Die Stiftung Lesen hat gestern das Modellprogramm „Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund – FörMig“ mit einem der sechs renommierten AusLese-Preise der Stiftung in der Kategorie „Herausragende Initiativen“ ausgezeichnet. Prof. Dr.
„Durch die Erhöhung der Erfolgschancen Mehrsprachiger an deutschen Schulen wirkt För-Mig struktureller Diskriminierung entgegen“, erläuterte Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen, die Entscheidung der Jury. Besonders hervorzuheben sei die exzellente Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und außerschulischen Einrichtungen. Der Preis, gefördert von der Commerzbank-Stiftung, ist mit 1000 Euro dotiert.
Ingrid Gogolin: „Die Auszeichnung erfüllt mich mit Freude und Stolz. Sie bedeutet für die rund 2000 Mitwirkenden in den zehn FörMig-Länderprojekten, für die ich stellvertretend den Preis entgegennehmen darf, Anerkennung unserer Arbeit und eine Ermutigung für die Zukunft.“
Das Modellprogramm FörMig hat sich das Ziel gesetzt, zu einer Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund beizutragen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Förderung der bildungssprachlichen Fähigkeiten. Dabei wird die Mehrsprachigkeit in den Lerngruppen nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance begriffen. Die zehn beteiligten Länderprojekte entwickeln Ansätze der „durchgängigen Sprachförderung“. Sie bauen Netzwerke der Sprachförderung auf, in die Familien und andere Partner – z. B. Bibliotheken, Einrichtungen der Jugendhilfe oder Ehrenamtliche – einbezogen sind. An 140 Standorten geht es um Projekte in Kindergärten, in Schulen und am Übergang in die berufliche Bildung.
Weitere Informationen zu FörMig: www.blk-foermig.uni-hamburg.de
Weitere Informationen zur Stiftung Lesen: http://www.stiftunglesen.de
Für Rückfragen:
Prof. Dr. Ingrid Gogolin
Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft
Tel.: (040) 4 28 38-21 27
E-Mail: Gogolin@erzwiss.uni-hamburg.de