Das Projekt geht von der These aus, dass
unterschiedliche Konzeptualisierungen einer Krankheit, ihrer Ursachen
und Einflussfaktoren auch unterschiedliche Ansatzpunkte und Strategien
für die Prävention nahe legen.
Vor diesem Hintergrund wird am Beispiel des Metabolischen Syndroms untersucht,
- wie diese Krankheit konzeptualisiert wird, welche
wissenschaftlichen Hypothesen zu seinen Ursachen existieren, auf welche
Theorien sie Bezug nehmen und wie sie strukturiert sind;
- es werden die Vorstellungen von Krankheitsursachen und vom
Zusammenspiel von inneren und äußeren Ursachen in verschiedenen
wissenschaftlichen Hypothesen analysiert sowie deren Repräsentationen
,des Menschen’ und seiner Beziehungen zur Umwelt herausgearbeitet;
- es wird untersucht, welche Ansatzpunkte für Präventionsstrategien
und Verhaltensregime sich aus den Hypothesen ergeben oder dadurch nahe
gelegt und/oder präformiert werden.
Zusammenfassend betrachtet konzentriert sich das Projekt auf die
Darstellung des komplexen Verhältnisses zwischen biomedizinischen
Konzeptualisierungen von Krankheit, Repräsentationen von Mensch und
Gesellschaft und der Formulierung gesundheitspolitischer
Handlungsstrategien.