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Modul |
Berufspraktikum [ABK-A1] |
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Umfang |
2 SWS als Blockseminar (7 Termine) |
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Termin |
3. Semester |
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Workload |
28 Std. Seminar |
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32 Std. Vor- und Nachbereitung |
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30 Std. Bericht |
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Prüfung |
Praktikumsbericht + Praktikumsbescheinigung |
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Leistungspunkte |
Seminar 2 + Bericht 1 = 3 Lp |
Wahl des Seminars: Das Seminar zur Praktikumsbegleitung (PBS) wird für Studierende angeboten, die im Februar/März 2007 ein Praktikum in der Metropolregion Hamburg absolvieren oder dies mit einiger Sicherheit vorhaben. Es ist nur sinnvoll, wenn Sie parallel tatsächlich gerade ein Praktikum machen. Sollten Sie nicht sicher sein, ob dieser Fall eintritt, oder sollten Sie eine gründliche Vorbereitung Ihres Praktikums vorziehen, wird die Wahl eines Seminars zur Praktikumsvorbereitung (PVS) empfohlen. Bitte wählen Sie also das eine oder das andere Seminar nach Ihren Wünschen und Ihrem Zeitplan aus. Ein bereits absolviertes oder anerkanntes Praktikum befreit Sie nicht vom Besuch eines Praktikumsseminars.
Ziele: Das Seminar begleitet Sie im wörtlichen Sinne während Ihres obligatorischen, mindestens sechswöchigen Betriebspraktikums. Lernziele:
- Sie setzen sich intensiv mit Ihrem Hochschulstudium auseinander, um Klarheit darüber zu erlangen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten Sie aus dem Studium ins Praktikum mitbringen und was Sie im Praktikum lernen möchten.
- Sie lernen Ihre Praxiserfahrungen präzise mitzuteilen und zu beurteilen.
- Sie überprüfen Ihre eigene Lernfähigkeit in Bezug auf Ihre fachlichen, überfachlichen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen.
- Sie bereiten die Erstellung Ihres Praktikumsberichts vor.
Inhalt und Ablauf: Das Seminar versetzt Sie in die Lage, Ihr Praktikum zu bewerten, es in Beziehung zum Studium zu setzen und es sowohl auf seine Zweckmäßigkeit als auch auf seine didaktische Einordnung in das Bachelor-Studium hin zu beurteilen. Hierzu werden Reflexionsebenen angeboten, die Ihnen die gewünschte Analyse und Aufarbeitung des Praktikums ermöglichen.
Das PBS wird als Mischform aus wöchentlichem und Blockseminar an sieben Sitzungstagen durchgeführt, von denen sechs außerhalb der Vorlesungszeit liegen. Der erste Termin, für den ein ganzer Tag (7 Stunden) veranschlagt wird, dient dem gegenseitigen Kennenlernen der Kursteilnehmer und entspricht im Übrigen der Phase 3 des Seminars zur Praktikumsvorbereitung. Er findet kurz vor dem Ende der Vorlesungszeit statt.
Sie bereiten sich auf Ihr unmittelbar bevorstehendes Praktikum vor, indem Sie den Zusammenhang und die möglichen Wechselwirkungen zwischen Studium und Praktikum diskutieren. Sie untersuchen Inhalte, Methoden, Ziele und Qualifikationen des Studiums im Hinblick auf das Praktikum, z. B.: Was lerne ich im Studium? Wofür brauche ich das in der Berufspraxis? Bereitet mein Fachstudium mich angemessen auf den Beruf vor? Wie? Was bringe ich aus dem Studium in das Praktikum mit? Gibt es Bezüge zwischen beiden Bereichen?
Sie thematisieren die Erwartungen an Ihr Praktikum sowie die eigenen Vorstellungen und mögliche Ängste, z. B.: Welche bereits vorhandenen Kompetenzen und Fertigkeiten kann ich anwenden? Was will ich im Praktikum lernen? Welche neuen Kenntnisse und Handlungsfähigkeiten kann ich dort erwerben? Wie wird sich das Praktikum auf mein Studium auswirken? Und schließlich: Wie kann ich mich auf den Arbeitsalltag einer 40-Stunden-Woche vorbereiten? Wie werde ich damit zurechtkommen? Wie verhalte ich mich in Konfliktsituationen?
Die folgenden sechs Termine à 3,5 Stunden finden statt, während Sie Ihre Praktika absolvieren. Als Termine sind späte Nachmittage vorgesehen (17 bis 20 Uhr). Dabei ist nicht gänzlich auszuschließen, dass einige von Ihnen die ersten „Ferien“-Sitzungen des Seminars erst besuchen, wenn Ihr Praktikum schon begonnen hat, während andere noch Sitzungen zu besuchen haben, nachdem Ihr Praktikum bereits beendet ist.
In den sechs Sitzungen, die jeweils unter einer noch näher zu bestimmenden Überschrift stehen, tauschen Sie Ihre bis zum jeweiligen Zeitpunkt gemachten Praktikumserfahrungen aus und diskutieren zum Beispiel folgende Fragen:
- Hat mir die Berufsfelderkundung in der Einführungsphase des Studiums beim Abbau von Hemmschwellen gegenüber der Arbeitswelt geholfen? Hat sie die Wahl des Praktikums beeinflusst? Wenn ja, wie? Wenn nein, warum nicht?
- Wie war der erste Tag, speziell im Vergleich zu meinen Erwartungen?
- Wie hat sich die Arbeit im Praktikum seither verändert? Habe ich mich verändert?
- Was kann ich im Praktikum lernen? Was will ich lernen? Was habe ich schon gelernt?
- Kommt das bislang im Studium erworbene Wissen zum Einsatz?
- Kann ich die mir gestellten Aufgaben bewältigen? Warum/warum nicht?
- Wie ist das Verhältnis zum Ausbilder, Anleiter oder Betreuer? Gibt es Konflikte mit ihm/ihr oder mit anderen Kollegen am Arbeitsplatz? Wie sind diese zu lösen?
- Bin ich mit der Betreuung und Anleitung zufrieden?
- Haben sich meine Erwartungen an das Praktikum und meine Vorstellungen vom Arbeitsalltag und von meinen Aufgaben bestätigt?
- Gibt es Dinge oder Situationen, die mich besonders belasten und in eine „Praktikumskrise“ stürzen? Wie kann ich diese beheben? Was kann die Gruppe im Seminar dazu beisteuern?
- Kann ich die Ziele akzeptieren und vertreten, für die mein Praktikumsgeber steht?
- Wie stellt sich der Betrieb/die Institution nach außen dar und wie sieht er/sie von innen aus? Korrespondieren Außendarstellung und Innenansicht? Kann ich das nach wenigen Wochen wirklich beurteilen?
- Wie unterscheidet sich die Praktikums- von der Studiensituation? Wo fühle ich mich wohler und warum?
- Wie wirkt sich das Praktikum auf meine Studienplanung und Berufswahl aus?
- Will ich weitere Praktika absolvieren? Wenn ja, im gleichen Bereich oder in einem ganz anderen? Wenn nein, warum nicht?
Mit den praktikumsbegleitenden Diskussionen im Seminar sowie den eigenen Reflexionen und Notizen leisten Sie wesentliche Vorarbeiten für die Erstellung Ihres Praktikumsberichts. Ihre regelmäßige Überprüfung des Erlebten und die Zwischenergebnisse des Begleitseminars sollen Ihnen eine genauere Beobachtung der eigenen Entwicklung während des Praktikums ermöglichen und Rückschlüsse auf Ihr künftiges Verhalten in ähnlichen Situationen oder Phasen erlauben. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, ob Sie „Erstpraktikant“ oder berufs- bzw. praktikumserfahrene Praktikantin sind. Der Bericht, den Sie anzufertigen haben, soll sich in jedem Fall auf das gerade laufende Praktikum beziehen.
Prüfung: Nach erfolgreich absolviertem Praktikum fertigen Sie als Modulprüfungsleistung einen Praktikumsbericht an. Der Bericht dient Ihnen zur selbstständigen Auseinandersetzung mit Ihren außeruniversitären Erfahrungen in einem potenziellen Beschäftigungsbereich und soll in drei Abschnitte gegliedert sein:
- In der Einleitung formulieren Sie Ihre ursprünglichen Erwartungen und Ansprüche an das Praktikum und legen Ihre Motivation für das gewählte Praktikum oder Unternehmen dar. Die Beschreibung der Kontaktaufnahme und der Bewerbungsphase gehört ebenso in die Einleitung wie die Dauer Ihres Praktikums, der Arbeitszeitraum und Angaben zum Arbeitgeber wie Name und Sitz.
- Im Hauptteil beschreiben und erörtern Sie das Berufsfeld, Ihre Tätigkeiten im Betrieb (gegebenenfalls in den durchlaufenen Abteilungen), die an Sie gestellten Anforderungen und wie Sie diese bewältigt haben, Ihre Betreuung durch die Vorgesetzten, eventuell aufgetretene Schwierigkeiten mit Kolleg/innen und wie diese gelöst wurden sowie Ihr Gefühl, als Praktikant/in zu arbeiten (im Vergleich zum Studieren).
- Im Fazit vergleichen Sie Ihre ursprünglichen Erwartungen mit den tatsächlich gemachten Erfahrungen und machen sich diese so unmittelbar nutzbar. Das heißt, Sie sollen sich klar darüber werden und auch Auskunft geben, inwieweit das Praktikum zur Ihrer weiteren Studien- und Berufsplanung beigetragen hat, ob es Sie motiviert oder entmutigt hat, ob es Ihnen möglicherweise ganz neue Perspektiven eröffnet hat und ob Ihr Studium für den Beruf nützlich ist bzw. welche Ihrer im Studium bislang erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten Ihnen im Praktikum besonders hilfreich waren.
Vom Praktikumsgeber lassen Sie sich bitte eine datierte und unterschriebene Bescheinigung über Ihr Praktikum ausstellen, die Angaben zu Ort, Zeitpunkt und Dauer des Praktikums, eine detaillierte Beschreibung Ihrer Aufgaben sowie eine Beurteilung enthält. Die Praktikumsbescheinigung fügen Sie dem Praktikumsbericht bei. Beides ist spätestens vier Wochen nach Beendigung des Praktikums bei Ihrer Seminarleitung einzureichen. Die Seminarleitung begutachtet die Berichte und kann Nachbesserungen fordern. Noten werden nicht vergeben.
Leistungspunkte: Die Vergabe von Leistungspunkten für das Seminar kann nur erfolgen, wenn Sie regelmäßig daran teilnehmen, alle von der Seminarleitung geforderten Studienleistungen und begleitenden Aufgaben zufriedenstellend erfüllen und Ihr Praktikumsbericht den Anforderungen an Form und Inhalt in vollem Umfang genügt.
Hinweis: Sollten Sie sich für das PBS entschieden haben und dann wider Erwarten für Februar/März 2007 doch keine Praktikumszusage bekommen, können Sie das Seminar nicht besuchen und müssen das Modul im folgenden Sommersemester nachholen.