UHH Newsletter

Juli 2014, Nr. 64

CAMPUS

6. Hamburger Lehrpreis verliehen

Die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Hamburger Lehrpreises. Foto: Michael Zapf
Die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Hamburger Lehrpreises. Foto: Michael Zapf

Gute Lehre wird belohnt – zum Beispiel mit dem von der Wissenschaftsbehörde ausgelobten Hamburger Lehrpreis. Mit dem Preis werden nun schon zum sechsten Mal innovative Lehrleistungen an den sechs staatlichen Hamburger Hochschulen prämiert worden. Am 7. Juli 2014 wurden 15 Einzelpreise über 10.000 Euro verliehen. Insgesamt 20 Gewinnerinnen und Gewinner konnten sich über eine Urkunde und das Preisgeld freuen, darunter zehn Lehrende der Universität Hamburg.

Smart unterwegs: Die neue Web-App „UHH mobile“

Gibt es jetzt nicht nur für iPhones, sondern auch für alle anderen mobilen Betriebssysteme: die „UHH mobile“-App. Foto: UHH/Sukhina

Was gibt es heute zum Mittag? Und unter welcher Nummer erreiche ich schnell die richtige Ansprechpartnerin bzw. den richtigen Ansprechpartner? Wenn sich solche Fragen zukünftig unterwegs stellen, haben nun auch Nutzerinnen und Nutzer von Android-Smartphones und Windows Phones die Hilfe leicht zur Hand: mit der Web-App „UHH mobile“.

Manier, Mythos und Moral. Ausstellung zur Niederländischen Druckgraphik um 1600

Pieter Bruegel d. Ä.: „Flusslandschaft mit Merkur und Psyche“ von 1553. Foto: Staats- und 
Universitätsbibliothek Hamburg

„Kunst und Verstand gebührt unsterblicher Ruhm“ (arti et ingenio stat sine morte decus) – dieses Motto, das Pieter Bruegels „Flusslandschaft mit Merkur und Psyche“ begleitet, spielt auf die stilistische Virtuosität und explizite Künstlichkeit des Manierismus an. Es kann zugleich auch als Motto der Ausstellung „Manier, Mythos und Moral“ gelesen werden, die vom 4. Juli bis 24. August in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg gezeigt wird und die durch die Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg ermöglicht wurde. Anlässlich der Ausstellung wird erstmals ein Teil der unbearbeiteten und in Vergessenheit geratenen Kupferstichsammlung gezeigt, die die Staatsbibliothek aus privaten Stiftungen seit dem späten 18. Jahrhundert bewahrt.

Konferenz der Rück- und Ausblicke: Konferenztag Studium und Lehre 2014

Am 26. und 27. Juni fand der letzte Konferenztag Studium und Lehre unter der Ägide von Vizepräsident Prof. Dr. Holger Fischer statt. Grafik: UHH

Es war der 12. Konferenztag Studium und Lehre und der letzte in der Verantwortung desjenigen, der ihn 2006 aus der Taufe hob: Prof. Dr. Holger Fischer, Vizepräsident für Studium und Lehre. Deshalb war der Konferenztag auch in besonderem Maße als Bilanz des Erreichten gedacht. Aus allen Handlungsfeldern des Bereiches Studium und Lehre waren Akteure geladen, um Rück-, aber auch Ausblicke zu wagen.

INTERVIEW

Er hatte sie alle: STiNE, Bologna-Reform und Studiengebühren. Interview mit dem scheidenden Vizepräsidenten für Studium und Lehre Prof. Dr. Holger Fischer

Der Marathon-Mann: Prof. Dr. Holger Fischer hat einen langen Atem bewiesen und als Vizepräsident drei Amtszeiten absolviert. Foto: UHH/Sukhina (Sonderausgabe von „19Neunzehn“ anlässlich des Abschieds von Vizepräsident Fischer)

Seit elf Jahren ist er Vizepräsident für Studium und Lehre an der Universität Hamburg. In seine Amtszeit fielen große Reformen und Veränderungen wie die Einführung des CampusNet (besser bekannt als STiNE), die Bologna-Reform sowie die Einführung und fünf Jahre später die Abschaffung der Studiengebühren. Prof. Dr. Holger Fischer hat sich in dieser Zeit als verbindlicher Koordinator dieser Prozesse einen Namen gemacht und Respekt verschafft. Ende Juli läuft seine dritte und letzte Amtszeit aus und er geht in den Ruhestand. Was kommt danach? Das und einiges mehr wollten wir von ihm wissen.

CAMPUS

Frauenförderpreis 2014 verliehen

Der Frauenförderpreis 2014 ging an das Gleichstellungsteam der Fakultät für Geisteswissenschaften:  (v.l.) Vizepräsidentin Prof. Dr. Jetta Frost, Dr. Uta Reuster-Jahn, Prof. Dr. Sabine Kienitz, Nicola Borchardt, Prof. Dr. Silke Segler-Meßner, Dekan Prof. Dr. Oliver Huck, Prof. Dr. Monica Rüthers, Prof. Dr. Birthe Kundrus, Dr. Judith Zepter und die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Prof. Dr. Britta Ramminger. Foto: UHH, RRZ/MCC, Mentz

Der diesjährige Frauenförderpreis der Universität Hamburg geht an das Gleichstellungsteam der Fakultät für Geisteswissenschaften. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird für herausragendes und nachhaltiges Engagement für Frauenförderung an der Universität Hamburg verliehen.

König, Ritter oder Gauner?: Wissenschaftscafé zum Thema „Leistungsmessung in der Wissenschaft“

Am 25. Juni fand das dritte Wissenschaftscafé des Kompetenzzentrums Nachhaltige Universität (KNU) zum Thema „Leistungsmessung in der Wissenschaft“ statt. Foto: UHH/Schaper

Wissenschaft sieht sich, wie andere Bereiche der Gesellschaft auch, zunehmend mit interner und externer Leistungsmessung konfrontiert. Deren Ergebnisse bilden mehr und mehr die Grundlage der Mittelverteilung an Hochschulen und haben damit wachsende Steuerungswirkung. Brauchen wir überhaupt eine solche Leistungsmessung in der Wissenschaft? Was sind geeignete Kriterien, um Leistung und Erfolg von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu bewerten? Diese Fragen diskutierten am 25. Juni rund 60 Gäste aus Fakultäten und Präsidialverwaltung beim dritten Wissenschaftscafé des Kompetenzzentrums Nachhaltige Universität (KNU) im Chinesischen Teehaus.

Der Pokal ist zurück! Team 1 der Universität bei Segelregatta der Hochschulpräsidien erfolgreich

Vizepräsidentin Prof. Dr. Claudia Leopold und Vizepräsident Prof. Dr. Holger Fischer  mit der begehrten Trophäe. Im Hintergrund Michael Drexler, Roland Hoffmann, Wiebke Gerking, ebenfalls vom Segelteam der Universität. Foto: Hochschulsport Hamburg

Schönes Wetter und höchste Motivation: Bei der 14. Segelregatta der Hochschulpräsidien lieferten sich die Hamburger Hochschulen am 26. Juni wieder einen spannenden Wettkampf. Die Universität, die schon dreimal in Folge die Siegestrophäe ersegelt hat, sich aber im vergangenen Jahr mit dem achten Platz begnügen musste, schickte wieder zwei Teams ins Rennen. Das Ziel war klar: den Pokal zurückzuholen. Team 1 mit Vizepräsident Prof. Dr. Holger Fischer und Vizepräsidentin Prof. Dr. Claudia Leopold segelte dann auch mit großem Vorsprung auf den ersten Platz.

Projektbüro Angewandte Sozialforschung: Praxiserfahrung für Studierende

Das Projektbüro Angewandte Sozialforschung ist eine Koordinationsstelle, die Verwaltungen, Organisationen und Unternehmen mit Bedarf an fachlicher Expertise im sozialwissenschaftlichen Bereich mit engagierten und qualifizierten Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammenbringt. Grafik: Projektbüro

Empirische Forschungsprojekte zu gestalten, durchzuführen und auszuwerten sind feste Bestandteile des sozialwissenschaftlichen Studiums. An der Universität Hamburg haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre erworbenen Fähigkeiten in anspruchsvollen Praxisprojekten umzusetzen und zu verfeinern, bspw. im Rahmen des Projektbüros Angewandte Sozialforschung.

#Digitization – Konferenz beleuchtet Digitalisierung im Alltag

Die Konferenz „#Digitization – going digital / Digitalisierung im Alltag“ fand vom 12. bis 14. Juni an der Universität Hamburg statt. Foto: Lorenz Widmaier

Smartphones, GPS und Daten-Flatrates – all diese Dinge sind inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags geworden und haben unsere Kommunikations-, Arbeits- und Organisationsgewohnheiten grundlegend verändert. Welche Bedeutung die Digitalisierung für unser tägliches Leben hat, untersuchen zahlreiche Forschungsprojekte der Volkskunde und Kulturanthropologie. Die aktuellsten Ergebnisse und Ansätze wurden auf der Konferenz „#Digitization – going digital / Digitalisierung im Alltag“ diskutiert, die vom 12. bis 14. Juni an der Universität Hamburg stattfand.

Theater, Geschichte und kultureller Wandel – Forscherinnen und Forscher zum englischen Gegenwartstheater zu Gast in Hamburg

Diskutierten über Geschichte im zeitgenössischen Theater: Der britische Dramatiker Mark Ravenhill (rechts) und Jörg Bochow, Chefdramaturg am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Foto: Sarah Ablett

Wie verhandelt das moderne Theater historische Prozesse? Wie werden Verfahren der Geschichtsschreibung im Theater inszeniert? Und welche Rolle spielen ökologische oder postkoloniale Perspektiven in modernen Aufführungen von Geschichte? Diese und weitere Fragen waren Gegenstand der Jahrestagung der German Society for Contemporary Theatre and Drama in English (CDE), die in diesem Jahr vom Institut für Anglistik der Universität Hamburg ausgerichtet wurde.

Karriere gezielt gestalten: Großes Interesse am Thema Führung

Erfolgreicher Workshop: Am 27. Juni fand der Karriere-Workshop für Frauen „Leadership in Academia. Evidence based leadership for women“ bei den Teilnehmerinnen großen Anklang. Foto: Marta Mayer, DESY Hamburg

„Führung heißt: Einen Menschen so weit bringen, dass er das tut, was Sie wollen, nicht weil er muss, sondern weil er es will.“ Mit den Worten des 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten, General Dwight David Eisenhower, eröffnete Prof. Brooke Shaughnessy am 27. Juni den zweitägigen Workshop „Leadership in Academia. Evidence based leadership for women“ auf dem Campus in Bahrenfeld. Führung, so die erfahrene Trainerin an der School of Management der Technischen Universität München und frisch ernannte Juniorprofessorin an der LMU, beginne mit Selbstreflexion – über Stärken und Schwächen, Ziele und Erwartungen, Werte, Standards und Anliegen.

FORSCHUNG

Früh, hochwertig, zielgerichtet – So sehen ideale Bildungsangebote aus!

Hochwertige Bildungsangebote in der frühen Kindheit sind individuell und gesamtgesellschaftlich wichtig, zeigt eine Untersuchung der Universität Hamburg.  Foto: Kathy Cassidy/flickr.de, CC BY-NC-SA 2.0

Die Entwicklung eines Menschen hängt maßgeblich von den Erfahrungen im frühen Kindesalter ab. Hochwertige Bildungsangebote für kleine Kinder sind deshalb nicht nur individuell, sondern auch für die Gesellschaft sinnvoll, weil Fähigkeiten und besonderer Förderbedarf frühzeitig erkannt werden. Was die Forschung heute über das Lernen im Kindesalter und die frühkindliche Entwicklung weiß und welche Forderungen an unser Bildungssystem sich daraus ergeben, hat eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Rösler und Prof. Dr. Brigitte Röder (Biologische Psychologie und Neuropsychologie der Universität Hamburg) im Auftrag der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina untersucht. Das Papier „Frühkindliche Sozialisation“ wurde jetzt in Berlin vorgestellt.

MeCoDEM: Neues EU-Forschungsprojekt zur Rolle von Medien in Demokratisierungskonflikten

Ägypten ist eines der vier Länder, die im Rahmen des EU-finanzierten Verbundprojekts „Media, Conflict and Democratisation“ (MeCoDEM) untersucht werden. Das Projekt geht unter anderem der Frage nach, wie  zivilgesellschaftliche Gruppen und politische Akteure alte und neue Medien für ihre Kommunikation in Demokratisierungskonflikten nutzen. Foto: Protest Face Paint, Flickr/Ahmad Hammoud, CC BY 2.0

In vielen Ländern der Welt haben sich in den vergangenen Jahren die Gesellschaften grundlegend verändert – auch Demokratisierungsprozesse werden dabei häufig von gesellschaftlichen Konflikten begleitet. Welche Rolle der Journalismus und seine Berichterstattung spielen, wenn sich diese Konflikte zuspitzen, untersucht das neue, von der EU finanzierte Verbundprojekt „Media, Conflict and Democratisation“ (MeCoDEM), an dem sich auch Prof. Dr. Irene Neverla und ihr Team aus dem Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft beteiligen.

Inseldatenbank für Klimaforschung online

Besonders die kleinen Inseln sind von den Folgen des Klimawandels bedroht und daher ein Schwerpunkt der interdisziplinären Klimaforschung. Foto: UHH/CEN/Strobelt

Insbesondere die zahlreichen Inseln der Erde spüren die Folgen des Klimawandels. Das verdeutlicht eine neue Online-Datenbank am Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg (CEN). Sie kombiniert geographische mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Daten und ermöglicht erstmals einen umfassenden und vergleichenden Blick auf Inseln und ihre spezifischen Klima-Risiken.

Einblicke ins Gehirn: Konferenz zum Thema „Brain Mapping“

In der Neurowissenschaft gibt es große Fortschritte durch die Entwicklung neuer bildgebender Verfahren, das sogenannte „brain mapping“. Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Gedankenlesen, Maschinen mit dem bloßen Willen steuern: In Science-Fiction-Filmen ist das alles kein Problem, doch wie lange dauert es noch, bis das auch in der Realität möglich ist? In den vergangenen Jahren hat die moderne Neurowissenschaft bereits erhebliche Fortschritte gemacht – insbesondere durch die Entwicklung neuer bildgebender Verfahren, dem sogenannten „brain mapping“. Vom 8. bis zum 12. Juni 2014 fand in Hamburg die 20. Internationale Konferenz der Organization for Human Brain Mapping (OHBM) statt.

Neue Studie: Online-Poker-Markt schrumpft

Pokern hat ein hohes Suchtpotenzial – besonders, wenn es online gespielt wird. Foto: Lisa Spreckelmeyer/pixelio.de

Poker ist ein Glücksspiel, dem gerade in der Online-Version ein hoher Suchtfaktor zugeschrieben wird. In Deutschland ist Online-Pokern mit Geldeinsatz verboten, trotzdem galt Deutschland bisher weltweit als zweitgrößter Markt für das illegale Glücksspiel. Eine aktuelle Studie des Arbeitsbereichs „Glücksspiele“ der Universität Hamburg zeigt jetzt: Die Attraktivität von Online-Poker schrumpft.

Bundestagung zur EU-Forschungsförderung zu Gast an der Universität Hamburg

Diskussionsrunde mit Repräsentanten aus europäischen Liaison Offices. Foto: KoWi

An der Universität Hamburg fand am 25. und 26. Juni die 26. KoWi-Bundestagung zur EU-Forschungsförderung statt. Die KoWi (Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen) ist die gemeinsame Serviceplattform der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen, die sich im „Verein zur Förderung der europäischen und internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit e.V.“ zusammengeschlossen haben. Auf der Tagung wurden erste Erfahrungen mit „Horizon 2020“, dem neuen EU-Forschungsrahmenprogramm, ausgetauscht.

CAMPUS

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die WM ist zu Ende, die vorlesungsfreie Zeit hat begonnen: Diese Lücke nutzen wir und bieten Ihnen mit diesem Newsletter reiche Unterhaltung:

Da Vizepräsident Fischer Ende Juli nach drei Amtszeiten in den Ruhestand geht, haben wir dies zum Anlass genommen, mit ihm ein Interview der anderen Art zu führen. Lesen Sie selbst.

Wer kennt sie noch nicht? Mit der im Juni erschienenen Web-App gibt es „UHH mobile“ mit vielen nützlichen Informationen rund um den Campus nun für alle mobilen Betriebssysteme.

Wer nach der Lektüre des Newsletters noch Zeit hat, dem empfehlen wir besonders die Ausstellung „Manier, Mythos und Moral“, die vom 4. Juli bis 24. August in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg gezeigt wird und der wir auch einen Artikel gewidmet haben.

Viel Vergnügen bei der Lektüre!


Die Redaktion

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