Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Lecture in the context of the 'Allgemeines Vorlesungswesen'
Economic Developments in South Asia
Eight states (India, Pakistan, Afghanistan, Bangladesh, Nepal, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives) belong to the geopolitical region of South Asia, which accommodates 20 % of the world population. In spite of differences in their social structures, political ways and religion, these states have retained a number of common social and cultural features rooted in their thousands of years long shared history. Since almost 30 years they have been united under the roof of the South Asian Association for Regional Cooperation - SAARC. Owing to its emerging markets, rapidly developing IT industry, and a huge and vigorous middle class, South Asia is continuously at the forefront of current global affairs, both economic and political. This lecture series aims at presenting the recent developments in the economies of the South Asian countries, analysing internal and external pressures and reform impetuses as well as giving a perspective on the highly dynamic region, its importance for Europe, Germany and specifically Hamburg.
This series of lectures is designed in such a way that it may be attended by students as an optional course, with a written test at the end of the semester.
The lectures will be held in English.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychoanalyse, Geschlecht und Begehren
Die Dialektik zwischen sexuellem Begehren und Geschlechtsidentität ist ein sehr aktuelles Thema nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Gesellschaft: Ist Männlichkeit mit einem ganz bestimmten Typ von Begehren verbunden? Werden Frauen durch gesellschaftliche Zuschreibung zu einem bestimmten erotischen Erleben und Identitätsgefühl gebracht? Was lehren uns dazu Ethnologie, die Behandlung von sexuellen Zwischenformen in Medizin und Psychologie sowie die vielfältigen aktuellen Erfahrungen der Psychoanalytiker?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können. In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Die Vortragsreihe dient auch dazu, die am Philosophischen Seminar neu ins Leben gerufene DAAD-Gastprofessur John-Stuart-Mill Chair in Social Philosophy bekannt zu machen. Auf dieser Gastprofessur werden in den kommenden Jahren verschiede ausländische Kollegen forschen und lehren.
Die Vorlesungsreihe wird im Sommersemester 2013 organisiert von Prof. Dr. Thomas Schramme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
CGG-Lecture Series
Die Netzwerkforschung ist ein schnell wachsendes, internationales Forschungsfeld von hoher wissenschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Relevanz. Ihre Attraktivität gründet unter anderem auf ihrer relationalen Theorieperspektive, auf einer innovativen Methodenentwicklung und auf ihrer breiten Anwendbarkeit auf vielen disziplinären Forschungsfeldern. Fragen richten sich auf so unterschiedliche Phänomene wie die Bedeutung von Sozialkapital für Migration und soziale Mobilität, die Erfolgsbedingungen von Innovationsnetzwerken, die Strukturen von kriminellen Netzwerken oder Ansteckungsprozesse auf Finanzmärkten. Die Lecture Series diskutiert Prozesse und Dynamiken sozialer Netzwerke sowie damit verbundene Methodenfragen: Netzwerkpraktiken und Netzwerkeffekte sowie Prozesse der Koordination, der Herbeiführung und Implementation von Entscheidungen innerhalb von netzwerkartigen Strukturen.
Der Dialog unter deutschen und chinesischen Christen hat eine lange Tradition und ist zugleich gekennzeichnet von vielschichtigen sprachlich-kulturellen, politischen und historisch bedingten Herausforderungen. Wenige Tage nach dem Hamburger Kirchentag bietet der Vortrag Einblick in Geschichte und Gegenwart des protestantischen Christentums in China. Gleichzeitig werden in einer Nachlese zum Kirchentag die jüngsten deutsch-chinesischen Begegnungen kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure im Hamburger Raum zusammengefasst und ausgewertet. Die Referentin ist Sinologin und leitet die China InfoStelle, eine kirchlich getragene Fachstelle zum Thema Religionen und Kirche in China.
Abendkasse: € 8,- (erm. € 5,-)
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.v
Im Laufe seiner langen Geschichte wurde der Buddhismus in einer Vielzahl von Umgebungen praktiziert. Einige davon unterstÿtzten die klösterlichen Ordensgemeinschaften (saṠ gha) großzÿgig, andere waren ihnen feindlich gesinnt. So ist es nicht verwunderlich, dass die buddhistischen Mönche eine Reihe von Anpassungsstrategien entwickelt haben. Manchmal werfen sie sich in das Zentrum des politischen Geschehen, manchmal ziehen sie sich an die Peripherie zurÿck, aber meistens agieren sie zwischen diesen beiden Extremen.
Hÿufig wird behauptet, dass der Buddhismus einen Gegenpol zu der Schnelllebigkeit der Politik bildet. Doch obwohl es Belege fÿr "Politischen Quietismus" in den historischen Quellen gibt, ist er in Wirklichkeit nur sehr selten zu finden. Durch die Untersuchung einer Vielzahl von konkreten Beispielen – sowohl aus der Vergangenheit als auch aus der Gegenwart – werde ich diesen Vortrag nutzen, um eine vorlÿufige Typologie aller möglichen Interaktionen zwischen organisiertem Buddhismus und politischer Macht zu entwickeln.
Vorverkauf: € 16,- (erm. € 12,-)
Tageskasse: € 20,- (erm. € 15,-)
Die Termine bauen nicht aufeinander auf, die Teilnahmegebühr berechtigt zu einer einmaligen Teilnahme.
Die Teilnahme am Tandem-Café ist kostenlos. Da aber nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung.
Alle Termine sind miteinander kombinierbar oder einzeln buchbar.
Vorverkauf: € 15,- (erm. € 11,-)
Tageskasse: € 19,- (erm. € 14,-)
Die Teilnahmegebühr berechtigt zu einer einmaligen Teilnahme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Die Freie und Hansestadt Hamburg steht Ihnen Rede und Antwort, um Ihre Fragen rund um das Aufenhaltsrecht, die Jobsuche und die Arbeitsaufnahme zu beantworten. Fÿr Studierende und Absolvent/inn/en aller Hamburger Hochschulen. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Lecture in the context of the 'Allgemeines Vorlesungswesen'
Economic Developments in South Asia
Eight states (India, Pakistan, Afghanistan, Bangladesh, Nepal, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives) belong to the geopolitical region of South Asia, which accommodates 20 % of the world population. In spite of differences in their social structures, political ways and religion, these states have retained a number of common social and cultural features rooted in their thousands of years long shared history. Since almost 30 years they have been united under the roof of the South Asian Association for Regional Cooperation - SAARC. Owing to its emerging markets, rapidly developing IT industry, and a huge and vigorous middle class, South Asia is continuously at the forefront of current global affairs, both economic and political. This lecture series aims at presenting the recent developments in the economies of the South Asian countries, analysing internal and external pressures and reform impetuses as well as giving a perspective on the highly dynamic region, its importance for Europe, Germany and specifically Hamburg.
This series of lectures is designed in such a way that it may be attended by students as an optional course, with a written test at the end of the semester.
The lectures will be held in English.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychoanalyse, Geschlecht und Begehren
Die Dialektik zwischen sexuellem Begehren und Geschlechtsidentität ist ein sehr aktuelles Thema nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Gesellschaft: Ist Männlichkeit mit einem ganz bestimmten Typ von Begehren verbunden? Werden Frauen durch gesellschaftliche Zuschreibung zu einem bestimmten erotischen Erleben und Identitätsgefühl gebracht? Was lehren uns dazu Ethnologie, die Behandlung von sexuellen Zwischenformen in Medizin und Psychologie sowie die vielfältigen aktuellen Erfahrungen der Psychoanalytiker?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Der Abend bietet außerdem eine gute Gelegenheit, andere Promovierende kennenzulernen. Zum Wohlfühlen bieten wir euch Getränke, Süßes und Snacks an.
Sprache der Veranstaltung: Englisch
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
Prof. Dr. Hans-Ludwig Kroeber, Institut für Forensik, Charité Universitätsmedizin Berlin
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Menschenrechte psychisch Erkrankter
Zur Anthropologie von Gesundheit und Krankheit in der Psychiatrie
Psychische Krankheiten nur als Abweichung von statistischen Normen oder Folge entgleister Transmitter zu verstehen, wird dem Wesen des Menschen nicht gerecht. Philosophische Betrachtungen zu Menschenbild und therapeutischem Handeln eröffnen einen neuen Diskurs zwischen sozialer und somatischer Psychiatrie, zwischen Medizin und Psychologie, zwischen beruflichen Experten und solchen aus eigener Erfahrung: der Versuch, eine gemeinsame Sprache wieder zu entdecken und der Stigmatisierung entgegenzuwirken.
Die UN-Menschenrechtscharta für Behinderte fordert Inklusion - auch für Menschen mit psychischer Erkrankung. Lebens- und Arbeitsbedingungen müssen ihren Bedürfnissen entsprechen, ihrer Besonderheit Raum geben. Menschliche Verschiedenheit wird als Reichtum gesehen. Eine Chance, Angst und Stigmatisierung zu verringern? Was bedeutet das für die Struktur der Versorgung und die Gestaltung des Sozialraums? Wie sieht eine Psychiatrie aus, die Autonomie fördert und Zwang minimiert, ohne gleichgültig zu werden und Hilfe zu unterlassen? Welchen Stellenwert haben Partizipation und Trialog?
Die Vorlesungsreihe wird als Fortbildung anerkannt.
Ringvorlesung des Allgemeinen Vorlesungswesens
Hamburgs Familienunternehmen
Unternehmertum und Unternehmergeist einer Handelsmetropole
Familienunternehmen sind in Deutschland weit verbreitet und gelten als erfolgreiches Wirtschaftsmodell. Eine vorgegebene Rechtsform gibt es nicht und doch existieren verbindende Elemente, die die erfolgreiche Unternehmensführung von Generation zu Generation ermöglichen.
Eine Handelsmetropole war schon immer der richtige Platz, um mit einer guten Idee, einer brauchbaren Erfindung oder einem sicheren Gespür eine Unternehmung zu gründen. Hamburg hat zahlreiche Familienunternehmen, die seit Generationen erfolgreich tätig sind und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Arbeit und Wohlstand gebracht haben. Darüber hinaus haben sie durch gesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weise Verantwortung übernommen.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften befassen sich inzwischen verstärkt mit den Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heute unter den Bedingungen der globalisierten Märkte stellen müssen. Mit der Vortragsreihe soll nicht nur ein Einblick in die Geschichte und Tradition Hamburger Familienunternehmer gegeben werden. Unternehmerpersönlichkeiten und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden das Potential der Familienunternehmen analysieren und aktuelle Handlungsfelder beleuchten.
It is tempting to try to understand Buddhist ethics in terms of Western ethics. Some have tried to show that it is a species of virtue ethics, and indeed Buddhist ethicists do talk about virtue. Others have tried to show that it is a species ? or several species ? of consequentialism. And indeed Buddhist ethicists do talk about pain, pleasure and the consequences of action. But neither of these approaches does justice to Buddhist ethics. I will argue that Buddhist ethics ? particularly the approach of Santideva ? is best understood on its own terms, as a kind of moral phenomenology, and that as such, it has a great deal to contribute to contemporary global ethical discourse.
Jay Garfield is Doris Silbert Professor in the Humanities and Professor of Philosophy at Smith College/ Northampton, at the University of Massachusetts, at Melbourne University, and he is Adjunct Professor of Philosophy at the Central University of Tibetan Studies in Sarnath, India.
He teaches and pursues research in the philosophy of mind, foundations of cognitive science, logic, philosophy of language, Buddhist philosophy, cross-cultural hermeneutics, theoretical and applied ethics and epistemology. He is author of numerous books on Western and Buddhist Philosophy, including Empty Words: Buddhist Philosophy and Cross-Cultural Interpretation (OUP 1996).
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können. In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Kolloquium 'Sicherheit und Frieden'
Das Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) der Universität Hamburg veranstaltet gemeinsam mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) das Kolloquium 'Frieden und Sicherheit'. Es bietet in loser Folge Vorträge von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten zum Themenkreis Frieden, Sicherheitspolitik und Konfliktbearbeitung an.
Dieses Kolloquium dient dem interdisziplinären fachbereichsübergreifenden Dialog zu friedenspolitischen Themen. Es bietet eine Möglichkeit, Kontakte zwischen friedenspolitisch interessierten Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Institutionen in Hamburg zu knüpfen bzw. zu verfestigen. Das Interesse und die Mitarbeit an friedenspolitischen Themen und Zielen sollen geweckt und gefördert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Von den Anfängen der Astronomie zur modernen Astrophysik
Ringvorlesung in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf
Die 1912 fertiggestellte Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist ein kulturhistorisches Ensemble von internationalem Rang bzgl. der architektonischen, wissenschafts- und technikhistorischen Bedeutung. Letztes Jahr feierte die Sternwarte ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer Vorlesungsreihe 'Meilensteine aus 100 Jahren Forschung' mit Vorträgen zur historischen Entwicklung.
Die Hamburger Sternwarte ist jedoch auch eine moderne Forschungseinrichtung. In der aktuellen Vortragsreihe soll die aktuelle Wissenschaft von den Fachastronomen präsentiert werden. Da es darüber hinaus Forschung zur Geschichte der Naturwissenschaften gibt, werden auch die historischen Wurzeln, Highlights aus der Entwicklung der Astronomie, vorgestellt.
Die Vortragsreihe steht im Rahmen vielfältiger Aktivitäten, u. a. Lange Nacht der Museen am 13. April, die vom Förderverein Hamburger Sternwarte e. V., von der Hamburger Sternwarte und vom Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaften der Universität Hamburg zusammen organisiert werden.
Das Fulbright-Programm finanziert Stipendien- und Sprachassistenprogramme, die sich an exzellente Studierende richten.
Kommen Sie zu der Infoveranstaltung der Fulbright-Kommission an der Universitÿt Hamburg und erfahren Sie mehr ÿber das Angebot und hören Sie außerdem den interessanten Erfahrungsbericht einer ehemaligen Fulbright-Stipendiatin.
Wir freuen uns auf Sie!
Podiumsdiskussion mit eingeladenen ExpertInnen
Moderation: Ralf Jacobsen, Career Center
Anmeldung erforderlich auf der angegebenen Website
Talking for Careers - ein subjektiver Blick hinter die Kulissen - eine Veranstaltungsreihe offen für alle mit Anmeldung
In persönlicher und Überschaubarer Atmosphäre möchten wir Ihnen wichtige und spannende Themen rund um den Berufseinstieg bieten.
Unsere Gäste geben authentische Einblicke in interessante Fragestellungen, eigene Erfahrungen, ihren Berufsalltag und Unternehmenskulturen und stehen Ihnen persönlich Rede und Antwort.
Nutzen Sie die Chance, die Fragen zu stellen, die Sie schon immer einmal beantwortet haben wollten.
Die Talking for Careers-Veranstaltungen sind offen für alle Interessierten, auch und gerade wenn Sie schon berufstätig sind. Wir bitten aufgrund begrenzter Plätze um Anmeldung online auf der o.a. Website.
Zur Langen Nacht der Konsulate, in der Kulturinstitute und Konsulate Hamburgs ihre Türen öffnen, widmet sich das Konfuzius-Institut greif- und schmeckbaren Fragen: Auf welche Arten wird in Europa Tee aus China zubereitet und auf welche in China? Welche geschichtlichen Hintergründe könnten zu den zum Teil sehr verschiedenen Zubereitungsweisen geführt haben? Kommen Sie mit unserer Teemeisterin Xu Lili und unserem Referenten Henning Schmidt ins Gespräch und erleben Sie im direkten Vergleich mit köstlichem Tee Unterschiede zwischen den Kulturen.
Kooperationspartner:
Hamburger Teespeicher
Das Konfuzius-Institut hat an diesem Abend von 18:00-22:00 Uhr geöffnet!
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Food & Health Academy
Ernährung und Gesundheit im Dialog
Die Food & Health Academy versteht sich als Aufklärungsforum für alle interessierten Bevölkerungsgruppen in Sachen Gesundheit und Ernährung. In den Vorträgen werden aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Lebensmittel/Gesundheit/Ernährung aufgegriffen, wobei die jeweiligen Inhalte eingehend aufbereitet und verständlich präsentiert werden. Dabei wird auf eine kritische bzw. kontroverse Betrachtung der Aspekte Wert gelegt.
Vorverkauf: € 16,- (erm. € 12,-)
Tageskasse: € 20,- (erm. € 15,-)
(Der Vorverkauf ist derzeit leider noch nicht möglich. Bitte melden Sie sich vorab über unser Veranstaltungsformular an, wir informieren Sie über den Beginn des Vorverkaufs.)
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Kolloquium 'Sicherheit und Frieden'
Das Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) der Universität Hamburg veranstaltet gemeinsam mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) das Kolloquium 'Frieden und Sicherheit'. Es bietet in loser Folge Vorträge von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten zum Themenkreis Frieden, Sicherheitspolitik und Konfliktbearbeitung an.
Dieses Kolloquium dient dem interdisziplinären fachbereichsübergreifenden Dialog zu friedenspolitischen Themen. Es bietet eine Möglichkeit, Kontakte zwischen friedenspolitisch interessierten Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Institutionen in Hamburg zu knüpfen bzw. zu verfestigen. Das Interesse und die Mitarbeit an friedenspolitischen Themen und Zielen sollen geweckt und gefördert werden.
Vortrag: Prof. Dr. Désirée H. Ladwig, Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft, Leitung Career Development Center, Fachhochschule Lübeck
Moderation: Frauke Narjes, Career Center
Veranstaltung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Die Welt der Karten
Von alten Seefahrern, moderner Kartographie und den Karten in unseren Köpfen
Karten gehören zu den ältesten Kommunikationsmitteln der Menschheit – einfache Wegzeichnungen ebenso wie hochkomplexe moderne Kartenwerke. Sie haben Eroberungen begleitet, Nationen geschaffen, Grenzen begründet und sind Ausdruck der Vorstellung, die sich Menschen von ihrer Umwelt machen.
In sechs Vorträgen werden die unterschiedlichen Aspekte von Kartographie präsentiert. Wissenschaftler aus der Volkskunde, Geographie, Informatik, Soziologie, Kunstgeschichte sowie aus der Universitätsbibliothek werden einen weiten Bogen über ein nicht nur visuell interessantes Thema spannen.
Abendkasse: € 12,- (erm. € 9,-)
Kooperationspartner:
Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Lecture in the context of the 'Allgemeines Vorlesungswesen'
Economic Developments in South Asia
Eight states (India, Pakistan, Afghanistan, Bangladesh, Nepal, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives) belong to the geopolitical region of South Asia, which accommodates 20 % of the world population. In spite of differences in their social structures, political ways and religion, these states have retained a number of common social and cultural features rooted in their thousands of years long shared history. Since almost 30 years they have been united under the roof of the South Asian Association for Regional Cooperation - SAARC. Owing to its emerging markets, rapidly developing IT industry, and a huge and vigorous middle class, South Asia is continuously at the forefront of current global affairs, both economic and political. This lecture series aims at presenting the recent developments in the economies of the South Asian countries, analysing internal and external pressures and reform impetuses as well as giving a perspective on the highly dynamic region, its importance for Europe, Germany and specifically Hamburg.
This series of lectures is designed in such a way that it may be attended by students as an optional course, with a written test at the end of the semester.
The lectures will be held in English.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychoanalyse, Geschlecht und Begehren
Die Dialektik zwischen sexuellem Begehren und Geschlechtsidentität ist ein sehr aktuelles Thema nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Gesellschaft: Ist Männlichkeit mit einem ganz bestimmten Typ von Begehren verbunden? Werden Frauen durch gesellschaftliche Zuschreibung zu einem bestimmten erotischen Erleben und Identitätsgefühl gebracht? Was lehren uns dazu Ethnologie, die Behandlung von sexuellen Zwischenformen in Medizin und Psychologie sowie die vielfältigen aktuellen Erfahrungen der Psychoanalytiker?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Vortrag von Prof. Dr. Thomas Weber
'Irgendwas mit Medien? Medienwissenschaft als Wissenschaftsdisziplin!'
Viele wissenschaftliche Fächer befassen sich heute 'irgendwie' mit Medien. Doch was ist eigentlich das Besondere von Medien? Dieser Frage stellt sich eine Medienwissenschaft, die sich als eigene Disziplin an der Schnittstelle zu anderen Fächern – wie z.B. der Germanistik und der Kommunikationswissenschaft – etabliert hat und sich mit Geschichte, Theorie und Ästhetik von Medienangeboten und ihren kulturellen Auswirkungen auseinandersetzt. Der Vortrag erläutert die Besonderheiten eines ebenso jungen, wie manchmal auch missverstandenen, universitären Faches und weist auf Potentiale eines medienwissenschaftlichen Studiums an der Universität Hamburg hin.
Schülerinnen und Schüler, Bachelorstudierende sowie andere Interessierte aus Hochschulen und Öffentlichkeit werden in der Vorlesungsreihe 'Was wie wofür studieren?' über Studiengänge der Universität Hamburg informiert.
Dabei sein und direkt nachfragen ist immer am besten. Für alle, die dies nicht können, stehen Videos oder Podcasts der Vorträge zur Verfügung, die Sie über unsere Internetseite erreichen. Eine Anmeldung für die einzelnen Vorträge ist nur für Gruppen ab 20 Personen erforderlich.
Dienstag, 28.05.2013 von 18:15-19:45 Uhr
Ringvorlesung des Allgemeinen Vorlesungswesens
Hamburgs Familienunternehmen
Unternehmertum und Unternehmergeist einer Handelsmetropole
Familienunternehmen sind in Deutschland weit verbreitet und gelten als erfolgreiches Wirtschaftsmodell. Eine vorgegebene Rechtsform gibt es nicht und doch existieren verbindende Elemente, die die erfolgreiche Unternehmensführung von Generation zu Generation ermöglichen.
Eine Handelsmetropole war schon immer der richtige Platz, um mit einer guten Idee, einer brauchbaren Erfindung oder einem sicheren Gespür eine Unternehmung zu gründen. Hamburg hat zahlreiche Familienunternehmen, die seit Generationen erfolgreich tätig sind und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Arbeit und Wohlstand gebracht haben. Darüber hinaus haben sie durch gesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weise Verantwortung übernommen.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften befassen sich inzwischen verstärkt mit den Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heute unter den Bedingungen der globalisierten Märkte stellen müssen. Mit der Vortragsreihe soll nicht nur ein Einblick in die Geschichte und Tradition Hamburger Familienunternehmer gegeben werden. Unternehmerpersönlichkeiten und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden das Potential der Familienunternehmen analysieren und aktuelle Handlungsfelder beleuchten.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können.
In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Die Vortragsreihe dient auch dazu, die am Philosophischen Seminar neu ins Leben gerufene DAAD-Gastprofessur John-Stuart-Mill Chair in Social Philosophy bekannt zu machen. Auf dieser Gastprofessur werden in den kommenden Jahren verschiede ausländische Kollegen forschen und lehren.
Die Vorlesungsreihe wird im Sommersemester 2013 organisiert von Prof. Dr. Thomas Schramme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Food & Health Academy
Ernährung und Gesundheit im Dialog
Die Food & Health Academy versteht sich als Aufklärungsforum für alle interessierten Bevölkerungsgruppen in Sachen Gesundheit und Ernährung. In den Vorträgen werden aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Lebensmittel/Gesundheit/Ernährung aufgegriffen, wobei die jeweiligen Inhalte eingehend aufbereitet und verständlich präsentiert werden. Dabei wird auf eine kritische bzw. kontroverse Betrachtung der Aspekte Wert gelegt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Die Welt der Karten
Von alten Seefahrern, moderner Kartographie und den Karten in unseren Köpfen
Karten gehören zu den ältesten Kommunikationsmitteln der Menschheit – einfache Wegzeichnungen ebenso wie hochkomplexe moderne Kartenwerke. Sie haben Eroberungen begleitet, Nationen geschaffen, Grenzen begründet und sind Ausdruck der Vorstellung, die sich Menschen von ihrer Umwelt machen.
In sechs Vorträgen werden die unterschiedlichen Aspekte von Kartographie präsentiert. Wissenschaftler aus der Volkskunde, Geographie, Informatik, Soziologie, Kunstgeschichte sowie aus der Universitätsbibliothek werden einen weiten Bogen über ein nicht nur visuell interessantes Thema spannen.
Liegt es an der Art des Unterrichts, am Lehrer oder vielleicht am Lernstil der Schÿler?
Was ist der Unterschied zwischen allgemeiner und angewandter Sprache und wie werden angewandte Sprachen im tÿglichen Leben benutzt?
Diese und viele andere Fragen beantworten wir auf unserer Konferenz “Die Welt der angewandten Sprachen” am 31.05.2013 im Fachsprachenzentrum. Wir, das Team des Fachsprachenzentrums, haben jahrelange Erfahrung in der Vermittlung von Sprachen. Wir bieten fachspezifische Kurse fÿr das Berufsleben sowie den akademischen Alltag an. Seit diesem Semester arbeitet das Fachsprachenzentrum mit einem neuen Modulkonzept. Auf dieser Veranstaltung stellen wir das Konzept nÿher vor und geben viele nÿtzliche Hinweise zu seiner Anwendung.
Fragen wie “Was sind angewandte Sprachen ÿberhaupt?”, ”Wie identifiziere ich meinen Lerntyp?” und “Wie verbessere ich meine Sprachkenntnisse am effektivsten online?” werden beantwortet. Neben der Prÿsentation der Lieblingsÿbungen unsererer Dozenten werden Studierende ÿber die Praxis der angewandten Sprachen im Alltag berichten. Die Veranstaltung wird durch eine Diskussionsrunde abgerundet. Referieren werden Lehrer aus bilingualen Schulen sowie Teammitglieder international besetzer Sportsmannschaften, Musiker und viele andere Gastredner.
Diese Konferenz bietet viele interessante und unterhaltsame Tipps und Geschichten sowie neue Ideen, um den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten und Sprachkenntnisse zu verbessern.
Kommen Sie vorbei – es lohnt sich!
Nach musikalischem Auftakt und einem Grußwort von Universitäts-Professor Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, berichten zunächst die Feldforscher von ihren Expeditionen.
Eine Gruppe von neun Forschern unterschiedlicher Disziplinen hatte das mobile Manuskriptlabor des SFB zusammengepackt und war damit ins nepalesische Nationalarchiv nach Kathmandu gereist, um mit Hilfe neuer Technik alte Fragen zu beantworten: Kann man einen fast verblichenen Text wieder lesbar machen? Verbirgt sich unter den Tintenflecken doch noch ein aufschlussreicher Kommentar? In welchem Skriptorium wurden die Manuskripte gefertigt, und wer waren die Schreiber? Im malischen Bamako konnten die Experten im Auftrag von Auswärtigem Amt und Gerda-Henkel-Stiftung Manuskripte in Augenschein nehmen, die vor den drohenden Zerstörungen in Timbuktu gerettet wurden. Die Wissenschaftler berichten von einer alten, international vernetzten Manuskriptkultur und der aktuellen Situation in Mali.
Viele weitere Disziplinen werden ihre Forschungsgegenstände der Öffentlichkeit präsentieren: Nachwuchswissenschaftler stellen unter anderem ein vielsprachiges Manuskript aus dem Osmanischen Reich vor, erklären das Layout arabischer Handschriften oder führen auf eine visuelle Reise durch ein Stundenbuch.
Auch in diesem Jahr bietet sich natürlich wieder die Möglichkeit, bei einer Erkundungstour durch die Räume des Sonderforschungsbereichs den Manuskriptologen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und im persönlichen Gespräch alles rund um die Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa zu erfahren.
Ganz besonders lohnt sich dabei ein Blick in das hauseigene Manuskriptlabor, in dem die Besucher erleben können, was mit Hilfe der Materialanalyse über die Geschichte von Manuskripten zu erfahren ist.
Vorverkauf: € 16,- (erm. € 12,-)
Tageskasse: € 20,- (erm. € 15,-)
Die Teilnahmegebühr berechtigt zu einer einmaligen Teilnahme.
Vorverkauf: € 16,- (erm. € 12,-)
Tageskasse: € 20,- (erm. € 15,-)
Die Teilnahmegebühr berechtigt zu einer einmaligen Teilnahme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Lecture in the context of the 'Allgemeines Vorlesungswesen'
Economic Developments in South Asia
Eight states (India, Pakistan, Afghanistan, Bangladesh, Nepal, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives) belong to the geopolitical region of South Asia, which accommodates 20 % of the world population. In spite of differences in their social structures, political ways and religion, these states have retained a number of common social and cultural features rooted in their thousands of years long shared history. Since almost 30 years they have been united under the roof of the South Asian Association for Regional Cooperation - SAARC. Owing to its emerging markets, rapidly developing IT industry, and a huge and vigorous middle class, South Asia is continuously at the forefront of current global affairs, both economic and political. This lecture series aims at presenting the recent developments in the economies of the South Asian countries, analysing internal and external pressures and reform impetuses as well as giving a perspective on the highly dynamic region, its importance for Europe, Germany and specifically Hamburg.
This series of lectures is designed in such a way that it may be attended by students as an optional course, with a written test at the end of the semester.
The lectures will be held in English.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Die Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Reaktoren stößt auf Sympathie der alten und neuen Parlamentsmehrheit wie der Bÿrokratie, aber auf den Widerstand der Protestinitiativen, die sich des Wohlwollens der Bevölkerung erfreuen. Das „Atomare Dorf“ befindet sich auf der Anklagebank. Kann Japan sich neu ordnen – durch Einsparungen, Effizienz, erneuerbare Energien und einen bestmöglichen Energiemix?
Prof. Dr. Paul Kevenhörster lehrt Politikwissenschaft an der Universitÿt Mÿnster. Seine Schwerpunkte sind Internationale Entwicklungspolitik und Ostasien. Ausgewÿhlte Publikationen: Japan. Wirtschaft – Gesellschaft – Politik (mit Werner Pascha und Karen Shire), Wiesbaden: VS Verlag, 2010 (2. Aufl.).
Japans umfassende Sicherheit (mit Dirk Nabers), Hamburg: Mitteilungen des Instituts fÿr Asienkunde, 2003 (Nr. 364).
Japans Entwicklungspolitik auf dem Prÿfstand: Wegmarkierungen und Weichenstellungen, in: Chiavacci, David und Iris Wieczorek (Hg.): Japan 2008. Poltitik, Wirtschaft und Gesellschaft, Berlin: Vereinigung fÿr Sozialwissenschaftliche Japanforschung, 2008, S. 125–140 (Zum freien Download via: http://www.vsjf.net/yearbook/pdffiles/ 2008/Kevenhoerster.pdf).
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychoanalyse, Geschlecht und Begehren
Die Dialektik zwischen sexuellem Begehren und Geschlechtsidentität ist ein sehr aktuelles Thema nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Gesellschaft: Ist Männlichkeit mit einem ganz bestimmten Typ von Begehren verbunden? Werden Frauen durch gesellschaftliche Zuschreibung zu einem bestimmten erotischen Erleben und Identitätsgefühl gebracht? Was lehren uns dazu Ethnologie, die Behandlung von sexuellen Zwischenformen in Medizin und Psychologie sowie die vielfältigen aktuellen Erfahrungen der Psychoanalytiker?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Die Vortragsreihe ist ein Einstieg in ein in den Sozial- und Neurowissenschaften intensiv diskutiertes, in den religionsbezogenen Wissenschaften hingegen noch weitgehend brach liegendes Forschungsfeld. Gegenstand ist die Frage nach den Konzepten von Emotion in den Religionen Śivaismus (Hinduismus), Buddhismus und Jainismus.
Vortrag von Prof. Dr. Matthias Rarey
'An der Schnittstelle: Informatik trifft Naturwissenschaften'
Genome analysieren, physikalische Experimente planen, neue Materialen oder Medikamente entwickeln – in nahezu allen Naturwissenschaften hat sich der Computer als ein wichtiges Werkzeug etabliert. So ist es nicht verwunderlich, dass der Entwicklung wissenschaftlicher Software eine wachsende Bedeutung zukommt. Sehr gute Kenntnisse in Informatik und Naturwissenschaften sind notwendig, um in diesem Zukunftsfeld agieren zu können. In dem Vortrag werden Studienmöglichkeiten zur Kombination von Informatik mit Naturwissenschaften an der Universität Hamburg vorgestellt.
Schülerinnen und Schüler, Bachelorstudierende sowie andere Interessierte aus Hochschulen und Öffentlichkeit werden in der Vorlesungsreihe 'Was wie wofür studieren?' über Studiengänge der Universität Hamburg informiert.
Dabei sein und direkt nachfragen ist immer am besten. Für alle, die dies nicht können, stehen Videos oder Podcasts der Vorträge zur Verfügung, die Sie über unsere Internetseite erreichen. Eine Anmeldung für die einzelnen Vorträge ist nur für Gruppen ab 20 Personen erforderlich.
Dienstag, 04.06.2013 von 18:15-19:45 Uhr
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Emotion im religiösen Denken in Hinduismus, Buddhismus und Jainismus
Die Vortragsreihe ist ein Einstieg in ein in den Sozial- und Neurowissenschaften intensiv diskutiertes, in den religionsbezogenen Wissenschaften hingegen noch weitgehend brachliegendes Forschungsfeld. Gegenstand ist die Frage nach den Konzepten von Emotion in den Religionen Śivaismus (Hinduismus), Buddhismus und Jainismus. Ziel ist es, in den Vorträgen einen Einblick in die religiös-kulturelle Verschiedenheit von Vorstellungen über Emotion zu geben, nicht nur im Hinblick auf deren Stellung in den einzelnen Traditionen, sondern auch im Hinblick auf deren Bedeutung für die Gestaltung intra- und interreligiöser Kommunikation.
Moderation Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
Michael Schweiger, Geschäftsführer ARINET GmbH, Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Menschenrechte psychisch Erkrankter
Zur Anthropologie von Gesundheit und Krankheit in der Psychiatrie
Psychische Krankheiten nur als Abweichung von statistischen Normen oder Folge entgleister Transmitter zu verstehen, wird dem Wesen des Menschen nicht gerecht. Philosophische Betrachtungen zu Menschenbild und therapeutischem Handeln eröffnen einen neuen Diskurs zwischen sozialer und somatischer Psychiatrie, zwischen Medizin und Psychologie, zwischen beruflichen Experten und solchen aus eigener Erfahrung: der Versuch, eine gemeinsame Sprache wieder zu entdecken und der Stigmatisierung entgegenzuwirken.
Die UN-Menschenrechtscharta für Behinderte fordert Inklusion - auch für Menschen mit psychischer Erkrankung. Lebens- und Arbeitsbedingungen müssen ihren Bedürfnissen entsprechen, ihrer Besonderheit Raum geben. Menschliche Verschiedenheit wird als Reichtum gesehen. Eine Chance, Angst und Stigmatisierung zu verringern? Was bedeutet das für die Struktur der Versorgung und die Gestaltung des Sozialraums? Wie sieht eine Psychiatrie aus, die Autonomie fördert und Zwang minimiert, ohne gleichgültig zu werden und Hilfe zu unterlassen? Welchen Stellenwert haben Partizipation und Trialog?
Die Vorlesungsreihe wird als Fortbildung anerkannt.
Ringvorlesung des Allgemeinen Vorlesungswesens
Hamburgs Familienunternehmen
Unternehmertum und Unternehmergeist einer Handelsmetropole
Familienunternehmen sind in Deutschland weit verbreitet und gelten als erfolgreiches Wirtschaftsmodell. Eine vorgegebene Rechtsform gibt es nicht und doch existieren verbindende Elemente, die die erfolgreiche Unternehmensführung von Generation zu Generation ermöglichen.
Eine Handelsmetropole war schon immer der richtige Platz, um mit einer guten Idee, einer brauchbaren Erfindung oder einem sicheren Gespür eine Unternehmung zu gründen. Hamburg hat zahlreiche Familienunternehmen, die seit Generationen erfolgreich tätig sind und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Arbeit und Wohlstand gebracht haben. Darüber hinaus haben sie durch gesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weise Verantwortung übernommen.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften befassen sich inzwischen verstärkt mit den Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heute unter den Bedingungen der globalisierten Märkte stellen müssen. Mit der Vortragsreihe soll nicht nur ein Einblick in die Geschichte und Tradition Hamburger Familienunternehmer gegeben werden. Unternehmerpersönlichkeiten und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden das Potential der Familienunternehmen analysieren und aktuelle Handlungsfelder beleuchten.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können.
In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Kolloquium 'Sicherheit und Frieden'
Das Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) der Universität Hamburg veranstaltet gemeinsam mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) das Kolloquium 'Frieden und Sicherheit'. Es bietet in loser Folge Vorträge von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten zum Themenkreis Frieden, Sicherheitspolitik und Konfliktbearbeitung an.
Dieses Kolloquium dient dem interdisziplinären fachbereichsübergreifenden Dialog zu friedenspolitischen Themen. Es bietet eine Möglichkeit, Kontakte zwischen friedenspolitisch interessierten Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Institutionen in Hamburg zu knüpfen bzw. zu verfestigen. Das Interesse und die Mitarbeit an friedenspolitischen Themen und Zielen sollen geweckt und gefördert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Von den Anfängen der Astronomie zur modernen Astrophysik
Ringvorlesung in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf
Die 1912 fertiggestellte Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist ein kulturhistorisches Ensemble von internationalem Rang bzgl. der architektonischen, wissenschafts- und technikhistorischen Bedeutung. Letztes Jahr feierte die Sternwarte ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer Vorlesungsreihe 'Meilensteine aus 100 Jahren Forschung' mit Vorträgen zur historischen Entwicklung.
Die Hamburger Sternwarte ist jedoch auch eine moderne Forschungseinrichtung. In der aktuellen Vortragsreihe soll die aktuelle Wissenschaft von den Fachastronomen präsentiert werden. Da es darüber hinaus Forschung zur Geschichte der Naturwissenschaften gibt, werden auch die historischen Wurzeln, Highlights aus der Entwicklung der Astronomie, vorgestellt.
Die Vortragsreihe steht im Rahmen vielfältiger Aktivitäten, u. a. Lange Nacht der Museen am 13. April, die vom Förderverein Hamburger Sternwarte e. V., von der Hamburger Sternwarte und vom Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaften der Universität Hamburg zusammen organisiert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Die Welt der Karten
Von alten Seefahrern, moderner Kartographie und den Karten in unseren Köpfen
Karten gehören zu den ältesten Kommunikationsmitteln der Menschheit – einfache Wegzeichnungen ebenso wie hochkomplexe moderne Kartenwerke. Sie haben Eroberungen begleitet, Nationen geschaffen, Grenzen begründet und sind Ausdruck der Vorstellung, die sich Menschen von ihrer Umwelt machen.
In sechs Vorträgen werden die unterschiedlichen Aspekte von Kartographie präsentiert. Wissenschaftler aus der Volkskunde, Geographie, Informatik, Soziologie, Kunstgeschichte sowie aus der Universitätsbibliothek werden einen weiten Bogen über ein nicht nur visuell interessantes Thema spannen.
Xiangqi-Forscher und Buchautor Rainer Schmidt führt in die Entwicklung geistiger Geschicklichkeitsspiele mit dem Schwerpunkt China ein und verdeutlicht zum Beispiel die Ähnlichkeit der Setzweisen im Weiqi (Go) mit den Zugweisen in der Geschichte des Schachs. Auch die Rolle des Würfels wird beleuchtet. Rainer Schmidt berichtet darüber hinaus aus seiner Beschäftigung mit chinesischen Originalquellen unter Berücksichtigung von Auffassungen der chinesischen Spieleforschung und gibt einen Überblick über die Vorgeschichte des Xiangqi. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Go, Xiangqi, Schach, Shogi und andere schachähnliche Spiele interessieren.
Abendkasse: € 8,- (erm. € 5,-) (Kinder unter 14 Jahren Eintritt frei)
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Am 10. Juni findet ein Roundtable mit dem Titel Towards a Critical Theory of Transnational Justice? mit Prof. Rainer Forst und den Herausgeberinnen und Herausgebern von Global Constitutionalism statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Roundtables sind:
Prof. Dr. Rainer Forst (Goethe-University Frankfurt), Prof. Dr. Mattias Kumm (WZB Berlin and Humboldt University; NYU New York), Dr. Anthony F. Lang Jr. (University of St. Andrews), Prof. Dr. Miguel Poiares Maduro (EUI Florence), Prof. Dr. James Tully (University of Victoria), Prof. Antje Wiener, PhD AcSS (University of Hamburg).
Die Veranstaltung wird von Maximilian Steinbeis moderiert.
Bitte melden Sie sich bis zum 6. Mai per E-Mail an
(sassan.gholiagha@wiso.uni-hamburg.de).
Achtung: Wegen Terminkollisionen, Erkrankungen usw. bei unseren ReferentInnen können sich im Veranstaltungsprogramm des ZeDiS immer wieder kurzfristig Änderungen ergeben. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website unter www.zedis.uni-hamburg.de oder über unseren Newsletter, ob der Sie interessierende Vortrag auch wirklich zum geplanten Zeitpunkt und am genannten Ort stattfindet.
Lecture in the context of the 'Allgemeines Vorlesungswesen'
Economic Developments in South Asia
Eight states (India, Pakistan, Afghanistan, Bangladesh, Nepal, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives) belong to the geopolitical region of South Asia, which accommodates 20 % of the world population. In spite of differences in their social structures, political ways and religion, these states have retained a number of common social and cultural features rooted in their thousands of years long shared history. Since almost 30 years they have been united under the roof of the South Asian Association for Regional Cooperation - SAARC. Owing to its emerging markets, rapidly developing IT industry, and a huge and vigorous middle class, South Asia is continuously at the forefront of current global affairs, both economic and political. This lecture series aims at presenting the recent developments in the economies of the South Asian countries, analysing internal and external pressures and reform impetuses as well as giving a perspective on the highly dynamic region, its importance for Europe, Germany and specifically Hamburg.
This series of lectures is designed in such a way that it may be attended by students as an optional course, with a written test at the end of the semester.
The lectures will be held in English.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychoanalyse, Geschlecht und Begehren
Die Dialektik zwischen sexuellem Begehren und Geschlechtsidentität ist ein sehr aktuelles Thema nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Gesellschaft: Ist Männlichkeit mit einem ganz bestimmten Typ von Begehren verbunden? Werden Frauen durch gesellschaftliche Zuschreibung zu einem bestimmten erotischen Erleben und Identitätsgefühl gebracht? Was lehren uns dazu Ethnologie, die Behandlung von sexuellen Zwischenformen in Medizin und Psychologie sowie die vielfältigen aktuellen Erfahrungen der Psychoanalytiker?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Vortrag von Prof. Dr. Silke Segler-Meßner
'Warum sich Orlandos Verstand auf dem Mond befindet oder: Zehn Gründe Romanistik zu studieren'
Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und sogar Katalanisch können Sie in Hamburg studieren. Dabei geht es neben dem Erlernen einer Fremdsprache um die Begegnung mit fremden Kulturräumen, die sich nicht auf Europa beschränken, sondern Lateinamerika ebenso einbeziehen wie Afrika. Die Vielfalt der romanischen Literaturen in ihrer historischen Breite und die Auseinandersetzung mit den sprachgeschichtlichen, syntaktischen oder grammatischen Besonderheiten der romanischen Sprachen bilden die beiden Schwerpunkte der Ausbildung. Welche Chancen und Möglichkeiten mit einem Studium der Romanistik verbunden sind, wird in zehn Stationen skizziert.
Schülerinnen und Schüler, Bachelorstudierende sowie andere Interessierte aus Hochschulen und Öffentlichkeit werden in der Vorlesungsreihe 'Was wie wofür studieren?' über Studiengänge der Universität Hamburg informiert.
Dabei sein und direkt nachfragen ist immer am besten. Für alle, die dies nicht können, stehen Videos oder Podcasts der Vorträge zur Verfügung, die Sie über unsere Internetseite erreichen. Eine Anmeldung für die einzelnen Vorträge ist nur für Gruppen ab 20 Personen erforderlich.
Dienstag, 11.06.2013 von 18:15-19:45 Uhr
Moderation Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
Dr. Hans-Jochim Meyer, 1. Vorsitzender des Landesverbandes der Angehörigen Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Menschenrechte psychisch Erkrankter
Zur Anthropologie von Gesundheit und Krankheit in der Psychiatrie
Psychische Krankheiten nur als Abweichung von statistischen Normen oder Folge entgleister Transmitter zu verstehen, wird dem Wesen des Menschen nicht gerecht. Philosophische Betrachtungen zu Menschenbild und therapeutischem Handeln eröffnen einen neuen Diskurs zwischen sozialer und somatischer Psychiatrie, zwischen Medizin und Psychologie, zwischen beruflichen Experten und solchen aus eigener Erfahrung: der Versuch, eine gemeinsame Sprache wieder zu entdecken und der Stigmatisierung entgegenzuwirken.
Die UN-Menschenrechtscharta für Behinderte fordert Inklusion - auch für Menschen mit psychischer Erkrankung. Lebens- und Arbeitsbedingungen müssen ihren Bedürfnissen entsprechen, ihrer Besonderheit Raum geben. Menschliche Verschiedenheit wird als Reichtum gesehen. Eine Chance, Angst und Stigmatisierung zu verringern? Was bedeutet das für die Struktur der Versorgung und die Gestaltung des Sozialraums? Wie sieht eine Psychiatrie aus, die Autonomie fördert und Zwang minimiert, ohne gleichgültig zu werden und Hilfe zu unterlassen? Welchen Stellenwert haben Partizipation und Trialog?
Die Vorlesungsreihe wird als Fortbildung anerkannt.
Ringvorlesung des Allgemeinen Vorlesungswesens
Hamburgs Familienunternehmen
Unternehmertum und Unternehmergeist einer Handelsmetropole
Familienunternehmen sind in Deutschland weit verbreitet und gelten als erfolgreiches Wirtschaftsmodell. Eine vorgegebene Rechtsform gibt es nicht und doch existieren verbindende Elemente, die die erfolgreiche Unternehmensführung von Generation zu Generation ermöglichen.
Eine Handelsmetropole war schon immer der richtige Platz, um mit einer guten Idee, einer brauchbaren Erfindung oder einem sicheren Gespür eine Unternehmung zu gründen. Hamburg hat zahlreiche Familienunternehmen, die seit Generationen erfolgreich tätig sind und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Arbeit und Wohlstand gebracht haben. Darüber hinaus haben sie durch gesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weise Verantwortung übernommen.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften befassen sich inzwischen verstärkt mit den Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heute unter den Bedingungen der globalisierten Märkte stellen müssen. Mit der Vortragsreihe soll nicht nur ein Einblick in die Geschichte und Tradition Hamburger Familienunternehmer gegeben werden. Unternehmerpersönlichkeiten und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden das Potential der Familienunternehmen analysieren und aktuelle Handlungsfelder beleuchten.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können.
In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Die Vortragsreihe dient auch dazu, die am Philosophischen Seminar neu ins Leben gerufene DAAD-Gastprofessur John-Stuart-Mill Chair in Social Philosophy bekannt zu machen. Auf dieser Gastprofessur werden in den kommenden Jahren verschiede ausländische Kollegen forschen und lehren.
Die Vorlesungsreihe wird im Sommersemester 2013 organisiert von Prof. Dr. Thomas Schramme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Kolloquium 'Sicherheit und Frieden'
Das Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) der Universität Hamburg veranstaltet gemeinsam mit dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) das Kolloquium 'Frieden und Sicherheit'. Es bietet in loser Folge Vorträge von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten zum Themenkreis Frieden, Sicherheitspolitik und Konfliktbearbeitung an.
Dieses Kolloquium dient dem interdisziplinären fachbereichsübergreifenden Dialog zu friedenspolitischen Themen. Es bietet eine Möglichkeit, Kontakte zwischen friedenspolitisch interessierten Vertreterinnen und Vertretern verschiedenster Institutionen in Hamburg zu knüpfen bzw. zu verfestigen. Das Interesse und die Mitarbeit an friedenspolitischen Themen und Zielen sollen geweckt und gefördert werden.
Anlässlich des traditionellen Drachenbootfests, das zum Gedenken an den chinesischen Dichter und Dissidenten Qu Yuan gefeiert wird, stellt Prof. Dr. Hans Stumpfeldt, Sinologe an der Universität Hamburg, an fünf Beispielen dar, wie politischer Widerstand im chinesischen Kaiserreich aussah und wie er inszeniert wurde.
Abendkasse: € 8,- (erm. € 5,-)
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Die Welt der Karten
Von alten Seefahrern, moderner Kartographie und den Karten in unseren Köpfen
Karten gehören zu den ältesten Kommunikationsmitteln der Menschheit – einfache Wegzeichnungen ebenso wie hochkomplexe moderne Kartenwerke. Sie haben Eroberungen begleitet, Nationen geschaffen, Grenzen begründet und sind Ausdruck der Vorstellung, die sich Menschen von ihrer Umwelt machen.
In sechs Vorträgen werden die unterschiedlichen Aspekte von Kartographie präsentiert. Wissenschaftler aus der Volkskunde, Geographie, Informatik, Soziologie, Kunstgeschichte sowie aus der Universitätsbibliothek werden einen weiten Bogen über ein nicht nur visuell interessantes Thema spannen.
Vorverkauf: € 16,- (erm. € 12,-)
Tageskasse: € 20,- (erm. € 15,-)
Die Termine bauen nicht aufeinander auf, die Teilnahmegebühr berechtigt zu einer einmaligen Teilnahme.
Alle Termine sind miteinander kombinierbar oder einzeln buchbar.
Vorverkauf: € 15,- (erm. € 11,-)
Tageskasse: € 19,- (erm. € 14,-)
Die Teilnahmegebühr berechtigt zu einer einmaligen Teilnahme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Lecture in the context of the 'Allgemeines Vorlesungswesen'
Economic Developments in South Asia
Eight states (India, Pakistan, Afghanistan, Bangladesh, Nepal, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives) belong to the geopolitical region of South Asia, which accommodates 20 % of the world population. In spite of differences in their social structures, political ways and religion, these states have retained a number of common social and cultural features rooted in their thousands of years long shared history. Since almost 30 years they have been united under the roof of the South Asian Association for Regional Cooperation - SAARC. Owing to its emerging markets, rapidly developing IT industry, and a huge and vigorous middle class, South Asia is continuously at the forefront of current global affairs, both economic and political. This lecture series aims at presenting the recent developments in the economies of the South Asian countries, analysing internal and external pressures and reform impetuses as well as giving a perspective on the highly dynamic region, its importance for Europe, Germany and specifically Hamburg.
This series of lectures is designed in such a way that it may be attended by students as an optional course, with a written test at the end of the semester.
The lectures will be held in English.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychoanalyse, Geschlecht und Begehren
Die Dialektik zwischen sexuellem Begehren und Geschlechtsidentität ist ein sehr aktuelles Thema nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Gesellschaft: Ist Männlichkeit mit einem ganz bestimmten Typ von Begehren verbunden? Werden Frauen durch gesellschaftliche Zuschreibung zu einem bestimmten erotischen Erleben und Identitätsgefühl gebracht? Was lehren uns dazu Ethnologie, die Behandlung von sexuellen Zwischenformen in Medizin und Psychologie sowie die vielfältigen aktuellen Erfahrungen der Psychoanalytiker?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Vortrag von Prof. Dr. Ingrid Schröder
'Germanistik: Mehr als Goethe und Grammatik'
Prof. Dr. Ingrid Schröder gibt eine Übersicht über das Germanistik-Studium an der Universität Hamburg mit seinem breiten Angebot in Literatur- und Sprachwissenschaft. Zu den Studiengegenständen gehören literarische Texte vom Mittelalter bis zur unmittelbaren Gegenwart, Sprachstruktur und Sprachgebrauch in verschiedenen Kommunikationsbereichen, Medien, Epochen und Regionen, ebenso Sprache und Literatur in interkulturellen Beziehungen. Im Vortrag werden die unterschiedlichen wissenschaftlichen Zugriffe anhand von anschaulichen Beispielen vorgestellt.
Schülerinnen und Schüler, Bachelorstudierende sowie andere Interessierte aus Hochschulen und Öffentlichkeit werden in der Vorlesungsreihe 'Was wie wofür studieren?' über Studiengänge der Universität Hamburg informiert.
Dabei sein und direkt nachfragen ist immer am besten. Für alle, die dies nicht können, stehen Videos oder Podcasts der Vorträge zur Verfügung, die Sie über unsere Internetseite erreichen. Eine Anmeldung für die einzelnen Vorträge ist nur für Gruppen ab 20 Personen erforderlich.
Dienstag, 18.06.2013 von 18:15-19:45 Uhr
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Grenzen verschieben mit Mathematik
Hochdimensionale Anwendungen mathematischer Modellierung
Der Fortschritt in der Computertechnologie einerseits und in der mathematischen Algorithmik andererseits ermöglicht naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinn in Gebieten, die vor wenigen Jahren noch unzugänglich erschienen. Auch in diesem Semester lädt das Lothar-Collatz-Zentrum Interessierte zu einer Rundreise zu Neuem aus der Welt der mathematisch geprägten Wissenschaften ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Emotion im religiösen Denken in Hinduismus, Buddhismus und Jainismus
Die Vortragsreihe ist ein Einstieg in ein in den Sozial- und Neurowissenschaften intensiv diskutiertes, in den religionsbezogenen Wissenschaften hingegen noch weitgehend brachliegendes Forschungsfeld. Gegenstand ist die Frage nach den Konzepten von Emotion in den Religionen Śivaismus (Hinduismus), Buddhismus und Jainismus. Ziel ist es, in den Vorträgen einen Einblick in die religiös-kulturelle Verschiedenheit von Vorstellungen über Emotion zu geben, nicht nur im Hinblick auf deren Stellung in den einzelnen Traditionen, sondern auch im Hinblick auf deren Bedeutung für die Gestaltung intra- und interreligiöser Kommunikation.
Moderation Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
Ringvorlesung des Allgemeinen Vorlesungswesens
Hamburgs Familienunternehmen
Unternehmertum und Unternehmergeist einer Handelsmetropole
Familienunternehmen sind in Deutschland weit verbreitet und gelten als erfolgreiches Wirtschaftsmodell. Eine vorgegebene Rechtsform gibt es nicht und doch existieren verbindende Elemente, die die erfolgreiche Unternehmensführung von Generation zu Generation ermöglichen.
Eine Handelsmetropole war schon immer der richtige Platz, um mit einer guten Idee, einer brauchbaren Erfindung oder einem sicheren Gespür eine Unternehmung zu gründen. Hamburg hat zahlreiche Familienunternehmen, die seit Generationen erfolgreich tätig sind und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Arbeit und Wohlstand gebracht haben. Darüber hinaus haben sie durch gesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weise Verantwortung übernommen.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften befassen sich inzwischen verstärkt mit den Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heute unter den Bedingungen der globalisierten Märkte stellen müssen. Mit der Vortragsreihe soll nicht nur ein Einblick in die Geschichte und Tradition Hamburger Familienunternehmer gegeben werden. Unternehmerpersönlichkeiten und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden das Potential der Familienunternehmen analysieren und aktuelle Handlungsfelder beleuchten.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können.
In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Die Vortragsreihe dient auch dazu, die am Philosophischen Seminar neu ins Leben gerufene DAAD-Gastprofessur John-Stuart-Mill Chair in Social Philosophy bekannt zu machen. Auf dieser Gastprofessur werden in den kommenden Jahren verschiede ausländische Kollegen forschen und lehren.
Die Vorlesungsreihe wird im Sommersemester 2013 organisiert von Prof. Dr. Thomas Schramme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Von den Anfängen der Astronomie zur modernen Astrophysik
Ringvorlesung in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf
Die 1912 fertiggestellte Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist ein kulturhistorisches Ensemble von internationalem Rang bzgl. der architektonischen, wissenschafts- und technikhistorischen Bedeutung. Letztes Jahr feierte die Sternwarte ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer Vorlesungsreihe 'Meilensteine aus 100 Jahren Forschung' mit Vorträgen zur historischen Entwicklung.
Die Hamburger Sternwarte ist jedoch auch eine moderne Forschungseinrichtung. In der aktuellen Vortragsreihe soll die aktuelle Wissenschaft von den Fachastronomen präsentiert werden. Da es darüber hinaus Forschung zur Geschichte der Naturwissenschaften gibt, werden auch die historischen Wurzeln, Highlights aus der Entwicklung der Astronomie, vorgestellt.
Die Vortragsreihe steht im Rahmen vielfältiger Aktivitäten, u. a. Lange Nacht der Museen am 13. April, die vom Förderverein Hamburger Sternwarte e. V., von der Hamburger Sternwarte und vom Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaften der Universität Hamburg zusammen organisiert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Food & Health Academy
Ernährung und Gesundheit im Dialog
Die Food & Health Academy versteht sich als Aufklärungsforum für alle interessierten Bevölkerungsgruppen in Sachen Gesundheit und Ernährung. In den Vorträgen werden aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Lebensmittel/Gesundheit/Ernährung aufgegriffen, wobei die jeweiligen Inhalte eingehend aufbereitet und verständlich präsentiert werden. Dabei wird auf eine kritische bzw. kontroverse Betrachtung der Aspekte Wert gelegt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Die Welt der Karten
Von alten Seefahrern, moderner Kartographie und den Karten in unseren Köpfen
Karten gehören zu den ältesten Kommunikationsmitteln der Menschheit - einfache Wegzeichnungen ebenso wie hochkomplexe moderne Kartenwerke. Sie haben Eroberungen begleitet, Nationen geschaffen, Grenzen begründet und sind Ausdruck der Vorstellung, die sich Menschen von ihrer Umwelt machen.
In sechs Vorträgen werden die unterschiedlichen Aspekte von Kartographie präsentiert. Wissenschaftler aus der Volkskunde, Geographie, Informatik, Soziologie, Kunstgeschichte sowie aus der Universitätsbibliothek werden einen weiten Bogen über ein nicht nur visuell interessantes Thema spannen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Lecture in the context of the 'Allgemeines Vorlesungswesen'
Economic Developments in South Asia
Eight states (India, Pakistan, Afghanistan, Bangladesh, Nepal, Bhutan, Sri Lanka and the Maldives) belong to the geopolitical region of South Asia, which accommodates 20 % of the world population. In spite of differences in their social structures, political ways and religion, these states have retained a number of common social and cultural features rooted in their thousands of years long shared history. Since almost 30 years they have been united under the roof of the South Asian Association for Regional Cooperation - SAARC. Owing to its emerging markets, rapidly developing IT industry, and a huge and vigorous middle class, South Asia is continuously at the forefront of current global affairs, both economic and political. This lecture series aims at presenting the recent developments in the economies of the South Asian countries, analysing internal and external pressures and reform impetuses as well as giving a perspective on the highly dynamic region, its importance for Europe, Germany and specifically Hamburg.
This series of lectures is designed in such a way that it may be attended by students as an optional course, with a written test at the end of the semester.
The lectures will be held in English.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Psychoanalyse, Geschlecht und Begehren
Die Dialektik zwischen sexuellem Begehren und Geschlechtsidentität ist ein sehr aktuelles Thema nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Gesellschaft: Ist Männlichkeit mit einem ganz bestimmten Typ von Begehren verbunden? Werden Frauen durch gesellschaftliche Zuschreibung zu einem bestimmten erotischen Erleben und Identitätsgefühl gebracht? Was lehren uns dazu Ethnologie, die Behandlung von sexuellen Zwischenformen in Medizin und Psychologie sowie die vielfältigen aktuellen Erfahrungen der Psychoanalytiker?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Emotion im religiösen Denken in Hinduismus, Buddhismus und Jainismus
Die Vortragsreihe ist ein Einstieg in ein in den Sozial- und Neurowissenschaften intensiv diskutiertes, in den religionsbezogenen Wissenschaften hingegen noch weitgehend brachliegendes Forschungsfeld. Gegenstand ist die Frage nach den Konzepten von Emotion in den Religionen Śivaismus (Hinduismus), Buddhismus und Jainismus. Ziel ist es, in den Vorträgen einen Einblick in die religiös-kulturelle Verschiedenheit von Vorstellungen über Emotion zu geben, nicht nur im Hinblick auf deren Stellung in den einzelnen Traditionen, sondern auch im Hinblick auf deren Bedeutung für die Gestaltung intra- und interreligiöser Kommunikation.
Moderation Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
TeilnehmerInnen Ex-In-Kurs 7, Gyöngyver Sielaff, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Menschenrechte psychisch Erkrankter
Zur Anthropologie von Gesundheit und Krankheit in der Psychiatrie
Psychische Krankheiten nur als Abweichung von statistischen Normen oder Folge entgleister Transmitter zu verstehen, wird dem Wesen des Menschen nicht gerecht. Philosophische Betrachtungen zu Menschenbild und therapeutischem Handeln eröffnen einen neuen Diskurs zwischen sozialer und somatischer Psychiatrie, zwischen Medizin und Psychologie, zwischen beruflichen Experten und solchen aus eigener Erfahrung: der Versuch, eine gemeinsame Sprache wieder zu entdecken und der Stigmatisierung entgegenzuwirken.
Die UN-Menschenrechtscharta für Behinderte fordert Inklusion - auch für Menschen mit psychischer Erkrankung. Lebens- und Arbeitsbedingungen müssen ihren Bedürfnissen entsprechen, ihrer Besonderheit Raum geben. Menschliche Verschiedenheit wird als Reichtum gesehen. Eine Chance, Angst und Stigmatisierung zu verringern? Was bedeutet das für die Struktur der Versorgung und die Gestaltung des Sozialraums? Wie sieht eine Psychiatrie aus, die Autonomie fördert und Zwang minimiert, ohne gleichgültig zu werden und Hilfe zu unterlassen? Welchen Stellenwert haben Partizipation und Trialog?
Die Vorlesungsreihe wird als Fortbildung anerkannt.
Ringvorlesung des Allgemeinen Vorlesungswesens
Hamburgs Familienunternehmen
Unternehmertum und Unternehmergeist einer Handelsmetropole
Familienunternehmen sind in Deutschland weit verbreitet und gelten als erfolgreiches Wirtschaftsmodell. Eine vorgegebene Rechtsform gibt es nicht und doch existieren verbindende Elemente, die die erfolgreiche Unternehmensführung von Generation zu Generation ermöglichen.
Eine Handelsmetropole war schon immer der richtige Platz, um mit einer guten Idee, einer brauchbaren Erfindung oder einem sicheren Gespür eine Unternehmung zu gründen. Hamburg hat zahlreiche Familienunternehmen, die seit Generationen erfolgreich tätig sind und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Arbeit und Wohlstand gebracht haben. Darüber hinaus haben sie durch gesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weise Verantwortung übernommen.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften befassen sich inzwischen verstärkt mit den Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heute unter den Bedingungen der globalisierten Märkte stellen müssen. Mit der Vortragsreihe soll nicht nur ein Einblick in die Geschichte und Tradition Hamburger Familienunternehmer gegeben werden. Unternehmerpersönlichkeiten und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden das Potential der Familienunternehmen analysieren und aktuelle Handlungsfelder beleuchten.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können.
In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
Vortrag: Prof. Dr. Jörg Bergmann, Universität Bielefeld, Fachbereich Soziologie
danach folgt eine Podiumsdiskussion mit eingeladenen ExpertInnen
Moderation: Dr. Nina Feltz, Career Center
Anmeldung erforderlich auf der angegebenen Website Zielgruppe: Offen für alle! Wir möchten alle interessierten Frauen und Männer, Berufstätige und Studierende, AbsolventInnen sowie NachwuchswissenschaftlerInnen sehr herzlich zu unserer Veranstaltungsreihe Fishing for Careers einladen.
Fishing for Careers – Vortragsreihe mit anschließender (Podiums-)Diskussion
Wie gelingen zufriedenstellende Karrieren? Lässt sich beruflicher Erfolg Schritt für Schritt planen? Gibt es eine typische Erfolgslaufbahn?
Ebenso vielfältig wie die Definition von beruflichem Erfolg sind auch die Wege, die dorthin führen. In dieser Veranstaltungsreihe lernen Sie Analysen, Modelle und Instrumente kennen, die Sie unterstützen, Ihre weitere berufliche Laufbahn eigenständig und selbstbewusst in die Hand zu nehmen – ob Sie noch studieren, in Ausbildung sind, Ihren Berufseinstieg angehen oder bereits länger berufstätig sind. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden Möglichkeiten, Chancen und Perspektiven aufgezeigt, wie der berufliche Werdegang ein Weg zum Erfolg werden kann.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Food & Health Academy
Ernährung und Gesundheit im Dialog
Die Food & Health Academy versteht sich als Aufklärungsforum für alle interessierten Bevölkerungsgruppen in Sachen Gesundheit und Ernährung. In den Vorträgen werden aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Lebensmittel/Gesundheit/Ernährung aufgegriffen, wobei die jeweiligen Inhalte eingehend aufbereitet und verständlich präsentiert werden. Dabei wird auf eine kritische bzw. kontroverse Betrachtung der Aspekte Wert gelegt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Die Welt der Karten
Von alten Seefahrern, moderner Kartographie und den Karten in unseren Köpfen
Karten gehören zu den ältesten Kommunikationsmitteln der Menschheit - einfache Wegzeichnungen ebenso wie hochkomplexe moderne Kartenwerke. Sie haben Eroberungen begleitet, Nationen geschaffen, Grenzen begründet und sind Ausdruck der Vorstellung, die sich Menschen von ihrer Umwelt machen.
In sechs Vorträgen werden die unterschiedlichen Aspekte von Kartographie präsentiert. Wissenschaftler aus der Volkskunde, Geographie, Informatik, Soziologie, Kunstgeschichte sowie aus der Universitätsbibliothek werden einen weiten Bogen über ein nicht nur visuell interessantes Thema spannen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Wie Aufmerksamkeit erzeugen?
Historische und systematische Lektüren unterschiedlicher Aufmerksamkeitsformen und ihrer Dispositive
Über Aufmerksamkeit ist in den vergangenen Jahren unter dem Schlagwort der Informationsökonomie viel gesprochen worden. Dabei wurde die Aufmerksamkeit als Ressource bestimmt und seitdem auf dem sich weltweit ausdehnenden Informationsmarkt gleich einer Währung gehandelt und umkämpft.
Dieser Diskurs verdeckt jedoch die anthropotechnische Dimension der Aufmerksamkeit. Als Ausrichtung auf den Anderen ist sie für Heranwachsende nicht nur sinnstiftend und Bindungsgrundlage, sondern ebensnotwendig. Gleichwohl wird Aufmerksamkeit nicht nur individuell geschenkt, sondern auch gesellschaftlich konfiguriert. Jede Gesellschaft prägt und erzeugt spezielle Weisen der Aufmerksamkeit hinsichtlich ihrer Gesetze, Normen und Zwecke. Die Art und Weise, wie Gesellschaften und Kulturen Aufmerksamkeit – und damit auch Subjekte – ausrichten, schulen und tradieren, unterscheiden sich jedoch erheblich. So haben sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht nur sehr unterschiedliche Formen ausgebildet, vielmehr kann man verschiedenste Techniken, Medientechnologien und symbolische Milieus als angewandte Konventionen der Aufmerksamkeitsformierung bzw. -steuerung verstehen.
Die Ringvorlesung wird Aufmerksamkeit aus einer kunstpädagogischen Perspektive in den Blick nehmen. Die Beiträge werden an ausgewählten Beispielen und historischen Momenten danach fragen, wie die Kunst und ihre Vermittlung im Zusammenspiel mit anderen Institutionen, Diskursen und Praktiken an dem Prozess der Aufmerksamkeitsformierung mitgewirkt hat – und auch heute noch mitwirkt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Der Abend bietet außerdem eine gute Gelegenheit, andere Promovierende kennenzulernen. Zum Wohlfühlen bieten wir euch Getränke, Süßes und Snacks an. Wir freuen uns auf euch!
Sprache: Deutsch
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Grenzen verschieben mit Mathematik
Hochdimensionale Anwendungen mathematischer Modellierung
Der Fortschritt in der Computertechnologie einerseits und in der mathematischen Algorithmik andererseits ermöglicht naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinn in Gebieten, die vor wenigen Jahren noch unzugänglich erschienen. Auch in diesem Semester lädt das Lothar-Collatz-Zentrum Interessierte zu einer Rundreise zu Neuem aus der Welt der mathematisch geprägten Wissenschaften ein.
Moderation Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien & Bildung
Die medialisierte Gesellschaft?
Digital vernetzte Medien haben mittlerweile alle Bereiche unseres Alltagslebens durchdrungen und bilden eine kaum mehr wegzudenkende Grundlage unseres alltäglichen Handelns. Es stellt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Allgegenwart digitaler Medien die Frage, welche Beschreibung sich als geeignet für die sich aktuell im Umbruch befindliche Gesellschaft erweist - und welche Folgerungen sich daraus ableiten lassen. Spätestens in den 1960er Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Industriegesellschaft nicht mehr hinreichend war, um den gesellschaftlichen Wandlungsprozess in seinem Kern zu erfassen. Lange Zeit dominierte in der Diskussion das Konzept der Wissensgesellschaft, durch das die Verwertung und Vermarktung von 'Wissen' als gesellschaftlicher Motor in das Zentrum rückt. In der aktuellen Diskussion zeichnet sich allerdings ab, dass insbesondere die sogenannten 'Neuen Medien' eine zentrale Antriebskraft des gesellschaftlichen Wandels darstellen. Leben wir also in einer medialisierten Gesellschaft? Zeichnet sich damit ein neuer gesellschaftlicher Umbruch ab? Und was bedeutet die zunehmende mediale Durchdringung für unterschiedliche gesellschaftliche Felder und Institutionen? Welche Auswirkungen hat dieser mediale und kulturelle Wandel auf das Leben in dieser Gesellschaft?
Die Ringvorlesung Medien und Bildung widmet sich diesen zentralen Fragen und eröffnet dabei die Sicht auf verschiedene Felder und Medien: von der Fotografie über den Hörfunk bis zu Social Networks, vom Bereich der Freizeit bis zum Journalismus. Diese Umschau soll es ermöglichen, die durch Medialisierung ausgelösten Umbrüche in verschiedenen Bereichen in den Blick zu nehmen, die für viele schon zur Normalität geworden sind. Durch die unterschiedlichen Perspektiven soll ein orientierendes Bild des aktuellen gesellschaftlichen Wandels und seiner Auswirkungen auf Institutionen und vor allem auch auf Subjekte konstruiert werden.
Resümee
Prof. Dr. Franklin Kopitzsch, Historisches Seminar, Universität Hamburg / Prof. Dr. Günther Strunk, Hamburger Institut für Familienunternehmen (HIF)
Ringvorlesung des Allgemeinen Vorlesungswesens
Hamburgs Familienunternehmen
Unternehmertum und Unternehmergeist einer Handelsmetropole
Familienunternehmen sind in Deutschland weit verbreitet und gelten als erfolgreiches Wirtschaftsmodell. Eine vorgegebene Rechtsform gibt es nicht und doch existieren verbindende Elemente, die die erfolgreiche Unternehmensführung von Generation zu Generation ermöglichen.
Eine Handelsmetropole war schon immer der richtige Platz, um mit einer guten Idee, einer brauchbaren Erfindung oder einem sicheren Gespür eine Unternehmung zu gründen. Hamburg hat zahlreiche Familienunternehmen, die seit Generationen erfolgreich tätig sind und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Arbeit und Wohlstand gebracht haben. Darüber hinaus haben sie durch gesellschaftliches Engagement in vielfältiger Weise Verantwortung übernommen.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften befassen sich inzwischen verstärkt mit den Herausforderungen, denen sich Familienunternehmen heute unter den Bedingungen der globalisierten Märkte stellen müssen. Mit der Vortragsreihe soll nicht nur ein Einblick in die Geschichte und Tradition Hamburger Familienunternehmer gegeben werden. Unternehmerpersönlichkeiten und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen werden das Potential der Familienunternehmen analysieren und aktuelle Handlungsfelder beleuchten.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Naturwissenschaft, Gesellschaft, Verantwortung
Tiefgreifende Wissenschaftsfolgen und die Dynamik der Technikentwicklung erfordern eine kontinuierliche gesellschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von naturwissenschaftlicher sowie mathematisch-informatischer Fach-Expertise. In der Berufspraxis wird man mit technikbedingten Konflikten und langfristigen unerwarteten Technikfolgen konfrontiert, die nur mit interdisziplinärem Verständnis im sozialen Kontext bearbeitet werden können.
In dieser einführenden Veranstaltung werden vier Schwerpunkthemen in jeweils drei Vorlesungen behandelt: Wissenschaft und Ethik, Technik und Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Ökonomie sowie Frieden und Internationales.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Die Vortragsreihe dient auch dazu, die am Philosophischen Seminar neu ins Leben gerufene DAAD-Gastprofessur John-Stuart-Mill Chair in Social Philosophy bekannt zu machen. Auf dieser Gastprofessur werden in den kommenden Jahren verschiede ausländische Kollegen forschen und lehren.
Die Vorlesungsreihe wird im Sommersemester 2013 organisiert von Prof. Dr. Thomas Schramme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Von den Anfängen der Astronomie zur modernen Astrophysik
Ringvorlesung in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf
Die 1912 fertiggestellte Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist ein kulturhistorisches Ensemble von internationalem Rang bzgl. der architektonischen, wissenschafts- und technikhistorischen Bedeutung. Letztes Jahr feierte die Sternwarte ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer Vorlesungsreihe 'Meilensteine aus 100 Jahren Forschung' mit Vorträgen zur historischen Entwicklung.
Die Hamburger Sternwarte ist jedoch auch eine moderne Forschungseinrichtung. In der aktuellen Vortragsreihe soll die aktuelle Wissenschaft von den Fachastronomen präsentiert werden. Da es darüber hinaus Forschung zur Geschichte der Naturwissenschaften gibt, werden auch die historischen Wurzeln, Highlights aus der Entwicklung der Astronomie, vorgestellt.
Die Vortragsreihe steht im Rahmen vielfältiger Aktivitäten, u. a. Lange Nacht der Museen am 13. April, die vom Förderverein Hamburger Sternwarte e. V., von der Hamburger Sternwarte und vom Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaften der Universität Hamburg zusammen organisiert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg
Von der Gründung des Akademischen Gymnasiums bis zu aktuellen Forschungsthemen am Fachbereich Chemie der Universität Hamburg
In diesem Jahr können wir auf 400 Jahre Chemie als Wissenschaft in Hamburg zurückblicken. Der heutige Fachbereich Chemie der Universität Hamburg ist direkt aus dem chemischen Laboratorium des Akademischen Gymnasiums erwachsen. Aus zunächst kleinen Anfängen hat sich in den letzten 400 Jahren eine eindrucksvolle und vielseitige Forschungslandschaft gebildet, die 1943 mit dem Nobelpreis für Prof. Dr. Otto Stern gekrönt wurde. In den Vorträgen werden sowohl geschichtliche Aspekte und Forschungshighlights wie auch aktuelle Forschungsthemen vorgestellt.
Ganz besonders möchten wir Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer und alle wissenschaftsinteressierte Hörerinnen und Hörer herzlichst zu unseren Vorträgen einladen.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Andocken. Eine Hansestadt und ihre Kultur(en) - Teil VII
Die Hamburger Universität und die Stadt Hamburg - Orte, (Denk-)Räume, Visionen
Der im Februar 2007 gegründete Forschungsverbund zur Kulturgeschichte Hamburgs (FKGHH) bündelt unter dem Motto 'Forschung über die Stadt für die Stadt' universitäre und außeruniversitäre Aktivitäten zur Kulturgeschichte der Freien und Hansestadt Hamburg. Ihm gehören über 60 Wissenschaftler/-innen aus verschiedenen Fakultäten und Fächern der Universität Hamburg an, aus anderen Hamburger Hochschulen, aus Archiven, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Museen und Schulen. Besonderen Wert legt der Verbund auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse an die interessierte Öffentlichkeit. Seit dem Wintersemester 2007/08 finden deshalb regelmäßig Vorlesungen im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens der Universität Hamburg statt. Eine Auswahl der Beiträge aus den ersten fünf Folgen ist Ende 2012 im DOBU Verlag erschienen: ANDOCKEN. Hamburgs Kulturgeschichte 1848 - 1933.
Quellengesättigte neue Forschungsergebnisse zeigen auf 509 Seiten anschaulich, wie facettenreich die Vergangenheit einer Region erschlossen werden kann und auch: wie wenig ausgeforscht das Terrain 'Hamburger Kulturgeschichte' letztlich immer noch ist. Doch nicht allein um die Breite geht es dem FKGHH: Sechs Jahre Vorlesungsreihe und Zusammenarbeit in verschiedenen Formaten und Konstellationen bedeuten neben allem Neuen: sechs Jahre Diskussion und Veränderung einerseits - wiederkehrende Problemstellungen wie auch die Bündelung von Interessen und Themen andererseits. In Vorbereitung auf den neuen Schwerpunkt des FKGHH 'Stadt und Universität - Universität und Stadt' setzt sich die aktuelle Ringvorlesung offensiver als ihre Vorgänger mit der Kategorie und vielfachen Bedeutung von 'Raum' auseinander - sei es nun als imaginierter, sozialer oder politischer Raum, als Klang-, Schau-, Ausstellungs- und Grenzraum oder ganz konkret als Architektur- und allgemein als Lebensraum.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Medien zwischen Markt und Staat - Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur
Teil 1: Film und Fernsehen
Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlichen Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen.
Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihre Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds.
Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar?
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen.
Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren.
Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten.
Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Moderation Prof. Dr. Cord Jakobeit, Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Der Streit um die Entwicklungspolitik
Entwicklungspolitik wird einerseits als globale Strukturpolitik und Zukunftspolitik zur Lösung der Weltprobleme gefeiert. Andererseits wird sie hart kritisiert, weil die überfrachteten Ziele nicht erreicht werden. Konsens ist, dass die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr genügt, um die internationalen Beziehungen zukunftsfähig zu gestalten. Weltweit wird eine kontroverse Debatte um die Agenda nach Auslaufen der Millenniumsziele 2015 geführt. Wir wollen nacheinander in die politischen Parteien hineinsehen, um zu verstehen, wie dort die deutsche Entwicklungspolitik gemacht wird. Um welche Inhalte und in welcher Form wird dort gestritten? Welche Reformvorschläge haben die politischen Parteien erarbeitet, um globale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung partnerschaftlich und wirkungsvoll zu befördern? Ist das Thema intern im Zentrum oder in der Nische der Politik? Welche Akzente wollen die Parteien in den nächsten vier Jahren in diesem Politikfeld setzen?
Diese öffentliche Veranstaltung findet innerhalb des Allgemeinen Vorlesungswesens und über das Vorlesungsverzeichnis der Politikwissenschaft statt. Für Studierende ist der Erwerb von Credit Points möglich und erwünscht.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Neues aus der molekularen Infektionsforschung
Infektionen sind für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine der zentralen Herausforderungen. Was verstehen wir unter Infektionskrankheiten? Infektionskrankheiten werden verursacht durch eine Vielzahl an Erregern (Bakterien, Pilze, Viren, Protozoen, Prionen etc.), die den menschlichen Körper auf unterschiedlichste Art und Weise infizieren. Die Entwicklung effizienter und zielgerichteter Antiinfektiva, wie beispielsweise Penicillin und seiner Derivate, veranlasste bereits Mitte des 20. Jahrhunderts einige Wissenschaftler zu der Annahme, dass die wichtigsten Infektionskrankheiten bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ausgerottet seien. Dies erwies sich als Trugschluss: es treten immer wieder neue Infektionskrankheiten (wie beispielweise AIDS) auf und viele altbekannte Krankheiten sind nach wie vor schwer therapierbar. Zudem wird immer deutlicher, dass es in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten und anderen bedrohlichen Krankheitsbildern wie Krebs g ibt. Als Folge stellen sich der Wissenschaft nach wie vor dringende Fragen: Wie lassen sich die großen Infektionskrankheiten am besten eindämmen? Was tun, wenn Keime immer unempfindlicher gegen Medikamente werden? Was sind die besten Präventionsstrategien?
Die Vorlesungsreihe adressiert viele der zentralen Fragen aus der Sicht der molekularen Infektionsforschung und deckt einen weiten Themenbereich von der Infektionsprophylaxe über neue Wirkstoffe zur Therapie und die Entwicklung von Resistenzen bis hin zu den zu Grunde liegenden Strukturen und Mechanismen der Erreger ab.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Blasphemie
Negation des Göttlichen und Lust am Frevel
Oft löst Religion Wellen der Empörung im Haushalt öffentlicher Aufmerksamkeit aus. Meist ist sie dabei selbst deren Gegenstand und Anlass, immer wieder ihr Sprachrohr und Medium, manchmal aber auch das Subjekt, das sich selbst beklagt. Letzteres ist der Fall, wenn in religiösen Gruppen und Kulturen von 'Beleidigung' oder 'Lästerung' Gottes, von 'Frevel' oder 'Blasphemie' gesprochen und nach dem Strafrecht als einem Mittel des Schutzes gerufen wird. Jüngst hat Martin Mosebach Sympathien für diese Forderung bekundet.
Die Beziehungen von Religion und Gesellschaft sind gerade in den Bereichen besonders prägnant, in denen es zu Konflikt und Skandalisierung kommt. Etwa an der Grenze zwischen Religion und Kunst oder im Beziehungsgeflecht von Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung, vor allem aber in Bereichen, in denen gezielte Provokationen Strategien der Kommunikation (Werbung!) sind, entzündet sich der Streit um religiös Erlaubtes und Unerlaubtes schnell.
Zu fragen ist, wo die Konfliktpotentiale liegen, wie sie sich in unterschiedlichen Bereichen auswirken, ob es Anfälligkeitsunterschiede zwischen Religionskulturen gibt, welche historischen Erfahrungen unser kulturelles Gedächtnis prägen und wie sich europäisches Religionsrecht in Zukunft darstellen soll. Das Forschungszentrum Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart lädt dazu mit Beiträgen unterschiedlicher Disziplinen der Geisteswissenschaftlichen Fakultät sowie zweier Gastvorträge ein.
Die Vortragsreihe dient auch dazu, die am Philosophischen Seminar neu ins Leben gerufene DAAD-Gastprofessur John-Stuart-Mill Chair in Social Philosophy bekannt zu machen. Auf dieser Gastprofessur werden in den kommenden Jahren verschiede ausländische Kollegen forschen und lehren.
> Die Vorlesungsreihe wird im Sommersemester 2013 organisiert von Prof. Dr. Thomas Schramme.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Jenseits der Geschlechtergrenzen
Die Ringvorlesung 'Jenseits der Geschlechtergrenzen' wird von der AG Queer Studies organisiert. Sie richtet sich ausdrücklich auch an außeruniversitäre Besucher/-innen und bietet ein breites und interdisziplinäres Spektrum an Themen, in denen sich queere Forschungspraxen sowie politische Perspektiven und Aktivismus widerspiegeln. Die Vorlesungsreihe setzt sich mit (hetero-)sexistischen gesellschaftlichen Hierarchisierungen, Normierungsprozessen und Möglichkeiten des politischen Handelns auseinander. Inhaltlich steht außerdem inzwischen stark die Verwobenheit verschiedener gesellschaftlicher Machtverhältnisse miteinander und damit auch die Beschäftigung mit Themen wie Rassismus und Dis/ability im Fokus.
In diesem Semester wird es um die gegenwärtige Lebensituation von Transgender-Personen, die Schwulenbewegung der 70er Jahre, um Familienpolitik aus queerer Sicht sowie um die Frage nach möglichen inter-solidarischen Positionierungen von queer gehen. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit Körpermodifikationen und ein Vortrag zu Liebe & Kapital steht auf dem Programm. Wir werden einiges über Geschichte und Zukunft der Deutschen Gebärdensprache erfahren. Auch die Auslöschung der Beiträge von People of Color (POC) zur vermeintlich weiß gedachten Geschichte & Kultur des Techno sowie seiner 'Hauptstadt' Berlin werden unter die Lupe genommen. Im Rahmen einer Lesung wird außerdem die Bedeutung von Audre Lorde für die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland hervorgehoben. Und schließlich werden sich alle 'Glee'-Fans freuen, bei uns eine queere Lesart der Serie vorgestellt zu bekommen.
Die Reihe wird gefördert und unterstützt durch das Zentrum für GenderWissen, Hamburg.
1) surveying typology of the evidence as represented in different traditions, as well as the way of recording and studying it;
2) discussing physical features and peculiarities of the evidence (kind of secondary materials, material changes, additional visual elements, interventions into the binding structures);
3) tracing of the manuscripts’ history and second(ary) life on examples of specific cases (esp. tracing of chains of private owners, transfer from one collection to another and wandering of the manuscripts, change of the status of the manuscript, reutilization of manuscripts, or their fragments).
The workshop will focus on methodological issues and sample cases, and will strive towards a broad, diachronic look at the phenomenon as represented in several manuscript cultures. The publication of the workshop’s proceedings is planned.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Food & Health Academy
Ernährung und Gesundheit im Dialog
Die Food & Health Academy versteht sich als Aufklärungsforum für alle interessierten Bevölkerungsgruppen in Sachen Gesundheit und Ernährung. In den Vorträgen werden aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen Lebensmittel/Gesundheit/Ernährung aufgegriffen, wobei die jeweiligen Inhalte eingehend aufbereitet und verständlich präsentiert werden. Dabei wird auf eine kritische bzw. kontroverse Betrachtung der Aspekte Wert gelegt.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
heroe_s
Der Held im postheroischen Zeitalter. Eine Begriffserklärung
Die neue Vorlesungsreihe in Kooperation mit Hamburger Universitäten und Hochschulen geht der ambivalenten Gestalt des 'Helden' nach.
Die multiperspektivische Annäherung an das Thema untersucht den Begriff 'Held' und versucht dabei das 'Heroische' in der heutigen Gesellschaft zu verorten sowie in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu hinterfragen. Wo und unter welchen Umständen wurden und werden 'Heldengeschichten' geschrieben und was haben sie uns heute zu erzählen. Gibt es Universalien, die einen Helden auszeichnen, besonders dann, wenn er über Zeit und Raum hinaus auf uns wirkt? Eine Grundstruktur scheint die Qualität des 'Übermenschlichen' zu sein. Damit werden normative Maßstäbe des Menschlichen suspendiert. Die Kehrseite dieses Gedanken ist die Akzeptanz des Todes, für den, der sich über das Leben stellt. Aber auch der Verweigerer kann zum Anti-Helden werden. Diskussionen um 'unmoralische Helden', im Rahmen dieser Ringvorlesung am Beispiel der 'anstößigen' Gleichnisse Jesu behandelt, verdeutlichen diese Ambivalenz: Protagonisten agieren unmoralisch, vielleicht sogar kriminelle und zeigen zugleich auch große Stärken und Begabungen, eigentlich vorbildliche Tugenden. Für die Geburt eines Helden ist ein Handelnder, ein von Heldentaten Berichtender und ein auf das Zuhören konditioniertes Publikum notwendig. Das Heroische scheint heute demokratisiert zu sein. Aus dem Mainstream herauszutreten, etwas Besonders zu sein lässt folgerichtig auch den Gedanken zu, dass jeder ein Held sein kann. In David Bowies gesungener Variante lautet die These 'We can be heroes just for one day'. Der 'Geistesheld' hingegen bekommt besonders im deutschen Kaiserreich einen besonderen Beiklang. Der Topos umschreibt die nichtmilitärischen Leistungen von Ingenieuren und Wissenschaftlern, die sich besonders für die deutsche Einheit und Größe verdient gemacht haben. Auch der militärische Held und seine nach sich ziehende Memorialkultur zeigt den Bedeutungswandel und die Probleme im Umgang mit dem Heroischen. Ganz anders der 'Held des Alltags' und seine mediale Präsenz. Hier ist es eher die Verletzbarkeit des Helden, die ihn von der exponierenden Besonderheit tradierter Helden unterscheidet. Helden sind also mehrdeutig zu lesen und aus in ihrem jeweiligen Kontext heraus zu dechiffrieren. Die Vorlesungsreihe versucht einige Aspekte dieses unscharfen aber allgegenwärtigen Begriffes exemplarisch herauszuarbeiten. Es ist schon zur Tradition geworden, die Veranstaltungsreihe mit einem künstlerischen Ergebnis zu verbinden. Diesmal ist es das Abschlussprojekt von Studierenden der Architektur der HafenCity Universität unter der Leitung von Prof. Lothar Eckhardt. Die Raum-Aktion ist keine Operninszenierung, sondern vielmehr eine Situation, in der Raum, Installation, Licht, Projektion, Bewegung und Musik miteinander und ineinander in einem 'stream of consciousness' verschränkt werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Von den Anfängen der Astronomie zur modernen Astrophysik
Ringvorlesung in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf
Die 1912 fertiggestellte Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist ein kulturhistorisches Ensemble von internationalem Rang bzgl. der architektonischen, wissenschafts- und technikhistorischen Bedeutung. Letztes Jahr feierte die Sternwarte ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer Vorlesungsreihe 'Meilensteine aus 100 Jahren Forschung' mit Vorträgen zur historischen Entwicklung.
Die Hamburger Sternwarte ist jedoch auch eine moderne Forschungseinrichtung. In der aktuellen Vortragsreihe soll die aktuelle Wissenschaft von den Fachastronomen präsentiert werden. Da es darüber hinaus Forschung zur Geschichte der Naturwissenschaften gibt, werden auch die historischen Wurzeln, Highlights aus der Entwicklung der Astronomie, vorgestellt.
Die Vortragsreihe steht im Rahmen vielfältiger Aktivitäten, u. a. Lange Nacht der Museen am 13. April, die vom Förderverein Hamburger Sternwarte e. V., von der Hamburger Sternwarte und vom Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaften der Universität Hamburg zusammen organisiert werden.
Ringvorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens
Von den Anfängen der Astronomie zur modernen Astrophysik
Ringvorlesung in der Hamburger Sternwarte in Bergedorf
Die 1912 fertiggestellte Hamburger Sternwarte in Bergedorf ist ein kulturhistorisches Ensemble von internationalem Rang bzgl. der architektonischen, wissenschafts- und technikhistorischen Bedeutung. Letztes Jahr feierte die Sternwarte ihr 100-jähriges Jubiläum mit einer Vorlesungsreihe 'Meilensteine aus 100 Jahren Forschung' mit Vorträgen zur historischen Entwicklung.
Die Hamburger Sternwarte ist jedoch auch eine moderne Forschungseinrichtung. In der aktuellen Vortragsreihe soll die aktuelle Wissenschaft von den Fachastronomen präsentiert werden. Da es darüber hinaus Forschung zur Geschichte der Naturwissenschaften gibt, werden auch die historischen Wurzeln, Highlights aus der Entwicklung der Astronomie, vorgestellt.
Die Vortragsreihe steht im Rahmen vielfältiger Aktivitäten, u. a. Lange Nacht der Museen am 13. April, die vom Förderverein Hamburger Sternwarte e. V., von der Hamburger Sternwarte und vom Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaften der Universität Hamburg zusammen organisiert werden.