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Fachbereich Geowissenschaften



Inhalt:

Stand: 7.10.2004 gd.

S T U D I E N F Ü H R E R

für den Studiengang

Geologie-Paläontologie/Diplom

an der Universität HAMBURG

 

Inhalt

  1. I. Studienregelung

1. Prüfungsordnung, Studienordnung und Studienplan

  1. II. Das Studium des Faches Geologie-Paläontologie

    1. 1. Ausbildungsziel

    2. 2. Berufsbild

    3. 3. Eignung für das Studium

    4. 4. Aufbau und Gliederung des Studiums

    5. 5. Lehrveranstaltungsformen

    6. 6. Zulassungsvoraussetzungen für einzelne Lehrveranstaltungen

    7. 7. Lehrveranstaltungsturnus

    8. 8. Studienverlaufsplan

  2. III. Inhalte der Lehrveranstaltungen

    1. 1. Grundstudium

    2. 2. Hauptstudium

  3. IV. Studienplan

Grundstudium

  1. 1. Hauptfach Geologie-Paläontologie

  2. 2. Nebenfächer

  3. 3. Diplom-Vorprüfung

Hauptstudium

  1. 4. Pflichtkurse

  2. 5. Wahlpflichtkurse

  3. 6. Nebenfächer

  4. 7. Diplom-Hauptprüfung

Anhang

  1. A. Studienordnung

  2. B. Prüfungsordnung

  3. C. Änderungen zur Prüfungsordnung

I. Studienregelung

1. Prüfungsordnung, Studienordnung und Studienplan

Das Hamburgische Hochschulgesetz regelt Studium und Prüfungen in jedem Studiengang durch

    1. - eine Prüfungsordnung (§ 54 HmbHG),

    2. - eine Studienordnung (§ 48 HmbHG) und

    3. - einen Studienplan (§ 49 HmbHG).

Die Prüfungsordnung bestimmt und regelt die Prüfungsanforderungen und das Prüfungsverfahren. Dazu gehören u.a. die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung, die Prüfungsfächer, die Zahl, Art, Dauer und Bewertung der Prüfungsleistungen, die Anrechnung von in anderen erbrachten Prüfungsleistungen, die Meldefristen, die Wiederholungsmöglichkeiten bei nicht bestandenen Prüfungen und der zu verleihende Grad. Prüfungsordnungen müssen den allgemeinen Bestimmungen des Hamburgischen Hochschulgesetzes über Prüfungen (§ 58 bis 62) entsprechen. Die fachlichen Anforderungen sollen weitgehend den bundeseinheitlichen Rahmenprüfungsordnungen für die einzelnen Fächer entsprechen.

Die Studienordnung regelt die wesentlichen Inhalte und den Aufbau des Studiums. Sie soll eine Gliederung des Studiums in Abschnitte und die Wahl von Studienschwerpunkten ermöglichen. Die Studienordnung kann die Zulassung zu einzelnen Lehrveranstaltungen von bestimmten Voraussetzungen (z.B. die vorhergehende erfolgreiche Absolvierung anderer Lehrveranstaltungen oder das Bestehen der Diplom-Vorprüfung) abhängig machen.

Der Studienplan gibt den Gegenstand, die Art, den Umfang und die sinnvolle Reihenfolge der einzelnen Lehrveranstaltungen und Studienleistungen, die für den erfolgreichen Abschluss des Studiums erforderlich sind, an. Der Studienplan fasst daneben auch die wichtigsten Bestimmungen aus der Prüfungs- und der Studienordnung zusammen.

Der hier vorliegende Studienplan für den Studiengang Geologie-Paläontologie/Diplom enthält dementsprechend im Teil II eine Beschreibung des Faches (Ausbildungsziel, Berufsbild etc.), den Aufbau des Studiums, die verschiedenen Lehrveranstaltungsformen, den Veranstaltungsturnus und die Prüfungen. Im Teil III sind die Inhalte der Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen zusammengefasst. Teil IV enthält die Teilstudienpläne der für das Fach Geologie-Paläontologie zugelassenen Wahlfächer.

 

II. Das Studium des Faches Geologie-Paläontologie

1. Ausbildungsziel

Das Studium der Geologie-Paläontologie soll dem (der) Absolvent(en,in) die in der Prüfungsordnung geforderten theoretischen und praktischen Kenntnisse auf dem Gebiet der Geologie-Paläontologie vermitteln. Es soll ihn (sie) in die Lage versetzen, mit geowissenschaftlichen Methoden zu arbeiten. Dazu gehören die geologische und kartenmäßige Erarbeitung eines regional begrenzten Gebietes, die Probennahme, die Wahl und Durchführung der Untersuchungsmethoden, der sichere Umgang mit der Fachliteratur und die klare mündliche und schriftliche Darstellung von Sachverhalten.

Die Regelstudienzeit beträgt 10 Semester. Es wird empfohlen, das Studium im Wintersemester eines jeden Jahres zu beginnen.

2. Berufsbild

Das Studium des Faches Geologie-Paläontologie bereitet den (die) Absolvent (en,in) auf die Tätigkeit in einem breiten Berufsfeld vor, das von der Grundlagenforschung an Hochschulen, Behörden, Museen und Industrieforschungsinstituten über praxisorientierte Tätigkeiten in der Exploration und Produktion von Rohstoffen, ingenieur- und hydrogeologischen Fragestellungen, Tätigkeiten in der Wehrgeologie, kuratorische Tätigkeiten in Museen, die populärwissenschaftliche Darstellung und Präsentierung geologisch-paläontologischer Sachverhalte in Museen, Lehrtätigkeiten in der Hochschule bis zur Tätigkeit in Behörden (geologische Landesaufnahme und –kartierung, geowissenschaftlich-technische Zusammenarbeit mit den Ländern der Dritten Welt, Umweltgeologie, Altlastensanierung etc.) reicht. Begrenzte Berufsmöglichkeiten bestehen auch als Wissenschaftsjournalist und in der wissenschaftlichen Dokumentation. Im Studium wird deshalb ein sehr breites Spektrum von theoretischem und praktischem Wissen vermittelt. Der (Die) Absolvent(in) erwirbt in der Regel auf einem Teilgebiet der Geologie-Paläontologie vertiefte Kenntnisse, das im Rahmen der Diplomarbeit bearbeitet wird. In den Wahlpflichtfächern werden Verbindungen zu anderen Naturwissenschaften vertieft hergestellt.

3. Eignung für das Studium

Für das erfolgreiche Studium des Faches Geologie-Paläontologie sind neben dem Interesse für das Fach selber auch Interessen im gesamten Bereich der Naturwissenschaften wünschenswert. Eine gute physische Konstitution ist im Bereich Exploration und Kartierung von Nutzen. Der (Die) Student (in) muss ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache mitbringen (oder in den ersten Semestern wieder auffrischen), um wissenschaftliche Texte und Lehrbücher lesen zu können. Gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift sind in der Regel Voraussetzung für eine Tätigkeit im internationalen Explorations- und Produktionsgeschäft sowie in der Wissenschaft. Das Erlernen von weiteren modernen Sprachen (z.B. Französisch, Spanisch, u.a.) ist wünschenswert. Zudem ist es empfehlenswert, dass der (die) Student (in) sich im Verlauf des Studiums Kenntnisse in der EDV erwirbt.

4. Aufbau und Gliederung des Studiums

Das Studium Geologie-Paläontologie gliedert sich in

- ein viersemestriges Grundstudium, das mit abschließender Diplom-Vorprüfung und

- ein sechssemestriges Hauptstudium, das mit der Diplom-Hauptprüfung abgeschlossen wird. Das Hauptstudium beinhaltet auch die in der Regel 2-semestrige Diplomarbeit. Die erfolgreiche Absolvierung der Diplom-Hauptprüfung berechtigt zum Führen des akademischen Titels „Diplom-Geolog(e,in)" (abgekürzt „Dipl.-Geol.").

Die erfolgreiche Absolvierung der Diplom-Hauptprüfung ist ein berufsqualifizierender Abschluss und zugleich Voraussetzung für die Zulassung zur Promotion.

5. Lehrveranstaltungsformen

Der Studienverlaufsplan sieht folgende Formen von Lehrveranstaltungen vor:

a) Vorlesungen (V)

b) Übungen (Ü)

c) Seminare (S)

d) Oberseminare

  1. e) Kolloquia

  2. f) Laborpraktika

  3. g) geologische Geländepraktika

  4. h) aktuogeologische Geländepraktika

  5. i) strukturgeologische Geländepraktika

  6. j) geologische Kartierungspraktika

  7. k) ein Berufspraktikum

  8. l) die Diplomarbeit

Den Lehrpersonen steht es frei, zusätzlich in Abstimmung mit dem Fachbereich auch andere Lehrveranstaltungsformen (z.B. Durchführung von kleinen wissenschaftlichen Projekten durch Student(en,innen) während des Hauptstudiums etc.) zu erproben.

Im folgenden werden die üblichen Lehrveranstaltungsformen kurz charakterisiert.

Vorlesungen dienen der Einführung und Vertiefung in ein Teilgebiet der Geologie-Paläontologie. Die Vorlesung soll im wesentlichen einen Überblick über das betreffende Teilgebiet geben. Eine Vor- und Nachbereitung des Stoffes ist auf jeden Fall erforderlich.

Übungen finden in kleineren Gruppen von ca. 20 Studenten statt und dienen zur Ergänzung der Vorlesungen. Sie sollen den Student(en,innen) die Gelegenheit zur Anwendung und Vertiefung des erarbeiteten Stoffes sowie zur Selbstkontrolle des Wissensstandes geben. Dies geschieht in mündlicher und schriftlicher Form, sowie in Hausaufgaben. Großes Gewicht soll die Diskussion des Vorlesungsstoffes haben. Ein wesentlicher Teil der Übungen wird auch von der Vorlage, Beschreibung und Bestimmung etc. von Gesteinen und Fossilien eingenommen. Die regelmäßige Teilnahme und engagierte Mitarbeit der Student(en,innen) an den Übungen sind für den Lernerfolg wichtig. Als Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Übung wird eine Bescheinigung ausgestellt.

In den Seminaren soll der (die) Student(in) lernen, sich in ein spezielles Thema eines Fachgebietes einzuarbeiten, die wesentlichen Gesichtspunkte zu erkennen, das Problem sinnvoll zu gliedern und es in mündlicher Form klar darzustellen. Darüber hinaus wird er (sie) durch die Seminarteilnahme zur kritischen Diskussion von Forschungsergebnissen angeleitet. Nach erfolgreicher Teilnahme wird eine Bescheinigung ausgestellt.

Im Oberseminar stellt der (die) Studierende in einem Vortrag mit Diskussion die Ergebnisse seiner (ihrer) Diplomarbeit vor. Die Teilnahme aller Studierender der Geologie-Paläontologie wird dringend empfohlen.

Im Kolloquium stellen eingeladene Wissenschaftler (innen) aktuelle Forschungsergebnisse vor. Auch hier wird die Teilnahme aller Studierender dringend empfohlen.

Die Laborpraktika führen in die wichtigsten Labormethoden der Geologie-Paläontologie ein und geben dem (der) Studen(en,in) gleichzeitig die Gelegenheit, die in Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Bücherstudium erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. Die Student(en,innen) sollen im Umgang mit Apparaturen und Chemikalien lernen, die praktische Anwendung wissenschaftlicher Methoden einüben und die Fähigkeit zur kritischen Bewertung experimentellen und analytischen Daten erwerben.

In den Geologischen Kartierungspraktika soll der (die) Student(in) lernen, die lithostratigraphischen und strukturellen Einheiten eines Geländes zu erfassen. Dazu gehören u.a. auch die Orientierung im Gelände mit Karte und Kompass, die Aufnahme von Profilen und die Eintragung der erarbeiteten Ergebnisse in eine topographische Karte. Die daraus resultierende geologische Karte, sowie die geologischen Profile sind durch einen schriftlichen Bericht zu erläutern.

Das Strukturgeologische Geländepraktikum ist eine 7-tägige Arbeit in einem Gelände mit tektonischen Strukturen. Ziel des strukturgeologischen Geländepraktikums ist die selbständige Aufnahme eines geologischen Profilausschnittes mit dem Geologen-Kompass, sowie die Auswertung und schriftliche Darstellung der gemessenen geologischen Gefügeelemente (Schichtung, Klüftung, Schieferung, Lineare etc.)

In den Geologischen Geländepraktika sollen die in den Vorlesungen erworbenen theoretischen Kenntnisse praktische Anwendung finden. Beispielhaft werden hier aufgeführt: Profilaufnahmen mit Ansprache der Gesteine und Fossilien, Aktuo-Sedimentologie und Aktuo-Paläontologie, sowie paläontologische Grabungen und geologisch-paläontologische Arbeitsmethoden. In der Regel sind die Ergebnisse in Form eines schriftlichen Berichtes darzustellen.

Im mind. 4-wöchigen Berufspraktikum wird der Nachweis einer berufsbezogenen, praktischen Tätigkeit in einem Betrieb, Museum, Behörde oder naturwissenschaftlichen Gesellschaft gefordert.

Die Diplomarbeit stellt einen wichtigen Abschnitt des Studiums dar. In der Regel besteht die Diplomarbeit aus der Diplom-Arbeit i.e.S. und der Diplom-Kartierung. Aufbauend auf den in Grundlagen- und Vertiefungsveranstaltungen erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten bearbeitet der (die) Student(in) im Rahmen der Diplomarbeit zunehmend selbständig ein abgegrenztes Problem aus dem Bereich der Geologie-Paläontologie und fasst die Ergebnisse anschließend in einer schriftlichen Arbeit (Diplom-Arbeit) zusammen. In der Diplom-Kartierung sollen die strukturellen und lithostratigraphischen Einheiten eines regional begrenzten Gebietes in einer geologischen Karte dargestellt und in einem Bericht schriftlich erläutert werden. Bei einer regionalgeologischen Fragestellung können Diplom-Arbeit i.e.S. und Diplom-Kartierung in einer Arbeit kombiniert werden.

Das Ziel dabei ist, exemplarisch die Arbeitsweise (Techniken, Methoden, Arbeitsorganisation) eine(s,r), Geolog(en,in)-Paläontolog(en,in) im Beruf kennenzulernen und einzuüben. Die Diplomarbeit gliedert sich in die:

- Einarbeitungsphase (Literaturstudium, Einstieg in das Problem, Erlernen von

speziellen Arbeitsmethoden)

- Planung und Vorbereitung (Beschaffung von Kartenmaterial und Gelände-

ausrüstung, Zeiteinteilung)

- Durchführung der Geländearbeit, Datenaufnahme, Probennahme etc.

- Bearbeitung der Proben im Labor (Herstellung von Dünnschliffen, chemisch-

physikalischen Bestimmungen, Präparation von Fossilien, photographische

Dokumentation, etc.)

- Auswertung der Daten

- Wissenschaftliche Dokumentation (Text, Graphiken, geologische Karten, Tafeln).

Die Diplomarbeit sollte im 8. Semester, spätestens zu Beginn des 9. Semesters begonnen werden. Für die Dauer der Diplomarbeit ist etwa ein Jahr vorgesehen.

Unabhängig von den Lehrveranstaltungsformen setzt jedes Studium selbständiges Arbeiten der Student(en,innen) voraus. Über Vorlesungen, Übungen und Praktika hinaus wird eine aktive zusätzliche Erarbeitung und Vertiefung des Wissenstoffes mit Hilfe von Lehrbüchern und Fachliteratur erwartet. Eine Zusammenarbeit der Studierenden in kleineren, selbstorganisierten Gruppen ist dabei sehr zu empfehlen.

6. Zugangsvoraussetzungen für einzelne Lehrveranstaltungen

Nach der Studienordnung für das Fach Geologie-Paläontologie ist der Zugang zu einzelnen Lehrveranstaltungen an bestimmte Voraussetzungen gebunden.

- Zum „geologischen Kartierungspraktikum (für Anfänger)" ist die erfolgreiche

Teilnahme an der Lehrveranstaltung „Allgemeine Geologie (V + Ü)" und am

„Geologischen Kartenkurs (V + Ü)" Voraussetzung.

- Zum „strukturgeologischen Geländepraktikum" ist die erfolgreiche Teilnahme an

der Vorlesung „Grundlagen der Tektonik mit Übungen" (V + Ü)" Voraussetzung.

- Für die „geologischen Kartierungspraktika (für Fortgeschrittene)" ist das „Geologische

Kartierungspraktikum (für Anfänger)" und das „Strukturgeologische Gelände-

Praktikum" Voraussetzung.

Für bestimmte Lehrveranstaltungen kann auch die bestandene Diplom-Vorprüfung Voraussetzung sein (wird durch die Lehrkraft bestimmt, z.B. für bestimmte geologische Geländepraktika).

7. Lehrveranstaltungsturnus

Die Pflichtlehrveranstaltungen im Fach Geologie-Paläontologie an der Universität Hamburg werden in der Regel in einem 2-semestrigen Turnus angeboten, die Wahlpflichtveranstaltungen im 4-semestrigen Turnus. Das Lehrangebot ist so ausgelegt, dass bei regelmäßiger Anwesenheit und intensiver Mitarbeit die Veranstaltungen in der vorgesehenen Reihenfolge und der vorgesehenen Zeit erfolgreich absolviert werden können.

8. Studienverlaufsplan

Der Studienverlaufsplan wird je nach Lehrangebot gestaltet. In der Regel spricht die Fachschaft Geologie-Paläontologie eine Empfehlung aus, in welcher Reihenfolge die Belegung der Lehrveranstaltungen sinnvoll ist.

III. Inhalte der Lehrveranstaltungen

1. Grundstudium

In der Orientierungseinheit für Studienanfänger werden, in überwiegend von älteren Studenten betreuten Kleingruppen, typische Anfängerprobleme aus den Themenbereichen Studium, Universität und Beruf behandelt.

Allgemeine Geologie (V + Ü)

In dieser Lehrveranstaltung werden die folgenden Themenkreise vorgestellt.

- Geschichte der Geologie

- Entstehung der chemischen Elemente

    1. - Evolution des Weltalls und Entstehung des Planetensystems

    2. - Entstehung der Erde

    3. - struktureller, physikalischer und chemischer Aufbau der Erde

    4. - exogene und endogene Dynamik (magmatische, metamorphe und sedimentäre Prozesse)

    5. - Wechselbeziehung: Atmosphäre – Hydrosphäre – Biosphäre

    6. - die wichtigsten Gesteine und Mineralien

Einführung in die Paläontologie (V + Ü)

    1. - Geschichte der Paläontologie

    2. - Fossilisation

    3. - Taxonomie und Systematik

    4. - Mechanismen der Evolution und Phylogenie

    5. - Biomineralisation

    6. - Biostratigraphie

    7. - Paläobiogeographie

    8. - Einführung in die wichtigsten Fossilgruppen

Geologischer Kartenkurs (V + Ü)

    1. - Interpretation topographischer und geologischer Karten

    2. - Lagerung geologischer Körper im Raum

    3. - Anfertigung und Interpretation geologischer Profile,

Strukturkarten und Blockbilder

Grundlagen der Tektonik mit Übungen (V + Ü)

    1. - Gesteinsdeformation

    2. - Kinematik und Dynamik von Gesteinsdeformationen

    3. - Tektonische Flächen (Klüfte, Schieferung etc.) und Lineare

    4. - Lagenkugelprojektion

    5. - Richtungsrosen

    6. - Falten und Verwerfungen

    7. - Mikrogefügeanalyse

    8. - Statistische Methoden in der Tektonik

    9. - Richtungsrosen

    10. - Auswertung und Interpretation tektonischer Daten

Unterseminar

    1. - Referate zur Einführung in die Geologie-Paläontologie

    2. -

Erdgeschichte (V + Ü)

    1. - Geologische Zeittafel, Methoden der Stratigraphie

    2. - Bildung der Kontinente und Meere

    3. - Entstehung und Evolution des Lebens

    4. - Entwicklung der Hydrosphäre und Atmosphäre

    5. - Paläogeographie, Faunen und Floren der Erdgeschichte

Makroskopische Gesteinsbestimmungen (Ü)

    1. - Eigenschaften der gesteinsbildenden Minerale

    2. - Zusammensetzung der wichtigsten Gesteine und ihreBestimmung

2. Hauptstudium

Den Studierenden wird dringend empfohlen, regelmäßig an den geologisch-paläontologischen Kolloquien und an den Oberseminaren teilzunehmen.

Pflichtveranstaltungen

Mittelseminar

    1. - aktuelle Forschungsergebnisse und Themen

    2. - freie Themenwahl (Vorschläge durch Student(en, innen) und

Lehrpersonal)

Regionale Geologie der Kontinente (V)

    1. - Tektonische Großgliederung der Kontinente

    2. - Stratigraphie

    3. - Lagerstätten

Sedimentpetrographie + Sedimentologie I + II (V + Ü)

    1. - Klassifikation der sedimentären Gesteine (Klastika)

    2. - Minerale und ihre Bestimmung

    3. - Diagenese

    4. - Einführung in die sedimentären Lagerstätten

    5. - Genese und Verwitterung der verschiedenen Sedimente

    6. - Transportmechanismen und Sedimentstrukturen

    7. - Fazies und Ablagerungsmilieu

    8. - Faziesmodell

 

Mathematische Methoden in der Geologie (V + Ü)

      1. - Beispiele aus der Geologie

      2. - lineare Algebra

      3. - sphärische Trigonomie (z.B. Dreiecke, Bewegungen auf einer Kugel)

    1. - mathematische Geographie (Kartenprojektionen, Erdellipsoid)

    2. - Analysis

    3. - Vektorrechnung und Vektorfelder

Grundlagen der Paläontologie der Wirbellosen I + II (V + Ü)

- Baupläne und Systematik der Großgruppen der Wirbellosen, mit

besonderer Berücksichtigung der fossil erhaltungsfähigen und

stratigraphisch und faziell wichtigen Gruppen

- Stammesgeschichte, Ontogenie und Phylogenie der ver-

schiedenen Gruppen

Geotektonik (V)

    1. - geotektonische Hypothesen

    2. - horizontaler und vertikaler Aufbau der Erdkruste

    3. - dynamische Prozesse (Akkretion, Subduktion, Obduktion etc.)

    4. - Plattenkinematik

    5. - Beckenbildung und –analyse

    6. - Seismische Stratigraphie und Magnetostraytigraphie

Einführung in die Mikropaläontologie (VB + Ü)

    1. - Übersicht über die wichtigsten Mikrofossilgruppen

    2. - Stratigraphische und fazielle Aussagemöglichkeiten der

Mikrofossilien

    1. - Arbeitsmethoden in der Mikropaläontologie

Ingenieurgeologie (V + Ü)

    1. - Baugrunduntersuchungen

    2. - Boden- und Felsmechanik

    3. - Tunnel- und Stollenbau

    4. - Staudamm-, Hafen- und Straßenbau

    5. - Ingenieurgeologische Arbeitsmethoden

Hydrogeologie (V + Ü)

- globaler und regionaler Wasserhaushalt

- Grundwasserphysik (Hydraulische Bodenkennziffern und -modelle)

- Hydrochemie und Wasserverunreinigung (chemische

Bestimmungen und deren Auswertung, Stofftransporte im

Porenraum etc.)

    1. - Brunnenbau und Trinkwassergewinnung

    2. - Mineral- und Heilwässer

    3. - Grundwasser und Gewässerschutz

    4. - Hydrogeologische Arbeitsmethoden

Oberseminar*

- Vortrag über die Ergebnisse der Diplom-Arbeit

Wahlpflichtveranstaltungen

Die Inhalte der Wahlpflichtveranstaltungen werden von den Dozenten zu Beginn der Lehrveranstaltungen festgelegt.

* Die Bescheinigung für die erfolgreiche Absolvierung des Oberseminars ist nicht Voraussetzung zur Zulassung zur Diplom-Hauptprüfung. Sie kann nachgereicht werden.

 

IV. Studienplan

GRUNDSTUDIUM

Eine Orientierungseinheit zu Beginn des Studiums

1. Hauptfach Geologie-Paläontologie Vorl. Übung

Allgemeine Geologie 4 ____

Einführung in die Paläontologie

(Allgemeine Paläontologie)__________________________2__________ 2_____

Geologischer Kartenkurs 2___

Grundlagen der Tektonik mit Übungen 2 2___

Unterseminar 2___

Erdgeschichte 3 3___

Makroskopische Gesteinsbestimmung*____________________________2___

Geländeveranstaltungen:

1 Geologisches Kartierungspraktikum (für Anfänger) 12 Tage

Geologische Geländepraktika (diverse) 26 Tage

1 Strukturgeologisches Geländepraktikum 7 Tage

45 Tage

* siehe LVA Mineralogie

2. Nebenfächer Vorl. Übung

  1. Physik:

    Experimentalphysik I + II 8________________

    Physikalisches Praktikum für 5

    Naturwissenschaftler__________________________________________

    Chemie:

    Allgemeine anorganische Chemie 3 _____

    Anorganisch-chemisches Praktikum 8

    für Geologen _____

    Mineralogie:

    Einführung in die Kristallographie 2 3____

    Polarisationsmikroskopie I 2____

    Polarisationsmikroskopie II 2____

    Gesteinsbildene Minerale 2 _____

    Einführung in die Petrographie 1 _____

    Biologie:

    Integrierte Eingangsphase 6 _____

    Ein Wahlpflichtfach (6 SWS) zu wählen aus:

    1. a) Vor- und Frühgeschichte

    2. b) Zoologie

    3. c) Botanik

    4. d) Informatik

    5. e) Bodenkunde

    6. f) Geophysik

    7. g) Physische Geographie

    8. h) Meereskunde

    9. i) Meteorologie

 Diplom-Vorprüfung

  1. In der Diplom-Vorprüfung werden das Basiswissen und die inhaltlichen Grundzüge geprüft. Sie besteht aus vier mündlichen Prüfungen (1 Hauptfach, drei Nebenfächer).

    3.1 Geologie-Paläontologie (Hauptfach)

    3.2 Mineralogie (Nebenfach)

    3.3 Chemie oder Physik (Nebenfach)

    1. 3.4 Ein Wahlpflichtfach zu wählen aus:

    2. a) Vor- und Frühgeschichte

    3. b) Zoologie

    4. c) Botanik

    5. d) Informatik

    6. e) Bodenkunde

    7. f) Geophysik

    8. g) Physische Geographie

    9. h) Meereskunde

    10. i) Meteorologie

    11. j) das nicht gewählte Fach aus 3.3.

HAUPTSTUDIUM

Besuch der geologisch-paläontologischen Kolloquien und Oberseminare (Pflicht: jeweils ein Semester).

4. Pflichtkurse Vorl. Übung

Mittelseminar (freie Themen) 2____

Regionale Geologie *) 2 _____

Sedimentpetrographie + Sedimentologie I **) 1 1____

Sedimentpetrographie + Sedimentologie II ***) 1 1____

Mathematische Methoden in der Geologie 2 2____

Grundlagen der Paläontologie 1 1

der Wirbellosen I _____

Grundlagen der Paläontologie 1 1

der Wirbellosen II _____

Tektonik für Fortgeschrittene ****) 2 _____

Einführung in die Mikropaläontologie 1 1____

Ingenieurgeologie 1 1____

Hydrogeologie 1 1____

Oberseminar 1____

Beckenanalyse 1 1____

Karbonatfazies 1 1____

Geländeveranstaltungen:

2 Geologische Kartierungspraktika (für Fortgeschrittene) 28 Tage

Geologische Geländepraktika (diverse) 28 Tage

56 Tage

1 mind. 4-wöchiges Berufspraktikum

*) anerkannt werden: Europa I, Europa II, Regionale Geologie von Australien

(Prof. Dr. C.-D. Reuther)

**) Methoden der Sedimentpetrographie (Prof. Dr. G. Tietz)

***) Petrographie klastischer Sedimente (Prof. Dr. G. Tietz)

****) anerkannt wird auch die Lehrveranstaltung: Plattentektonik (Prof. Dr. H. Wong)

 

Die folgenden Wahlpflichtkurse werden je nach Lehrkapazität angeboten:

5. Wahlpflichtkurse Vorl. Übung

Luftbildgeologie 1 1____

Regionale Geologie der Kontinentalränder 2

und Meere _____

Geodynamik 2 _____

Sedimentäre Lagerstätten 2 2____

Sedimentpetrographische Arbeitsmethoden 2____

Statistik für Geologen 2 2____

Isotopengeologie 1 _____

Anorganische Geochemie 1 1____

Organische Geochemie 2 _____

Fazieskunde 1 1____

Leitfossilien 2 2____

Paläontologie der Wirbeltiere 2 1____

Spezielle Paläontologie der Wirbellosen 2 2____

Paläobotanik 1 2____

Palökologie 1 1____

Einführung in die Geschiebekunde 1 1____

Spezielle Mikropaläontologie 1 1____

Regionale Geologie von Deutschland 1 1____

Regionale Geologie von Europa 1 1____

Methoden der Stratigraphie 2 _____

Projektbeispiele aus der angewandten Geologie 1 _____

Einführung in die Biogeochemie 2 _____

Geochemisches Praktikum 3__ Vorl. Übung

Biogeochemische Zyklen 2

Marine Sedimentologie I. Biogeochemie 2

Marine Sedimentologie II. Strukturen 2

Hydrochemie 2

Seismische Stratigraphie 2

Karbonatchemie 2

Geologische Ozeanographie 2 2

Erdölgeochemie 2

Klimaentwicklung und biogeochemische Zyklen 2

Mikrofazies der Karbonate 1 1

Marine Lagerstätten 1

Aktuopaläontologie 2

Umweltgeologie 2

Einführung in die Elektronenmikroskopie 1 1

Es können auch andere hier nicht aufgeführte, vom Geologisch-Paläontologischen Institut angebotenen Lehrveranstaltungen als Wahlpflichtkurse anerkannt werden.

*) die nicht unter 4. Als Pflichtkurs Plattentektonik gewählte Lehrveranstaltung kann als Wahlpflichtkurs anerkannt werden.

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  1. 6. Nebenfächer

    Pflichtnebenfach Petrographie:

    2 SWS Vorlesungen + 2 SWS Mikroskopische Übungen

    (Polarisationsmikroskopie III)

    zus. 4 SWS

    Wahlpflichtnebenfach:

    zu wählen aus

    1. a) Paläontologie

    2. b) Zoologie

    3. c) Botanik

    4. d) Informatik

    5. e) Lagerstättenkunde

    6. f) Bodenkunde

    7. g) Geophysik

    8. h) Physische Geographie

    9. i) Meereskunde

    10. j) Meteorologie

Auf Antrag kann auch ein anderes mathematisch-naturwissenschaftliches Fach gewählt werden.

6 SWS

7. Diplom-Hauptprüfung

  1. Die Diplom-Hauptprüfung besteht aus vier mündlichen Prüfungen (zwei Hauptfächer und zwei Wahlpflichtfächer) und der Diplomarbeit (Diplom-Arbeit i.e.S. und Diplom-Kartierung).

    1. 7.1 Allgemeine und Angewandte Geologie (Hauptfach)

    2. 7.2 Regionale und Historische Geologie (Hauptfach)

    3. 7.3 Zwei Wahlpflichtfächer zu wählen aus:

    4. a) Paläontologie

    5. b) Zoologie

    6. c) Botanik

    7. d) Informatik

    8. e) Petrographie

    9. f) Lagerstättenkunde

    10. g) Bodenkunde

    11. h) Meereskunde

    12. i) Meteorologie

Auf Antrag kann aber auch ein anderes mathematisch-naturwissenschaftliches Fach gewählt werden.

Wird Paläontologie nicht unter 7.3. gewählt, dann wird dieses Fach unter 2. Zusätzlich (ca. 15 Minuten) mitgeprüft.

Wird Petrographie nicht unter 7.3. gewählt, dann wird dieses Fach unter 1. Zusätzlich (ca. 15 Minuten) mitgeprüft.

7.4 Diplomarbeit

Die Diplomarbeit setzt sich in der Regel aus zwei Teilen zusammen, der Diplom-Arbeit i.e.S. und der Diplom-Kartierung. Wird als Diplomarbeit ein regionalgeologisches Thema gewählt, so können beide Teile in einer Arbeit kombiniert werden.

 

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