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Inhalt:

Promod (Prozedurale Moderation)

Ansprechpartner:

Dipl. Psych. Gabriele EngelhardtDipl. Psych. Nina PlumProf. Dr. Erich H. Witte 

Kurzbeschreibung:

Dadurch dass viele Probleme in der Welt immer komplexer werden, müssen wir auf diese Komplexität angemessen reagieren.  Das führt zu einer Bearbeitung dieser Probleme durch eine ausgewählte Anzahl von Spezialisten. Diese Zusammenarbeit von Spezialisten stellt eine komplexe Form der Gruppenproblemlösung dar.
Es sind nun zahlreiche Ergebnisse aus der Forschung zum Problemlösen in Gruppen bekannt, die in der überwiegenden Zahl erhebliche Qualitätsverluste nachweisen können. Offensichtlich sind im Normalfall normal interagierende Gruppen äußerst selten in der Lage, das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. In solchen Fällen gibt es zwei zentrale Interventionen, um die Qualität zu steigern:

1. Eine Weiterbildung für existierende Gruppen, um ihr vorhandenes Potenzial auszuschöpfen;
2. eine externe Moderation um die Gruppeninteraktion zu optimieren.

Die erste Strategie ist nur bei langfristig agierenden Problemlösegruppen sinnvoll; die zweite Strategie ist bei kurzfristig zusammen gestellten Projektgruppen vorzuziehen.
Es gibt nun vielfältige Gruppenmoderationstechniken auf dem Markt. Manche sind wirkungslos, manche schädlich und nur sehr wenige ausreichend in ihrer positiven Wirkung überprüft , z.B. Brainstorming. Kaum eine Technik ist darüber hinaus theoretisch begründet.
Das ist bei der prozeduralen Moderation (PROMOD) anders. Sie ist in mehreren Bereichen überprüft worden, z.B. bei der Technologiefolgenabschätzung (Scherm, 1996); bei der Steuerung einer Computerwelt (Witte & Sack, 1999; Lecher & Witte, 2003) sowie der Lösung eines NASA-Problems (Witte , submitted).  Diese Moderationstechnik ist ferner theoretisch fundiert worden (Witte, 2001).
Sie wird im Augenblick in einer elektronischen Variante weiter entwickelt (e-prom).
Ferner werden Anpassungen an andere Problemstellungen, z.B. die von Ethik-Kommmissionen, umzusetzen versucht.
Diese Technik hat sich außerdem in der Praxis bewährt. In der Zukunft werden diejenigen Institutionen - Firmen, Wissenschaftlergruppen, Beratungsgremien etc.  - einen Marktvorteil haben, die die Qualität beim Problemlösen in Gruppen optimieren können. Hierbei mitzuhelfen ist das Ziel dieses Forschungsprojektes.

Näheres siehe unter der folgenden Literatur und unter den Forschungsberichten (21, 26, 32) im Netz:

Witte,E.H. (2001).Das Ausschöpfen der Leistungsvorteile von Gruppen: Wie kann man es besser machen? In: R.Fisch,  D. Beck & B. Englich (Hrsg.). Projektgruppen in Organisationen. (S. 307-322). Göttingen: Verlag für angewandte Psychologie.

Witte, E. H. (2002a). Kommentar: Ethik-Räte oder das Lösen komplexer Probleme in Gruppen. Wirtschaftspsychologie, 4 , 63-64.

Witte, E. H. & Sack, P.-M. (1999). Die Entwicklung der Gruppenmoderation PROMOD zur Lösung komplexer Probleme in Projektteams. Psychologische Beiträge, 41 (1/2), 113-213.

 

Beginn:

ca. 1995
 

geplante Laufzeit:

Das Projekt bleibt prinzipiell unabgeschlossen, weil es immer neue Fragestellungen zur Weiterentwicklung von Gruppenmoderationstechniken gibt.

Fördermittel:

Das Projekt ist über mehrere Jahre von der DFG gefördert worden. Es erhält im Augenblick aber keine Mittel. 

 

 

Seiteninfo: Impressum  | Kontakt | Browserinfo | Letzte Aktualisierung am 12. April 2005 durch Sozialpsychologie
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