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Inhalt:

"Religion und Gesellschaft"

Interdisziplinärer Forschungsschwerpunkt der Fakultät für Geisteswissenschaften


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Ziele und Aufgaben

Die Fakultät für Geisteswissenschaften hat das Thema "Religion und Gesellschaft" zu einem ihrer großen, interdisziplinären Forschungsschwerpunkte bestimmt. Zur Unterstützung des Schwerpunkts wurde im November 2008 das Geisteswissenschaftliche Forschungszentrum "Religion und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart" gegründet. Im Dezember 2009 fand die feierliche Eröffnung des Forschungszentrums im Warburghaus statt. Den Festvortrag hielt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies, Humboldt-Universität zu Berlin. Der Vortragstitel lautete: 'Wer leidet wie mit wem? Einige Bemerkungen zu Konzepten des Mitleids von Gott und Mensch im antiken Christentum'.


Das Forschungszentrum vereinigt die an dem Forschungsschwerpunkt beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Es dient dem wissenschaftlichen Austausch sowie der Organisation und Vermittlung der Forschungen. Es dient dazu

  • die einschlägigen Forschungsprojekte und -vorhaben zu koordinieren,
  • die Antragstellung für Forschungsprojekte zu unterstützen,
  • intern Vorträge, Diskussionsforen, Veranstaltungen und Workshops zu organisieren,
  • die Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen (in Vorträgen, Ringvorlesungen, Newslettern),
  • mittelfristig auch Fördergelder für Doktorandenstipendien, Gastprofessuren, Tagungen oder Projekte einzuwerben und
  • die Betreuung dieser Personen oder die Veranstaltung der Tagungen oder Workshops zu übernehmen.

Die technische Realisierung geschieht auf mehreren Ebenen. Neben individueller Forschung und kleineren internen Netzwerken boten die im Sommersemester 2009 und im Wintersemester 2008/09 durchgeführten Ringvorlesungen eine gute Möglichkeit zur öffentlichen Diskussion, die bei der Ringvorlesung im Sommersemester 2011 fortgesetzt wird. Daneben diente der im Sommer 2010 vom GFRG veranstaltete Workshop der interdisziplinären Begriffsklärung von 'Sakralität'. Die Homepage soll langfristig einerseits die zum Thema vorhandene Forschung in Hamburg transparent machen und andererseits als Diskussionsforum dienen.



Inhalt und Ausrichtung des Forschungsschwerpunkts
"Religion" ist heute, nicht zuletzt durch Stichworte wie "Fundamentalismus", "Globalkonflikt" oder "Gewalt", wieder in aller Munde. Was aber unter Religion verstanden wird und wie sie sich gesellschaftlich auswirkt, ist in jedem Einzelfall zu untersuchen. Religion ist ebenso durch die - jeweilige - Gesellschaft bedingt, wie sie diese prägt. Die wechselseitige Abhängigkeit und die konkrete Ausgestaltung dieses Verhälntnisses aber sind epochen- und kulturspezifisch und variieren in verschiedenen Zeiten und Räumen. Ziel des Forschungsschwerpunkts ist daher die Analyse dieses Wechselverhältnisses von Relgiösem und Sozialem im Vergleich verschiedener Epochen und Kulturen von der Antike bis zur Gegenwart und in unterschiedlichen Weltgegenden. Gestützt wid dieses Vorhaben durch das breite Fächerspektrum der Fakultät und die hier vorhandene fachliche Kompetenz.

Als Leitaspekte können hier zunächst folgende Fragen dienen:

  • Welchen Einfluss nimmt die Religion auf soziale Lebensformen?
  • Welches sind ihre gesellschaftlichen Voraussetzungen? In welchen Hinsichten und in welchem Maße ist sichtbare Religion dadurch geprägt?
  • Welche Rolle spielt das Individuum im Spannungsfeld von Gesellschaft und Religionszugehörigkeit? Wie kann es zwischen Religionszugehörigkeit und -ablehnung eigene Sinnbildung leisten?
  • Wie stellen sich diese Fragen im Vergleich von (heutiger) Außenperspektive und der "Innenperspektive" zeitgenössischer Wahrnehmung dar?







 

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