Abschlusspulikationen:Peter H. Feindt/Joachim Lange (Hg.):30/07: Nachhaltigkeit und reflexive Agarpolitik, |
Die
diskursiven, institutionellen und situativen Bedingungen
sozial-ökologischer Reformpolitik werden am Beispiel der deutschen und
europäischen Agrarpolitik untersucht. Ergänzt wird die Analyse durch
Vergleichsstudien in den USA, Frankreich, Großbritannien und einem
weiteren EU-Land. Im Mittelpunkt steht jeweils die institutionelle
Analyse der Formen vertikaler und horizontaler Politikverflechtung
sowie ihrer Wirkungen auf den Prozess der Politikgestaltung und die
Politikergebnisse. Hinzu kommt eine Längsschnittanalyse des
agrarpolitischen Diskurses. Die empirische Datenbasis besteht dabei aus
einer Vollerhebung der Berichterstattung deutscher Qualitätszeitungen
über Agrarpolitik im Zeitraum 2000-2005, Interviews mit
agrarpolitischen Akteuren in Deutschland und bei der EU, sowie
Dokumentenanalysen.
2. Lebensweltliche Perspektiven auf Agrarreform und gender
Die
lebensweltlichen Bedingungen einer Reform der Agrarpolitik werden unter
besonderer Berücksichtigung der gender-Problematik exploriert. Dazu
werden Interviews mit Landwirtinnen und Landwirten in Deutschland und
den Niederlanden über ihre Situationswahrnehmung, ihr Arbeits- und
Naturverständnis geführt. Die Interpretation der Ergebnisse wird den
Befragten zur Diskussion gestellt.
3. Evaluation, Szenarien, Entscheidungsunterstützung
Die
vorhandene Vielzahl natur- und agrarwissenschaftlich basierter
Bewertungskonzepte wird im Hinblick auf ihre Eignung für die Evaluation
sozial-ökologischer Reformstrategien aufbereitet. In Kooperation mit
dem ZALF, Müncheberg werden modellgestützt verschiedene
Politik-Szenarien im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Landnutzung
in einer Beispielsregion (Ostprignitz-Ruppin, Land Brandenburg)
evaluiert. Außerdem werden die Methoden partizipativer Modellierung für
die Nutzung im Agrarbereich aufbereitet, um gemeinsam mit Akteuren und
Entscheidungsträgern ein Modell der Auswirkungen laufender
Reformvorhaben (geplant: großflächiger Einsatz gentechnisch veränderter
Pflanzen oder Reform der EG-Zucker-marktordnung) zu entwickeln. Dieses
Modell soll ebenso der Entscheidungsanalyse und Entscheidungs-
unterstützung dienen wie die Entwicklung eines interaktiven
Bewertungstools für Entscheidungsträger.
Während der erste
Schwerpunkt die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die
Rahmenbedingungen der Agrarwirtschaft untersucht, wird im zweiten und
dritten Schwerpunkt analysiert, wie die Veränderungen (bzw. ihr
Ausbleiben) das Entscheidungsverhalten von Landwirten und anderen
Wirtschaftsbeteiligten beeinflusst. Dadurch kann auch die relative
Bedeutung der politischen Veränderungen im Vergleich zu Veränderungen
auf den Märkten und im gesellschaftlichen Umfeld abgeschätzt werden.
Auf dieser Basis sollen Empfehlungen für eine sozial-ökologische
Reformstrategie erarbeitet und am Ende des Projekts im Rahmen eines
Konsultationsprozesses den Akteuren aus Wirtschaft, Politik und
Zivilgesellschaft zur Diskussion gestellt werden.
Kurzfassung von AgChange
Kontakt:
Dr. Peter H. Feindt
Senior Lecturer in Environmental Planning
Cardiff University
School of City and Regional Planning
Glamorgan Building
King Edward VII Avenue
Cardiff, Wales
CF10 3WA
E-Mail: FeindtP@cardiff.ac.uk
Phone +44 (0)29 208 79310
Fax +44 (0)29 208 74845
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