Erotik und Sexualität in muslimischen Kontexten: Brüche und Transformationen in der Moderne

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Wann: Mi, 10.12.2025, 14:15 Uhr bis 15:45 Uhr
Wo: Universität Hamburg, Hauptgebäude, Flügelbau Ost, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg, Raum 221
Der Vortrag skizziert die Entwicklung muslimischer Sexualdiskurse von der Vormoderne bis in die Gegenwart. Dabei werden zunächst die prägenden Merkmale vormoderner Diskurse vorgestellt, insbesondere ihre normativen Grundlagen und ihre Einbettung in umfassende religiöse Ordnungsmodelle. Anschließend werden die zentralen Verschiebungen der Moderne erläutert, die durch Kolonialismus, Reformbewegungen und neue Wissensordnungen ausgelöst wurden.
Prof. Dr. phil. Ali Ghandour ist Juniorprofessor am Institut für Islamische Theologie der Universität Hamburg. Zu seinen Schwerpunkten gehören u.a. muslimische Metaethik, Religionsphilosophie, gelebte Religion sowie Sexualität in muslimischen Kontexten. 2019 erschien seine Monografie Liebe, Sex und Allah. Das unterdrückte erotische Erbe der Muslime im C.H. Beck Verlag.
Öffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Religion – Gender – Sexualität
Historische und gegenwärtige Konfliktlagen
Konflikte um Gender und Sexualität spielen für aktuelle gesellschaftliche Debatten über Religion eine wichtige Rolle. In der Ringvorlesung werfen Referierende unterschiedlicher Fachrichtungen Schlaglichter auf historische und gegenwärtige Konfliktlagen in Christentum, Islam, Alevitentum und Judentum. Dabei geht es um Genderbilder und -stereotype, sexuellen Missbrauch in religiösen Kontexten, Konflikte um sexualethische Normen, den Umgang mit queeren Menschen in den Religionsgemeinschaften sowie um Herausforderungen für den Religionsunterricht.
Die Ringvorlesung wird gefördert von der Udo Keller Stiftung Forum Humanum.
mittwochs, 14:15 - 15:45 Uhr, Hauptgebäude, Edmund-Siemers-Allee 1, Flügelbau Ost, Raum 221
Koordination: Dr. Alina Potempa, Akademie der Weltreligionen, Universität Hamburg