Algen, Sterne und SektionsaalDie Lange Nacht der Museen an der Uni Hamburg
31. März 2026, von Lennart Wichmann

Foto: UHH/Esfandiari
Am 18. April 2026 ist die Universität Hamburg mit ihren Einrichtungen bei der Langen Nacht der Museen vertreten. Von 18 bis 1 Uhr öffnen das Universitätsmuseum und die Hamburger Sternwarte ihre Türen und bieten Einblicke, die im Alltag so nicht zugänglich sind. Auch die drei Museen der Natur und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sind beteiligt.
Wann hat man schon die Gelegenheit, sein Abendessen selbst aus Algen zuzubereiten? Im Algenlab des Universitätsmuseums ist genau das bei der Hamburger Langen Nacht der Museen möglich. Das interaktive Forschungslabor lädt ein, die Welt der Mikroalgen hautnah zu erleben: beim Zubereiten von Algengerichten, beim Blick durchs Mikroskop oder beim ersten Versuch, selbst Algen zu kultivieren. Das mag zunächst ungewohnt klingen, aber: Algen könnten eine der wichtigsten nachhaltigen Ressourcen der Zukunft sein.
Wer lieber durch die Geschichte der Universität Hamburg streifen möchte, hat die Wahl: Bei „100 Jahre in 30 Minuten“ geht es im Schnelldurchlauf durch ein Jahrhundert Wissenschaftsgeschichte, „Fakt oder Fiktion“ verbindet spannende Infos mit Rätseln und die Rap-Führungen „Beats, Rhymes and History“ führen Besucherinnen und Besucher „mit dem richtigen Beat durch das Museum“.
Das Universitätsmuseum liegt im ersten Stock des historischen Hauptgebäudes in der Edmund-Siemers-Allee 1, direkt gegenüber dem Bahnhof Dammtor.
Nacht unter Sternen
Wer den Abend unter dem Hamburger Sternenhimmel verbringen möchte, fährt nach Bergedorf. In der Hamburger Sternwarte kann man durch historische Großteleskope ins All blicken, Vorträge zur modernen Astrophysik hören und den denkmalgeschützten Astronomiepark bei einer Führung erkunden. Führungen sind auch in Gebärdensprache erlebbar.
Noch mehr Wissenschaft in der Langen Nacht der Museen
In den drei Standorten des Museums der Natur – Zoologie, Geologie, Mineralogie – steht die Lange Nacht unter dem Motto „Präpariert: Stein, Tier, Zeit": Junge Besucherinnen und Besucher dürfen sich am frühen Abend im „Tattoomat“ ein tierisches Tattoo aufkleben lassen oder bei der Aktion „Touch me“ Originalpräparate berühren und so Tiere hautnah erleben. Zudem können sie auf Fossilsuche gehen und eigene Fundstücke untersuchen lassen.
Im historischen Ensemble der ehemaligen Pathologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) lässt sich dann Medizingeschichte auf eindrückliche Weise erleben. Der frühere Sektionssaal und die Wachsmoulagen geben seltene Einblicke, Rundgänge und Kurzvorlesungen zu Hamburgs Medizingeschichte liefern spannenden Kontext dazu.
Museen in ganz Hamburg beteiligt
Gemeinsam ist allen Angeboten bei der Langen Nacht, dass sie alle Interessierten einladen, Hamburgs Kultur- und Wissenschaftslandschaft neu und bis in die Nacht kennenzulernen. Insgesamt sind 53 Museen beteiligt, Tickets kosten regulär 18 Euro (ermäßigt 12 Euro). Erstmalig ist der Eintritt für Personen unter 18 Jahren kostenfrei. Weitere Informationen zum Programm und zu Tickets gibt es auf der Website der Langen Nacht der Museen Hamburg.

