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Ziel dieses Projektes ist, Psychophysiologische Forschung mit Modellen und Theorieentwicklung in der Sozialpsychologie zu verbinden, um Prozesse der Symptomwahrnehmung in chronischen Erkrankungen zu untersuchen. Eine chronische Erkrankung ist nicht nur eine Bedrohung des körperlichen Wohlbefindens, sondern auch eine potentielle Bedrohung für ein positives Selbstkonzept. Menschen wechseln strategisch von potentiell negativ bewerteten Aspekten ihres Selbstkonzepts zu Aspekten, die von ihnen selbst und/oder Anderen eher positive bewertet werden. Es kann angenommen werden, dass solche Veränderungen in der Salienz der Erkrankung zu Veränderungen in der Aufmerksamkeit gegenüber Symptomen führt sowie zu einer Veränderung in der Interpretation und Bewertung von körperlichen Empfindungen. Missinterpretation von körperlichen Empfindungen kann zu falschen Entscheidungen im Gesundheitsmanagement führen, beispielsweise zur falschen Dosierung von Medikamenten oder zu verspätetem Hilfesuchen, mit möglicherweise tödlichem Ausgang. Ziel unseres Forschungsprojekts ist es, die Rolle des Selbstkonzepts und des Fokus auf bestimmte Aspekte des Selbstkonzepts in der Informationsverarbeitung bei der Wahrnehmung von Symptomen zu untersuchen, sowie die Rolle der Selbstkategorisierung als Patient und der kohärenten Integration des Selbstaspektes „Patient“ in das Selbstkonzept für das Gesundheitsmanagement. |