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Im Jahre 2004 wurde die Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Psychologie e.V. 80 Jahre alt. Das ist für akademische Gesellschaften an Universitäten mit langer Tradition sicherlich kein Alter, aber an einer Universität, die selber nicht so sehr viel älter ist, vielleicht ein bemerkenswertes Ereignis. Zurück geht die Gründung auf das Frühjahr 1924, als die „Gesellschaft zur Förderung der praktischen Psychologie e.V.“ durch William L. Stern gegründet wurde. Ihr damaliges Ziel war nach William Stern, „dem psychologischen Laboratorium die Mittel zu verschaffen, seinen Arbeitsbetrieb so auszubauen, wie es der wirtschaftlichen Bedeutung einer Stadt wie Hamburg entspricht“. Führende Unternehmen traten zur damaligen Zeit dieser Gesellschaft bei und ermöglichten dadurch z.B. die Einstellung von Herbert Wunderlich, der im Rahmen der Wirtschaftspsychologie tätig war. Die Psychologie in Hamburg entwickelte sich auch mit ihrer angewandten Seite zu großem Ansehen. 1933 wurde William Stern als Jude aus dem Hochschuldienst verjagt. Danach war die Psychologie in Hamburg kaum noch angemessen vertreten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gesellschaft durch Curt Bondy wieder unter gleicher Zielsetzung neu gegründet und in der Bezeichnung leicht modernisiert, indem man aus „praktisch“ nun „angewandt“ im Titel einfügte. Die Neukonstitution fand am 25. November 1952 statt. Die Ersten Vorsitzenden dieses Vereins waren bisher Prof. Dr. Curt Bondy, Prof. Dr. Peter R. Hofstätter und Prof. Dr. Hubert Feger. Heute untersteht die Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Psychlogie der Leitung von Prof. Dr. Erich H. Witte, dem Leiter des Arbeitsbereiches Sozialpsychologie an der Universität Hamburg. |
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