Logo der Universität Hamburg
Institut für Geographie



Inhalt:

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge

Forschung



CLiSAP (Urban Systems)


Laufzeit 2008-2012

Fördereinrichtung:DFG

Projektbeschreibung



Klimzug Nord

Laufzeit 2011-2013

Fördereinrichtung: BMBF

Projektbeschreibung



DC-Noise

Laufzeit 2008-2011

Fördereinrichtung: EU-Interreg

Projektbeschreibung



Verzeitlichung des Raumes (VERA)

Verbundprojekt Universität Hamburg, HWP, TUHH

Laufzeit: 05.04–05.07
Fördereinrichtung: BMBF
Homepage: http://www.vera-research.de/

Kurzbeschreibung (Gesamtprojekt):
Das Projekt setzt sich mit räumlichen Wirkungen veränderter urbaner Zeitmuster im Wege a) der Grundlagenforschung, b) des praktischen Realexperiments und c) der Verbreitung der gewonnen Ergebnisse auseinander. Analysiert werden die dramatischen Veränderungen räumlicher und zeitlicher Alltagsmuster städtischer Bevölkerungen in den Arbeitsbeziehungen der Wissensgesellschaft. Praktisch experimentiert wird mit lokalen Arbeits-, Dienstleistungs- und Mobilitätsgestaltungen, auf die die Akteure in nachhaltiger städtischer Zukunft angewiesen sind. Bereits vorhandenes Wissen zu räumlichen und zeitlichen Veränderungen wird transdiziplinär verknüpft unter Zuspitzung auf wissensökonomische Entwicklungen in ausgewählten Stadtregionen. Die Realexperimente ermöglichen die praktische Umsetzung neuartiger und nachhaltiger Lösungen für Alltagskonflikte. Der wissenschaftliche wie praktische Ertrag des Projekts wird in nationale und internationale sozialökologisch orientierte Städte- und Wissensnetzwerke eingespeist. Als wesentlich für die Übertragbarkeit werden sich dabei die Zusammenschau raum- und zeitbezogenen Wissens und die innovative Verbindung von Forschung und experimenteller Umsetzung unter Beteiligung der Betroffenen erweisen.

Geographisches Teilprojekt:
Stadtstrukturen und Aktionsräume

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dr. Christoph Haferburg, Dipl.-Geogr. Thomas Pohl, Dipl.-Geogr. Anne Vogelpohl

Kurzbeschreibung:
Das geographische Teilprojekt untersucht die Neubewertung standörtlicher Qualitäten urbaner Räume und umweltrelevante Einflüsse neuer aktionsräumlicher Organisationsformen. Dieser Beitrag ergänzt die Genese und Akteurskonstellationen der stadträumlichen Veränderung (Team Stadt- und Regionalökonomie) durch eine Analyse der städtischen Raumstruktur und analysiert die Konsequenzen im Hinblick auf die Realexperimente; zugleich wird dabei zur Tool-Entwicklung (auf der Basis von GIS und der Technik der Chronomaps) für städteplanerische und Beteiligungszwecke beigetragen.

Die geographische Fragestellung leitet sich aus grundlegenden Prozessen der Restrukturierung des städtischen Raumes ab. Fordistische Stadtstrukturen sind mit funktionsräumlichen Trennungen, selektiven Kernstadt-Umlandbeziehungen (flächenhafter Suburbanisierung des Wohnens und der industriellen Arbeit), zunehmenden Pendlerströmen und Pendelzeiten verbunden. Ihre umweltrelevanten Einflüsse (impacts) sind bekannt - wie hoher Flächenverbrauch, steigender motorisierter Individualverkehr, ökologische Verödung funktionsgerechter Teilräume, etc. Diese Strukturen sind zwar noch immer prägend und für die Stadtplanung bedeutsam. Aber seit mehreren Jahren lassen sich verschiedene Trends ausmachen, die zu einer Transformation dieses Musters führen. Im wesentlichen handelt es sich zum einen um eine tendenzielle Ablösung suburbaner Räume von der Kernstadt (Stichwort: Patchwork-Metropolregion), die mit der Herausbildung funktional differenzierter und eigenständiger Inseln in der Umgebung von Großstädten verbunden sind. Zum anderen besteht ein deutlich sichtbarer Reurbanisierungstrend, der eine zunehmende Präferenz und Akzeptanz für funktionsgemischte Quartiere innerhalb der Kernstadt ausdrückt. Besonders neue, unternehmensorientierte Dienstleistungen im Bereich der „New Economy“ bzw. in Branchen wie Werbung, Beratung, Internetbusiness etc. bevorzugen integrierte Standorte in Form beispielsweise gründerzeitlicher Quartiere als „Träger“ symbolischen Kapitals. Dadurch entstehen neue Beziehungen zwischen Wohnen und Arbeiten, neue Raum-Zeit-Beziehungen und Aktionsräume sowie veränderte Umwelteinflüsse. Diese Quartiere sind primärer Gegenstand unserer Untersuchung. Dabei gehen wir von der Hypothese aus, dass spezifische stadtstrukturelle Bedingungen mit postfordistischen Arbeitsbeziehungen zusammenwirken, d. h. dass derartige Arbeitsbeziehungen spezifische Standortqualitäten voraussetzen, die entweder aufgrund besonderer Stadtentwicklungspfade angelegt sind oder die stadtplanerisch erst in städtebaulichen Großprojekten geschaffen werden. Das geographische Teilprojekt stellt daher die raumstrukturellen Aspekte der veränderten Raum-Zeit-Beziehungen im Lebensalltag von Menschen in den Vordergrund.

Ebenfalls vom BMBF im Rahmen des Programms „Sozial-ökologische Forschung" (SÖF) gefördert:
"Nachhaltige Entwicklung zwischen Durchsatz und Symbolik" (NEDS)
Website: http://www.neds-projekt.de/



LASt-e: Transdisziplinäre Grundlegung der Lateinamerikastudien durch E-Learning und Multimedia

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dipl. Geogr. Martin Bolte

Laufzeit: 04.03 – 03.05
Fördereinrichtungen: FHH-BWF, E-Learning-Consortium Hamburg (ELCH)
Homepage: http://www.last.uni-hamburg.de/last-e/

Kurzbeschreibung:
Der Studiengang Lateinamerikastudien (LASt) integriert durch das Projekt LASt-e computer- und internetgestütztes Lernen in seine Veranstaltungen. Das Angebot multimedialer Lernobjekte soll eine stärkere inhaltliche Integration des multidisziplinären Studienganges bewirken. Wechselseitige Bezugnahme zwischen einzelnen Forschungsgebieten und -ansätzen, wie sie in den Area Studies üblich ist, wird transparenter und produktiver gestaltet. Diese Verquickung gibt den Studierenden bessere Werkzeuge zu Interpretation und Verständnis von Fragestellungen mit Regionalbezug an die Hand, die sich in einem Raum mit besonderen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Mustern und Traditionen ergeben.



Soccer World Cup 2010 and Sustainable Neighbourhood Development: The Example of Johannesburg/Gauteng
Workshop held in Johannesburg at the University of the Witwatersrand on the 23rd and 24th of August 2004

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Umweltpsych. M.A. Stefanie Baasch, Dr. Christoph Haferburg, Dipl. Geogr. Sabine Hutfilter, Dipl. Geogr. Annika Schäfer, Dipl. Geogr. Brigitte Visbeck

Laufzeit: 8.04
Fördereinrichtungen: BMBF, NRF (Südafrika)

Background:
At the beginning of 2004 the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) initiated the research programme Sustainable Development of the Megacities of Tomorrow. This programme captured a range of issues (especially sustainability in South African urban development) which a number of researchers at the Universities of Hamburg and Magdeburg as well as Wits University had already been working on. A research team from the Universities Hamburg and Magdeburg thus developed a project idea which is focussed on the implications of the Soccer World Cup 2010 in South Africa respectively Johannesburg/Gauteng with regard to sustainable neighbourhood development. To specify this idea, a fact finding mission centred around a workshop process was initiated in close co-operation with South African partners from the University of the Witwatersrand.

The overall aims of the workshop and the fact finding mission were defined as:

  • To deepen and to make contact with (potential) co-operation partners.
  • To discuss the potential of a sustainable neighbourhood development in Johannesburg/Gauteng in the face of the Soccer World Cup.
  • To ensure that and to define how local benefits are included in the project, especially capacity building in previously disadvantaged communities.
  • To put the phases of the project in concrete form, especially methods, content, and timeline.
  • To draft a project proposal.
Interviews with local experts:
In the course of the fact finding mission, before and after the workshop the research team benefited of the time made available by local experts to provide them with valuable insights in current planning processes, problems, grassroots activities and urban policies.

German-South African Co-operation:
An important outcome of the workshop is the intention of various institutions for collaboration. The existing links with Wits have been joined through intent expressed by various other institutions.

Outcomes of the workshop:
The workshop served to raise awareness among the participants concerning the problems and potentials discussed at the workshop. Especially the German participants gained valuable insights with regard to areas of need in urban dynamics in Gauteng, which might be relevant for sustainable neighbourhood development. The fields of housing, transport, local economic development (skills) and tourism are of special importance. The development of ideas and responses to the challenges faced in these fields will be followed up in the respective organisations.



Begleitgutachten "Metropole Hamburg – Wachsende Stadt"

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dr. Susanne Heeg, Dr. Britta Klagge

Laufzeit: 4.02 – 12.02
Fördereinrichtung: FHH-Senatskanzlei

Kurzbeschreibung:
Das Begleitgutachten geht auf konzeptionelle Grundlagen zu wirtschaftlichen und demographischen Wachstumsprozessen in Metropolregionen ein. Darüber hinaus werden stadtentwicklungspolitische Ansätze europäischer Großstädte (v. a. Wien, Kopenhagen, Barcelona, München) zusammengestellt, die für die Weiterentwicklung des Leitbildes "Metropole Hamburg - Wachsende Stadt" nutzbar gemacht werden können. Dabei stehen die Dynamisierung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes bei gleichzeitiger Stärkung der städtischen Zentrenfunktion und eine nachhaltige Siedlungsstruktur im Vordergrund. Die Themenfelder "Bevölkerungsentwicklung", "Wirtschaft und Arbeitsmarkt" sowie "Flächenmanagement" sind hier von großer strategischer Bedeutung.

Publikationen:
J. Oßenbrüge, S. Heeg, B. Klagge: "Metropole Hamburg - Wachsende Stadt". Begleitgutachten im Auftrag der Senatskanzlei der FHH. Ms. Hamburg 2002.
Download als PDF (ca. 3 MB).



Ansatzpunkte und Handlungsempfehlungen für Kooperationen zwischen den Metropolregionen Hamburg und Berlin

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dr. Susanne Heeg, Dr. Britta Klagge

Laufzeit: 4.00 – 9.00
Fördereinrichtung: FHH-Senatskanzlei

Kurzbeschreibung:
Die wirtschaftsräumliche Integration in Europa und die zunehmende Internationalisierung wirtschaftlicher, politischer und soziokultureller Verflechtungen von Großstädten führt zu einer Neubestimmung der Beziehungen benachbarter Metropolregionen. Diese betreffen sowohl Aspekte der Konkurrenz als auch neue Möglichkeiten der Kooperation. Während bisher die Frage des Wettbewerbs der Metropolregionen im Vordergrund der wissenschaftlichen und politischen Debatte gestanden hat, sind die Chancen, die sich durch kooperative Handlungskoordinationen, Bildung von Netzwerken der für die Stadtentwicklung wichtigen Akteure und strategische Allianzen gleicher Partner bilden können, bisher nicht oder unzureichend beachtet worden.

Publikationen:
J. Oßenbrüge, S. Heeg, B. Klagge: Kooperativer Wettbewerb zwischen den Metropolregionen Hamburg und Berlin. Gutachten im Auftrag der Senatskanzlei der FHH. Ms. Hamburg 2000
Download als PDF (ca 1 MB)



Ansatzpunkte für nachhaltige Stadtentwicklung in Hamburg

Verbundprojekt Universität Hamburg, HWP, Universität der Bundeswehr, TUHH

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Prof. Dr. Jürgen Hoffmann, Dipl. Geogr. Sybille Bauriedl, Dr. Markus Wissen

Laufzeit: 11.99 – 6.01
Fördereinrichtungen: FHH-BWF

Kurzbeschreibung:
Der Titel des Vorhabens deutet bereits an, daß das Forschungsvorhaben sich in zwei aktuelle Debatten einpaßt: Erstens in den Diskurs über Stellenwert, Reichweite und Dynamik des gegenwärtig beobachtbaren Wandels von Großstadtregionen. Gerade sie weisen innerhalb der gegenwärtig ablaufenden Veränderungsprozesse in wirtschaftlichen, soziokulturellen und ökologischen Feldern eine vergleichsweise hohe Problemverdichtung auf. Beispielsweise prägen die inzwischen als dauerhaft anzusehende hohe Arbeitslosigkeit und die ansteigenden Zuwachsraten prekärer Beschäftigung den städtischen Arbeitsmarkt. Damit eng verbunden ist die zunehmende sozialräumliche Polarisierung, die durch soziale und demographische Prozesse wie Individualisierung und Zuwanderung verstärkt wird. Schließlich bleiben trotz einiger Erfolge in der Umsetzung umweltpolitischer Zielsetzung Großstadtregionen die Räume mit großen und komplexen Umweltproblemen. Für unser Forschungsvorhaben spielen solche Argumentationsstränge eine besondere Rolle, die zur Erklärung des gegenwärtigen Strukturwandels auf die enge Verbindung zwischen neuen institutionellen Regulationsformen und der Entstehung neuer Arbeitsbeziehungen abzielen. Besonders beachten wir selbstgesteuerte Gruppen, die sich in ihrer Argumentation verstärkt auf die umweltbezogenen und sozialen Begrifflichkeiten der Nachhaltigsdebatte beziehen.

Zweitens schließt unser Projekt an den ökologisch-ökonomischen Diskurs über Sustainable Development an, insbesondere an die Debatten über die Bedeutung von Leitbildern und Wissenschaft. Es sollen die Vermittlungswege zwischen diesen Diskursen überprüft werden, sowie die damit verbundene Aneignung der Agenda-Terminologie, um Hemmnisse und Potentiale der Verständigung zu zeigen.

Im Ergebnis sollen Antworten auf die Frage gefunden werden, ob das Leitbild "Nachhaltigkeit" Handeln in der Stadt verändert. Dabei ist besonders die Frage zu klären, wie der Diskurs in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen über Sustainable Development zu einer Verschiebung der Grenzlinien zwischen Wissenschaft, Politik und städtischer Gesellschaft führt. Indikatoren sind in diesem Prozeß für die Formulierung und Weiterentwicklung von Leitbildern wichtig. Es ist von einer Ko-Evolution von leitbildlicher Zielsetzung und Indikatorenentwicklung auszugehen. Indikatoren sind aber auch ein wesentliches Mittel zur Zuspitzung und Fokussierung von Forschungsergebnissen im Diskurs über nachhaltige Entwicklung in Großstadtregionen und können selbst eine Leitbildfunktion einnehmen, was durch die öffentliche Aufmerksamkeit für Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquote oder dem DAX verdeutlicht wird.

Publikationen:
R. Danielzyk, J. Oßenbrügge: Globalisierung und lokale Handlungsspielräume II: Regionale Politik und Planungsstategien im Postfordismus. In: H. Gebhardt, G. Heinritz, R. Wiessner (1998): Europa im Globalisierungsprozeß von Wirtschaft und Gesellschaft. Bd. 1 von Europa im Wandel. Tagungsbericht und wissenschaftliche Abhandlungen des 51. Dt. Geographentages. Stuttgart: Steiner, 1998, S. 77-80.

J. Oßenbrügge: Industrielle Nutzungen im Unterelberaum. In: K. Schipull (Hrsg.): Hamburg - Stadt und Hafen - Umland und Küste. 37 Geographische Exkursionen. Hamburg 1999, S. 363-374. (Hamburger Geographische Studien, Heft 48).



Evaluierung von Ansatzpunkten nachhaltiger Stadtteilentwicklung in Hamburg-Niendorf

Verbundprojekt Universität Hamburg, HWP

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dipl. Geogr. Sybille Bauriedl

Laufzeit: 11.99 – 5.00
Fördereinrichtungen: FHH-BWF

Kurzbeschreibung:
Zielsetzung des Evaluationschrittes der unihh ist die Ermittlung der für die Stadtteilentwicklung relevanten Strukturen und Prozesse, die eine materielle Basis für Leitvorstellungen der zukunftsfähigen Entwicklung darstellen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung dienen dazu, analytisch ermittelte Potentiale und Hemmnisse nachhaltiger Entwicklung mit den im Projekt ermittelten Vorstellungen abzugleichen. Weiterhin wird die Situation des Stadtteils im Kontext der gesamten Stadtregion untersucht und bewertet, um Aussagen darüber zu gewinnen, ob die Bedingungen zur Realisierung nachhaltiger Entwickung in Niendorf stadtteilspezifischer oder allgemeiner Art sind.



Sozialräumliche Prozesse afrikanischer Großstädte im Spannungsfeld ökonomischer Strukturanpassung und nachhaltiger Stadtentwicklung

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dr. Eckardt Burchardts, Dipl. Geogr. Christoph Haferburg, Dipl. Geogr. Kai Brenke

Laufzeit: 7.99 – 7.02
Fördereinrichtung: DFG - SFB

Kurzbeschreibung:
Der Schwerpunkt des Forschungsprojektes liegt in der Untersuchung sozialräumlicher Problemverdichtungen in afrikanischen Großstädten, die durch sozioökonomische Transformationsvorgänge als wechselseitig sich verstärkende Ursache-Wirkungs-relationen entstehen. Durch eine Analyse aktueller stadt- und wirtschaftsräumlicher Differenzierungsprozesse auf der urbanen Ebene werden stadtstrukturelle Folgen gegenwärtiger Umbruchsituationen und Bewertungs- und Handlungsstrategien lokaler Akteure aufgezeigt und erklärt. Im einzelnen untersucht das Projekt

  • standortrelevante Aktivitäten von Unternehmen im formellen und informellen Sektor als Ausdruck der Bewältigung neuer ökonomischer Rahmenbedingungen und der Inwertsetzung stadträumlicher Potentiale;
  • Formen der räumlichen Segregation der Stadtbevölkerung als Ausdruck ethnischer, sozio-kultureller und ökonomischer Präferenzen bei der Wahl des Wohnstandorts;
  • <
  • lokale Handlungspotentiale und planerische Strategien zur Bewältigung der Umbruchsituationen unter besonderer Beachtung der Artikulationsformen und Positionen städtischer Interessengruppen.
Diese Handlungsformen werden vor dem Hintergrund der Auswirkungen weltwirtschaftlicher Verflechtungen, wirtschaftspolitischer Strukturanpassungsmaßnahmen und nationalstaatlicher politischer Umbruchsituationen auf Teilökonomien und Standortsysteme der städtischen Wirtschaft sowie der sozialräumlichen Stadtstruktur analysiert.

Die Teilziele des Projektes werden in zwei Großstädten untersucht, in Accra und Cape Town, in späteren Untersuchungsschritten werden weitere Großstädte einbezogen. Ein Vergleich mehrerer Städte empfiehlt sich, um zwischen allgemeinen sozialräumlichen Differenzierungsprozessen in Städten Afrikas und speziellen lokalen Einflüssen unterscheiden zu können. Die Auswahl einer Stadt in Südafrika liegt nahe, da mit der Aufhebung der Apartheid eine Veränderung der sozialräumlichen Segregation in ihren unterschiedlichen Dimensionen einhergeht. Accra steht als Bei­spiel für die Wirkung der Strukturanpassung in den achtziger Jahren, die zu umfassenden Umbruchsituatio­nen geführt hat, wodurch sich sozialräumliche Differenzierungsprozesse besonders deutlich abzeichnen. Als wichtigste Untersuchungsmethoden sind Vorgehensweisen der empirischen Regionalforschung (Wirtschafts- und Sozialraumanalyse) und der Sozialforschung (Befragung) vorgesehen.

Publikationen:
C. Haferburg, J. Oßenbrügge (Eds.): Ambiguous Restructurings of Post-Apartheid Cape Town. The Spatial Form of Socio-Political Change. Münster: LIT Verlag, 2004. (Afrikanische Studien, Bd. 17).

J, Oßenbrügge, M. Reh (Eds.): Transnational Social Spaces of African Societies. Münster u.a., 2004.

J, Oßenbrügge: Transstaatliche, plurilokale und glokale soziale Räume - Grundbegriffe zur Untersuchung transnationaler Beziehungen und Praktiken. In: Oßenbrügge, J., Reh, M. (Eds.): Transnational Social Spaces of African Societies. Münster u.a., 2004, S. 37-57.

J. Oßenbrügge et al.: Religion and Politics in the Transition-process of South Africa: Outline of a Research Project. In: Tayob, A., Weisse, W. (Eds.): Religion and Politics in South Africa - From Apartheid to Democracy. Münster u.a.: Waxmann, 1999, S. 119-139. (Religion and Society in Transition, Volume 1).



Ex-Ante-Evaluierung des wirtschaftlichen Strukturwandels von St. Pauli

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dipl. Geogr. Anke Strüver

Laufzeit: 6.99 – 3.00
Fördereinrichtung: FHH-Wirtschaftsbehörde

Kurzbeschreibung:
Auf der Grundlage des Arbeitspapiers der EU-Kommission ‑Die Ex-ante-Bewertung der Interventionen im Zeitraum 2000-2006, Ziele 1,2 & 3 soll eine Strukturuntersuchung des Stadtteils St. Pauli durchgeführt werden. Die Zielsetzung der Untersuchung besteht in der Aufnahme und Durchführung eines interaktiven Prozesses für die Ausarbeitung und Durchführung eines operationellen Programms.

  • Entwicklung von Schlüsselindikatoren und Analyse früherer Bewertungsergebnisse
  • Analyse der Stärken, Schwächen und Entwicklungspotentiale
  • Beurteilung des Planentwurfs
  • Beurteilung der Durchführungs- und Begleitmodalitäten.
Publikationen:
J. Oßenbrügge, A. Strüver: Strukturanalyse St. Pauli. Gutachten im Auftrag der BWV der FHH. Ms. Hamburg, 2000.



BALTICOM – Neue Informations- und Kommunikationstechnologien in Hafenwirtschaftsräumen: Hamburg und Ostseeraum
Regional restructuring and impact of transport relations and communication technologies in the BSR

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, M.A. Susanna Degrassi, Dipl. Geogr. Marcus Cordts, Dipl. Geogr. Eckhardt Maudrich

Laufzeit: 5.99 – 5.01
Fördereinrichtung: EU-INTERREG
Homepage: http://www.balticom.org/

Objectives:

  • to analyse recent processes of spatial restructuring due to changing transport relations in the BSR,
  • to investigate the effects of new transport infrastructures and communication relationship on urban and regional scale,
  • to assess the effects of improved information and communication networks on the goods-related interrelationships in the BSR,
  • to develop a handbook of systematic descriptions of regional and environmental impacts of new technologies for purposes of regional planning,
  • to elaborate regional case studies on the structural effects of technologies at places with different framework conditions in the BSR,
  • to analyse framework conditions for the implementation of new information and communication systems.
Approach:
Interrelationships of new business localities, in connection with a fundamental reorganization of information and communication relationships and modern transport modes, are causing profound changes to port areas in the BSR. Within the framework of the whole BALTICOM project, two regionally-relevant directions of development can be addressed in this context:
  • Effects of new transport infrastructures and communication relationships on regional structures,
  • Effects of improved information and communication networks on quantities and qualities of the goods-related interrelationships in the BSR.
Publikationen:
M. Cordts, E. Maudrich: Report on the development of port related transport corridors and sustainable regionale development. Ms. Hamburg, 2000.

M. Cordts: Report on port related processes of regional restructuring -Klaipeda. Ms. Hamburg, 2000.



Dokumentation der Agenda-Aktivitäten an der Universität Hamburg

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dipl. Geogr. Anke Strüver

Laufzeit: 1.99 – 12.99
Fördereinrichtungen: FHH-BWF

Publikationen:
A. Strüver: Dokumentation der Agenda-Aktivitäten an der Universität Hamburg. Ms. Hamburg 2000.



Präventive Arbeitsmarktpolitik für Hamburg. Analyse arbeitsmarktrelevanter Entwicklungen in Metropolregionen, Identifikation zukünftiger Wachstumsfelder und Qualifikationsanforderungen

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dr. Axel Menze, Dipl. Geogr. Christian Fulda

Laufzeit: 6.97 – 2.00
Fördereinrichtungen: EU-ESF

Publikationen:

J. Oßenbrügge, A. Menze, Ch. Fulda: Präventive Arbeitsmarktpolitik für Hamburg. Gutachten im Auftrag der BAGS der FHH, gefördert durch den EFS. Ms. Hamburg 2000.

J. Oßenbrügge: Hamburg: Globalisierungsprozesse und soziale Integration in einer Metropolregion. Praxis Geographie, 29, H. 10, 1999, S. 4-9.



Gemeinschaftseinrichtungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Eine qualitative Untersuchung in Hamburger Großwohnsiedlungen

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dipl. Geogr. Christiane Kroll, Dipl. Geogr. Andrea Vagt

Laufzeit: 9.97 – 8.98
Fördereinrichtung: FHH-Baubehörde

Publikationen:
Ch. Kroll, A. Vagt: Gemeinschaftseinrichtungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Eine qualitative Untersuchung in Hamburger Großwohnsiedlungen. Dipl. Arbeit. Hamburg 1999.



Räumliche Organisation von Innovationssystemen in Anwendungsfeldern der Biotechnologie. Regionale Spezialisierung als geographische Form der wissensbasierten Ökonomie?
Spatial Organisation of Innovation Systems in Fields of Biotechnology. Regional Specialisation as Spatial Form of Knowledge based Economy?

Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge, Dr. Christian Zeller

Laufzeit: 4.97 – 12.01
Fördereinrichtung: DFG

Project team:
The research project is carried out in the Department of Economic at the University of Hamburg. The project team consists of Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge and the research associates Stefan Fichtner and Christian Zeller. The project is scheduled to last for three years and focuses on regional economic developments in Germany. These developments are compared with the developments of the biotechnology industry in the US and in the UK. The project is part of the research program "Technological change and regional development in Europe" of the Deutsche Forschungsgemeinschaft (German Science Foundation). Funding is being provided by the same organisation.

Introduction:
New research results in the past two decades have led to the enforced economic use of biotechnological products and processes. In Germany, the commercialisation process receives considerable support from state authorities and institutions in order to promote the innovation process and competitive forms of commercialisation. With the promotion of biotechnology it is intended to assist the technological modernisation and the transition to a knowledge-based economy.

Issue:
Experiences from the US suggest the assumption that successful commercialisation processes in biotechnology often arise from spatially integrated clusters. In Germany an increasing regionalisation of promoting strategies can be observed. Nevertheless it is still not obvious how integrated clusters in biotechnology are organised and what kind of qualitative and quantitative effects biotechnology has for the development of the locations.

Objectives:
Having these regional economic and technological developments in mind the research project pursues three objectives: The first aim is to clarify the locational importance of biotechnolgy. Moreover the research focuses on the investigation of forms and functions of spatial clusters. Secondly, the knowledge about the importance of spatially integrated clusters has to be extended in order to support innovative processes more specificly.

Thirdly, the possibilities to influence locational conditions of the technological development are investigated. As an example the Bio-Regio-Competition in Germany is considered. The assumption will be examined that spatially integrated innovation systems could be more successful, if regional institutional systems are in a position to promote biotechnological innovation processes by means of creative forms of collaboration and a guarantee of social acceptance.

Procedure:
The research project examines the process that innovative products/processes pass through from the idea to their commercialisation. Case studies will be elaborated in medical biotechnology and environmental biotechnology. The examination of the innovation processes will be divided into interaction sequences and will be studied comparatively. Against the background of the progressing global connection of economic relations, the hypothesis that innovation systems are locationally determined because of their dependence of a multitude of interweavings external from companies, within an economic region will be examined.

Results:
The analysis of the importance of spatially integrated clusters for the biotechnological innovation process will offer an answer to the question how locational and entrepreneurial politics can react to future challenges of a globalized and knowledge-based economy.

Publikationen:
J. Oßenbrügge, S. Fichtner, Ch. Zeller: Räumliche Organisation von Innovationssystemen in Anwendungsfeldern der Biotechnologie. Regionale Spezialisierung als geographische Form der wissensbasierten Ökonomie. Zwischenbericht an die DFG, Ms, Hamburg. 1998.

J. Oßenbrügge, Ch. Zeller The Biotech Region Munich and the Spatial Organization of its Innovation Networks. In: L. Schätzl (ed): Technological Change and Regional Development in Europe. Heidelberg: Springer, 2000.

J. Oßenbrügge: Regionale Innovationssysteme: Evolution und Steuerung geographischer Formen der wissensbasierten Wirtschaft. In: R. Schwinges, P. Messerli u.a. (Hrsg.): Innovationsräume. Bern, 2001, S. 85-102.



 

Seiteninfo: Impressum  | Kontakt | Browserinfo | Letzte Aktualisierung am 9. Nov. 2011 durch Thomas Pohl
Blättern: Seitenanfang|Zur vorangehenden Seite|Zur nächsten Seite