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Arbeitsstelle Studium und Beruf (ABK-Bereich)



Inhalt:

ABK-Seminare „Berufsfelderkundung“ (BFE) im Wintersemester 2006/2007


Ziele, Inhalt und Ablauf im Detail

Eine Übersicht über das Seminarangebot im Modul "Berufsfelderkundung" finden Sie hier.


Modul

Berufsfelderkundung [ABK-E1]

Umfang

2 SWS Seminar wöchentlich oder als Blockseminar (4 Termine)

 

2 SWS Übung (unter Mitwirkung von Tutoren)

Termin

2. Semester

Workload

28 Std. Seminar

 

32 Std. Vor- und Nachbereitung einschließlich Bericht

 

60 Std. Übung/Exkursionen (Interviews)

Prüfung

Bericht über die Erkundungen (ca. 10 Seiten zzgl. Interviewprotokolle)

Leistungspunkte

Seminar 2 + Übung 2 = 4 Lp

 

Wahl des Seminars: Jedes BFE-Seminar beschränkt sich auf die Erkundung eines oder mehrerer verwandter Berufsfelder. Nach Interesse und Neigung entscheiden Sie sich für ein Seminar und geben zwei Alternativ-Wünsche an. Sollten Sie in einem Berufsfeld bereits sehr viel Praxiserfahrung haben, wird dringend empfohlen, zur Erweiterung Ihres Praxiswissens ein anderes Feld zu wählen, in dem Sie sich noch nicht gut auskennen.


Ziele: Das Seminar + Übung dient der exemplarischen Vertiefung des parallel in der Vorlesung „Berufsfelder für Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaftler“ erworbenen Orientierungswissens. Im Mittelpunkt steht die aktive Erkundung von Berufsfeldern mittels Gesprächen mit Berufstätigen:

- Sie sammeln Informationen über für sie realisierbare Berufe und erarbeiten sich so eine möglichst anschauliche Vorstellung von einem möglichen künftigen Arbeitsalltag.

- Sie entwickeln einen persönlichen Zugang zu möglichen Arbeitsfeldern. Sie sammeln und verwerten Anstöße in der Arbeitswelt und gleichen Ihre eigenen Vorstellungen mit den Berufsrealitäten ab. Sie beginnen Berufswünsche und –interessen zu entwickeln oder entdecken neue Arbeitsfelder für sich, die Ihnen bislang unbekannt waren.

- Das Seminar kann als Einstieg in den länger währenden Prozess der Auseinandersetzung mit dem eigenen Berufswunsch dienen oder dazu führen, bereits bestehende Berufswünsche zu bestätigen oder zu verwerfen.

- Sie entwickeln Pläne, wie das Interesse an bestimmten Berufen weiter verfolgt und das Studium darauf bezogen werden kann.

- Sie erlernen soziale und kommunikative Kompetenzen wie Eigenverantwortlichkeit, Kommunikations- und Organisationsfähigkeit, Eigenständigkeit.


Inhalt und Ablauf:
Das Seminar gliedert sich in drei Arbeitsphasen—die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Erkundungen.

Phase 1, die Vorbereitung der Erkundungen, erstreckt sich über die ersten vier Sitzungen/den ersten Block. Hier werden zunächst das Seminarkonzept mit Inhalten und Zielen erläutert, das Berufsfeld im Überblick vorgestellt, Vorkenntnisse und Vorerfahrungen zusammentragen, die mit dem Berufsfeld in Verbindung stehen könnten, Erwartungen an das Seminar formuliert. Danach bilden Sie anhand Ihrer Erkundungsinteressen Kleingruppen, die für den Rest des Seminars zusammen bleiben. Ihnen wird kein zu erkundender Bereich vorgeschrieben. Es werden nur die Erkundungen tatsächlich durchgeführt, für die im Seminar ein Interesse vorhanden ist. In den Gruppen recherchieren Sie das Berufsfeld, speziell dessen Hamburger Ausprägung, und diskutieren jeweils unter sich Ihre Interessen.

In den Erkundungsgruppen entwickeln Sie Fragen, die Sie im Seminar und vor allem in den zu führenden Interviews geklärt wissen möchten. Daraus wird im Plenum ein Fragenkatalog entwickelt. Sollten die Interessen und Fragen der Erkundungsteams zu stark voneinander abweichen, kann im gleichen Seminar auch mit verschiedenen Fragebögen gearbeitet werden. Diese werden an einigen Berufspraktikern getestet, die als Gäste ins Seminar kommen. Als Gruppen üben Sie dabei die berufsbezogene Befragung, die noch nicht den Aspekt des eigenen Berufswunsches oder der eigenen Neigung umfasst, sondern sich zunächst nur auf das Interviewen selbst konzentriert.

Phase 2, die Durchführung, bildet den Kern des Seminars. Sie umfasst sieben bis acht Wochen und besteht aus den Erkundungen in den Betrieben, die die Arbeitsgruppen selbstständig durchführen, sowie aus unterstützender und ergänzender Arbeit im Seminarplenum. Wichtigstes Element des gesamten Seminars sind Ihre Interviews mit Berufstätigen! Sie stehen im Zentrum der Veranstaltung!

Jede Gruppe bis zu drei Personen führt mindestens 4 Interviews. Bei größeren Gruppen erhöht sich die Anzahl der geforderten Interviews pro weiterem Mitglied um ein Interview. Das heißt: eine vierköpfige Gruppe hat mindestens 5 Interviews zu führen, eine fünfköpfige 6, eine sechsköpfige 7, usw. Alle Interviews sind zu protokollieren. Dabei ist nicht nur das Gespräch selbst wiederzugeben, sondern auch der Arbeitsplatz Ihres jeweiligen Interviewpartners zu beschreiben und Ihr Eindruck von der vorgefundenen Arbeitsatmosphäre festzuhalten. Diese Aufgaben erledigen Sie während der zweistündigen Übung, deren Termine Sie jeweils als Gruppe frei vereinbaren.

 In Ihrer Erkundungsgruppe verteilen Sie Aufgaben: wer nimmt Kontakt zu den gewünschten Gesprächspartnern auf, wer geht in welche Betriebe, wer führt welches Interview, wer führt jeweils Protokoll? Zu den vereinbarten Übungszeiten innerhalb der Phase 2 setzen Sie regelmäßig und unter aktiver Beteiligung Ihres Tutors an der Erkundungsarbeit die Recherche fort und vereinbaren selbstständig Interviewtermine. Dabei nutzen Sie neben anderen Recherchequellen auch die Materialsammlung der ABK-Bibliothek.

Im Einzelfall soll Ihnen die Teilnahme an Interviews anderer Gruppen oder auch anderer Seminare ermöglicht werden. Die Koordination hierfür obliegt den Tutoren, die während des Semesters regelmäßige Sprechstunden anbieten.

In den wöchentlichen Seminarsitzungen/zwei Blockterminen der Phase 2 wird von erfolgreichen oder erfolglosen Kontakten und Gesprächen berichtet, werden Fragen beantwortet und Probleme gelöst und wird über neue Interviewpartner entschieden, wenn die Wunschkandidaten nicht zur Verfügung standen oder das Interesse der Gruppe sich verschoben hat. Alle Gruppen berichten vom jeweiligen Stand ihrer Arbeit. Bis zum Ende der zweiten Phase, also bis zur elften Sitzung/zum dritten Block, stellen Sie Ihre Berichte über die Gruppenarbeit fertig, die Sie in Phase 3 präsentieren müssen.


In den Seminarsitzungen der Phase 2 werden

- geführte Interviews und vorliegende Interviewprotokolle besprochen;

- von den Gruppen weitere Interviewkandidaten recherchiert sowie Termine geplant und vorbereitet;

- die Präsentationstermine für Phase 3 festgelegt.

 
In den Seminarsitzungen der Phase 2 können (zum Beispiel)


- Kurzvorträge zu Aspekten des Berufsfelds vorgesehen werden;

- weitere Gäste als Gesprächspartner und Informationsquellen zum Berufsfeld des Seminars oder einem anderen Feld eingeladen werden;

- Referate (über ein Unternehmen/eine Person aus dem Berufsfeld oder Fachbegriffe der Branche oder hilfreiche Bücher oder, oder, oder) gehalten werden;

- Betriebsführungen oder Messebesuche während der Seminarzeit organisiert werden;

- berufsfeldspezifische Übungsaufgaben (z.B. Schreibaufgaben, Projektübungen) vorbereitet und durchgeführt werden;

- die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Branche/des Berufsfelds an Praktikums- und Stellenbewerbungen untersucht werden;

- abhängig von Ihren Interessen Fragen nach Ihrem Selbstverständnis als SLM-Studierende, nach Zukunftsaussichten und –ängsten sowie Ihr auf diesem Weg bereits erzielter Lernfortschritt diskutiert werden, also z.B. die Frage, was das Studium „bringen“ soll, was der ABK-Bereich, und wo Sie sich in drei oder fünf Jahren sehen.

Die genannten Punkte sind optional. Die Ausgestaltung Ihres Seminars hängt von Ihren Interessen und Ihrem Engagement ab und kann von Seminar zu Seminar wechseln.

Phase 3, die Nachbereitung der Erkundungen, erstreckt sich über drei Termine/den vierten Block. Schwerpunkte sind die Diskussion und Bilanzierung der Erkundungserfahrungen. Als Gruppe präsentieren Sie Ihren Bericht im Plenum. Die Präsentation soll keine Nacherzählung der (zum Teil bereits in Phase 2 besprochenen) Interviews sein, sondern soll die geführten Gespräche unter einigen wichtigen Aspekten vergleichen und auswerten. Hierfür ist es erforderlich, dass Sie als Gruppe in Phase 2 regelmäßig und gemeinsam mit dem Tutor Zwischenbilanz über Ihre Gruppenarbeit ziehen und besprechen, welche Interviews noch fehlen, um ein möglichst komplettes Bild des Berufszweigs zu bekommen, das dann als Ergebnis präsentiert werden kann.

Die Auswertung im Seminar versucht die Frage zu beantworten, welche Auswirkungen die Erkundungen vor Ort auf Ihre eigenen Berufswünsche hatten. Sie diskutieren miteinander die Vorstellungen, die sie von bestimmten Berufen hatten, den dann vorgefundenen Berufsalltag, die Berufsanforderungen, das Image der erkundeten Berufe und die Einstiegswege. Am Ziel steht die Frage, inwieweit Sie tatsächlich konkrete Einblicke in den Arbeitsalltag der erkundeten Berufe gewonnen haben. Die Antwort darauf hängt allein von Ihrer Mitarbeit in Seminar und Übung ab. Es wird dringend geraten: Nutzen Sie diese Chance!

Die letzte Seminarsitzung/die letzte Stunde des vierten Blocks dient dazu, gemeinsam Bilanz zu ziehen und nach den Erfahrungen der Gruppen ein Berufsbild zu entwerfen: Welche Hard und Soft Skills braucht man in diesem Berufsfeld, welche Anforderungen werden gestellt, welche Praktikums- und Einstiegsmöglichkeiten gibt es? Und schließlich: Haben Sie Praktikumswünsche oder -pläne entwickelt?


Prüfung:
Der Bericht über die Aktivitäten Ihrer Gruppe bildet die Modulprüfungsleistung. Er wird während der Phase 2 des Seminars verfasst und während der Phase 3 zur endgültigen Abgabe korrigiert. Er ist bis zum Ende der letzten Vorlesungswoche in seiner endgültigen Version einzureichen. Die Teilleistungen der einzelnen Gruppenmitglieder bzw. Ihre jeweiligen Anteile an dem Bericht sind kenntlich zu machen.

Der Bericht gliedert sich wie folgt:

- Der Vorspann beschreibt die Interessen, Motivationen und das Vorgehen Ihrer Gruppe. Er gibt detailliert Auskunft über zustande gekommene und gescheiterte Interviews, dies am besten in Form einer Tabelle.

- Der Protokoll-Teil enthält sämtliche Protokolle der Gespräche, die die Gruppenmitglieder gemeinsam oder in Kleingruppen geführt haben. Die Protokolle richten sich nach dem zu Beginn des Semesters erstellten Fragenkatalog.

- Das Fazit beinhaltet eine vergleichende Auswertung der Interviews nach unterschiedlichen Aspekten (z.B. Arbeitsbelastung, Einstiegsvoraussetzungen, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben) durch die gesamte Gruppe. Es gibt außerdem Auskunft über die Positionen der Gruppe sowie jedes einzelnen Mitglieds zum Nutzen der Erkundungen und der gesammelten Informationen für die eigenen Berufswünsche, die Auswahl des Praktikums und die Wahl eines Praktikumsbetriebes, die Berufsplanung, die Bewertung des SLM-Studiums in Bezug auf die Berufspraxis und, soweit möglich, die berufsorientierte Gestaltung des Studiums selbst.

Die Berichte dienen den übrigen Seminarteilnehmern sowie den Studierenden, die in Parallelseminaren andere Berufsfelder erkunden, als Grundlage für die Selbsteinschätzung bei Überlegungen wie: Interessiert mich das Berufsfeld bzw. der Beruf? Möchte ich ihn später ausüben oder ein Praktikum in dem Bereich absolvieren? Was müsste ich für den Beruf noch lernen? Die Darstellung des Berufsalltags in den Berichten muss solche Fragen beantworten können. Das bedeutet, der Bericht muss möglichst genau, anschaulich und mit Beispielen versehen sein. Die Seminarleitung begutachtet die Berichte und kann Nachbesserungen fordern. Noten werden nicht vergeben.
 

Leistungspunkte: Die Vergabe von Leistungspunkten für Seminar und Übung kann nur erfolgen, wenn Sie regelmäßig daran teilnehmen und sich aktiv an der Gruppenarbeit beteiligen, alle von der Seminarleitung geforderten Studienleistungen und begleitenden Aufgaben zufriedenstellend erfüllen, Ihre Teilleistungen sowohl bei den Interviews als auch im Bericht erkennbar sind und der Bericht insgesamt die Anforderungen an Form und Inhalt in vollem Umfang erfüllt.


 

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