Zum Wintersemester 2005/06 wurde an der Universität Hamburg der BA-Studiengang im Fach Neogräzistik und Byzantinistik eingeführt. Das Fach kann als Hauptfach studiert werden; Neogräzistik und Byzantinistik werden jeweils als Nebenfächer angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.
Das Fach besteht aus den vier Teilbereichen Byzantinische Literatur, Neugriechische Literatur, Sprachpraxis Neugriechisch und Griechische Kulturkunde und europäischer Kontext. Besonderheiten des BA-Studiengangs Neogräzistik und Byzantinistik an der Universität Hamburg sind:
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Der BA-Studiengang Neogräzistik und Byzantinistik im Hauptfach vermittelt den Studierenden eine Griechenland- und Zypernkompetenz in den Teilbereichen Byzantinische Literatur, Neugriechische Literatur, Sprachpraxis Neugriechisch sowie Griechische Kulturkunde und europäischer Kontext. Im Einzelnen werden vermittelt:
Die Studierenden werden anhand von Problemkreisen und Fragestellungen mit wesentlichen literaturtheoretischen Fragestellungen vertraut gemacht. Dabei erwerben sie neben fachspezifischen Kenntnissen und insbesondere kulturkundlichen und literaturwissenschaftlichen Kompetenzen die Fähigkeit, diese in einem späteren Beruf auf andere Problemfelder zu beziehen und wissenschaftlich reflektiert anzuwenden. Im Verlauf des Studiums wird die Beherrschung der griechischen Sprache auf einem Niveau erworben, das eine differenzierte Kommunikation in mündlicher und schriftlicher Form ermöglicht.
Das Nebenfach Byzantinistik vermittelt den Studierenden Kompetenzen im Teilbereich Byzantinische Literatur. Der im Hauptfachstudium Neogräzistik und Byzantinistik empfohlene Erwerb von Grundkenntnissen in (alt-)griechischer Sprache ist im Nebenfach Byzantinistik ein integraler Bestandteil. Im Einzelnen werden vermittelt:
Die Studierenden werden anhand von Problemkreisen und Fragestellungen selektiv mit wesentlichen literaturtheoretischen Fragestellungen vertraut gemacht. Dabei erwerben sie neben fachspezifischen Kenntnissen und insbesondere literaturgeschichtlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen die Fähigkeit, diese in einem späteren Beruf auf andere Problemfelder zu beziehen und wissenschaftlich reflektiert anzuwenden. Im Verlauf des Studiums werden Kenntnisse in altgriechischer Sprache im Umfang von 18 Leistungspunkten erworben. Diese Kenntnisse können im freien Wahlbereich auf das Niveau des Graecum vertieft werden.
Das Nebenfach Neogräzistik vermittelt den Studierenden Kompetenzen in den Teilbereichen Neugriechische Literatur und Sprachpraxis Neugriechisch. Im Einzelnen werden vermittelt:
Die Studierenden werden anhand von Problemkreisen und Fragestellungen selektiv mit wesentlichen literaturtheoretischen Fragestellungen vertraut gemacht. Dabei erwerben sie neben fachspezifischen Kenntnissen und insbesondere literaturwissenschaftlichen Kompetenzen die Fähigkeit, diese in einem späteren Beruf auf andere Problemfelder zu beziehen und wissenschaftlich reflektiert anzuwenden. Im Verlauf des Studiums wird das Schwergewicht auf den Bereich der Literatur, Sprache und Kultur Griechenlands und Zyperns gelegt. Im Verlauf des Studiums wird die Beherrschung der griechischen Sprache auf einem Niveau erworben, das eine Kommunikation in mündlicher und schriftlicher Form ermöglicht.
Während der Einführungsphase erwerben die Studierenden im Hauptfach wie in den Nebenfächern theoretische und methodische Grundkenntnisse der Literaturwissenschaft und der griechischen Literaturgeschichte vom byzantinischen Mittelalter bis in die Neuzeit. Außerdem werden ihnen einführende Kenntnisse vermittelt, entweder in Neugriechisch oder in Altgriechisch (Nebenfach Byzantinistik). Im Hauptfach werden zudem einführende landes- und kulturkundliche Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt. Darüber hinaus werden die notwendigen Grundkompetenzen für das wissenschaftliche Arbeiten vermittelt.
In den Modulen der Aufbauphase werden das in der Eingangsphase erworbene Fachwissen und die Analysetechniken in exemplarischer Weise auf einschlägige Problembereiche angewandt, Sprachkenntnisse werden erweitert.
Die Vertiefungsphase im Hauptfach ist durch einen einsemestrigen Studienaufenthalt in einem der beiden Zielländer, Griechenland und Zypern, gekennzeichnet. Das Studium an einer griechischsprachigen Universität fordert die in der Einführungs- und Aufbauphase erworbenen Sprachkenntnisse in nachhaltiger Weise. In den besuchten Modulen und Einzelveranstaltungen (Hauptfach und Nebenfächer) steht das selbständige wissenschaftliche Arbeiten, wie z.B. die Aufarbeitung von und die Auseinandersetzung mit aktueller Forschungsliteratur im Vordergrund. Die selbständige Erarbeitung der Themengebiete steht während der Vertiefungsphase fachlich im Mittelpunkt. Die hier erworbenen analytischen Fähigkeiten bilden eine wichtige Grundlage für lebenslanges Lernen. Sie befähigen die Studierenden, sich auch im späteren Berufsleben schnell und gezielt in neue Themenbereiche einzuarbeiten.
Im Abschlussmodul werden die Examenskandidaten auf das Abfassen der wissenschaftlichen Abschlussarbeit (BA-Arbeit) vorbereitet, die innerhalb des letzten Semesters angefertigt wird. Weiterhin wird ihnen Gelegenheit gegeben, das während der Einführungs-, Aufbau- und Vertiefungsphase erworbene Wissen so zu festigen, dass sie damit erfolgreich die mündliche Prüfung absolvieren können.
Der Gegenstand des Teilbereiches Byzantinische Literatur umfasst die griechischsprachige Literatur vom 6. bis ins 15. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt auf solchen Werken und Gattungen liegt, die auch heute noch rezipiert werden. Im Einzelnen werden die Werke ausgewählter Autoren, bestimmter Epochen oder thematisch zusammenhängende Bereiche der byzantinischen Literatur gelesen und in ihrem literaturgeschichtlichen Kontext analysiert. Beispiele für solche Komplexe sind etwa die Hymnen Romanos des Meloden, das Revival des Romans im 12. Jahrhundert oder die Vorstellungen von der Welt, ihrer Geographie, ihrer Geschichte und ihrer Zukunft betreffende Texte. Neben Werken der kanonischen Literatur werden aber auch bildliche Darstellungen herangezogen.
Zum Teilbereich Neugriechische Literatur gehören alle Aspekte der griechischen Literatur vornehmlich seit der Gründung des Nationalstaates. Neben den Werken zentraler Autoren (z.B. Konstantinos Kavafis) werden bestimmte Gattungen (z.B. neugriechisches Volkslied), Epochen (z.B. das Moderne in der Zwischenkriegsliteratur) oder thematisch zusammenhängende Bereiche (z.B. Krieg, Widerstand und Bürgerkrieg in der Nachkriegsliteratur) der neugriechischen Literatur präsentiert, diskutiert und analysiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den eigenständigen griechischen Ausprägungen in der Literatur, welche sich sowohl an der europäischen Literatur orientiert als auch sich von dieser absetzt.
Der Teilbereich Sprachpraxis Neugriechisch ist anwendungsorientiert ausgelegt. Kenntnisse in neugriechischer Sprache sind als Eingangsvoraussetzung zum Studium nicht erforderlich. Einführungs- und Aufbaumodul sind so angelegt, dass Studierende während ihres einsemestrigen Aufenthaltes in Griechenland oder Zypern (Vertiefungsmodul) die Kompetenz erwerben können, differenziert in mündlicher wie in schriftlicher Form zu kommunizieren. Studierende, die zu Beginn ihres Studiums über Sprachkenntnisse verfügen, können sich eine zielsprachliche Kompetenz anerkennen lassen. Für Muttersprachler mit Defi ziten im geschriebenen Griechisch werden, sofern eine geeignete Lehrperson zur Verfügung steht, eigene Sprachlehrveranstaltungen angeboten.
Der Teilbereich Griechische Kulturkunde und europäischer Kontext befasst sich mit Wissen zu Geographie, Wirtschaft, Bevölkerung, Religion, kulturelle Identität und politischen Verhältnissen des Raumes in Gegenwart und Geschichte sowie mit für das Verständnis auch des heutigen Griechenlands notwendigen Kenntnissen über die antike griechische und die byzantinische Kultur und versucht, Methoden im Umgang mit diesen Kenntnissen und Wissen zu vermitteln.
Der BA-Studiengang Neogräzistik und Byzantinistik im Hauptfach ist so aufgebaut, dass die Studierenden in der Einführungsphase drei Einführungsmodule, in der Aufbauphase vier Aufbaumodule und in der Vertiefungsphase ein Vertiefungsmodul absolvieren. In der Prüfungsphase des Studiums (6. Semester) wird das Abschlussmodul, bestehend aus einem Kolloquium, der Bachelor-Arbeit und der mündlichen Abschlussprüfung, belegt.
Nach erfolgreichem Abschluss des BA-Studiengangs kann das Studium in einem konsekutiven MA-Programm fortgesetzt werden.
In den BA-Studiengängen Byzantinistik sowie Neogräzistik im Nebenfach werden jeweils fünf Module studiert, zwei Einführungsmodule, zwei Aufbaumodule sowie ein Vertiefungsmodul.
Der BA-Studiengang Neogräzistik und Byzantinistik ist berufsqualifizierend im Sinne von berufsbefähigend. Er eröffnet Zugangsmöglichkeiten zu einem breiten Spektrum von Berufen, die freilich nur eine begrenzte Zahl von Absolventinnen und Absolventen der Geisteswissenschaften aufnehmen. Als Berufsbereiche kommen beispielsweise in Frage:
Der Arbeitsmarkt für Studierende der Geisteswissenschaften unterliegt Schwankungen und ändert sich ständig. Studierende sollten sich sowohl vor Aufnahme als auch während des Studiums über spätere Berufsmöglichkeiten informieren und ihre Studienabsichten im Hinblick auf eine aussichtsreiche Fächerwahl bzw. nützliche Zusatzqualifikationen überprüfen. Dabei werden sie von der Arbeitsstelle Studium und Beruf (http://www.uni-hamburg.de/astub/) sowie durch das obligatorische Lehrangebot im Curricularbereich Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen (ABK) unterstützt.
Praktika und Hospitanzen während des Studiums verhelfen dazu, mögliche Berufswege zu erkunden. Eigeninitiative zur Berufsfindung gehört zum Bachelorstudium.
Detailliertere Informationen finden Sie im Studien- und Modulhandbuch BA Neogräzistik und Byzantinistik.