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BIOGUM - Forschungsschwerpunkt Biotechnik, Gesellschaft und Umwelt



Inhalt:

Projekt

Partizipative Entwicklung von Indikatoren der Nachhaltigkeit. Ein Beitrag zu einer prozessorientierten Nachhaltigkeitsstrategie (im Rahmen des Forschungsverbundes "Nachhaltige Entwicklung in Metropolregionen. Konkretisierung eines Leitbildes und Indikatoren für die Umsetzung")

Auftraggeber:
Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg

Projektbearbeitung:
Peter H. Feindt

Kooperationspartner:
Wolfgang Gessenharter (Universität der Bundeswehr Hamburg, AG Demokratieforschung), Jutta Hoppe (Hochschule für Wirtschaft und Politik Hamburg / Schwerpunkt Ökologie, Politische Prozesse), Heinz Spilker, Susanne Wittek, Eberhard K. Seifert (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie)

Laufzeit:
01.04.2000 - 01.04.2001

Problemstellung

Nachhaltige Entwicklung erfordert erhebliche Anstrengungen in den Bereichen sozialer, ökologischer, ökonomischer sowie institutioneller Entwicklung. Die Komplexität der Aufgabe und die damit verbundene Vielschichtigkeit betroffener Interessen erschweren eine adäquate gesellschaftliche Problemwahrnehmung, eine konsistente Strategieformulierung und die Implementation und Evaluation politischer und gesellschaftlicher Steuerungsmaßnahmen im Rahmen einer modernen Zivilgesellschaft. Eine Politik, die Nachhaltigkeit umfassend verwirklichen möchte, läuft daher Gefahr, in ein Dilemma zwischen Polarisierung und Paralyse zu geraten, dem nicht begegnet werden kann ohne

  • eine verstärkte Einbindung der gesellschaftlichen Akteure und der Bevölkerung in die Formulierung von Zielen für eine nachhaltige Regionalentwicklung,
  • die einander ergänzende Nutzung der unterschiedlichen Handlungskapazitäten von politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren,
  • den Aufbau von neuen Informations-, Berichterstattungs- und Evaluierungssystemen, die auf die Handlungsbedarfe der verschiedenen Akteure abgestimmt sind.

Ziel

Mittelfristig soll im Teilprojekt "Partizipative Entwicklung von Indikatoren der Nachhaltigkeit" am Beispiel der Region Hamburg ein regionales Nachhaltigkeitsindikatorensystem (NIS) konzeptioniert werden, das

  • auf partizipative, kooperative respektive konsultative Weise zu entwickeln sein wird,
  • mit weiteren regionalen NIS verbunden werden kann (horizontale Vergleichbarkeit) und zugleich
  • auf Kompatibilitäten zu nationalen bzw. internationalen Indikatorensystemen sowie Teilsystemen der Hamburger Region (etwa Unternehmen, Teile der öffentlichen Verwaltung) zielt (vertikale Vergleichbarkeit).
Durch Anwendung diskursiver Verfahren soll die Umsetzungsorientierung des NIS verbessert, sollen gesellschaftliche Reflexionsprozesse aktiviert und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung gefördert werden.

Vorgehen

Vorgehen In der ersten Phase des Projektes wurden die Erfahrungen im Rahmen des Wettbewerbs "Regionen der Zukunft auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung" sowie ausgewählter Kommunen mit der Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatorensystemen (NIS) und wissenschaftliche Konzepte von 15 deutschen und amerikanischen Einrichtungen untersucht und im Hinblick auf den Hamburger Ansatz ausgewertet. Zugleich wurden Kontakte zu Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik in Hamburg mit dem Ziel geknüpft, sie für den Prozess einer partizipativen Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren zu interessieren.

In der zweiten Phase wird ein detailliertes methodisches Konzept für einen partizipativen Prozess der Indikatorenfindung und -auswahl und erstellt. Die Ergebnisse werden auf einem Workshop zur Diskussion gestellt. Bis zum April 2001 soll eine Machbarkeitsstudie vorliegen.



 

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