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Inhalt:

Abstracts zum 26. Hamburger Symposion
Schwerpunktthema: Sozialpsychologie, Sozialisation und Schule
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Lehrprofessionalität: Befunde, Desiderata, Methodenprobleme

Lutz-Michael Alisch (Dresden)

Im Anschluss an die großen Bildungsforschungsstudien sind einige Projekte zur Lehrprofessionalität durchgeführt worden. Sie wurden durch die Studien insofern geleitet, als diese in der Lehrprofessionalität einen wichtigen (steuerbaren) Faktor sehen, der schülerseitige outcomes beeinflusst. Die großen Reviews haben jüngst Befunde zur Lehrprofessionalität zusammengetragen und systematisiert. Auf einige dieser Befunde wird unter dem Gesichtspunkt ihrer sozialpsychologischen Relevanz eingegangen. Sodann werden Desiderata der Lehrprofessionalitätsforschung identifiziert, die im Wesentlichen die Lehrprofessionalität als interaktives Konfigurationsphänomen betreffen und Nonverbalität als spezifischen Aspekt, illustriert an der immediacy-Foschung. Die Desiderata deuten nicht nur auf Theoriendefizite hin, sondern auch auf Probleme, die mit dem Messen von Lehrprofessionalität zusammenhängen, ferner mit geeigneter Modellierung und den Schätzverfahren für Modelle. Am Beispiel hochauflösender halbautomatisierter 3D-Videographie von immediacy-Dimensionen, Modellierung mit stochastischen Differentialgleichungen und damit zusammenhängenden Schätzverfahren wird angedeutet, wie die Desiderata bewältigt werden könnten.


Über die Bedeutung schulischer Gerechtigkeitserfahrungen

Claudia Dalbert (Halle-Wittenberg)

Vor dem Hintergrund der Gerechte-Welt-Hypothese (Lerner, 1980) sowie der Gerechtigkeitsmotivtheorie (Dalbert, 2001) werden in diesem Vortrag die Erklärungsfaktoren schulischer Gerechtigkeitserfahrungen sowie die Konsequenzen subjektiv erlebter LehrerInnengerechtigkeit in den Blick genommen. Hierbei werden Befunde zur Erklärung schulischen Leistungsverhaltens, schulischen Sozialverhaltens sowie zivilgesellschaftliche Orientierung ebenso wie Befunde zum subjektiven Wohlbefinden von SchülerInnen vorgestellt. Die Bedeutung für die Theorieentwicklung sowie die Gestaltung von Schule und LehrerInnenbildung werden diskutiert.


Die Sozialökologie von Bildungsprozessen: Bildungserfahrungen, Bildungsaspirationen und Bildungserwerb aus sozialisationstheoretischer Perspektive

Matthias Grundmann (Münster)

Zunächst werden Bildungsprozesse aus einer sozialisationstheoretischen Perspektive gedeutet und definiert.  Dabei zeigt sich, dass Bildung - entgegen idealistischer Bildungstheorien - keineswegs als individuelle Lernerfahrung oder als Kompetenzerwerb zu bestimmen ist. Vielmehr werden Bildungsprozesse erst bei hinreichend komplexer Berücksichtigung sozialökologischer "Bedingungsgefüge" in ihrer spezifischen Eigendynamik sichtbar. In dem Vortrag werden jene mikrosozialen Prozesse in den Blick genommen, über die Akteure Erfahrungen mit Bildung sammeln und in der Folge entsprechende Aspirationen für den Erwerb von Bildungstiteln ausbilden. Dabei kommen aber auch unterschwellige Prozesse wie z.B. Leistungsmotivationen, Leistungsanstrengungen oder aber auch Leistungsverweigerungen in den Blick, die - so die zentrale These - im sozialen Nahraumerfahrungen begründet sind. Die Beispiele werden genutzt, um die Forschungsrelevenz einer sozialkonstruktivistischen, gleichwohl sozialökologisch konzipierten Sozialisationsforschung zu verdeutlichen.


Psychopathologisierung von Kindern und Jugendlichen, die Rolle des Elternhauses und der Schule und die Relevanz einer sozialpsychologischen Perspektive

Anna Haep, Pia Weber, Verena Welling & Gisela Steins (Duisburg/Essen)

In zwei aktuell laufenden Projekten versuchen wir (1) schwierigen Hauptschulklassen durch ein kognitiv-behaviorales Training soziale und emotionale Kompetenzen zu vermitteln und (2) Schulverweigerern aller Schulformen eine Reintegration aus der Psychiatrie in die Schule zu ermöglichen. Bei der Analyse der Prozesse, die wir durch quantitative und qualitative Methoden erheben, fällt auf, dass die Interaktionen der verantwortlichen Erwachsenen in beiden Handlungsfeldern verstärkend auf das unerwünschte Verhalten der Kinder und Jugendlichen einwirkt. Daraus ergeben sich für eine sozialpsychologische Theorienbildung mehrere Fragen: 1. Wie können sozialpsychologische Modelle prägnant die ablaufenden Prozesse in einem systematischen Rahmenmodell beschreiben und erklären? 2. Wie können die beobachteten Prozesse methodisch besser erfassbar gemacht werden? 3. Welche Handlungskonsequenzen leiten sich aus unseren Erkenntnissen ab?


Sind Jungen die neuen Bildungsverlierer?

Bettina Hannover (Berlin)

Betrachtet man die Bildungsbeteiligung und den Erwerb von Bildungszertifikaten getrennt nach Geschlecht, so wird in den letzten Jahren ein Trend deutlich, nach dem der Jungenanteil mit steigendem Niveau der Bildungsgänge und der Abschlusszertifikate sinkt. Werden hingegen tatsächliche Kompetenzen gemessen, so zeigen sich Geschlechtsunterschiede in Übereinstimmung mit traditionellen Geschlechtsrollenstereotypen: Während Mädchen in der Lesekompetenz Jungen weit überlegen sind, erbringen Jungen in der Mathematik und – in manchen Untersuchungen auch in den Naturwissenschaften –bessere Leistungen als ihre weiblichen Peers.

Es sollen verschiedene mögliche Erklärungen dieser Phänomene vorgestellt und diskutiert werden. Die wichtigsten Thesen, die dabei anhand vorliegender empirischer Studien bewertet werden sollen, lauten:

1. Die Überrepräsentanz von Frauen im Bildungsbereich führt zu einer Benachteiligung von Jungen.
2. Jungen sind gar nicht schlechter (Kompetenzen), sie werden nur anders bewertet (Zertifikate).
3. Bildungsinstitutionen fordern überfachliche Kompetenzen, die Mädchen wahrscheinlicher zeigen als Jungen.

Gegenstand der Diskussion sollen Handlungsempfehlungen für die sozialpsychologische und pädagogisch-psychologische Praxis sowie für die Bildungspolitik sein.


­­­ Zum Potenzial kooperativen Lernens als Sozialisationsstrategie und Lehr-Lern-Methode

Günter L. Huber (Tübingen)

Institutionalisiertes Lernen vom Kindergarten bis zur tertiären Phase ist vor allem sozial organisiertes Lernen. In den Situationen des sozialen Nebeneinanders, Miteinanders und Gegen­einanders, wie sie durch institutionelle Lernprozesse angeregt werden, bauen die Lernenden sowohl Systeme fachlichen Wissens und Könnens auf als auch soziale Fertigkeiten, Erfahrungen und Orientierungen. Wenn erreicht werden soll, dass diese Effekte inhaltlich den gesellschaftlich erwünschten Zielen entsprechen, müssen bei der Organisation des Lernens die komplexen Bedingungszusammenhänge zwischen den Bereichen des akademischen und des sozialen Lernens berücksichtigt werden. Doch abgesehen von der äußeren Zusammenfassung der Lernenden in Lehr-Lern-Gruppen organisieren und bewerten Institu­tionen das Lern­en  überwiegend fixiert auf die Ebene der individuellen Lerner.

Wenn bei der Organisation von Lernprozessen der wechselseitige Austausch der Lernenden in Kleingruppen angeregt wird, ist eine notwendige Bedingung zur Förderung sowohl sozialen als auch fachlichen Lernens erfüllt, die für sich aber nicht hinreichend ist. Die Lernaufgaben für diese Prozesse müssen in den Gruppen Ressourcen beanspruchen, die kein Mitglied allein einbringt. Die Interaktionen müssen außerdem reziprok organisiert sein, d.h. jeder Lernende muss in seiner Arbeit auf die Beiträgen der anderen angewiesen sein.

Ein Merkmal institutionalisierter Lernprozesse steht der Verwirklichung dieser Bedingun­gen entgegen: die Bewertung individueller Leistungen im sozialen Vergleich der Lernenden. Nicht nur für die Forschung über kooperatives Lernen wäre es wichtig, die Effekte von Lehr-Lern-Prozessen nicht nur auf der individuellen, sondern auch auf den Ebenen der Kleingruppen und der gesamten Klasse zu erfassen und den Lernenden rückzumelden.

An Beispielen ausgewählter Modelle des kooperativen Lernens wird untersucht, wie weit sie geeignet sind, die genannten Prozessmerkmale zu verwirklichen und Bewertung ihrer Wirkungen auf mehreren Ebenen zu ermöglichen.


Schulische und außerschulische Sozialisation: Mediensozialisation in einer zunehmend  mediatisierten Welt

Rudolf Kammerl (Hamburg)

Ausgehend von theoretischen Bestimmungen der Mediensozialisation und ihrer Abgrenzung zur Medienwirkungsforschung wird mit Fokus auf die Computer- und Internetnutzung Jugendlicher  die Rolle der Medien im Zusammenspiel mit anderen Sozialisationsinstanzen dargestellt.  Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern dem Netz im Kontext der Mediensozialisation eine exponierte Rolle zukommt.  Daran anknüpfend werden Funktionen der Schule unter sozialisationstheoretischer Perspektive betrachtet und es wird dabei insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern Schule Enkulturationshilfe in einer vernetzten Welt leistet.


Fachliches Lernen mit subjektiv bedeutsamem implizitem Wissen – Lohnt sich der Aufwand?

Mielke, R., Oschatz, K. & Gebhard, U. (Hamburg)

Als Lernen bezeichnet man den Prozess der ständigen Veränderung unseres kognitiven Systems. Aber was genau passiert, wenn das kognitive System sich verändert? Das System selbst trägt dazu implizit offensichtlich ebenso bei wie die explizite Verarbeitung von neuem Wissen. In Zwei-Prozess-Modellen der Informations­verarbeitung werden ein reflektiver und ein impulsiver Weg der Verarbeitung unterschieden. Uns interessiert, welchen Effekt die reflektive Verarbeitung von kognitiven Inhalten hat, die ohne besondere Aktivierung ansonsten auf dem impulsiven Weg zum Lernen beitragen. Wir sehen darin eine psychologische Grundlage, um die pädagogisch-didaktische Empfehlung, die Schüler und Schülerinnen im Unterricht dort abzuholen, wo sie grade stehen, differenziert zu untersuchen. In einer standardisierten Untersuchung an 203 Probanden wird der Einfluss der Aktivierung von implizitem kognitivem Wissen auf nachfolgende Informationsverarbeitungsprozesse unter Einbeziehung der Moderatorvariablen „Bedürfnis nach Kognition“ und „epistemische Überzeugungen“ überprüft. Die Ergebnisse machen deutlich, dass im Gegensatz zum Einbeziehen impliziten kognitiven Wissens in den Lernprozess innerhalb schulischen Unterrichts in einer Laborsituation keine den nachfolgenden Informations­verarbeitungs­prozess unterstützenden Effekte gefunden werden können. Bei Personen mit hohem Bedürfnis nach Kognition wirkt sich die Beanspruchung durch die Aktivierung impliziter Kognitionen negativ auf die nachfolgend geforderten kognitiven Verarbeitungsprozesse aus. Ein ähnlicher Effekt zeigt sich bei Personen mit reifen epistemischen Überzeugungen. Die moderierende Wirkung des „Bedürfnisses nach Kognition“ und der „epistemischen Überzeugungen“ zeigt, dass eine situationsspezifische kognitive Bean­spruchung stattfindet, die dispositionelle Unterschiede in der Neigung kognitive Inhalte zu durchdenken, außer Kraft setzt. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund von Zwei-Prozess-Modellen und den entgegen gesetzten Ergebnissen der Feldstudien diskutiert.


Emotionale und soziale Schulerfahrungen von Grundschulkindern –  Möglichkeiten und Grenzen der Diagnostik solcher Merkmale in der Grundschule

Wulf Rauer und Karl Dieter Schuck (Hamburg

Wenn diagnostisches Handeln einen Beitrag dazu leisten soll, eine aktuelle Situation im Erziehungs- und Bildungsprozess eines Kindes oder einer Schulklasse zu verstehen und zielorientiert zu verändern, führt kein Weg an einer Berücksichtigung des Subjektstandpunktes vorbei. Ein Zugang besteht in der Befragung der Kinder z. B. mit dem FEESS 1-2 bzw. FEESS 3-4. Dieser bietet die Möglichkeit, entwicklungsbedeutsame Dimensionen des emotional-sozialen Schulerlebens zu erfassen, die gleichzeitig Prozess- und Zielmerkmale der Bildungspläne sind. Die Ergebnisse können eine Grundlage dafür sein, mit anderen methodischen Zugriffen subjektive Theorien der Kinder weiter zu untersuchen und zum Gegenstand von Veränderungen zu machen.

Die Konstrukte des FEESS und anderer Verfahren sowie neuere Untersuchungsergebnisse zum FEESS sollen vorgestellt und hinsichtlich ihrer diagnostischen Bedeutsamkeit reflektiert werden.


Die Entwicklung der Leseleistung in der Sekundarstufe: Eine Überprüfung von Schulformeffekten mittels Propensity Score Matching

Jan Retelsdorf & Jens Möller (Kiel)

Während es für die Domäne der Mathematik recht deutliche Hinweise auf differenzielle Leistungsentwicklungen in Abhängigkeit von der Schulform gibt, ist die Befundlage für das Lesen uneindeutig. In unserer Längsschnittstudie (5. bis 8. Klasse) wurde der Frage nach so genannten Schereffekten für die Lesekompetenz und die Dekodiergeschwindigkeit von N = 1508 Schülerinnen und Schülern nachgegangen. Um zu überprüfen, ob Unterschiede zwischen den Bildungsgängen tatsächlich auf die Schulform zurückgehen, oder ob sie nicht lediglich Ausdruck der Eingangsselektion beim Übergang von der Grund- auf die weiterführende Schule sind, wurden mittels Propensity Score Matching vergleichbare Gruppen von Gymnasiasten und Nicht-Gymnasiasten gebildet. Es zeigte sich, dass die Gymnasiasten zwar höhere Leistungszuwächse in der Dekodiergeschwindigkeit erzielten, die Zuwächse in der Lesekompetenz jedoch für beide Gruppen vergleichbar waren.


Mehrebenenanalysen  zur Untersuchung von Kompositionseffekten in Schulleistungsstudien

Knut Schwippert & Jörg Doll (Hamburg)

Der Vortrag stellt Befunde aus der Längsschnittuntersuchung zu Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern (KESS) vor, bei der in einer Zensusbefragung die Entwicklung von schulischen Kompetenzen im Kontext des sozialen Umfeldes der Klassen im Zentrum steht. Der Fokus liegt dabei sowohl auf Indikatoren des sozialen, kulturellen und ökonomischen Kapitals der Familien als auch auf Merkmalen des Migrationshintergrundes der Schülerinnen und Schüler.


Bildungspsychologie: Konzeption und Potential

  Christiane Spiel (Wien)

Das Wort Bildung hat in unserer Alltagssprache seinen festen Platz. Ganz selbstverständlich sprechen wir von Bildungseinrichtung, Bildungswesen, Aus- und Fortbildung, Bildungslücke, Bildungsmotivation und bezeichnen andere als hoch oder wenig gebildet. Schulleistungsstudien wie TIMSS und PISA haben dazu beigetragen, dass die Bedeutung von Bildung für den einzelnen sowie für die Gesellschaft als Ganzes in den letzten Jahren verstärkt ins Blickfeld der nicht-wissenschaftlichen Öffentlichkeit gerückt ist. Auch in der Wissenschaft hat der Bildungsbegriff seine Verankerung, wenngleich seine inhaltliche Bedeutung historischen und kulturellen Schwankungen unterliegt und in Abhängigkeit von gesellschaftspolitischen Strömungen unterschiedlich definiert wird. Unbezweifelt ist jedoch seine Breite, die weit über institutionelles Lehren und Lernen hinausgeht.

In dem Vortrag wird die Bildungspsychologie vorgestellt. Bildungspsychologie beschäftigt sich aus psychologischer Perspektive mit Bildungsprozessen sowie mit den Bedingungen und Maßnahmen, die Bildungsprozesse beeinflussen können (Spiel & Reimann, 2005, 2006; Spiel, Reimann, Wagner & Schober, 2008; Spiel, Schober, Wagner & Reimann, in press). Die Themenfelder der Bildungspsychologie sind entlang von drei Dimensionen strukturiert, die den thematischen Rahmen des Faches abstecken. Diese Dimensionen umfassen die verschiedenen Phasen einer individuellen (I) Bildungskarriere, welche die gesamte Lebensspanne inkludiert und damit Lebenslanges Lernen ins Zentrum stellt, die (II) Aufgabenbereiche der Bildungspsychologie (Forschung, Beratung, Prävention, Intervention, Monitoring & Evaluation) sowie die (III) Handlungsebenen, auf denen diese Aufgaben zu leisten sind (Makro-, Meso- und Mikroebene). Mit diesem Aufbau liefert die Bildungspsychologie eine tragfähige, verständliche, und für die interne wie externe Kommunikation praktisch verwendbare Rahmenstruktur zur Verortung bildungspsychologischen Handelns. Potential und Strategien der Bildungspsychologie werden anhand des Projekts TALK (Trainingsprogramm zum Aufbau von LehrerInnenkompetenzen zur Förderung von Lebenslangem Lernen; Schober, Finsterwald, Wagner, Lüftenegger, Aysner & Spiel, 2007) illustriert.


Ein Rahmenkonzept der Sozialisation zur quantitativen Vorhersage von Sozialisationseffekten

Erich H. Witte (Hamburg)

Innerhalb der (psychologischen) Sozialpsychologie wird das Thema Sozialisation häufig fast völlig ignoriert, wenn man Einführungen und Lehrbücher betrachtet. Andere (kultur-anthropologische) Perspektiven der Sozialpsychologie sehen hierin das zentrale Gebiet der Sozialpsychologie. Diese unterschiedlichen Gewichtungen ergeben sich auch aus der hohen Komplexität des Gebietes. Diese wiederum behindert die Theorienbildung. Die geringe Theorienbildung verhindert das Erheben ausreichend komplexer Datensätze. Folglich können komplexe Theorien nicht überprüft werden.

Es soll auf Grundlage der vorhandenen theoretischen Ansätze ein Rahmenkonzept erstellt werden, das die wesentlichen Komponenten der Ansätze enthält und eine quantitative Integration ermöglicht. Ferner soll das Problem der unterschiedlichen Systemebenen berücksichtigt werden.

Beispielhaft werden quantitative Rekonstruktionen angeführt in der Hoffnung in Zukunft ausreichend komplexe Datensätze zu erhalten, die gezielte Überprüfungen und Modifikationen ermöglichen.










 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 

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