Welches Studium ist das Passende für mich? Was bedeuten Wissenschaft und wissenschaftliches Arbeiten, bezogen auf mein Fach? Wie studiere ich wirksam? Diese Fragen prägen die Zeit vor und in den ersten Studiensemestern. Die Wichtigkeit liegt auf der Hand: Die Erfahrungen und Entscheidungen aus der Studieneingangsphase prägen das weitere Studium. Soll Bildung durch Wissenschaft gelingen, so muss daher der Studieneingangsphase größte Aufmerksamkeit gelten.
Die Universität Hamburg hat dies erkannt. Sie widmet sich unter anderem mit dem 2012 gegründeten Universitätskolleg daher gezielt der Aufgabe, die Übergänge in die Universität sowie die ersten Studiensemester studienorganisatorisch und didaktisch gut zu gestalten und zeitgemäße praktische Antworten auf die veränderten Anforderungen zu geben. So gilt es im Rahmen der weiteren Studienreform nach „Bologna“ darauf hinzuarbeiten,
dass das Studium auf nachhaltigen Bildungserfolg anstelle bloß formaler Nachweise ausgerichtet bleibt. Außerdem waren die Wege in die Universität erfreulicherweise nie so unterschiedlich wie heute: Die Zahl der internationalen Studierenden erhöht sich, viele Abiturienten und Abiturientinnen kommen schon nach zwölf Jahren Schule an die Universität und Berufstätige steigen vermehrt in das Studium ein.Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des „Qualitätspakts Lehre“ gefördert, bildet das Universitätskolleg unter dem Titel „Brücken in die Universität – Wege in die Wissenschaft“ den konzeptionellen, institutionellen und operativen Rahmen für Initiativen, die die zentrale Bildungspassage zwischen Schule oder Beruf und Universität gestalten und die Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Studium betreffen. Das Universitätskolleg bündelt sowohl fakultätsspezifische als auch fakultätsübergreifende Projekte und Aktivitäten zu diesen Themenbereichen und wirkt mit dem Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität zusammen.
Das Angebot umfasst mehr als 40 Projekte, die von der fachgerechten Studienorientierung über die zielgruppenspezifische Studienbegleitung bis zur Umsetzung des selbstbestimmten wissenschaftlichen Arbeitens reichen. Im Universitätskolleg werden sowohl erfolgreiche Ideen ausgebaut als auch neue Angebote initiiert.
Die Universität Hamburg ist groß und vielfältig. Das ist eine ihrer Stärken. Es gibt nicht „den einen“ Weg, auf dem aus Studieninteressierten gute Studierende und Absolventen werden. Die Voraussetzungen, das Alter, die Herkunft, die Motivation und die Ziele von Studierenden sind so unterschiedlich wie selten zuvor. Zum Leitsatz „Brücken in die Universität – Wege in die Wissenschaft“ gehört daher das Ziel, zu ermöglichen, den jeweils adäquaten Weg zu finden und zu gehen.
Das Universitätskolleg soll darüber hinaus perspektivisch zu einem Ort für general studies als Basis aller Fächergruppen werden. Unsere Gesellschaft braucht überall starke Persönlichkeiten, die aus einem reflektierten Bildungsfundament heraus verantwortlich handeln und neue Wege entwickeln. Ein Studium muss daher mehr als eine Berufsausbildung sein. Es muss vielmehr auch die wissenschaftliche Allgemeinbildung wieder stärker betont werden.
Die Universität Hamburg verspricht sich von den Projekten des Universitätskollegs zugleich richtungweisende Anstöße für eine Verbesserung und Neugestaltung von Lehre und Studium und damit ganz konkrete Impulse auf dem Weg einer nachhaltigen Universität. So wird das, was sich von den durchgeführten Vorhaben und Maßnahmen in den kommenden Jahren als erfolgreich und zukunftsfähig erweist, Eingang in die Struktur- und Entwicklungsplanung der Universität finden und deren Profil maßgeblich prägen.
Das Universitätskolleg wird von Prof. Dr. Arndt Schmehl (Fakultät für Rechtswissenschaft) als wissenschaftlichem Leiter, Prof. Florian Grüner (Grüner) als stellvertretendem wissenschaftlichem Leiter und Ulrike Helbig als Geschäftsführerin geleitet.
Kontaktadresse:
Universitätskolleg
Geschäftsführerin Ulrike Helbig
Mittelweg 177
20148 Hamburg
Tel.: 040-428 38-4472
E-Mail: gf.kolleg@uni-hamburg.de