„Ich war überhaupt nicht so die Musterschülerin – mein Safe Space war die Sporthalle“
30. Dezember 2025, von Newsroom-Redaktion
Wenn Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal heute auf ihren Weg zurückblickt, wirkt vieles folgerichtig. Doch zu Beginn ihres Studiums war davon wenig zu spüren. Zweifel, Nebenjobs und die Suche nach Orientierung prägten diese Zeit. Zwischen Basketballtraining, familiären Umbrüchen und Vorlesungen begann sie, sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die später ihr politisches Denken bestimmen sollten.
Während ihrer Schul- und Studienzeit spielte Maryam Blumenthal leidenschaftlich Basketball und sagt heute, dass der Mannschaftssport – als Zusammenspiel unterschiedlicher Stimmen mit einem gemeinsamen Ziel – ihr durchaus etwas über Demokratie beigebracht hat.
Im Gespräch mit Universitätspräsident Hauke Heekeren blickt die 1985 in Teheran geborene Blumenthal auf prägende Stationen zurück: Erste Studienerfahrungen im Lehramt, der Wechsel in die Erziehungswissenschaft sowie Projete zur Bildungsungleichheit legten den Grundstein für ihr politisches Engagement, das sie vom Stadtteil bis in den Hamburger Senat führte.
Eine zentrale Rolle spielte dabei die Frauenquote ihrer Partei. „Ohne diese Quote hätte ich mich nie empowern können“, sagt die Grünen-Politikerin offen. Der Weg in die professionelle Politik war kein Bruch, sondern eine Konsequenz – aus der Erkenntnis, dass die Themen, für die sie einstand, zu wichtig waren, um sie aus der Hand zu geben.
Heute setzt sich Hamburgs Wissenschaftssenatorin dafür ein, Bildungswege von der frühen Förderung bis zur Hochschule gerechter zu gestalten. Ein Gespräch über Herkunft, Haltung und Basketball.
Der Podcast „Campus-Legenden“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert.

