Wofür leben wir? – „Geglücktes Leben“ im kulturellen Vergleich

Foto: Hildegard Wohlgemuth
Wann: Mo, 12.10.2026, 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr
Wo: Universität Hamburg / Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg, Hörsaal J
Wie wir unser Leben ausrichten, ist abhängig von Herkunft und Kultur. Können wir von anderen Kulturen lernen? Kann kulturelle Vielfalt sogar Voraussetzung von Gesundheit und hilfreich im Umgang mit Krisen sein.
Canan Baskin, Asklepios Klinik Harburg / Dr. Francesco Russo, Migrationsbeirat Leipzig / Dr. Gina Sissoko, Yale-Uni New York / Projekt Mossaig, Hamburg
Öffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychische Gesundheit und kulturelle Vielfalt
Online-Vorlesungs-Dialoge auf lecture2go.uni-hamburg.de („Bock auf Dialog?“)
Wie wir Psychische Gesundheit oder Krankheit verstehen, ist auch kulturell geprägt und entsprechen verschieden: Stimmenhören, verstummen, sich wegbeamen, dissoziieren – manches "Symptom" ist woanders kulturell gebunden, eher unauffällig oder tragbar. Lohnt es sich über den Tellerrand zu schauen und voneinander zu lernen? Ist der westlich geprägte Auftrag zur "Selbstoptimierung" vielleicht doch nicht der Schlüssel zum Glück, sondern eher Beitrag zu Stress?
Warum wird die Schwelle zur psychischen Erkrankung in unserer Kultur immer niedriger? Hat das auch etwas damit zu tun, wie wir Gesundheit (miß)verstehen? Welche gesellschaftlichen Herausforderungen belasten unsere psychische Gesundheit? Und erfordern sie nicht präventive und politische Antworten statt neuer Diagnosen? Warum haben psychisch erkrankte Menschen manchmal in anderen Kulturen eine höhere Recovery-Rate? Kulturelle Vielfalt gerät heutzutage allzu leicht unter Generalverdacht; ist sie nicht vor allem Reichtum und Schatz oder zumindest, eine Gelegenheit, voneinander zu lernen?
montags, 18:15 – 19:45 Uhr, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal J
Koordination: Prof. em. Dr. Thomas Bock, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Technische Aufnahme: Marie Eissing