Am Arbeitsbereich Sozialpsychologie wurde in zwei DFG-Projekten die Moderationsmethode PROMOD entwickelt und in mehreren Studien empirisch überprüft. Dabei zeigte sich, dass Gruppen die durch Promod moderiert wurden bessere Leistung erzielten als bei der Anwendung anderer Moderationsmethoden. Bisher wurde Promod „paper-pencil“-basiert und unter Mitwirkung mehrerer Moderatoren durchgeführt. Um diese Methode anschlussfähig für die Wirtschaft zu machen wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informatik eine elektronische Prototypversion entwickelt (e-PROMOD).
Empirische Überprüfung der Moderationssoftware E-PROMOD
Am Arbeitsbereich Sozialpsychologie der Universität Hamburg wurde die Prozedurale Moderation (PROMOD) entwickelt und in mehreren Studien überprüft. Dabei zeigte sich, dass in durch PROMOD moderierten Gruppen bessere Leistungen erzielt wurden als bei der Anwendung anderer Moderationsmethoden. Allerdings ist die praktische Durchführung von PROMOD geprägt von einem sehr hohen Moderationsaufwand (u.a. zeitliche Koordination von Teilnehmern und Moderatoren für synchrone Kommunikation, Anonymisierung der Daten, Dokumentation des Entscheidungsprozesses).
Um diesen Vorgang maßgeblich effizienter zu gestalten, wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informatik eine Prototypversion der Elektronischen Prozeduralen Moderation (E-PROMOD) entwickelt.
In einem Kleingruppenexperiment im Online-Labor soll überprüft werden, wie gut eine kurzfristig zusammengestellte Expertengruppe bei der Lösung eines komplexen Problemszenarios durch E-PROMOD unterstützt wird und als wie gebrauchstauglich die Versuchspersonen die Moderationssoftware einschätzen.
Langfristig sollen Institutionen wie Unternehmen, Wissenschaftlergruppen und Beratungsgremien E-PROMOD nutzen können, um die Qualität des Problemlösens in Gruppen zu optimieren und diesen Problemlöseprozess gleichzeitig effizient zu gestalten. [Ausschreibung im PDF-Format]
Ansprechpartner:
Prof. Dr. E.H. Witte
Literatur zu Promod:
Witte, E.H. (2001).Das Ausschöpfen der Leistungsvorteile von Gruppen: Wie kann man es besser machen? In: R.Fisch, D. Beck & B. Englich (Hrsg.). Projektgruppen in Organisationen. (S. 307-322). Göttingen: Verlag für angewandte Psychologie.
Witte, E. H. (2002a). Kommentar: Ethik-Räte oder das Lösen komplexer Probleme in Gruppen. Wirtschaftspsychologie, 4 , 63-64.
Witte, E. H. & Sack, P.-M. (1999). Die Entwicklung der Gruppenmoderation PROMOD zur Lösung komplexer Probleme in Projektteams. Psychologische Beiträge, 41 (1/2), 113-213.
Unger, Dana, & Witte, Erich H. (2007). Virtuelle Teams – Geringe Kosten, geringer Nutzen? Zur Leistungsverbesserung von Kleingruppen beim Problemlösen durch elektronische Moderation. [HAFOS 73]