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SUMMARY:Dem Meer auf den Grund gehen
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DESCRIPTION:Der Meeresboden ist ein komplexer und dynamischer Lebensraum, der durch natürliche Prozesse und menschliche Eingriffe kontinuierlich verändert wird. Strömungen, Wetterereignisse sowie anthropogene Einflüsse durch Fischerei, Offshore-Windparks oder Sandabbau beeinflussen die Sedimentverteilung und damit auch die dort lebenden Organismen. Um diese marinen Ökosysteme zu schützen und nachhaltige Nutzungsstrategien zu entwickeln, ist eine präzise Kartierung des Meeresbodens unerlässlich.\nWo optische Methoden versagen, kommt die Hydroakustik ins Spiel: Mithilfe von Schallwellen kann der Meeresboden großflächig und detailliert erfasst werden. Die Analyse der Rückstreusignale liefert wertvolle Informationen über die Beschaffenheit des Meeresbodens – von der Sedimentzusammensetzung über Riffstrukturen bis hin zu Spuren der Fischerei. Doch die Auswertung dieser Daten ist bislang zeitaufwendig und erfordert viel Expertenwissen.\nKünstliche Intelligenz (KI) verspricht möglicherweise eine Revolution: Durch den Einsatz von Deep-Learning Methoden lassen sich seebodenkartografische Daten künftig automatisiert und standardisiert auswerten. Dies beschleunigt nicht nur den Analyseprozess erheblich, sondern sorgt auch für eine objektivere und konsistentere Dateninterpretation. In aktuellen Forschungsprojekten wie "CREATE" und "MGF-Nordsee" wird daran gearbeitet, diese Technologien für die hydroakustische Meeresforschung nutzbar zu machen.\nDr. Alexander Bartholomä / Gavin Breyer, beide Senckenberg am Meer\nÖffentliche Vorlesung im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens\nSchutz und nachhaltige Nutzung unserer Meere und KüstenregionenAktuelle Ergebnisse aus der Forschungsmission sustainMare der Deutschen Allianz für Meeresforschung\nMeere und Küstenräume werden zunehmend genutzt. Die sogenannte "Blue Economy" zählt zu den weltweit am schnellsten wachsenden Wirtschaftszweigen. Gleichzeitig sind sie der Klimaänderung besonders ausgesetzt und ihnen kommt bei der Bekämpfung des Klimawandels eine besondere Rolle zu. Um den Naturraum und seine Ressourcen vor diesen zunehmenden Belastungen zu schützen, sollen mindestens 10% der Meeresgebiete unter Schutz gestellt werden. In der EU sind mehr als 12% der Meeresgebiete als Schutzgebiete ausgewiesen, damit hat die EU die internationalen Abkommen erfüllt. Genaue Schutzmaßnahmen sind allerdings nur für einen Bruchteil dieser Gebiete festgeschrieben.\nDie Forschungsmission "sustainMare - Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume" der Deutschen Allianz für Meeresforschung (DAM) untersucht im nunmehr dritten Jahr die Auswirkungen der zunehmenden Nutzung der Meere und die Entwicklung von Schutzkonzepten und Handlungsoptionen für eine nachhaltige Nutzung von Meeresressourcen, beispielsweise in der Fischerei.\nIn unserer Ringvorlesung berichten wir aus der Mission über Hintergründe und Ergebnisse unserer Arbeit. Einzelne Aspekte werden durch in sich abgeschlossene Vorträge fachlich kompetent und allgemein verständlich erläutert. Dabei wird ein breites Spektrum von der Energiewende in Nord- und Ostsee über Klimawandel an der Küste und den Schutz der Biodiversität bis hin zu Gefahren durch Munitionsaltlasten im Meer thematisiert.\nDie Forschungsmission sustainMare wird in der Phase II mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 03F0980A gefördert.\nWeitere Informationen finden Sie auf der Website www.sustainMare.de\nmittwochs 18:00 – 19:00 Uhr, digital – ZoomKoordinationProf. Dr. Corinna Schrum, Institut für Meereskunde, Universität Hamburg / Kai Hoppe, beide Helmholtz-Zentrum Hereon, Geesthacht\n
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