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Inhalt:

Magisterstudiengang Byzantinistik und Neugriechische Philologie

Bis zum Wintersemester 2005/2006 konnte das Fach Byzantinistik und Neugriechische Philologie mit den Studienzielen

  • Magister-Hauptfach
  • Magister-Nebenfach
studiert werden. Zulassungen zum Magisterhauptfach sind seitdem nicht mehr möglich, es ist aber sichergestellt, dass begonnene Magisterstudiengänge zu Ende studiert werden können bzw. Magisterstudierende anderer Fächer weiterhin das Magister-Nebenfach studieren können.

Einleitung

Das Fach Byzantinistik und Neugriechische Philologie, ursprünglich aus der Klassischen Philologie hervorgegangen und sich als komplementär zu ihr verstehend, ist heute ein selbständiges Fach; sein Forschungsbereich umfaßt die griechische Sprache und Literatur der Zeit von etwa dem 6. Jahrhundert n.Chr. bis zur Gegenwart sowie die Geschichte dieser Zeit. Zu der sachlich und historisch begründeten Beziehung zur Klassischen Philologie sind heute vielfältige Verbindungen mit verschiedenen anderen Disziplinen getreten. Das Fach kann daher als Nebenfach von Studierenden dieser Fächer studiert werden, andererseits eignen sich diese als Nebenfächer für ein Studium der Byzantinistik und Neugriechischen Philologie im Hauptfach. Den unmittelbaren Gegenstand des Faches als Philologie stellen die erhaltenen Texte aus der byzantinischen Zeit sowie die Texte der Neuzeit dar. Sein Ziel ist die möglichst authentische Wiederherstellung der Texte sowie ihre umsichtige und genaue Interpretation unter Berücksichtigung sprach- und literaturwissenschaftlicher Methoden und der Erkenntnisse benachbarter Disziplinen; ferner die Erforschung der griechischen Sprache von der Koiné bis zur Gegenwartssprache einschließlich der neugriechischen Dialekte.

Lernziele

Aus dieser Bestimmung von Gegenstand und Aufgabe der Byzantinistik und Neugriechischen Philologie ergeben sich für das Studium des Faches folgende Lernziele:

  1. wissenschaftlich fundierte Kenntnis der griechischen Sprache von der Koiné bis zur griechischen Gegenwartssprache;
  2. Kenntnis der wichtigsten literarischen Werke und nichtliterarischen Texte, die für die verschiedenen Epochen und Gattungen kennzeichnend sind;
  3. Überblick über die griechische Literaturgeschichte;
  4. Überblick über die byzantinische und neugriechische Geschichte;
  5. Kenntnis und Sicherheit in der Anwendung von Methoden und Theorien der Konstitution und Interpretation literarischer Texte;
  6. Kenntnisse in den Nachbardisziplinen (z.B. altgriechische Philologie, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft).

Der wissenschaftliche Gegenstand ist so umfangreich und die Aspekte, unter denen er untersucht werden kann, sind so zahlreich, daß der Anspruch auf Vollständigkeit der Kenntnisse ebenso ausgeschlossen ist. Das Fach wird exemplarisch, d.h. am Beispiel repräsentativer Texte und Probleme studiert. Die sich daraus ergebende, an den jeweiligen Interessen der/des Studierenden orientierte Schwerpunktbildung auf Byzantinistik oder Neugriechischer Philologie sollte jedoch nicht zu früh einsetzen und darf nicht ohne Einbettung in werk- und epochenübergreifende Zusammenhänge bleiben.

Auf diese Studienziele sind die Inhalte, Formen und Leistungsanforderungen der einzelnen Lehrveranstaltungen in unterschiedlicher Weise ausgerichtet. Die oben genannten Lernziele können allerdings nicht allein durch den Besuch von Lehrveranstaltungen erreicht werden. Diese Form des Studierens muß vielmehr von Anfang an ergänzt werden durch die intensive eigene Lektüre von Primär- und Sekundärliteratur und durch andere Formen des Selbststudiums (auch in der vorlesungsfreien Zeit). Hinweise hierzu werden in den Lehrveranstaltungen und in der Studienberatung gegeben.

Studiendauer, Studienabschnitte

Das Studium der Byzantinistik und Neugriechischen Philologie kann innerhalb von acht Semestern absolviert werden. Dabei wird allerdings vorausgesetzt, daß die in diesem Studienplan geforderten Kenntnisse der lateinischen, altgriechischen und neugriechischen Sprache (s.u. 6.1.2.) vor Beginn des Studiums erworben worden sind. Falls diese Sprachkenntnisse bei Studienbeginn nicht vorhanden sind, sollten sie im Verlauf der ersten Studienphase erworben und nachgewiesen werden. In diesem Fall erhöht sich die Regelstudienzeit auf neun Semester.

Das Studium gliedert sich in eine erste (vor Aufnahme ins Hauptseminar) und eine zweite Phase (nach Aufnahme ins Hauptseminar), für die jeweils vier Semester vorgesehen sind (zur Regelung der Aufnahme ins Hauptseminar s.u.).

Die erste Studienphase dient vor allem dazu,

  • sichere Sprachkenntnisse (Neugriechisch und Graecum) zu erwerben,
  • sich einen ersten geschichtlichen und literaturgeschichtlichen Überblick zu verschaffen,
  • sich mit Fragestellungen, Hilfsmitteln und Methoden des Fachs vertraut zu machen und
  • sich gegebenenfalls die oben erwähnten Lateinkenntnisse und die für die Lektüre von Sekundärliteratur notwendigen Kenntnisse in modernen Sprachen (Englisch und Französisch oder Italienisch) anzueignen.

Die zweite Studienphase dient vor allem

  • der Erweiterung und Vertiefung der sprachlichen, sachlichen und methodischen Kenntnisse und Fähigkeiten,
  • der selbständigen kritischen Auseinandersetzung mit Fragestellungen und Ergebnissen der Forschung und
  • der Schwerpunktbildung (unter intensiverer Einbeziehung der Ergebnisse der Nachbardisziplinen).
  • dazu für Hauptfach-Studierende: dem Erwerb von Grundkenntnissen in der neugriechischen Reinsprache.

Ein ausgedehnter Aufenthalt (ca. 10 Monate) in Griechenland mit Studium an einer griechischen Universität wird dringend empfohlen.

Hier finden Sie die Magisterprüfungsordnung des Departments SLM.

 

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