Auftraggeber:
Interdisziplinäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur (IFZ)
Projektbearbeitung:
Susanne Stirn
Laufzeit:
01.03.2001 - 31.05.2001
Seit 1997 erfolgte die Zulassung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel in Europa nach der sogenannten Novel Food-Verordnung. Alle neuartigen Nahrungsmittel dürfen erst vermarktet werden, wenn nachgewiesen wurde, dass sie gesundheitlich unbedenklich sind. Dies betrifft vor allem eine mögliche Toxizität oder Allergenität. Die Novel Food-Verordnung gibt dabei vor, welche Fragen geklärt werden müssen, nicht aber die Art der Untersuchung, die durchgeführt werden sollen.
In diesem Projekt werden daher die Antragsunterlagen zu allen gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln hinsichtlich der durchgeführten Untersuchungen zur möglichen Allergenität und Toxizität verglichen. Durch Vergleich der Antragsunterlagen sollen eventuelle Regelungslücken aufgezeigt und Vorschläge zu einem einheitlichen Prüfschema erarbeitet werden.
In dem von uns bearbeiteten Unterprojekt werden die Regelungen für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel in den USA dargestellt und den europäischen Regelungen gegenübergestellt.
Im ersten Teil wird die Regulierung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel in den USA dargestellt. Anhand von ausgewählten Beispielen werden die durchgeführten Untersuchungen einzelner Antragsteller zu gentechnisch veränderten Sojabohnen, Kartoffeln und Mais beschrieben. Die Kritik an der erfolgten Sicherheitsbewertung und dem ihr zugrunde liegenden Konzept der „substantiellen Äquivalenz“ werden in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Im letzten Kapitel werden die Unterschiede im Regulierungssystem der USA im Vergleich zu dem in Europa herausgearbeitet.
Spök, Armin; Hofer, Heinz; Lehner, Petra; Valeta, Rudolf; Stirn, Susanne and Helmut Gaugitsch (ed.)
(2004): Risk Assessment of GMO Products in the European Union. Toxicity
and allergenicity assessment and the concept of substantial equivalence
in practice and proposals for improvement and standardisation.
Monographie des BMGF, Wien, Juli 2004, pp.131.