Zum Gedenken an das Leben und Wirken von Dr. Joseph Carlebach
(1883–1942) verleiht die Universität
Hamburg für herausragende wissenschaftliche Beiträge junger
Wissenschaftler/innen zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur den
Joseph Carlebach-Preis. Joseph Carlebach war der letzte Oberrabbiner der Gemeinden Altona und Hamburg bis zu seiner Dportation 1941 nach Riga.
Seit der erstmaligen Verleihung 2004 soll der
Joseph Carlebach-Preis seinen Namen lebendig erhalten und zugleich
seiner Tochter Prof. Dr. Miriam Gillis-Carlebach, für ihr nicht
nachlassendes Bemühen um Verständigung, Zusammenarbeit und gemeinsames
Erinnern gewidmet sein. Mit dem Joseph Carlebach-Preis sollen
hervorragende wissenschaftliche Beiträge aus dem Hamburger Raum –
insbesondere Seminar-, Magister-, Examens- und Diplomarbeiten sowie
Dissertationen – ausgezeichnet werden.
Zielgruppe:
Studierende und Promovierende
Preishöhe:
3000 € (Das Preisgeld kann bei mehreren Preisträger/innen je nach Art des Beitrages gestaffelt werden.)
Bewerbung
- Die wissenschaftlichen Beiträge bzw. die Autor/innen müssen vorgeschlagen werden. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.
- Vorschlagsberechtigt sind alle Wissenschaftler/-innen der Universität Hamburg.
- Die Fertigstellung der Arbeiten darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
- Die
Vorschläge müssen sorgfältig begründet sein und Angaben zu den
Kandidat/innen enthalten. Weiterhin sind dem Antrag ein Exemplar der
Arbeit, ein Lebenslauf mit aktuellen Kontaktdaten des Autors bzw. der
Autorin und die Gutachten der betreuenden Professor/innen beizulegen.
- Die nächste Ausschreibung erfolgt im 4. Quartal 2012
Die Preisträger/innen der letzten Jahre
- 2010: Arne Offermanns
(Fachbereich Sprache, Literatur und Medien) "Der Briefwechsel zwischen
Ernst Lissauer und Walter A. Berendsohn 1935-1937; Einführung, Edition,
Kommentar"
- 2008: Katharina Kraske (Fb. Sprache
Literatur und Medien II) für ihre Magisterarbeit zum Thema: Auschwitz
erinnern. Shoah-Darstellungen in der italienischen Literatur.
- 2006:
Dr. Christine Müller (Fb. Erziehungswissenschaft) für ihre Dissertation
zum Thema: Zur Bedeutung von Religion für jüdische Jugendliche in
Deutschland.
Dr. Sandra Konrad (Fb. Psychologie) für ihre
Dissertation zum Thema: "Everybody has one’s own Holocaust". Eine
internationale Studie über die Auswirkungen des Holocausts auf jüdische
Frauen dreier Generationen.
- 2004: Dr. Christina
Pareigis (Fb. Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften) für ihre
Dissertation zum Thema: ‚trogt zikh a gezank‘. Jiddische Liedlyrik aus
den Jahren 1939 – 1945.
Kadye Molodovsky, Yitzhak Katzenelson,
Mordechaj Gebirtig. Jorun Poettering (Fb. Geschichtswissenschaft) für
ihre Magisterarbeit zum Thema: Hamburger Sefarden im atlantischen
Zuckerhandel des 17. Jahrhunderts.