Personalia April 2026
28. April 2026, von Newsroom-Redaktion

Foto: UHH/Denstorf
Aktuelle Personalia-Meldungen der Universität Hamburg
Personalia im Überblick:
Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Dr. Friederike Pollmann, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), hat einen Ruf, W2 a.Z. für „Waves and Mixing Processes in the Polar Oceans“, angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich am 01.07.2026. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung mit dem AWI.
Dr. Linghui Luo hat einen Ruf, W3 für „Informatik, insbesondere Softwaretechnik“, angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich am 01.09.2026.
Dr. Lyne Moser, Universität Regensburg, hat einen Ruf, W1 für „Mathematik, insb. Algebra und Zahlentheorie“, angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich am 01.10.2026.
University of Hamburg Business School
Dr. Theresa Sophie Bockelmann, IU Group, hat einen Ruf, W1 für „Digital Transformation in Retail“, angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich am 01.07.2026.
Der Redaktion wurden keine Mitteilungen über Ruhestände bekannt.
Prof. Dr. Jonas Schreyögg, seit dem 01.08.2010 an der Universität Hamburg tätig, zuletzt als Professor für Management im Gesundheitswesen an der University of Hamburg Business School und Direktor des Hamburg Center for Health Economics, begeht am 07.05.2026 sein 25-jähriges Dienstjubiläum.
Christina Hentschel, seit dem 01.06.2001 an der Universität Hamburg tätig, zuletzt in der Bibliothek für Mittlere und Neuere Geschichte der Fakultät für Geisteswissenschaften, begeht am 01.06.2026 ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.
Prof. Dr. Reinhard Kramolowsky
* 26. Dezember 1935 † 29. März 2026
Reinhard Kramolowsky begann seine wissenschaftliche Karriere an der Technischen Hochschule München. 1963 kam er an die Universität Hamburg – zunächst als Oberassistent, später als wissenschaftlicher Rat und Abteilungsleiter. 1977 wurde er Professor am Institut für Anorganische Chemie. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 forschte er an schweren Übergangsmetall-Komplexen mit multidentaten Phosphor- und Schwefel-Liganden, vorrangig mit späten 4d- und 5d-Metallen.
In seinen Lehrveranstaltungen zeigte er großes Engagement für alle Aspekte von Organometall- und Koordinationschemie. Mit Enthusiasmus brachte er den Studierenden auch in die tieferen Ecken von Struktur-Eigenschaftsbeziehungen Licht. Prof. Kramolowsky hatte zudem großen Anteil an der Planung und baulichen Realisierung der Chemiegebäude am Martin-Luther-King-Platz.
Der Fachbereich Chemie schätzt sich sehr glücklich, diesen fachlich und sozial kompetenten Kollegen über viele Jahre in unserem Hause gehabt zu haben. Wir werden uns sehr gerne seines Schaffens und fröhlichen Naturells erinnern.
Wir trauern um
Prof. Dr. Reinhard Bredehorst
* 14. Mai 1946 † 4. April 2026
Reinhard Bredehorst studierte in Hamburg Medizin und promovierte 1978. Im Jahr 1983 habilitierte er sich und erhielt die „venia legendi“ für das Fach Physiologische Chemie. 1984 wurde er zum Assistant Professor of Biochemistry und 1987 zum Associate Professor of Biochemistry and Molecular Biology an der Georgetown University in Washington, D.C., USA, ernannt. 1991 folgte er dem Ruf nach Hamburg in die Abteilung für Biochemie und Molekularbiologie, blieb der Georgetown University jedoch weiterhin als Adjunct Professor verbunden.
Ein Schwerpunkt seiner Forschung lag auf strukturbasiertem Proteindesign und Antikörper-Engineering. Darüber hinaus leistete seine Arbeitsgruppe wichtige Beiträge zur Entwicklung und Anwendung avianer Antikörperkonstrukte sowie von Single-Chain Variable Fragments (scFv), die zur Standardisierung und Verbesserung diagnostischer Verfahren beitrugen. Ein späterer und besonders prägender Schwerpunkt seiner Forschung lag auf der Verbesserung der Diagnostik und Therapie allergischer Erkrankungen.
Reinhard Bredehorst war Mitbegründer der universitären Ausgründungen PLS-Design GmbH und Tolerogenics SARL. Sein Wirken steht beispielhaft für die erfolgreiche Translation der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. Ihm war es stets ein zentrales Anliegen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse den Patientinnen und Patienten zugutekommen.
Er war ein herausragender Hochschullehrer, ein inspirierender Mentor und ein Wissenschaftler, der verstanden hat, seine Forschung in den Dienst der Patienten zu stellen. Er forderte und förderte gleichermaßen und hat bleibende Spuren hinterlassen.
Wir werden Reinhard Bredehorst als hochgeschätzten Kollegen, inspirierenden Lehrer und prägenden Forscher sehr vermissen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.
Die Kolleginnen und Kollegen des Fachbereichs Chemie




