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Talking Academia: Über die Methodik und Bedeutung der Interaktionsanalyse in der Hochschulforschung

Wann: Fr, 06.11.2026, 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr

Wo: Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen, Jungiusstraße 9, 20355 Hamburg, Raum 321

In den Kalender übertragen (iCal)
Lehre/ErziehungswissenschaftColloquium

Die Hochschulforschung stützt sich häufig auf Fragebögen und Interviews, um zentrale  Konstrukte wie Unterstützung, Feedback, (Zufriedenheit mit der) Betreuung oder  Machtdynamiken zu untersuchen. Diese Methoden liefern wertvolle Einblicke in die subjektiven  Erfahrungen. Kritiker*innen weisen jedoch immer wieder darauf hin, dass Selbstberichte anfällig  für Verzerrungen sind und nur begrenzt abbilden können, wie sich die untersuchten Phänomene in realen Situationen zeigen. Beobachtungsmethoden wie Interaktionsanalyse und Interaction Coding eröffnen eine neue Perspektive. Sie ermöglichen es, systematisch zu untersuchen, wie sich soziale Phänomene in Echtzeit zeigen, entwickeln und verändern. 
Dadurch können Beobachtungsmethoden nicht nur neue empirische Erkenntnisse liefern, sondern auch dazu anregen, etablierte Theorien und Konstrukte neu zu betrachten. 
In diesem Vortrag gibt Martina B. Engel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Arbeits- und Organisationspsychologie, eine kurze Einführung in die Relevanz und Methodik der Interaktionsanalyse und des Interaction Coding. Sie erläutert, wie aufgezeichnete Gespräche in systematisch analysierbare Daten übersetzt werden können, und diskutiert, wie die Wahl unserer Methoden die Theorien beeinflusst, die wir entwickeln. Ihr aktuelles Forschungsprojekt „I3 – Interaction, Identity, and Career Intentions in Academia“ dient als Fallbeispiel, anhand 
dessen Möglichkeiten und Herausforderungen beobachtungsbasierter Forschung im Hochschulkontext diskutiert werden. Die Teilnehmenden erhalten einen ersten Einblick, wie Interaction Coding funktioniert, wann es etablierte Methoden sinnvoll ergänzen kann und welche Aspekte des kademischen Lebens dadurch sichtbar werden, die Selbstberichtverfahren allein nicht erfassen können.  

Die Veranstaltung wird hybrid angeboten. Sollten Sie digital teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte unter kolloquien.hul@uni-hamburg.de zu dieser Veranstaltung an, sie erhalten im Anschluss einen Zoom-Link. 

Kontakt

Hamburger Zentrum für Universitäres Lernen und Lehren (HUL)
Dr. Eileen Lübcke(mhe.hul"AT"uni-hamburg.de)
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Verändert am 5. Mai 2017

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