Klein Flottbek: Neues Gewächshaus für tropische und subtropische Pflanzenwelten
25. September 2026, von Newsroom-Redaktion
Botanische Vielfalt für die Öffentlichkeit erlebbar machen – das ist das Ziel des neuen Schaugewächshauses in Klein Flottbek. Beim offiziellen Spatenstich markierte Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal gemeinsam mit Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg, und Prof. Dr. Dominik Begerow, Direktor des Botanischen Gartens Hamburg, den Start des Projekts.
Das Gebäude nimmt zunächst die Pflanzen aus den Schaugewächshäusern in Planten un Blomen auf, die dort saniert werden. Anschließend wird es zu einem öffentlich zugänglichen Schaugewächshaus weiterentwickelt. In verschiedenen Klimazonen soll die Vielfalt tropischer und subtropischer Pflanzenwelten präsentiert werden. Pflanzen aus den bislang nicht öffentlich zugänglichen Sammlungsgewächshäusern sollen dann für Besucher:innen erlebbar werden.
Maryam Blumenthal, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Wissenschaft muss offen, transparent und für alle sichtbar sein. Genau das bauen wir hier im Botanischen Garten: mitten in der Stadt und für jede Generation, von der Schulklasse bis zu den Großeltern. Denn gerade das Wissen über botanische Vielfalt und ihre Bedrohung durch den Klimawandel muss viel stärker Eingang in unsere öffentlichen Debatten finden. Hier in Klein Flottbek werden sich im neuen Schaugewächshaus Sammlungen öffnen, die bisher kaum jemand zu sehen bekam. Wer Wissenschaft anschauen und miterleben kann, stellt eigene Fragen und gewinnt Vertrauen in das, was Forschung für unsere Gesellschaft leistet. Ich gratuliere Prof. Begerow und seinem Team zu diesem Projekt, von dem ganz Hamburg profitiert.“
Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: „Der Botanische Garten macht die Forschung unserer Universität unmittelbar erlebbar. Im neuen Schaugewächshaus sollen künftig auch Pflanzen aus wissenschaftlichen Sammlungen öffentlich zugänglich werden, die bislang hinter den Kulissen liegen. Damit öffnen wir unsere Universität weiter für die Menschen in Hamburg."
Prof. Dr. Dominik Begerow, Direktor des Botanischen Gartens Hamburg: „Mit dem neuen Schaugewächshaus eröffnen sich für den Botanischen Garten ganz neue Möglichkeiten, unsere einzigartigen Pflanzensammlungen sichtbar und erlebbar zu machen. Viele der Pflanzen, die heute in unseren Sammlungsgewächshäusern hinter den Kulissen gepflegt werden, können künftig einem breiten Publikum begegnen. Dabei geht es uns nicht nur um die faszinierende Vielfalt tropischer und subtropischer Pflanzen, sondern auch darum, ihre Bedeutung und ihre Anpassungen an unterschiedliche Lebensräume zu vermitteln. So wird aus einem zunächst als Interimsstandort geplanten Gebäude ein dauerhafter Ort für botanische Bildung, Begegnung und Entdeckung.“
Mandy Hermann, Geschäftsführerin Gebäudemanagement Hamburg (GMH): „Das Schaugewächshaus ist für uns ein besonderes Projekt. Das Gebäude muss sehr unterschiedliche klimatische, technische und betriebliche Anforderungen erfüllen und zugleich die Voraussetzungen für eine spätere Forschungsnutzung schaffen. In den guten und engen Abstimmungen mit der Universität Hamburg konnten wir die Planung gezielt weiterentwickeln und auf diese anspruchsvolle Nutzung hin optimieren. Nun freuen wir uns auf den Baustart und die Realisierung.“
Friedhelm Haas, Architekturbüro Friedhelm Haas: „Mit dem neuen Schaugewächshaus im Loki-Schmidt-Garten beginnt die Errichtung eines besonderen Ortes für Pflanzen, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Unterschiedliche Raumhöhen und Klimabedingungen schaffen jeweils optimale Voraussetzungen für die wertvollen Pflanzensammlungen. Ein zentraler Eingangsbereich verbindet die drei Klimazonen zu einem gemeinsamen Haus. Hier entsteht ein Gewächshaus, das botanische Vielfalt bewahrt, Wissen vermittelt und die Faszination der Pflanzenwelt für kommende Generationen erlebbar macht.“
Die Kosten des von Gebäudemanagement Hamburg (GMH) zu realisierenden Projekts belaufen sich auf ca. 15 Mio. Euro und es wird voraussichtlich bis zum Sommer 2028 fertiggestellt.



