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Arbeitsstelle Studium und Beruf (ABK-Bereich)



Inhalt:

ABK-SeminarE zur Praktikumsvorbereitung (PVS) im Wintersemester 2006/2007

Ziele, Inhalt und Ablauf im Detail


Eine Übersicht über das Seminarangebot im Modul "Berufspraktikum" finden Sie hier.


Modul

Berufspraktikum [ABK-A1]

Umfang

2 SWS Seminar wöchentlich oder als Blockseminar (4 Termine)

Termin

3. Semester

Workload

25 Std. Seminar

 

35 Std. Vor- und Nachbereitung

 

30 Std. Bericht

Prüfung

Praktikumsbericht + Praktikumsbescheinigung

Leistungspunkte

Seminar 2 + Bericht 1 = 3 Lp


Wahl des Seminars:
Alle parallel angebotenen Seminare zur Praktikumsvorbereitung (PVS) sind prinzipiell gleichen Inhalts. Punktuelle Variationen sind möglich. Bitte wählen Sie eines der Seminare oder das Seminar zur Praktikumsbegleitung (PBS) nach Ihren Wünschen und Ihrem Zeitplan aus. Ein bereits absolviertes oder anerkanntes Praktikum befreit Sie nicht vom Besuch eines Praktikumsseminars.


Ziele: Das Seminar dient Ihrer Vorbereitung auf das obligatorische, mindestens sechswöchige Betriebspraktikum. Am Ende der Vorlesungszeit sollen Sie sich möglichst erfolgreich um ein Praktikum beworben haben, das Sie in der darauf folgenden vorlesungsfreien Zeit oder später absolvieren. Lernziele:

- Sie erarbeiten gemeinsam Ihr jeweils eigenes Persönlichkeitsprofil und lernen, dieses für einen tabellarischen Lebenslauf aufzuarbeiten.

- Sie überprüfen sich unter Anleitung gegenseitig auf vorhandene Motivationen und Qualifikationen für ein Praktikum und lernen, diese in Bewerbungsschreiben zu formulieren.

- Sie erwerben fundierte Kenntnisse darüber, wie man sich angemessen um ein Praktikum bewirbt und welche Unterlagen hierfür erforderlich sind.

- Sie erlernen unterschiedliche Bewerbungsstrategien und üben deren Einsatz im konkreten Bewerbungsfall.

- Sie lernen, mit Absagen, Verzögerungen (z.B. vertröstet oder hingehalten zu werden) und Zusagen auf Ihre Bewerbung effektiv umzugehen, und erhalten wertvolle Hinweise, wie Sie gegenüber potenziellen Praktikumsgebern selbstbewusst auftreten.

- Sie setzen sich intensiv mit Ihrem Hochschulstudium auseinander, um Klarheit darüber zu erlangen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten Sie aus dem Studium ins Praktikum mitbringen und was Sie im Praktikum lernen möchten.


Inhalt und Ablauf:
Das Seminar hat größtenteils den Charakter eines Workshops und verlangt Ihnen ein aktives Bewerbungstraining ab. Neben der Erstellung von Lebenslauf und Anschreiben wird es auch darum gehen, Ihr Studium in Bezug zu den von Ihnen angestrebten Berufsfeldern und Betrieben und deren Anforderungen an Praktikanten zu setzen sowie die qualitativen Unterschiede zwischen einer Praktikumsbewerbung und einer Stellenbewerbung deutlich zu machen.

Das PVS wird entweder als Blockseminar mit vier Terminen durchgeführt, von denen zwei kurz vor Beginn und zwei innerhalb der Vorlesungszeit liegen, oder als wöchentliche Veranstaltung während der Vorlesungszeit. Es gliedert sich in drei Arbeitsphasen, für die sich im Blockseminar folgender Ablauf ergibt:

In Phase 1 entwickeln Sie möglichst präzise Vorstellungen von dem für Ihr Praktikum angestrebten Bereich. Sie erarbeiten sich das Wissen und die persönlichen Grundlagen, die Sie für die Anfertigung von Bewerbungsschreiben und tabellarischem Lebenslauf benötigen. Sie erstellen Ihre Unterlagen und stellen sie im Plenum zur Diskussion:

1. Tag (7 Stunden): Sie erheben Ihre persönlichen Daten, Erfahrungen, früheren Ausbildungen oder Berufstätigkeiten, Nebenjobs, Interessen, Sprachkenntnisse usw., die für den Lebenslauf relevant sein könnten. Sie erfahren, wie ein tabellarischer Lebenslauf formal und inhaltlich aufgebaut ist, was hineingehört und was nicht. Sie entwerfen und erstellen auf Basis der Seminararbeit Ihren eigenen Lebenslauf.

Sie klären Fragen nach dem Wunschbereich für Ihr Praktikum und nach der Bewerbungsbegründung. Sie klären, was sie vom Praktikum erwarten, und erarbeiten so die Motivation für Ihre Bewerbung. Sie recherchieren in der Materialsammlung der ABK-Bibliothek für Sie interessante Betriebe und Ansprechpartner und benennen Personen, bei denen Sie sich bewerben möchten. Sie erwerben Wissen über mögliche Bewerbungsstrategien: Bewerbe ich mich mündlich oder schriftlich? Gehe ich gleich persönlich zum Betrieb, der mich interessiert, oder rufe ich vorher an? Brauche ich schriftliche Unterlagen, wenn ich mich mündlich bewerbe? Und Sie lernen, woraus sich die schriftliche Bewerbung um ein Praktikum zusammensetzt und wie sie sich von der Bewerbung um eine Stelle nach dem Studium unterscheidet.

Schließlich stellen Sie Vermutungen darüber an, was Sie für das angestrebte Wunschpraktikum an Können und Wissen mitbringen müssen, welche Qualifikation Ihre Praktikumsbetreuer haben und was Sie selbst davon schon an Erfahrungen gesammelt haben. Sie erhalten den Auftrag, zum nächsten Blocktermin Ihren Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben auf einen konkreten Praktikumsplatz zu verfassen.

2. Tag (7 Stunden): Sie erfahren, worauf Personalarbeiter oder Praktikumsbetreuer bei Bewerbungen besonders achten, zum Beispiel was Sie auf jeden Fall tun sollten, bevor Sie sich bei einem Betrieb bewerben, oder was in einer Bewerbung gut ankommt und was man auf keinen Fall schreiben sollte. Im Licht dieser Erkenntnisse diskutieren und korrigieren Sie zunächst zufällig ausgewählte Lebensläufe, die einige von Ihnen geschrieben haben. Der Auftrag an alle lautet danach, den eigenen Lebenslauf anhand der neu gewonnenen Erkenntnisse bis zum nächsten Blocktermin zu überarbeiten.

Das Gleiche geschieht mit einigen exemplarisch ausgewählten Bewerbungsschreiben. Die Verfasser müssen zunächst mitteilen, was ihnen an ihrem eigenen Brief besonders gut gefällt, und ihn dann der konstruktiven Kritik des Seminars preisgeben. Hier kommt es darauf an, dass nur ganz konkrete Vorschläge für Änderungen und Verbesserungen gemacht werden. Der Auftrag an alle lautet auch jetzt, das eigene Schreiben gründlich zu prüfen und bis zum nächsten Termin zu überarbeiten.

3. Tag (3,5 Stunden): In der Zwischenzeit haben Sie Ihre Lebensläufe und Anschreiben gründlich überarbeitet, gegebenenfalls Arbeitsproben aus früheren Tätigkeiten zusammengestellt und sich von früheren Arbeitgebern Zeugnisse ausstellen lassen. Eine Hälfte der Teilnehmer (Gruppe 1) kommt am Vormittag, die andere Hälfte (Gruppe 2) am Nachmittag zusammen.

In der Gruppe werden einige Bewerbungen exemplarisch analysiert und korrigiert mit dem Ziel, sie versandfertig zu machen. Auch wenn Ihre Bewerbung nicht besprochen wird, werden Sie in die Lage versetzt, die Ergebnisse der Analyse auf Ihre eigenen Unterlagen zu übertragen. Sie alle erhalten den Auftrag, Ihre Bewerbungen nun umgehend zu verschicken.

Abschließend erfahren Sie, wie Sie sich in der folgenden Phase am besten verhalten, in der von den angeschriebenen Personen, Betrieben und Institutionen Reaktionen auf die Bewerbungen eingehen. Sie erfahren zum Beispiel,  was bei einer Absage zu tun ist, wie Sie sich verhalten können, wenn sich der Betrieb gar nicht meldet, wann Sie dort anrufen sollten, wie Sie auf Vertröstungen am Telefon reagieren können, usw.

Phase 2 verläuft ohne regelmäßige Betreuung oder Plenumssitzungen. In dieser Phase stehen Sie mit den Personen in Kontakt, bei denen Sie sich beworben haben, und bemühen sich intensiv, sich das Praktikum Ihrer Wahl zu sichern. Haben Sie Absagen erhalten, verschicken Sie neue Bewerbungen, bei Zusagen vereinbaren Sie einen verbindlichen Termin für den Beginn des Praktikums. Während dieser Phase, die sich über den größten Teil der Vorlesungszeit erstreckt und von Ausdauer und Hartnäckigkeit gekennzeichnet ist, stehen die Seminarleitung und/oder die Arbeitsstelle Studium und Beruf in Sprechstunden als Ratgeber zur Verfügung.

In Phase 3 bereiten Sie sich gemeinsam auf das bevorstehende Praktikum vor. Sie diskutieren den Zusammenhang und die möglichen Wechselwirkungen zwischen Studium und Praktikum und überprüfen Ihre persönlichen Vorstellungen und Erwartungen:

4. Tag (7 Stunden): Der letzte Blocktermin findet kurz vor dem Ende der Vorlesungszeit statt. Sie diskutieren Inhalte, Methoden, Ziele und Qualifikationen des Studiums im Hinblick auf das Praktikum, z. B.: Was lerne ich im Studium? Wofür brauche ich das in der Berufspraxis? Bereitet mein Fachstudium mich angemessen auf den Beruf vor? Wie? Was bringe ich aus dem Studium in das Praktikum mit? Gibt es Bezüge zwischen beiden Bereichen?

Sie thematisieren die Erwartungen an Ihr Praktikum sowie die eigenen Vorstellungen und mögliche Ängste, z. B.: Welche bereits vorhandenen Kompetenzen und Fertigkeiten kann ich anwenden? Was will ich im Praktikum lernen? Welche neuen Kenntnisse und Handlungsfähigkeiten kann ich dort erwerben? Wie wird sich das Praktikum auf mein Studium auswirken? Und schließlich: Wie kann ich mich auf den Arbeitsalltag einer 40-Stunden-Woche vorbereiten? Wie werde ich damit zurechtkommen? Wie verhalte ich mich in Konfliktsituationen?

Wenn Sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht nachweisen können, dass Sie sich um ein Praktikum beworben haben, oder noch kein Praktikum gefunden haben, sind Sie verpflichtet, eine Einzelberatung durch die Seminarleitung oder einen Praktikumsbeauftragten in Anspruch zu nehmen mit dem Ziel, etwaige Hindernisse möglichst umgehend auszuräumen und ein Praktikum für die kommende oder die nächstmögliche vorlesungsfreie Zeit zu sichern. Bitte bedenken Sie dabei: Die Arbeitsstelle kann Praktikumsstellen weder vermitteln noch bereitstellen.


Im wöchentlichen Seminar ist der Ablauf ähnlich organisiert wie im Blockseminar, wobei die Phasen hier etwas andere Längen haben. Phase 1 besteht aus den ersten sechs Sitzungen (12 Stunden). Spätestens nach der sechsten Vorlesungswoche müssen alle Bewerbungen versandfertig vorliegen und verschickt werden. Seminararbeit in zwei Gruppen, wie im Blockseminar am dritten Tag vorgesehen, findet hier nicht statt. Phase 2 erstreckt sich über die folgenden fünf Sitzungen (10 Stunden). Sie haben hier regelmäßig die Möglichkeit, sich über Ihre Erfahrungen im Kontakt mit Betrieben auszutauschen, einander Tipps für Zweit- oder Drittbewerbungen zu geben, sich bei Absagen gegenseitig Mut zu machen und Zusagen gemeinsam zu feiern. Sie besprechen die unterschiedlichen Phasen des „Hängens“ einer Bewerbung. Sie lernen, beharrlich mit den Betrieben Ihrer Wahl zu telefonieren und immer wieder nachzuhaken. Sie üben Gesprächssituationen in Rollenspielen wie: „Was sage ich, wenn ...?“ In dieser Phase kann auch die Reflexion über das Studium und seinen Bezug zum Praktikum bereits einsetzen. Phase 3 schließlich ist verkürzt auf die letzten drei Sitzungen (6 Stunden).

Ein Hinweis für praktikums- oder berufserfahrene Studierende, auch solche, denen ein früheres Praktikum angerechnet wurde: Sie sind zur Teilnahme am PVS verpflichtet. Sie stehen den übrigen Teilnehmern als zusätzliche „Experten“ zur Verfügung und steuern in jeder Phase Ihre Erfahrungen bei. Ihnen wird dringend empfohlen, sich selbst um ein weiteres Praktikum zu bemühen und alle Phasen des Seminars auch praktisch zu durchlaufen. In diesem Fall können Sie alternativ das Seminar zur Praktikumsbegleitung (PBS) belegen.


Prüfung:
Nach erfolgreich absolviertem Praktikum fertigen Sie als Modulprüfungsleistung einen Praktikumsbericht an. Wurde Ihnen ein früheres Praktikum angerechnet, schreiben Sie darüber Ihren Bericht oder über ein weiteres, studienbegleitendes Praktikum von mindestens vier Wochen Dauer. Der Bericht dient Ihnen zur selbstständigen Auseinandersetzung mit Ihren außeruniversitären Erfahrungen in einem potenziellen Beschäftigungsbereich und soll in drei Abschnitte gegliedert sein:

- In der Einleitung formulieren Sie Ihre ursprünglichen Erwartungen und Ansprüche an das Praktikum und legen Ihre Motivation für das gewählte Praktikum oder Unternehmen dar. Die Beschreibung der Kontaktaufnahme und der Bewerbungsphase gehört ebenso in die Einleitung wie die Dauer Ihres Praktikums, der Arbeitszeitraum und Angaben zum Arbeitgeber wie Name und Sitz.

- Im Hauptteil beschreiben und erörtern Sie das Berufsfeld, Ihre Tätigkeiten im Betrieb (gegebenenfalls in den durchlaufenen Abteilungen), die an Sie gestellten Anforderungen und wie Sie diese bewältigt haben, Ihre Betreuung durch die Vorgesetzten, eventuell aufgetretene Schwierigkeiten mit Kolleg/innen und wie diese gelöst wurden sowie Ihr Gefühl, als Praktikant/in zu arbeiten (im Vergleich zum Studieren).

- Im Fazit vergleichen Sie Ihre ursprünglichen Erwartungen mit den tatsächlich gemachten Erfahrungen und machen sich diese so unmittelbar nutzbar. Das heißt, Sie sollen sich klar darüber werden und auch Auskunft geben, inwieweit das Praktikum zur Ihrer weiteren Studien- und Berufsplanung beigetragen hat, ob es Sie motiviert oder entmutigt hat, ob es Ihnen möglicherweise ganz neue Perspektiven eröffnet hat und ob Ihr Studium für den Beruf nützlich ist bzw. welche Ihrer im Studium bislang erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten Ihnen im Praktikum besonders hilfreich waren.

Vom Praktikumsgeber lassen Sie sich bitte eine datierte und unterschriebene Bescheinigung über Ihr Praktikum ausstellen, die Angaben zu Ort, Zeitpunkt und Dauer des Praktikums, eine detaillierte Beschreibung Ihrer Aufgaben sowie eine Beurteilung enthält. Die Praktikumsbescheinigung fügen Sie dem Praktikumsbericht bei. Beides ist spätestens vier Wochen nach Beendigung des Praktikums bei Ihrer Seminarleitung oder, falls Ihnen ein früheres Praktikum angerechnet wurde, bis zum Ende des 4. Semesters bei der Arbeitsstelle Studium und Beruf einzureichen. Die Seminarleitung oder ein Praktikumsbeauftragter begutachtet die Berichte und kann Nachbesserungen fordern. Noten werden nicht vergeben.


Leistungspunkte:
Die Vergabe von Leistungspunkten für das Seminar kann nur erfolgen, wenn Sie regelmäßig daran teilnehmen, alle von der Seminarleitung geforderten Studienleistungen und begleitenden Aufgaben zufriedenstellend erfüllen und Ihr Praktikumsbericht den Anforderungen an Form und Inhalt in vollem Umfang genügt.


 

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