EU-FörderungForschungsprojekt zum Umgang mit Hitzeextremen in Städten startet
13. Oktober 2026, von Newsroom-Redaktion

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Die Meldungen über neue Rekordtemperaturen sind allgegenwärtig. Wie eine Anpassung an starke Hitze in Hamburg gelingen kann, untersucht Dr. Malte von Szombathely von der Universität Hamburg in einem neuen Forschungsprojekt. Es wird im Rahmen des Programms „Horizone Europe“ von der Europäischen Union gefördert.
Im Rahmen des Vorhabens „Protecting urban livelihoods from severe heat extremes“ (PULSE) wird das Team der Universität in enger Zusammenarbeit mit der Hansestadt Hamburg, die eine von sechs Modellregionen des Projektes ist, drei Ansätze erproben. Neben einer Sofortmaßnahme in Form von Risikowarnungen im öffentlichen Personennahverkehr zur Sensibilisierung werden in den kommenden vier Jahren auch zwei langfristige Lösungen umgesetzt.
„Einer unserer Ansätze ist es, an Hitze-Hotspots, an denen besonders viele verletzliche Personen wie ältere Menschen oder Kinder leben, sogenannte Klimaoasen zu schaffen“, erklärt Dr. Malte von Szombathely, der in der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimarisiken an der Universität Hamburg arbeitet. Dafür würden ausgewählte Gebiete in partizipativen Prozessen entsiegelt, begrünt, beschattet und mit kühlenden Wasserelementen versehen. „Wir untersuchen dann, ob sich die Hitzebelastung durch diese Maßnahme spürbar senken lässt“, so der Stadtgeograph.
Machbar- und Finanzierbarkeit immer im Blick
Zudem entwickelt das Team im Rahmen von „PULSE“ ein Simulationsmodell für Hitzestress, das Teil der Hamburger „Urban Model Platform“ werden soll – einer stadtweiten virtuellen Infrastruktur zur Simulation verschiedener „Was-wäre-wenn“-Szenarien. So sollen die gesundheitlichen Risiken von Hitze in einzelnen Stadtgebieten besser nachvollziehbar werden.
„Wir wollen mit unseren Maßnahmen direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern ansetzen, aber auch Planer und Entscheidungsträgerinnen unterstützen. Dabei bewerten wir die Ansätze immer auch nach ihrer Machbar- und Finanzierbarkeit“, sagt von Szombathely. Die Lösungen aus den Modellregionen werden im Rahmen des Projektes direkt in anderen Städten angewendet und getestet.
An PULSE sind insgesamt 19 Einrichtungen beteiligt. Unter der Koordination des norwegischen Klimaforschungszentrums CICERO werden sie an verschiedenen inklusiven und übertragbaren Lösungen für den Umgang mit Hitzeextremen arbeiten. Dafür erhält PULSE insgesamt zehn Millionen Euro von der Europäischen Union.

