
Siegfried Weischenberg ist Leiter des Lehrstuhls für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg. Er studierte Soziologie, Geschichte, Wirtschaftswissenschaft (Sozialwissenschaften) und Kommunikationswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, wo er 1976 zum Dr. phil. promovierte. Momentan arbeitet er an einem umfangreichen Projekt zu Max Webers "Enquete über das Zeitungswesen".
Nach Abschluss seines Studiums und einer Tätigkeit als Wissenschaftsredakteur in Frankfurt a. M. wechselte Weischenberg 1976 an die Pädagogische Hochschule Ruhr (Dortmund), um beim Aufbau des ersten integrierten Journalistik-Studiengangs mitzuwirken. 1979 wurde er – nach einer erneuten Rückkehr in den Journalismus – als Professor für Medienproduktion an die Universität Dortmund berufen.
Ab 1982 wirkte er als Professor für Medientheorie und Medienpraxis und Leiter der Abteilung Journalistik an der Universität Münster, ehe er einem Ruf an die Universität Hamburg folgte, wo er ab 2001 das Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft leitete, das in Folge der Universitätsreform zum 1.10. 2008 als Organisationseinheit aufgelöst wurde. Von 2005 bis 2007 war er außerdem wissenschaftlicher Leiter des Journalismus-Studiengangs an der Hamburg Media School. Als Gastprofessor arbeitete er u. a. an der Indiana University (USA), der University of Stellenbosch (Südafrika), der Universität München und der Moskauer Lomonossow-Universität. In zahlreichen Ländern hat er außerdem Vorträge über Journalismus, Medienethik und politische Kommunikation gehalten. (s. Vorträge)
Siegfried Weischenberg ist gelernter Journalist. Nach Volontariat und Redakteurstätigkeit bei der Neuen Ruhr Zeitung (Essen) berichtete er jahrelang von politischen und lokalen Ereignissen, Sportwettkämpfen und Gerichtsverfahren für Printmedien (darunter NRZ, HA, RP und Kicker), Nachrichtenagenturen (Reuters und sid) sowie Rundfunkanstalten (u. a. WDR). Als Medienjournalist hat er viele Titelgeschichten für die Fachzeitschrift journalist und zahlreiche Essays u. a. für Zeit und Spiegel geschrieben. Von 1999 bis 2001 war er ehrenamtlicher Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Seine Lehrbücher Nachrichtenschreiben und Nachrichten-Journalismus werden von vielen Medien und Ausbildungseinrichtungen als Standardwerke verwendet. Weischenberg hat rund 20 Bücher publiziert und mehrere 100 wissenschaftliche Aufsätze geschrieben (s. Publikationen). Zu seinen wichtigsten Buchpublikationen gehören das dreibändige Lehrbuch Journalistik (Neuaufl. 1998-2004), das Handbuch Journalismus und Medien (Hrsg., m. Kleinsteuber/Pörksen, 2005), Nachrichten-Journalismus (2001), Die Wirklichkeit der Medien (Hrsg., m. Merten/Schmidt 1994), Die Souffleure der Mediengesellschaft (m. Malik/Scholl (2006), Journalismus in der Gesellschaft (m. Scholl, 1998), Journalismus in der Computergesellschaft (1982), Journalismus & Kompetenz (Hrsg., 1990), Die Zukunft des Journalismus (m. Altmeppen/Löffelholz, 1994) sowie Neues vom Tage (1997).
Siegfried Weischenberg konzipierte und leitete zahlreiche Forschungsprojekte, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert wurden, darunter insbesondere die repräsentative Studie zum Journalismus in Deutschland. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind: Medien und Gesellschaft, Journalismus (auch) in international vergleichender Perspektive, Politische Kommunikation, Nachrichtenproduktion und Didaktik der Journalistenausbildung.
Weischenberg arbeitet seit Jahren als Gutachter u. a. für die DFG. Er war Vorsitzender des Beirates „Elektronisches Publizieren“ beim Bundesforschungsministerium und wiss. Leiter des Funkkollegs „Medien und Kommunikation“ (m. Merten/Schmidt); er wirkte bzw. wirkt ehrenamtlich in zahlreichen Gremien mit, u. a. dem Kuratorium der Aktion Deutschland Hilft, dem Fachausschuss Kommunikation und Information der Deutschen UNESCO-Kommission, der Jury des Grimme-Preises sowie den wiss. Beiräten des Internationalen Journalismus Zentrums (Donau-Universität Krems) und des Instituts für Medienforschung der Universität Siegen. Er ist Mitglied der Association for Education in Journalism and Mass Communication (AEJMC) und der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) sowie im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS).
Prof. Dr. Siegfried Weischenberg
Universität Hamburg
Lehrstuhl Journalistik und Kommunikationswissenschaft
Allende-Platz 1
20146 Hamburg
Tel.: +49 (40) 42838-6859
Fax: +49 (40) 42838-2418
E-Mail: siegfried.weischenberg@uni-hamburg.de
Raum 213
Die Sprechstunde von Prof. Dr. Weischenberg findet im Sommersemester donnerstags von 11:00 bis 12:30 Uhr statt. Bitte melden Sie sich bei Hilde Mangels für den Besuch der Sprechstunde an.