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Wissenswert ist ein elektronisches Journal über Werte. Es berichtet über neuere Ergebnisse der Werteforschung sowie über aktuelle Trends und Wertedebatten in den Medien. Das Journal wendet sich an Personen, die sich allgemein für das Thema "Werte" interessieren, die einen fundierten Einblick in die aktuelle psychologische und soziologische Werteforschung erhalten wollen und die aktuelle Wertedebatten in der Öffentlichkeit kritisch und wissenschaftlich fundiert kommentiert haben möchten.

Wissenswert wird herausgegeben vom Arbeitsbereich Sozialpsychologie der Universität Hamburg. Die Autoren sind wissenschaftliche und studentische Mitarbeiter des Arbeitsbereichs. Das Journal erscheint dreimal jährlich, jeweils im Februar, Juni und Oktober.

Die aktuelle Ausgabe von Wissenswert finden Sie hier.

Haben Sie Anregungen für das Werte-Journal? Oder möchten Sie gerne benachrichtigt werden, wenn eine neue Ausgabe von Wissenswert erscheint? Schreiben Sie einfach eine eMail an Tobias Gollan: tobias.gollan[at]uni-hamburg.de


Gerade in schwierigen Zeiten sind wir für unser Projekt Wissenswert auf Spenden angewiesen. Stiftungen haben immer weniger Geld zur Verfügung. Die Werte-Diskussion in unserer Gesellschaft wird unserer Ansicht nach jedoch nicht intensiv genug geführt, obwohl sie für unser Zusammenleben höchst dringlich ist. Mit Wissenswert wollen wir diese Diskussion wissenschaftlich fundiert befördern.

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Themen der aktuellen Ausgabe (03/2011)::

Die Odenwaldschule : Verheimlichen, Verdrängen, Verschweigen, Verleumden, Verherrlichen - Eine öffentliche Angelegenheit.
Viele Jahre lang war die Odenwaldschule eine Muster-Institution der Reformpädagogik - bis ans Tageslicht kam, dass die reformpädadgogische Freiheit bis hin zu gravierendem sexuellen Missbrauch der anvertrauten Schüler reichte. Die Aufarbeitung der Taten ist, selbst über ein Jahr nach ihrem Bekanntwerden, von Vertuschung und Verdrängung geprägt. Dabei haben sich nicht nur die Verantwortlichen der Odenwaldschule schuldig gemacht.
Von Dipl.-Psych. Hannelore Witte und Prof. Dr. Erich H. Witte.


Werte in Zeiten von Krisen

Wirtschaftskrisen, Klimaveränderung, Atomkatastrophen, Terrorismus – in den Jahren des beginnenden 21. Jahrhunderts reiht sich eine Krise an die nächste. Wie gehen Menschen damit um, und welche Konsequenzen hat das generalisierte Gefühl der Bedrohung für ihre Werthaltungen?
Von Dipl.-Psych. Tobias Gollan.

Der Wert der Religion, oder: Was bedeutet der Papstbesuch?
Von Menschen, die sich nicht zu einer Kirche oder zu einem Glauben bekennen, wird oft angenommen, dass sie sich in ihrem Leben nur unzureichend von Werten leiten ließen, von einer sogenannten „Werteanomie“ betroffen seien. Aus der Werteforschung lässt sich dieser Schluss allerdings nicht ziehen – und tendenziell sogar der gegenteilige. Eine Verbesserung der Gesellschaft im Sinne anerkannter Werte führt weniger über die Rückkehr zur alten Tradition und der Religion, sondern über die Verbesserung der Bildung.
Von Prof. Dr. Erich H. Witte

Kindern Werte vermitteln: Mit Pinsel und Farbe
Wie können Kindern Werte vermittelt werden? Ein neues Hamburger Projekt gibt hierauf die Antwort: mit Kunst! Indem die Kinder gemeinsam malen, gestalten, Kunst schaffen und Kunst erleben, sollen Talente entdeckt, Konzentration und Kooperation erlernt und Respekt und Toleranz gefördert werden. Dabei wird besondere Sorge getragen, dass die Begegnung mit der Kunst und die Wertevermittlung dort stattfindet, wo sie sonst eher selten hinkommen – in den sozial schwächer gestellten Vierteln Hamburgs.
Von Dipl.-Soz. Regina Murgoth.



Schnellzugriff auf die bisherigen Wissenswert-Ausgaben:
  Ausgabe 01 / 2008 :  <link>
  Ausgabe 02 / 2008:
 <link>
  Ausgabe 03 / 2008 :  <link>
  Ausgabe 01 / 2009 :  <link>
  Ausgabe 02 / 2009 :  <link>
  Ausgabe 03 / 2009 :  <link>
  Ausgabe 01 / 2010 :  <link>
  Ausgabe 02 / 2010 :  <link>
  Ausgabe 03 / 2010 :  <link>
  Ausgabe 01 / 2011 :  <link>
  Ausgabe 02 / 2011 :  <link>
  Ausgabe 03 / 2011 :  <link>

Alle Inhalte bisheriger Wissenswert-Ausgaben:

Ausgabe 01/2008

Wohin führt der Wertewandel?
In den Feuilletons der Medien wird viel über den „Wertewandel“ philosophiert und debat­tiert. Neben Klagen über eine „individualisier­te Spaßgesellschaft“ wird neuerdings auch eine Renaissance traditioneller Werte ausge­macht. Wie aber passt das zusammen? Und gibt es den Wertewandel überhaupt? Angesichts des derzeitigen Forschungsstands stehen viele Behauptungen auf tönernen Füssen.
Von Tobias Gollan.

Islam und Christentum: Getrennt durch gemeinsame Werte
Der Dialog zwischen Islam und Christentum tritt in eine neue Phase. Zum Fastenbrechens­fest veröffentlichten 138 muslimische Geist­liche einen offenen Dialogaufruf. Ein so breit angelegter Dialog birgt große Herausfor­derungen: Um wirksam zu sein, muss zwar Verbindendes aber auch Trennendes beider Re­ligionen zur Sprache kommen. Studien zeigen: Islam und Christentum haben viele gemeinsame Werte - Doch das sind andere als die Geist­lichen vermuten.
Von Charlotte Strohmeier.

Wer am Arbeits­platz selbst bestimmen kann, ist zufriedener
Mitarbeiter, die sich bei der Arbeit einbringen können, sind zufriedener. Ihr hoher Grad an Autonomie trägt zum persönlichen Glück bei. Aber die an europäischen Arbeits­plätzen geht zurück. Diesem Trend entgegen zu wirken ist eine Herausforderung an Füh­rungskräfte, wenn sie das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter im modernen Arbeitsumfeld för­dern und von den positiven Auswirkungen für das Unternehmen profitieren wollen.
Von Tanja Seelheim.

Wenn kein Politiker es mehr Wert ist
Menschen wählen Politiker, von denen sie ihre Werte vertreten sehen. Was passiert nun, wenn sich die Wähler von der politischen Klasse nicht mehr angemessen repräsentiert fühlen?
Von Jakob Stauch.

Integration und Leistungsorientierung
„Bildung und Integration sind zwei Seiten ei­ner Medaille.“ - Beim internationalen Sympo­sium „durch Bildung“ fasste Bun­deskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung der Bildung für Migranten in Deutschland so zusammen. In gibt es allerdings Probleme auf beiden Seiten der Medaille. Was jedoch veranlasst Migranten, sich verstärkt für Bildung und schulische Leistungen zu in­teressieren? Wertestudien können hier wich­tige Erkenntnisse liefern.
Von Charlotte Strohmeier.

 

Ausgabe 02/2008


Die Instrumentali­sierung der Werte
Entscheidungen, die für die Entwicklung der Gesellschaft richtungsweisend sind, müssen debattiert und begründet werden. Oft beru­fen sich die Entscheidungsträger hierbei auf Werte, die ihren Standpunkt unterstützen und rechtfertigen – doch in vielen Fällen erzäh­len sie dabei nur die halbe Wahrheit.
Von Tobias Gollan.

Olympische Spiele 2008 Peking: Hürdenlauf zum Frieden.
Angela Merkel wird nicht hingehen. Obwohl bisher kein Nationalteam die Spiele in China boykottiert, stehen die Regierungen und vor allem die Bevölkerungen vieler Länder den diesjährigen olympischen Spielen in Peking kritisch gegenüber. Sollten die Spiele die Gastgebernation nicht vor allem zu Frieden und Völkerverständigung ermahnen? Passt zum immer noch wirksamen Symbol des „olym­pischen Friedens“ die immer brutalere Unter­drückung des tibetischen Volkes? Passen zum religiösen Ursprung der Spiele etwa Festnah­men von friedlich demonstrierenden Mönchen?
Von Charlotte Strohmeier.

Wirtschaft, Religion und Konsum: Wie sollen wir heute leben?
Zwei lesenswerte Bücher geben Hinweise auf die Lebensgrundlage und die Einbindung der Menschen in die Organisation dieser Grundlagen: Norbert Bolz’ Das konsumistische Manifest und Franz Segbers’ Die Hausordnung der Tora. Zwei Buchvorstellungen.
Von Erich H. Witte

Verlangen und Verlust – Grund­koordinaten einer Ethik des Konsums
Kaum eine Tätigkeitsform und zugleich Da­seinsbedingung des Menschen wird in der Spätmoderne so polarisiert bewertet wie der Konsum. Zum Einen indiziert die moder­ne Erweiterung von Konsummöglichkeiten in den westlichen Gesellschaften eine Stei­gerung des Wohlstandes, die über die Be­friedigung lebensnotwendiger Bedürfnisse hinaus im Laufe der geistesgeschichtlichen Entwicklung zunehmend selbst den Rang eines Eigenwertes angenommen hat.
Von Dr. Martin Booms.

Folterdebatte: Wohin führt die Wertschätzungmen schlichen Lebens?
Welche Rolle spielen Werte in der Debatte um die Legitimität von Folter? Kann man den Befürwortern der Folter mangelnde unterstellen? Oder vielmehr den Gegnern der mangelndes Verantwortungsbewusst­sein? Ein Blick aus der Werteforschung auf die aktuelle Debatte.
Von Jakob Stauch.

Zum Stand der Debatte um Juge­ndkriminalität in Deutschland
Nicht erst seit dem gewalttätigen Übergriff in der Münchener U-Bahn Anfang des Jah­res ist das Thema „Jugendkriminalität“ in ho­hem Masse medial präsent. Häufig wird das Phänomen Jugendgewalt mit dem „Verfall der Werte“ bei Jugendlichen sowie mit einem stei­genden Anteil ausländischer Gewalttäter in Verbindung gebracht. Was sich auf den ersten Blick als plausible Erklärung darstellt, ist bei näherer Betrachtung der Fakten jedoch ein vereinfachtes und pauschalisierendes Bild, das der Realität nicht gerecht wird.
Von Oliver Peytsch.


 Ausgabe 03/2008

Warum eine Sozialpsychologin sich mit Werten beschäftigt.

Von Dr. Micha Strack.

Können Philosophie und Neurologie voneinander lernen?
Die öffentliche Kontroverse zwischen Sin­ger und Janich, oder: Der Krieg der Wissenschaftskulturen.
Von Prof. Dr. Erich H. Witte.

Arabische Welt: Gesellschaftliche Transformaton ohne Wertewandel?
Entgegen der Klischees von Beduinen, Ha­rems und Kamelen haben sich viele Länder der arabischen Welt im letzten Jahrzehnt drama­tisch verändert: In Ländern, in denen noch vor kurzem nur staatliches Fernsehen zu emp­fangen war und alle Nachrichten der Zensur unterlagen, gibt es nun in fast jedem Haus­halt mit Fernseher einen Digitalempfänger für hunderte arabische und internationale Kanäle. Handys und Internetcafés gehören zum neu­en arabischen Lifestyle und dienen besonders der traditionell eingeschränkten Kontakt­aufnahme zwischen den Geschlechtern. Diese Erscheinungsformen einer technologischen Modernisierung und Pluralisierung gehen bis­her allerdings nicht mit einer deutlichen De­mokratisierung und Säkularisierung einher. Stattdessen scheinen traditionelle und religi­öse Werte weiterhin zu überwiegen. Oder gibt es doch Anzeichen für einen Wertewandel, der sich aufgrund der strikten sozialen Normen nur anders äußert?
Von Charlotte Strohmeier.

Der grüne Anstrich der Wirtschaft
Ökologisches und soziales Bewusstsein steht so hoch im Kurs wie nie zuvor – bei Men­schen wie auch bei Wirtschaftsunternehmen. Doch vom zu konkretem Handeln oder zur nachhaltigen Unternehmensführung ist es ein langer Weg: Welche Faktoren kön­nen dafür sorgen, dass er „kürzer“ wird?
Von Tobias Gollan.

Was ist links?
Traditionell unterstellt man Wählern linker Parteien, sie seien egalitaristischer, legten weniger Wert auf Traditionen, seien reform­freudiger und hätten ein weniger ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Neuere Forschungser­gebnisse widerlegen diese Erklärungsmuster und werfen die Frage „Was sind eigentlich linke Werte?“ neu auf.
Von Jakob Stauch.

Selbstbestimmung, oder: Werden wir moralisch überordert?
Je pluralistischer und individualistischer eine Gesellschaft wird, desto grösser werden die individuellen Handlungsspielräume des Ein­zelnen, auch bei moralischen Entscheidungen. Moralische Verantwortlichkeit verlagert sich demnach mehr und mehr von der Gesellschaft auf das Individuum. Damit stellt sich jedoch die Frage, ob es dieser Verantwortlichkeit gewachsen ist.
Von Valerie Brandt.

 

Ausgabe 01/2009

Kulturelle Werte und Wertedivergenzen im Migrationskontext.

Von PD Dr. Haci-Halil Uslucan.

Werte als Waffen
Kein Mensch wünscht sich die Leiden des Krieges. Und trotzdem führen Menschen Krieg. Sie sind bereit zu töten und zu sterben und damit unendliches Leid über sich und andere zu bringen. Das Leid aber hält sie nicht davon ab, es bestärkt sie noch in ihrem Tun. Durch den Gaza-Krieg ist auf Seiten der Palästinenser die Unterstützung der Hamas weiter gestiegen. Israelische Politiker, die den Kriegseinsatz befürworteten, erfreuten sich wachsender Beliebtheit in den Umfragewerten. Ist den Menschen dieser konfliktgeplagten Region etwa der Frieden nichts wert?
Von Charlotte Strohmeier.

Obamas Antrittsrede und die Psychologie der Werte
Der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika erhält von seinem Volk einen Vertrauensvorschuss, wie es ihn selten in der Politik gegeben hat. Dies verdankt er seiner Rhetorik mit Werten, die er wie kein Zweiter beherrscht. Deutsche Politiker sollten sich allerdings darüber im Klaren sein: Das Modell „Obama“ ist nicht ohne Weiteres auf Deutschland übertragbar.
Von Prof. Dr. Erich H. Witte.

Die Finanzkrise als Gefahr für die westlichen Demokratien – eine Übertreibung?
Ein Vertrauensverlust in das Wirtschaftsmodell bedeutet der Erfahrung nach auch einen für das begleitende Herrschaftssystem. Die veränderte Ökonomie ändert die Werthaltungen ihrer Bürger.
Von Willi Fiebranz.

Wertekonflikte in der Politik und das schlechte Image der Politiker
Dass Politiker einen schlechten Ruf haben ist kein Geheimnis. Die Gründe hierfür sind jedoch weniger in der Persönlichkeit des typischen Politikers zu suchen, sondern ergeben sich aus ihrer undankbaren Aufgabe, Wertekonflikte lösen zu müssen – und aus einer Öffentlichkeit, die eine tiefere Auseinandersetzung mit diesen Wertekonflikten scheut.
Von Tobias Gollan.

PISA – Welche Werte bestimmen die deutsche Schulbildung?
Für die Unterschiede zwischen den Bundesländern im Abschneiden bei den PISA -Studien werden in der Öffentlichkeit verschiedenartigste Gründe ins Feld geführt. Selten wird dabei reflektiert, dass Vieles dafür spricht, sie als Ausdruck von unterschiedlichen innerdeutschen Wertekulturen zu betrachten. Welche Konsequenzen sollten dann aber aus den PISA -Ergebnissen gezogen werden? Ist es wünschenswert, dass sich die Leistungskultur in der deutschen Schulbildung, speziell in den „schwachen“ Bundesländern, ändert? Und bleiben dann anderen Werte auf der Strecke?
Von Valerie Brandt.


 Ausgabe 02/2009

60 Jahre Grundgesetz
Deutschland eine Wertegemeinschaft - auch in der Krise?
Von Prof. Dr. Erich H. Witte.

Werte globaler Subkulturen
Wenn Forscher Werte untersuchen, so meinen sie meist die Werte einer Nationalität oder Ethnizität. Doch übersieht eine so allgemeine Betrachtung nicht vieles Wichtiges? In der westlichen Welt haben bereits seit den 60er Jahren andere „Kulturen“ an Einfluss auf unsere Identitäts- und Wertebildung im Jugendalter gewonnen: Kulturen mit eigener Sprache, eigenem Kleidungsstil – und vor allem: eigener Musik. Wer jemals als Rock-’n’-Roller, in der Beatgeneration, als Hippie, Punk, Hip-Hopper oder Raver versucht hat seinen Weg zu finden wird die Wichtigkeit solcher Subkulturen in der eigenen Entwicklung nicht leugnen. Etwas Weiteres ist diesen musikalischen Subkulturen gemein: Sie lehnen sich auf gegen einen Mainstream, der wiederum ihren Lebensstil als Bedrohung der gesellschaftlichen Werte versteht. Der „Wertefeind“ besitzt jedoch meist einen eigenen Wertekodex und operiert dank Internet immer globaler. Wie ein Lauffeuer verbreiten sich alte Rebellionen in neuen Landstrichen. Neue Formen der alten Subkulturen entstehen, deren Werte auf die lokalen sozialen und politischen Bedingungen übertragen werden.
Von Charlotte Strohmeier.

Wir genießen Bio
In deutschen Supermärkten häufen sich immer mehr Produkte, die angeben, „Bio“ zu sein; in Amerika kann man mit Klimaschutz Waschmaschinen verkaufen, und der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist neuerdings überall zu hören – kurz: Öko liegt im Trend.
Von Valerie Brandt.

„Wir brauchen Stabilität und Sicherheit“ – aber um welchen Preis?
Sicherheitswerte haben in den letzten Jahren in der politischen Argumentation und medialen Berichterstattung an Konjunktur gewonnen. Ob die Menschen dadurch an Sicherheit gewinnen, ist fraglich; ihren bürgerlichen Freiheiten hingegen werden immer mehr Gefährdungen zugemutet. Wie wird eigentlich die Diskussion um Freiheit, Sicherheit, Kontrolle und Geborgenheit in unserer Gesellschaft geführt und von wem, mit welcher Absicht? Was erwartet eine Gesellschaft, die ihre Freiheit preisgibt? Es lohnt sich in unruhigen Zeiten frühzeitig darüber nachzudenken, um nicht Wertpositionen in der Gesellschaft so zu verschieben, dass es schwer sein wird, diese wieder zu korrigieren.
Von Willi Fiebranz.

Auf der Suche nach Ursachen von Schul-Amokläufen
„Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht.“ Diese Worte richtete der damalige Bundespräsident Johannes Rau an die Teilnehmer der Trauerfeier, die sich 2004 nach dem damaligen Amoklauf auf dem Erfurter Domplatz zusammengefunden hatten. Seit den ersten „Schulmassakern“ haben Psychologen jedoch viele Erkenntnisse zusammengetragen, die die Motive der Täter zumindest in Teilen erklären können. Ob aus Phantasien eine reale Gewalttat wird, hängt jedoch nicht allein von den Biographien und den Merkmalen der Täter ab, sondern auch von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Diese Rahmenbedingungen sind möglicherweise auch dafür mitverantwortlich, dass die Zahl der verheerenden Amokläufe in Schulen in den letzten Jahren gestiegen ist.
Von Tobias Gollan.

 

Ausgabe 03/2009

Geschützte Werte – Fluch oder Segen?

Von Prof. Dr. Carmen Tanner

Wahlkampf 2009: Mit Werten maskiert
Bereits im Vorfeld der diesjährigen Bundestagswahl war klar: Kein Wahlkampf in Deutschland bisher ist so frei von Auseinandersetzung und losgelöst von Sachfragen geführt worden wie dieser. Damit setzt sich ein Trend der vergangenen Wahlen fort: Die Wahlprogramme der Parteien verstecken sich zunehmend hinter wohlklingenden Wertebegriffen, und Politikern sind kaum konkrete Perspektiven für ihre Politik zu entlocken. Dafür sind die Bürger aber durchaus mitverantwortlich.
Von Tobias Gollan.

Erziehung, Politik und ökonomische Entwicklung: Was die Politik von den Bürgern lernen kann.
Das ökonomische Wachstum ist möglicherweise beendet. Die eindimensionale Betrachtung der Lebenswelt aus ökonomischer Perspektive in der Politik wird der differenzierten Betrachtung der jüngeren Generation nicht mehr gerecht. Das mag dazu führen, dass die Abnahme der Reallöhne weit weniger bedeutsam ist als sich die Politik vorstellt. Das Leben wird nicht nur am materiellen Wohlstand gemessen.
Von Prof. Dr. Erich H. Witte.  

 

Ausgabe 01/2010

Überbewerten wir Werte?
Wertbegriffe beziehen sich auf abstrakte Leitprinzipien des Lebens. Deshalb ergibt sich aus ihnen nicht zwangsläufig auch eine bestimmte Handlung, und eine Handlung reflektiert nicht einzig und allein einen bestimmten Wert. Wie viel aber bringt es dann eigentlich, sich in öffentlichen Diskussionen auf Werte zu beziehen? Und wie kann ein produktiver Umgang mit Wertebegriffen aussehen?
Von Tobias Gollan.

Werte im kulturellen Kontext
Großangelegte Untersuchungen von Wertorientierungen haben gezeigt, dass sich der Wertekreis von Schwartz nicht nur in vielen Ländern und Kulturen replizieren lässt, sondern dass Länder aller Kulturkreise sich kaum darin unterscheiden, welche Werte sie für wichtiger und welche sie für weniger wichtig erachten. Sind sich die meisten Länder und Kulturen in ihren Werten aber so ähnlich, warum geraten wir dennoch im Geschehen der Globalisierung immer wieder an scheinbar unüberbrückbare, interkulturelle Wertekonflikte?
Von Valerie Brandt.

Unternehmerische Wertstiftung durch Corporate Responsibility

Von Dr. Manuela Drews.

Islamic Finance
Während im letzten Jahr Banken westlicher Länder reihenweise in den Strudel der internationalen Subprime-Krise gerieten, erwies sich das islamische Finanzwesen als erstaunlich stabil. Als ökonomisches System, das auf religiösen Vorgaben des Islam beruht, könnte es möglicherweise als ein Vorbild dienen, auch den westlichen Finanzmarkt umzustrukturieren. Die ethischen Regeln des islamischen Bankwesens sind auch nach Ansicht des Vatikans geeignet, dem westlichen Finanzsystem wieder Vertrauen zu verschaffen.
Von Michael Mahlknecht.

Schule, Familie, Sozialisation und Werte
Eine Differenzierung der Aufgaben von Schule und deren Wertorientierungen lassen konstruktive und dysfunktionale Kombinationen für den Unterricht an konkreten Schulen erkennen. Letztlich muss das Schulwesen so differenziert ausgestaltet werden wie die Schüler es mit ihrem sozialen Hintergund sind. Einfache strukturelle Massnahmen sind ungeeignet, die gesetzten Wertziele zu erreichen. Manche Diskussion über Schulreformen nähren den Verdacht, dass es letztlich um Einsparungen geht.
Von Prof.Dr. E.H. Witte

 
Ausgabe 02/2010

Leistung um jeden Preis
Der Wert Leistung wird in unserer Gesellschaft stark vertreten. Schon jetzt greifen Schüler und Studenten zu so genannten Neuro- Enhancern - Substanzen, die leistungssteigernd wirken sollen. In einem Zeitalter, in dem die Möglichkeit der Entwicklung einer Substanz besteht welche die kognitiven Fähigkeiten von Menschen steigert und zugleich ein geringes Risiko birgt, muss sich unsere Gesellschaft Gedanken darüber machen, wie mit einer möglichen chemischen Leistungssteigerung des Gehirns umzugehen wäre.
Von Valerie Brandt.

Religion & Wirtschaft – Wirtschaftsethische Notizen.
Religion ist Religion – und nicht etwa Wirtschaft. Das Primärgeschäft der Religionen ist das Transzendente (Gott, Jenseits). Daher verfügen Religionen weder über „Kochrezepte“ zur Lösung wirtschaftlicher Probleme noch ist eine bisweilen diagnostizierte „Konsumreligion“ tatsächlich in einem inhaltlichen Sinn Religion. Gleichwohl sind Religionen ein mögliches Angebot auf einem Markt von „Identitätssemantiken“, von Angeboten also, wie wir uns als Menschen in der Welt verorten können.

Von Prof. Dr. Michael Schramm.

Zur gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Bedeutung der Positiven Psychologie als Kerndisziplin der fachübergreifenden Glücksforschung.
Die Positive Psychologie konzentriert sich auf die Erforschung der positiven Aspekte des menschlichen Lebens und Miteinanders, die das Leben gesünder, besser und glücklicher machen. Sie ist zentral für eine zukunftsweisende Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik.
Von Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel.

Respekt als Arbeitswert: Theorie und Praxis.
Arbeitswerte bestimmen mit, wie sich Angestellte bei ihrer Tätigkeit fühlen und verhalten. Zu den klassischen Arbeitswerten zählten dabei bislang vor allem Merkmale der Tätigkeit und nicht des Umgangs miteinander am Arbeitsplatz. Wie wichtig ist den Arbeitnehmern Respekt im Miteinander im Vergleich zu anderen Werten? Und: Wird Respekt in der Praxis dementsprechend gelebt?
Von Christina Mölders und Dr. Tilman Eckloff.

Die verlockende Mär von Gut und Böse.
Die jüngsten Turbulenzen um den Euro werden von Medien und Politik mit markigen Worten begleitet. Die Einteilung in „gute“ und „böse“ Rollen ist dabei allgegenwärtig - und auch effektiv, weil sie verschiedenen Prinzipien der menschlichen Informationsverarbeitung entgegen kommt. Im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen und politischen Themen trifft dies bei der aktuellen Krise um den Euro in besonderem Maße zu.

Von Dipl.-Psych. Tobias Gollan.

Was ist uns gute Pflege wert? Arbeitsbedingungen in der Altenpflege.
In unserer alternden Gesellschaft steigt der Bedarf an Pflegekräften stetig an und immer mehr Personal wird aus dem Ausland angeworben. Um ältere Menschen gut pflegen zu können, benötigen Pflegekräfte Arbeitsbedingungen, die sie motivieren und ihre eigene Gesundheit fördern und erhalten. Besonders wichtig ist ein positives Arbeitsklima, bei dem sich Mitarbeiter gegenseitig unterstützen, für ihre Arbeit Anerkennung erhalten und Beschäftigte mit Migrationshintergrund im Team integriert werden.
Von Katharina Klug und Dr. Annekatrin Hoppe.



Ausgabe 03/2010

Schuld und Verantwortung in der öffentlichen Wahrnehmung.
Ursächlich für die tragische Massenpanik bei der Duisburger Loveparade Ende Juli war die Verkettung einer Vielzahl unglücklicher Umstände und Fehlentscheidungen mehrerer Beteiligter. Dennoch stand schon wenige Tage nach dem Unglück bei der Aufarbeitung vor allem die Person des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland im Mittelpunkt, als „Hassfigur“: Offensichtlich müssen die Fragen nach Schuld, Verantwortung und Sühne umgehend geklärt werden. Daraus ergibt sich jedoch auch eine Gefahr für die Demokratie. Sind die Menschen – verhaltensbiologisch, aufgrund ihrer angeborenen Informationsverarbeitung – nicht bereit für eine pluralistische, differenzierte und hochkomplexe Gesellschaft?
Von Dipl.-Psych. Tobias Gollan.

Die kreativitätsfördernde Gesellschaft - ein Widerspruch in sich?
Die kreativitätsförderliche Gesellschaft – ein Widerspruch in sich ? Nicht umsonst wurde das Jahr 2009 zum Jahr der Kreativität erkoren. Denn die Probleme sind immens. Und die derzeitigen Lösungsansätze nicht wirklich erfolgreich. Mit denselben Mitteln wie bisher sind die gesellschaftlichen Herausforderungen, die wir lösen müssten, damit auch unsere Kinder in Bildung und Wohlstand alt werden können, auf jeden Fall nicht zu bewältigen. Das Neue, Kreative soll hier Abhilfe schaffen. Der Ruf nach einer Gesellschaft, die mehr Kreativität zulässt, ist also verständlich. Aber er ist auch widersprüchlich.

Von Dr. Tilman Eckloff.

„Das Graves -Value -System “ – oder : Wie können Werte im Unternehmen gemessen und aktiv gestaltet werden?
Das Thema „Werte“ ist in vielen Unternehmen ein heisser Dauerbrenner. Viele Unternehmen haben die Erfahrung gemacht, dass „Wertearbeit“ die Mitarbeitermotivation und damit den Unternehmenserfolg steigern. In diesem Artikel stellen wir ihnen vor, wie Sie Wertearbeit und Kulturentwicklung im Unternehmen gezielt angehen können. Weiterhin erhalten Sie einen Kurzüberblick über das Graves-Value- System und dessen Einsatzmöglichkeiten in Veränderungsprozessen.
Von Dipl.-Kffr. Susanne Grätsch.

Sarrazin und Hartz -IV: politische Debatten und psychologische Konsequenzen
Politische Debatten in den Medien um wichtige gesellschaftliche Fragen sind notwendig und für jede Demokratie unentbehrlich. Trotzdem muss bei diesen Auseinandersetzungen geklärt sein, wer worüber mit welcher Kompetenz einen Beitrag liefert.
Von Prof. Dr. Erich H. Witte.



Was bringt die Werteforschung? Ein Interview mit Helmut Klages.
Prof. (em.) Dr. Helmut Klages ist der deutsche Mentor der soziologischen Werteforschung. Wissenswert ein kurzes Interview mit ihm geführt: Warum die Werteforschung wichtig ist, welche Erkenntnisse sie bringt und woran es ihr (noch) fehlt.

Wert(e)volles Management
Was nutzt die Beschäftigung mit Werten auf dem internationalen Management-Parkett?

Von Dipl.-Psych. Verena Piper.

Graves Werstesystem, der Wertekreis nach Schwartz und das Competing Values Model nach Quinn sind wohl deckungsgleich
Welche Werte gibt es eigentlich? Wenn man mit Werten arbeiten und über Werte kommunizieren möchte, ist eine Übereinkunft hilfreich, welche Werte inhaltlich im Gespräch sind. In der universitären Forschung und in der Wirtschaftspraxis haben sich hierzu verschiedene Modelle parallel voneinander entwickelt. Auf den ersten Blick wirken sie verschieden. Aber bleiben sie das auch bei einem zweiten Blick?
Von PD Dr. Micha Strack.

Genial oder gefährlich? Warum die Bewertung von WikiLeaks so schwierig ist
Nach der Veröffentlichung der geheimen US-Botschafts-Depeschen bekommt die Internetplattform WikiLeaks starken Gegenwind, aber auch starke Unterstützung. Erstaunlicherweise jedoch wird die Debatte zumeist wenig polarisiert, sondern differenziert geführt. Warum die ethische Bewertung des Leaking-Phänomens so schwierig ist, und warum sich in den Haltungen pro und contra WikiLeaks weniger ein Wertekonflikt, sondern vielmehr unterschiedliche Haltungen darüber äußern, wie die Natur der Menschen und wie die Gesellschaft beschaffen sind.
Von Dipl.-Psych. Tobias Gollan.

Zufriedenheit trotz sinkenden materiellen Wohlstands? Eine Skizze einer gesellschaftlichen Antwort
Die früh industrialisierten Länder stehen vor einer Herausforderung, auf die sie nicht vorbereitet sind: Immerfortwährendes Wachstum ist nicht möglich. Wie kann sichergestellt werden, dass die Menschen dennoch zufrieden und die Gesellschaften stabil sind?
Von Prof. Dr. Meinhard Miegel.




Zum Projekt ZEITLast oder: eine realistischere Zeitbudget-Forschung zum Bachelor-Studium
Selten hat eine Bildungsreform in Deutschland soviel Kritik hervorgerufen wie die Bologna-Reform, also die Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor/Master-System. Ein zentraler Kritikpunkt hierbei ist, dass die Studierenden zeitlich zu stark belastet werden, was sich auf der Basis von Daten aus repräsentativen Befragungen untermauern lässt. Eine aktuelle Studie, in der Studierende nicht retrospektiv befragt wurden, sondern ihren Studienaufwand laufend protokollierten, zieht diese Ergebnisse nun in Zweifel. Lassen sich die bisherigen Ergebnisse auf methodische Artefakte zurückführen und sind die Studierenden nur „gefühlt“ überlastet?
Von Prof. Dr. Rolf Schulmeister und Dr. Christiane Metzger.

Gerechte Steuern – die Quadratur des Kreises?
Steuern sind für Staatsbürger eine unumstrittene Notwendigkeit, gleichermaßen aber eine große Belastung. Für eine hohe Steuermoral ist es deshalb zentral, dass die Besteuerung und ihre gesetzliche Grundlage als möglichst gerecht empfunden werden. Während die Verwirklichung dieser Gerechtigkeit meist sehr abstrakt diskutiert wird, gerät eine wichtige Komponente aus dem Blickwinkel: das Gerechtigkeitsempfinden der Bürger.

Von Dipl.-Psych. Christina Mölders.

Brauchen wir (mehr) Ethik-Kommissionen?
Steuern sind für Staatsbürger eine unumstrittene Notwendigkeit, gleichermaßen aber eine große Belastung. Für eine hohe Steuermoral ist es deshalb zentral, dass die Besteuerung und ihre gesetzliche Grundlage als möglichst gerecht empfunden werden. Während die Verwirklichung dieser Gerechtigkeit meist sehr abstrakt diskutiert wird, gerät eine wichtige Komponente aus dem Blickwinkel: das Gerechtigkeitsempfinden der Bürger.
Von Dipl.-Psych. Tobias Gollan.

Die psychische Verwahrlosung unsere Kinder und Jugendlichen findet nicht statt
Generation Golf? Generation Porno? Wodurch eine Gesellschaft sich auszeichnet und wohin sie sich entwickelt ist auch für Sozialwissenschaftler eine schwierig zu beantwortende Frage. Aktuelle Ergebnisse der Werteforschung zu den Wertorientierungen von Kindern und Jugendlichen können hier neue Hinweise geben.
Von Prof. Dr. Erich H. Witte.




Die Odenwaldschule : Verheimlichen, Verdrängen, Verschweigen, Verleumden, Verherrlichen - Eine öffentliche Angelegenheit.
Viele Jahre lang war die Odenwaldschule eine Muster-Institution der Reformpädagogik - bis ans Tageslicht kam, dass die reformpädadgogische Freiheit bis hin zu gravierendem sexuellen Missbrauch der anvertrauten Schüler reichte. Die Aufarbeitung der Taten ist, selbst über ein Jahr nach ihrem Bekanntwerden, von Vertuschung und Verdrängung geprägt. Dabei haben sich nicht nur die Verantwortlichen der Odenwaldschule schuldig gemacht.
Von Dipl.-Psych. Hannelore Witte und Prof. Dr. Erich H. Witte.

Werte in Zeiten von Krisen
Wirtschaftskrisen, Klimaveränderung, Atomkatastrophen, Terrorismus – in den Jahren des beginnenden 21. Jahrhunderts reiht sich eine Krise an die nächste. Wie gehen Menschen damit um, und welche Konsequenzen hat das generalisierte Gefühl der Bedrohung für ihre Werthaltungen?

Von Dipl.-Psych. Tobias Gollan.

Der Wert der Religion, oder: Was bedeutet der Papstbesuch?
Von Menschen, die sich nicht zu einer Kirche oder zu einem Glauben bekennen, wird oft angenommen, dass sie sich in ihrem Leben nur unzureichend von Werten leiten ließen, von einer sogenannten „Werteanomie“ betroffen seien. Aus der Werteforschung lässt sich dieser Schluss allerdings nicht ziehen – und tendenziell sogar der gegenteilige. Eine Verbesserung der Gesellschaft im Sinne anerkannter Werte führt weniger über die Rückkehr zur alten Tradition und der Religion, sondern über die Verbesserung der Bildung.
Von Prof. Dr. Erich H. Witte

Kindern Werte vermitteln: Mit Pinsel und Farbe
Wie können Kindern Werte vermittelt werden? Ein neues Hamburger Projekt gibt hierauf die Antwort: mit Kunst! Indem die Kinder gemeinsam malen, gestalten, Kunst schaffen und Kunst erleben, sollen Talente entdeckt, Konzentration und Kooperation erlernt und Respekt und Toleranz gefördert werden. Dabei wird besondere Sorge getragen, dass die Begegnung mit der Kunst und die Wertevermittlung dort stattfindet, wo sie sonst eher selten hinkommen – in den sozial schwächer gestellten Vierteln Hamburgs.
Von Dipl.-Soz. Regina Murgoth.



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