UHH Newsletter

April 2015, Nr. 73

FORSCHUNG

Rund 12 Millionen Euro für Programm zur Erforschung des Meeresspiegelanstiegs

Deiche in Norddeutschland: Küstenschutz und Naherholungsgebiet. Foto: UHH/CEN/S. Beddig
Deiche in Norddeutschland: Küstenschutz und Naherholungsgebiet. Foto: UHH/CEN/S. Beddig

Klimaexpertinnen und -experten erwarten bis zum Jahr 2100 einen Anstieg des Meeresspiegels zwischen 25 und 85 Zentimeter im weltweiten Durchschnitt. Dessen Folgen und die notwendigen Anpassungsmaßnahmen gelten als kostspieliger Aspekt des Klimawandels. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte nun circa zwölf Millionen Euro für das neue Schwerpunktprogramm „SeaLevel“. Es wurde unter Federführung der Universität Hamburg entwickelt. In den kommenden sechs Jahren wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Prognosen erstellen, wie der Meeresspiegel sich an ausgewählten Küsten ändern wird und Strategien entwickeln, wie regional konkret auf diese Änderungen reagiert werden kann.

CAMPUS

Doktorandin der Universität Hamburg nimmt an Lindauer Nobelpreisträgertagung teil

Antonia Karamatskou wurde aus mehreren hundert Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Foto: Maria Soledad Grigera

Große Ehre für Antonia Karamatskou: Die Doktorandin von Professor Dr. Robin Santra vom Institut für Theoretische Physik der Universität Hamburg und vom Forschungszentrum Deutsches Elektronen Synchrotron (DESY) wird an der diesjährigen Nobelpreisträgertagung in Lindau teilnehmen.

Zahl des Monats: 3.638.017

Mehr als 3,5 Millionen Bücher verwalten Markus Trapp und seine Kolleginnen und Kollegen in der Stabi. Foto: UHH/Kranz

In dieser Rubrik stellen wir monatlich eine Zahl vor, die eine Facette der Universität beleuchtet. Diesmal: die Zahl der Bücher und Zeitschriften in der Staats- und Universitätsbibliothek.

Was macht eigentlich…
Prof. Dr. Henning Jessen, Juniorprofessor für Seerecht

Prof. Dr. Henning Jessen beschäftigt sich vor allem mit öffentlichem Seerecht und Seevölkerrecht. Foto: privat

In dieser Rubrik stellen wir Personen vor, die an der Universität Hamburg arbeiten, immer abwechselnd aus dem Wissenschafts- und Verwaltungsbereich. Warum machen wir das? Weil wir neugierig sind und die „Personen dahinter“ kennenlernen wollen. Wir haben uns dazu eine Art Steckbrief ausgedacht.

Neue Runde für „Wahnsinn trifft Methode“

Knapp zweieinhalb Stunden drehte sich auf der Bühne im Nachtasyl alles rund um den Wein. Foto: UHH/Sukhina

„Wahnsinn trifft Methode“ ist das Motto, wenn Universitätspräsident Prof. Dr. Dieter Lenzen und NDR-Moderatorin Julia-Niharika Sen im Nachtasyl des Thalia-Theaters zur Talkshow laden. Am 26. März war es wieder soweit, diesmal zum Thema Wein.

Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten aus der ganzen Welt treffen sich in Hamburg

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hält die Auftaktrede beim Hamburg Transnational University Leaders Council. Foto: Thomas Köhler/photothek.net

Vom 10. bis 12. Juni 2015 kommen rund 50 Präsidentinnen und Präsidenten führender Universitäten aus der ganzen Welt erstmals zum Hamburg Transnational University Leaders Council zusammen. Auf Einladung der Hochschulrektorenkonferenz, der Körber-Stiftung und der Universität Hamburg diskutieren die Hochschulleitungen im KörberForum zwei Tage lang über ein globales Verständnis von Universität. Die öffentliche Auftaktrede hält Außenminister Frank-Walter Steinmeier an der Universität Hamburg.

INTERVIEW

Olympia in Deutschland? „Wir sind einfach dran“: Interview mit VWL-Professor Wolfgang Maennig

Prof. Dr. Wolfgang Maennig gewann Gold im Ruder-Achter bei den Olympischen Spielen 1988. Foto: privat

Hamburg ist den Olympischen Spielen ein Stück näher gekommen. Wie die Chancen stehen, die Spiele tatsächlich in die Hansestadt zu bekommen, und mit welchen finanziellen Risiken in dem Fall zu rechnen ist, erklärt Wolfgang Maennig im Interview. Der Professor für Volkswirtschaftslehre hat 1988 in Seoul Olympia-Gold im Ruder-Achter geholt.

FORSCHUNG

Der Beginn menschlichen Lebens in der islamischen Geschichte: 2 Millionen Euro für Islamwissenschaftler Prof. Thomas Eich

Ein menschlicher Embryo, etwa in der sechsten Schwangerschaftswoche. Foto: lunar caustic/creative commons/flickr

Prof. Dr. Thomas Eich vom Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg erhält vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) einen Consolidator Grant in Höhe von rund zwei Millionen Euro. Prof. Eich bekommt die Mittel für sein Projekt „Contemporary Bioethics and the History of the Unborn in Islam“ (COBHUNI). Er wird ab September 2015 untersuchen, wie sich in 1400 Jahren islamischer Geschichte die Vorstellungen vorgeburtlichen Lebens entwickelt haben. Ziel ist es, in einer Gesamtschau darzustellen, welche Faktoren diese Vorstellungen zu unterschiedlichen Zeiten beeinflusst und gegebenenfalls auch verändert haben.

Forscherteam der Universität erarbeitet Artenatlas für die Freie und Hansestadt Hamburg

Trotz seiner seit etwa 15 Jahren zu beobachtenden Bestandszunahme ist der Wels in Hamburg immer noch eine gefährdete Fischart. Foto: UHH/Thiel

Kaulbarsch, Gründling und Bitterling sind nur einige der Fischarten, die in den Gewässern des Hamburger Stadtgebietes beheimatet sind. Wie es um deren Bestand bestellt ist, wodurch sie gefährdet sind und wie man sie am besten schützen kann, haben Prof. Dr. Ralf Thiel und Renate Thiel vom Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) der Freien und Hansestadt Hamburg analysiert. Zudem wurden vorliegende Daten aus mehr als 100 Jahren einbezogen. Auf Basis der Forschungsergebnisse hat die BSU nun den „Atlas der Fische und Neunaugen Hamburgs“ herausgegeben, der auch eine Beurteilung der Situation im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer umfasst.

Studie zeigt: Dänische Minderheit in Deutschland größer als bisher angenommen

Ein Treffpunkt der dänischen Gemeinde in Hamburg: die dänische Seemannskirche. Foto: UHH/Riemer

Das Gebiet entlang der deutsch-dänischen Grenze wird nördlich der Grenze von einer deutschen und südlich der Grenze von einer dänischen Minderheit bewohnt. Wissenschaftler der Universität Hamburg haben nun erstmals mit einer repräsentativen Umfrage die Größe der dänischen Minderheit in Deutschland bestimmt und herausgefunden, wo die Angehörigen der Minderheit leben.

Biologinnen untersuchen Rolle der kontrollierten Stoffwechselabsenkung bei Tieren für die Besiedlung von Lebensräumen

Der madagassische Lemur kann in den sogenannten Tagestorpor verfallen, also für eine bestimmte Zeit seine Körperfunktionen herunterfahren. Eine Fähigkeit, die die Besiedlung Madagaskars erheblich begünstigt haben könnte. Foto: UHH/Dausmann

Ob Winterschlaf oder Winterruhe – in Jahreszeiten mit kalten oder anderweitig widrigen Umweltbedingungen die Körperfunktionen auf ein Minimum reduzieren zu können, ist für viele Tiere eine überlebenswichtige Fähigkeit. Doch viele Arten können auch spontan und saisonunabhängig ihren Energiebedarf regulieren, zum Beispiel in akuten Gefahrensituationen. Welche Rolle diese sogenannten heterothermen Tiere bei der Besiedlung von neuen Lebensräumen spielen, haben Dr. Julia Nowack und Prof. Dr. Kathrin Dausmann von der Universität Hamburg untersucht. Besonderer Schwerpunkt war dabei die Besiedlung der Insel Madagaskar. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscherinnen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Mammal Review“.

Eine neue Form von Quantenmaterie hilft beim Verständnis dynamischer Phasenübergänge

Das Zen­trum für Op­ti­sche Quan­tentech­no­lo­gi­en (ZOQ) befindet sich auf dem For­schungs­cam­pus Bah­ren­feld. Foto: ZOQ

Zwei Forschungsteams am Institut für Laser-Physik der Universität Hamburg um Prof. Dr. Andreas Hemmerich und Prof. Dr. Ludwig Mathey haben eine neuartige Form von Quantenmaterie in der sogenannten superradianten Phase untersucht, um das Verständnis dynamischer Phasenübergänge zu vertiefen. Dies berichten die Wissenschaftler in der März-Ausgabe der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS). Anhand der neuartigen Quantenmaterie lassen sich physikalische Eigenschaften und ihre Gesetzmäßigkeiten auf der Ebene der Atome genauestens verfolgen.

Woran erkrankten Dinosaurier? Universität Hamburg veranstaltete die Jahrestagung des Arbeitskreises Wirbeltierpaläontologie

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 42. Jahrestagung des Arbeitskreises Wirbeltierpaläontologie in der Paläontologischen Gesellschaft. Die Veranstaltung wurde von der Abteilung „Säugetiere“ des Centrums für Naturkunde (CeNak) ausgerichtet. Foto: UHH/Kaiser

Die Abteilung „Säugetiere“ des Centrums für Naturkunde (CeNak) hat vom 13. bis 15. März die 42. Jahrestagung des Arbeitskreises Wirbeltierpaläontologie in der Paläontologischen Gesellschaft ausgerichtet. Es kamen mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen – überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum. Die Tagung stand unter dem Leitthema „Paläopathologie“.

CAMPUS

Magazin mit Biss: Die aktuelle Ausgabe von 19NEUNZEHN ist da

Trend Vegan ist das Titelthema der vierten Ausgabe von 19NEUNZEHN. Foto: UHH/Sukhina

Wer mit offenen Augen durch Hamburg geht, hat die Hinweise vielleicht schon öfter gelesen: es gibt mehr und mehr vegane Angebote. Warum Veganerinnen und Veganer auf tierische Produkte verzichten, erzählt die Ernährungssoziologin Dr. Pamela Kerschke-Risch in der aktuellen Ausgabe des Magazins 19NEUNZEHN.

Schub für die Karriere: Naturwissenschaftliches Mentoring-Programm für Frauen gestartet

Von links: Gleichstellungsreferentin Marie Lutz (CUI) und Gleichstellungsbeauftragte Sylvie Faverot-Spengler (DESY) werden in der ersten Pilotphase durch Friederike Eickhoff, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring der Universität Hamburg, unterstützt. Foto: DESY/Marta Mayer

Am 14. April ist auf dem Campus Bahrenfeld ein sogenanntes -Mentoring-Programm speziell für Frauen gestartet. „Mentoring for Women in Natural Sciences“ soll Frauen aus den Naturwissenschaften ansprechen, die sich über Karrierechancen in dieser Disziplin informieren wollen. Ziel ist es, Forscherinnen in der Wissenschaft zu halten.

Bildung für nachhaltige Entwicklung: AG Hochschule zu Gast in Hamburg

Das Hochschultreffen der AG „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ fand am 19. März im Teehaus Yu Garden der Universität Hamburg statt. Foto: UHH/KNU

Wie können tragfähige Netzwerke gebildet werden, um Hochschulen nachhaltiger zu gestalten? Welche Formen von Nachhaltigkeitsberichterstattung sind für Bildungsinstitutionen sinnvoll? Und lässt sich nachhaltige Entwicklung überhaupt messen? Diese und andere Fragen diskutierten rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet im Rahmen des Hochschultreffens der AG „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ am 19. März im Teehaus Yu Garden der Universität Hamburg.

VERWALTUNG

„Hamburg räumt auf“ – und Beschäftigte der Universität machen mit

Sammelten in einer Stunde acht Säcke Müll auf der Moorweide: Henrik Beine, Anett Roggenbuck, Dr. Antje Kaemmerer, Beate Hafemann (stehend, von links nach rechts), Anne Klähn, Lena Zschoche, Bettina Nowakowski (hockend, von links nach rechts) sowie Anja Schulz (nicht im Bild). Foto: UHH

Bereits zum 18. Mal organisierte die Hamburger Stadtreinigung im März die Aktion „Hamburg räumt auf“, um Grünanlagen, Spielplätze, Wege und Uferstreifen in der Hansestadt pünktlich zum Frühlingsbeginn auf Vordermann zu bringen. Dabei beteiligten sich auch acht Beschäftigte der Personalabteilung der Präsidialverwaltung der Universität Hamburg.

Zentrum für Lehrerbildung hat neue Leiterin

Die neue Leiterin des ZLH: Prof. Dr. Eva Arnold Foto: UHH/Lohmann

Prof. Dr. Eva Arnold ist neue Leiterin des Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Hamburg (ZLH). Aufgabe des ZLH ist es, die Lehrerausbildung aller an der Lehrerbildung in Hamburg beteiligten Institutionen zu koordinieren, diese bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sachkundig zu beraten, Erfordernisse bei der Weiterentwicklung der Lehrerausbildung zu identifizieren und Empfehlungen für erforderliche Maßnahmen zu beschließen. Dabei erfolgt die Arbeit phasenübergreifend, das heißt von der Hochschule über den Berufseinstieg bis zur Lehrerfortbildung.

CAMPUS

UNI | KURZ­MEL­DUN­GEN

+ + + Schnupperwoche im Hochschulsport: Zeitraum ab sofort flexibel zu bestimmen + + + Neuwahl des Personalrats des Technischen, Bibliotheks- und Verwaltungspersonals (TVPR) + + + Universitätsbibliografie wird erstellt + + + Probandinnen und Probanden mit Adipositas für Ernährungstests gesucht + + + Werkstattbericht: Gender und Berufsorientierung + + + Projekt Lehrlabor Lehrerbildung wird fortgesetzt + + + Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser ist neue Vorsitzende des DNEbM + + + Neues Forschungsteleskop an Sternwarte eingesetzt + + +

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,


Hamburg hat sich im nationalen Rennen um Olympia gegen Berlin durchgesetzt – wenn im Herbst die Bürgerinnen und Bürger zustimmen, wird sich die Hansestadt um die Olympischen Spiele 2024 bewerben. Warum Hamburg gute Chancen auf die Ausrichtung hätte, erklärt VWL-Professor und Olympiasieger Wolfgang Maennig im Interview.


Der Klimawandel trifft besonders küstennahe Regionen: Eine Folge der globalen Erwärmung sind abschmelzende Polkappen und der Anstieg des Meeresspiegels. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte nun knapp zwölf Millionen Euro für das unter Federführung der Universität Hamburg entwickelte Forschungsprogramm „SeaLevel“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen Meeresspiegelprognosen für ausgewählte Küsten erstellen – und Strategien entwickeln, wie auf den zu erwartenden Anstieg reagiert werden kann.


Dass es in Norddeutschland eine dänische Minderheit gibt, weiß fast jedes Kind. Doch wie groß diese Minderheit ist, wusste bis vor kurzem niemand – nun haben es Wissenschaftler der Universität Hamburg ermittelt. Die genauen Zahlen finden Sie hier.


Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre.


Die Redaktion( newsletter"AT"uni-hamburg.de)

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