Teilprojekt 1
Institutionelle, prozessuale und situative Bedingungen der „Agrarwende“
Die
Entwicklung des europäischen Agrarsektors in den letzten fünf
Jahrzehnte ist in hohem Maße durch staatliche Interventionen geprägt.
Agrarkrisen sind daher immer auch politische Krisen. Umgekehrt
erfordert jede Anpassung des Sektors an neue Herausforderungen eine
politische Flankierung. Vor diesem Hintergrund untersucht Teilprojekt 1
auf der Institutionen-Ebene, inwiefern die institutionellen
Verflechtungen der deutschen Agrarpolitik von der lokalen bis zur
globalen Ebene überhaupt politische und unternehmerische
Gestaltungsspielräume eröffnen. Auf der Akteur-Ebene wird gefragt, wie
sich verschiedene Problemdeutungen und Lösungsansätze in den
Akteurkonstellationen durchsetzen lassen. Auf der Prozess-Ebene wird
analysiert, ob im Prozess der Politikgestaltung “Fenster der
Gelegenheit” genutzt werden. Handlungs- und Konfliktpotenziale sollen
identifiziert, das Potenzial alternativer governance-Ansätze abgeschätzt und konkrete Zielvorstellungen und Strategievorschläge entwickelt werden.