11.00–11.15 Uhr Grußwort zum Tag des Wissens
Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident, Universität Hamburg
ESA 1, Hörsaal A

In der ersten Maiwoche 2013 findet in Hamburg der Deutsche Evangelische Kirchentag statt. Die Universität nimmt an diesem Großereignis teil und lädt am Samstag, den 4. Mai, alle Interessierten zum Tag des Wissens ein. Zu fünf Themenfeldern gibt es Diskussionen und Vorträge – und auch Kindern wird ein spannendes und lehrreiches Programm geboten.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Universität Hamburg an diesem Tag ist kostenfrei und bedarf keiner Voranmeldung.
Hier eine Kurzversion des Programms (PDF) zum Herunterladen.
Und hier das ausführliche Programm:
11.00–11.15 Uhr Grußwort zum Tag des Wissens
Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident, Universität Hamburg
ESA 1, Hörsaal A
Die Finanzmarktkrise hat in den letzten Jahren die Glaubwürdigkeit einer ganzen Industrie in Frage gestellt. Die Funktion der Bereitstellung von Kapital hat zugunsten einer Spekulation auf Preisveränderungen an Bedeutung verloren. Es stellt sich damit die grundsätzliche Frage, welchen Wert Finanzmärkte für verschiedene Interessensgruppen überhaupt noch leisten können und welche (regulatorischen) Rahmenbedingungen erforderlich sind.
Moderation: Prof. Dr. Alexander Bassen (FB Sozialökonomie, UHH)
Anwalt des Publikums: Prof. Dr. Timo Busch (FB Sozialökonomie, UHH)
Ort: ESA 1, Hörsaal A
Ort: ESA W, Raum 221
Indikatoren für Befriedigung von Grundbedürfnissen: Wie ändern sich die Art und Weisen zur Erfüllung der Grundbedürfnisse kulturell? Zu welchen persönlichen und sozialen Schäden kommt es, wenn Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden?
Moderation: Prof. Dr. Rolf von Lüde (Institut für Soziologie, UHH)
Ort: ESA W, Raum 221
Dieser Programmblock widmet sich dem Klimaproblem und seiner Lösung. Wir fragen: Wie stellt sich das Klimaproblem im Lichte neuster Erkenntnisse dar? Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir und inwieweit lassen sich Klimaschutz und Wohlstand vereinbaren? Und welches Potenzial haben Religionsgemeinschaften, die Gesellschaften darin zu unterstützen, dass Chancen und Lasten des Klimaschutzes – global und lokal – „gerecht“ verteilt werden?
Ort: ESA 1, Hörsaal B
Eine künftige landwirtschaftliche Entwicklung ist unter den folgenden besonderen Rücksichten zu gestalten: Welchen Einfluss haben globale Veränderungen von Gesellschaft und Umwelt auf die Nahrungsmittelsicherheit? Welche lokalen Anpassungsmöglichkeiten haben Landwirte in besonders gefährdeten Regionen? Wie können wissenschaftliche Erkenntnisse zur nachhaltigeren Landnutzung besser in die Gesellschaft integriert werden?
Ort: ESA 1, Hörsaal C
Das Panel beleuchtet mögliche Synergien bei der Gestaltung des globalen Wandels. Welches Potenzial halten Religionsgemeinschaften für die Wahrnehmung von Sozialität? Welcher Lebensgewinn liegt in einer Einbettung der gegenwärtigen „Akkumulation von Wert“ in einen wieder spirituelleren Kontext? Können Religionen umgekehrt von Wissenschaften eine neue Ernsthaftigkeit in der Deutung von fortwährend sich entfaltenden Lebens-Erfahrungen lernen?
Ort: ESA 1, Hörsaal C
Studierende eines Praxisseminars zur Friedensbildung nehmen Videoclips zum Thema „Harmonie und Konfliktbereitschaft“ während des Kirchentages auf. Durch irritierende Fragen an Passanten werden schwierige und polarisierende Thematiken durch die beobachtende Linse erforscht und aufgedeckt. Diese werden in der Abschlussveranstaltung am 4.5. gezeigt und in Kleingruppen diskutiert – etwa unter der Fragestellung: Welche Empfehlungen geben wir der Kirche der Zukunft? Studierende zeigen Clips von Interviews, die sie in den vorangehenden Tagen auf dem Kirchentag geführt haben zu möglichen unterschwelligen Konflikten oder offenen Eklats auf dem Markt der Möglichkeiten. „I take a clip“ heißt einen Video-Clip zu drehen, „I give you a clip“ bedeutet einen Hieb oder eine Ohrfeige zu geben. Das Projekt bringt Respektlosigkeit mit menschlichem Respekt in eine unverkennbare Spannung.
Ort: ESA W, Raum 221
Moderation: Prof. Dr. Fernando Enns (Theologe, UHH)
Ort: ESA 1, Hörsaal A
Moderation: Prof. Dr. Hartwig Spitzer (Friedensforscher, UHH)
Moderation: Prof. Dr. Alfred Richartz (Sportsoziologe, UHH)
Ort: ESA 1, Hörsaal A
Ort: ESA 1, Hörsaal A
In kaum einem Bereich fällt es so schwer, Fiktion und Wirklichkeit zu unterscheiden wie in der Robotik. Nach sehr kontroverser Diskussion ist es in der öffentlichen Wahrnehmung stiller geworden, gleichermaßen hat es aber große Fortschritte in Wissenschaft und Technik gegeben. Heute operieren Roboter, bauen Fahrzeuge, mähen den Rasen. Wohin geht die Entwicklung? Wo stehen wir wirklich in Forschung und Entwicklung? Was können Roboter heute, was müssen sie noch lernen, wo liegen Anwendungschancen? Wie steht es gerade um den Einsatz von Robotern nah am Menschen, z.B. in der Medizin oder sogar in der Pflege?
Ort: ESA O, Raum 221 sowie Foyer
Ort: ESA O, Raum 221
Dass Medien in der Religion und Religion in den Medien eine zentrale Rolle spielen, zeigt sich vor allem am Streit um Bilder, der häufig in Gewalt gegen Bilder (oder Künstler) umschlägt. Warum lösen Bilder solche Reaktionen aus? Welche religiösen Potenzen haben sie oder fürchtet man an ihnen? Wie signifikant ist das Bild für das Verständnis von Texten? Ausgehend von der Kirchentagslosung wird gezeigt, was Bilder leisten, was sie sichtbar machen und welche Imaginationen sie freisetzen.
Wie das Manna nur für den Augenblick gegeben ist, so ist auch die Erfahrung mit Bildern zeitlich charakterisiert. Sie binden unsere Aufmerksamkeit ganz und stellen das Flüchtige auf Dauer und werden doch selbst mit der Bilderflut vertrieben.
Präsentation eines DFG-Forschungsprojektes, das an den temporalen Strukturen von Bildern ihre religiöse Bedeutung zu klären sucht, mit unterschiedlichen Medien (Bildern der Kunst, Filmausschnitten), Kurzvorträgen und Interviews.
Ort: ESA O, Raum 221
Was ist privat, was ist schützenswert im Zeitalter der Medien und der Offenheit? Mit unterschiedlichen Schlaglichtern wird die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem, zwischen Allgemeingütern und Schützenswertem ausgeleuchtet. Die Schlaglichter greifen bewusst sehr unterschiedliche Facetten dieses Themas auf – und tun dies auch in verschiedenen Formaten.
Seit dem Erfolg von Big Brother im Jahr 2000 werden immer mehr Bereiche des Privatlebens im Fernsehen präsentiert und inszeniert. Das Panel befasst sich mit den allgemeinen Veränderungen von Privatheit und gibt einen Überblick zum derzeitigen Angebotsspektrum des sogenannten Realitätsfernsehens.
Das Panel durchleuchtet das Spannungsfeld zwischen Innovation und Datenschutz in der Internetwirtschaft. Stimmt es, dass Deutschland in diesem Bereich international hinterherläuft, weil wir zu restriktive Vorstellungen und Bestimmungen zum Schutz privater Daten haben? Verhindern wir wünschenswerte Innovationen, z.B. nachhaltige Mobilität, wenn wir zu sehr das Teilen privater Daten verhindern?
Dieser Programmblock widmet sich dem Thema mediatisierter Trauerkultur in ihren Facetten von Privatheit und Öffentlichkeit. Entgegen der Annahme, virtuelle Friedhöfe seien ein kurzweiliger gesellschaftlicher Trend gewesen, entstehen immer neue Formen von virtuellem Gedenken. Intimste Trauergefühle werden im öffentlichen Raum des Internets inszeniert. Digitalen Kommunikationsweisen und virtuelle Welten sind hierbei aber nicht in einseitiger Weise Merkmale von Anonymität und Individualisierung zuzuschreiben.
Ort: ESA O, Raum 221
Die Akademie der Weltreligionen stellt die gegenwärtigen Herausforderungen dar, die sich für den akademischen und öffentlichen Diskurs auf dem Gebiet von interreligiösem Dialog ergeben. Im wissenschaftlichen Bereich geht es darum, aus der Sicht unterschiedlicher Religionen theologisch belastbare Ansätze herauszuarbeiten, die den Dialog mit Menschen anderer Religion und Kultur fordern. Dazu werden Fallbeispiele vorgestellt, die zeigen, welche Möglichkeiten und Grenzen des interreligiösen und interkulturellen Dialogs in modernen Gesellschaften bestehen (ein Fallbeispiel wird Hamburg sein).
In Anbetracht der Vielfalt von religiösen Angeboten und der Auflösung des Paradigmas der sozialisatorisch vorgegebenen religiösen Identität bzw. Identifikation ist von immer stärkeren religiösen Fluktuationen und Konversionsprozessen auszugehen. Dies müssen nicht immer klar definierbare Prozesse von einer großen „Weltreligion“ zu einer anderen sein, es sind auch verschwimmende Identitäten multipler Art möglich und Gegenstand der Forschung in qualitativen empirischen Erhebungen. Interessant jedoch sind auch historische Beispiele berühmter (mutmaßlicher) Konvertiten wie Kaiser Konstantin, Augustinus, Heinrich Heine, Alfred Döblin, deren Narrationen und Selbstzeugnisse Gegenstand einer Aufbereitung sein können.
Ort: ESA 1, Hörsaal C
Ort: ESA 1, Hörsaal C
Staatsverträge und dialogischer Religionsunterricht
In Hamburg ist fast jede christliche Konfession und Religionsgemeinschaft der Welt präsent, zum Teil in einer Stärke, die auch zu einer deutlichen Repräsentation im öffentlichen Leben führen kann und soll. Dies führt zu Staatsverträgen mit nichtchristlichen Gemeinschaften, und Hamburg gilt als die „buddhistische Hauptstadt“ Europas. Diese Präsenz spiegelt sich auch in Studiengängen und in der Forschung wie auch in der religiös bunten Studierendenschaft. In Kooperation mit Vertretern der Religionsgemeinschaften soll diese Vielfalt exemplarisch zur Gestaltung kommen.
Der Hamburger Religionsunterricht trennt die Schülerschaft nicht nach Konfession oder Religion. Er bezieht unterschiedliche religiöse Richtungen mit ein und ist auf den Dialog und die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Konfession, Religion und Weltanschauung angelegt. Dieser „Hamburger Weg eines dialogischen Religionsunterrichts“ hat sich in der Großstadt bewährt, muss aber auch weiterentwickelt werden. Gegenwärtig geht es darum, dass unterschiedliche Religionsgemeinschaften über die Evangelisch-Lutherische Kirche hinaus an der Verantwortung und Durchführung dieses Religionsunterrichts stärker als bisher beteiligt werden. Daraus ergibt sich eine Reihe von grundsätzlichen Fragen, die auf diesem Forum erörtert werden.
Ort: ESA 1, Hörsaal B
Nach dem beliebten Format der Kinderuni bietet der Kindertag, gefördert durch die BUDNIANER HILFE e.V. ein buntes Wissenschaftsprogramm für die jüngsten Kirchentagsbesucher. Alle Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren sind herzlich eingeladen, an den Vorlesungen teilzunehmen und Universitätsluft zu schnuppern.
Empfohlen für Kinder zwischen 7 und 9 Jahren
Ort: Anna-Siemsen-Hörsaal, VMP 8
Empfohlen für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren
Ort: Anna-Siemsen-Hörsaal, VMP 8
Empfohlen für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren
Ort: Anna-Siemsen-Hörsaal, VMP 8
Die drei naturkundlichen
Museen der Universität laden Sie zu einer Rallye ein, die Sie (mit
Augenzwinkern) in die Untiefen zwischen Theologie und Naturwissenschaft
entführt. Ob die Bibel recht hat, oder Darwin, oder doch beide – etwas
bibelfest sollten Sie schon sein, wenn Sie die teils kniffligen Fragen
beantworten wollen. Und der Preis – Gotteslohn und irdischer Spaß am
Knobeln erwarten Sie.
Teilnahmebögen an allen Standorten der UHH (Infopoints) beim Tag des Wissens. Von 11 bis 16 Uhr.
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Zugänglichkeit
des Campus und der Hörsäle:

