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Zeitfenstermodell


Studierbarkeit und das Zeitfenstermodell

Mit dem Begriff “Studierbarkeit” werden alle Maßnahmen beschrieben, die dazu beitragen, einen geordneten, geplanten und nach der Regelstudienzeit vorgesehenen Ablauf des Studiums zu ermöglichen. Dazu gehört insbesondere in BA/MA-Studiengängen eine gegenüber den bisherigen Studiengängen veränderte Studiengangs- und Lehrveranstaltungsplanung. Im Rahmen der Reform der Lehrerausbildung beteiligte sich das Zentrum für Lehrerbildung Hamburg an fakultätsübergreifenden Maßnahmen zur Studierbarkeit. Dazu zählen derzeit die Erfassung des Arbeitsaufwandes für Studierende im Rahmen ihres Studiums sowie die Unterstützung bei der Einführung eines Zeitfenstermodells für die Lehramtsstudiengänge.

Um die Überschneidungen der Lehrveranstaltungen zu minimieren und damit die Studierbarkeit zu sichern, hat Herr Prof. Dr. Alexander Kreuzer von der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit Vertretern der Fakultäten der Universität sowie der weiteren an der Lehrerausbildung beteiligten Hochschulen in Hamburg ein Modell für einen Zeitfensterplan entwickelt.

Hintergründe

Ein Zeitfenstermodell für die Teilstudiengänge der Lehrerausbildung ist aus den folgenden Gründen notwendig:

  1.  Verringerung der zeitlichen Überschneidung von Lehrveranstaltungen,
  2. Sicherstellung der Studierbarkeit in der vorgegebenen Zeit (6 Semester Bachelor, 4 Semester Master),
  3. Erfüllung des zentralen Kriteriums Studierbarkeit im Rahmen von Evaluations- und Akkreditierungsverfahren.

Rahmenbedingungen

Bei der Entwicklung des vorliegenden Modells mussten die folgenden Rahmenbedingungen berücksichtigt werden:

  • Teilnahme aller an der Lehrerausbildung beteiligten Hochschulen am Modell
  • Teilnahme aller an der Lehrerausbildung beteiligten Fächer am Modell
  • Erhaltung einer möglichst großen  Fächerkombinationsbreite in der Lehrerausbildung
  • Berücksichtigung der Empfehlungen der BSB für besonders gesuchte Fächerkombinationen
  • Ausschöpfung des zeitlichen Rahmens der Woche von 8 bis 18 Uhr
  • Minimierung der Überschneidungen der verschiedenen Fächer auf ein planbares Maß – hier im Modell i. d. R. 0 SWS oder 2 SWS.
  • Beachtung der Überschneidungen der verschiedenen Studienjahre in einem Fach - hier im Modell i. d. R. 2 SWS Überschneidung, 4 SWS überschneidungsfrei

Dabei waren die folgenden Anforderungen zu berücksichtigen:

  • Erhaltung einer möglichst großen Zahl von Fächerkombinationsmöglichkeiten
  • Orientierung an den bislang von den Studierenden gewählten Fächerkombinationen
  • Minimierung der Überschneidung von Lehrveranstaltungen auf ein planbares und vorhersagbares Maß
  • Beachtung der hochschulspezifischen, fakultätsspezifischen oder fachspezifischen Besonderheiten
  • möglichst optimale Nutzung der Zeitressourcen in der Woche

Als Ergebnis wurde ein Modell mit den folgenden Elementen entwickelt:

  • Orientierung an Studienjahren
  • Ausweisung eines festen Zeitraumes für das Modell: Montag bis Freitag von 8-18 Uhr
  • Aufteilung der Fächer in bestimmte Gruppen, unterschiedliche Priorisierung der Gruppen mit bestimmten Zeiten und Rechten
  • Ausweisung von Zeiten für Veranstaltungen, die nur einmal pro Semester bzw. Studienjahr angeboten werden und deshalb zu einem bestimmten Zeitpunkt von den Studierenden besucht werden müssen (sog. Kernzeiten)
  • Ausweisung von Zeiten für Veranstaltungen, die mehrfach angeboten werden oder bei denen die Teilnahme gem. fachspezifischer     Bestimmungen flexibel gestaltet werden kann (sog. Wahlzeiten)
  • Ausweisung von Zeiten für fachdidaktische Lehrveranstaltungen

Nach einem Beschluss des Präsidiums der Universität Hamburg wurde das Modell im Lehramt Bachelorstudiengang zum Wintersemester 2008/09 eingeführt. Die anderen an der Lehrerausbildung beteiligten Hochschulen, die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Hochschule für bildende Künste Hamburg, die Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften beteiligen sich ebenfalls an der Umsetzung. In der Sitzungen der Studiendekanen an der Universität Hamburg im April 2010 wurde die Einführung des Zeitfenstermodells für das Master of Education (MEd) Studium beschlossen. Die für den MEd Studium entwickelten und ausgearbeiteten Pläne werden zum Wintersemester 2010/11 umgesetzt.  Die Einführung des Modells ist als längerer Prozess zu betrachten, der jeweilige Umsetzungsstand ist in den beteiligten Hochschulen und Fakultäten unterschiedlich.

 

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