Wissenschaft bedeutet heute im steigenden Maße auch Wissenschaftsmanagement. Projekte wollen geplant und durchgeführt, Netzwerke gepflegt, MitarbeiterInnen geführt und Erfolge nach außen vermittelt werden. Zum Tätigkeitsspektrum von WissenschaftlerInnen in verantwortlichen Positionen gehören damit eine Vielzahl von Führungs-, Verwaltungs- und Öffentlichkeitsaufgaben.
Die dazu notwendigen Methoden und Techniken werden meist im „Learning-by-doing“ entwickelt – oder eben nicht. Die Universität Hamburg hatte daher in Zusammenarbeit mit AKU – der Akademie für Kommunikation & Unternehmensentwicklung – das Projekt IN 2006 in Gang gesetzt, um den wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem Lernprozess professionell zu unterstützen.
Reflexion der eigenen Stärken und gezielte Fortbildung
Den Nachwuchswissenschaftler/innen sollte ermöglicht werden, die erforderlichen Kompetenzen nicht nur durch eigene Erfahrung auszubilden, sondern durch Potentialdiagnostik und Fortbildungen zu reflektieren und zu entwickeln. Nach dem ersten Durchlauf von 2006 bis 2009 wurde das Projekt 2010 verlängert und ging nach erfolgreicher Evaluation in die zweite Runde.
Hinter der Entwicklung der IN stand und steht die Überlegung – damals angestoßen durch die Vizepräsidentin Frau Prof. Dr. Gabriele Löschper – dass hoch qualifizierte junge Wissenschaftler/innen entscheidend zum wissenschaftlichen Profil und zur Exzellenz der Universität beitragen und als zukünftige Führungskräfte wichtige Impulse in die Veränderung der Organisationskultur einbringen.
Große Zustimmung durch Teilnehmer/innen
Die IN 2006 stieß auch bei den teilnehmenden WissenschaftlerInnen auf große Zustimmung: „Als Wissenschaftler finde ich es ein wichtiges und gutes Signal der Uni Hamburg, sich mit diesem Projekt gezielt um Nachwuchswissenschaftler zu kümmern“, so Prof. Dr. Jens Siemon, der die IN 2006 durchlaufen hat.
Auch Vizepräsidentin Frau Prof. Dr. Rosemarie Mielke setzt sich für die IN 2010 ein: „Die Weiterentwicklung der Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen liegt mir besonders am Herzen. Im Verbund mit den anderen Angeboten, die die UHH für den wissenschaftlichen Nachwuchs macht, nimmt die IN 2010 einen wichtigen Platz in unserer Personalentwicklungsstrategie ein.“
Drei Säulen
Strukturell besteht das Projekt IN 2010 aus drei Säulen, die ineinander greifen und sich gegenseitig ergänzen:
- Anfangs wird für jede/n Teilnehmer/in in einem Potentialworkshop eine eingehende Analyse von Stärken und Entwicklungsfeldern geleistet, die sich dann in einem individuellen Fortbildungsgang wieder finden.
- Diese Fortbildungen in Kleingruppen stellen dann den zweiten Teil des Projekts dar.
- Begleitet wird die ganze Maßnahme von den „Kaminabenden“, in denen einerseits die Vernetzung der beteiligten Nachwuchswissenschaftler/innen im Mittelpunkt steht, andererseits aber auch übergreifende Fragen mit von den TeilnehmerInnen eingeladenen Referent/innen geklärt werden können.